Norbert Nelte
Die Agonie des Kapitals,
Protokolle seiner Todeszuckungen

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Rosa Luxemburg Zitate
Vorwort
Rohstoffkriege und Sozialdemontage - 19.6.06
Heuschrecken, Das letzte Aufgebot des Kapitals!
Wolfowitz, die „Good Ölkriegspartnerschaft“ der Weltbank und ihr langsamer Tod, Begleiter des Endes der amerikanischen Vorherrschaft.
Kriege, Diktatur, Inflation, Wirtschaftzusammenbruch!
Bankenzusammenbrüche
Ausgebrannt
Der schleichende atomare Holocaust
Dein Traum ist aus, Amerika!
California Dreamin’
Die Hyperinflation steht kurz bevor!
Die postkapitalistische Produktionsweise
6% Preissteigerung, und die Löhne?
Statt freier Gedanken nur noch Monstermaschinen für das CIA-Programm MK-Ultra-(brutal)?
Noch 11 Monate bis zur Todesstrafe und Quasidiktatur in Europa - 17.2.08
Hungeraufstände in Afrika - 5.3.08
Frieden und Brot! Erste Erfolge in den Nahrungsmittelkämpfen
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die dringende Blinddarmoperation gewonnen.

Vom Septemberweizen zu den weltweiten Brotkämpfen! 13.4.08
Hebt Euer Geld von der Kleinbank ab, solange sie noch existiert - 23.4.08
Hartz IV-Behörden: amtliche Massenquälerei - 03.5.08
Wann ist das Kapital reif? - 12.5.08
Es gab schon immer ein Oben und unten oder Josehps List - 19.5.08
Die Hungerrevolten werden dem Kapitalismus das Genick brechen! - 2.6.8
Jetzt ist es amtlich: Das Systemende kommt unausweichlich! - 23.06.2008
Wahlen in Amerika verschoben  - 07.07.08
Irrenanstalt Finanzmarkt -23.09.08
Finanzkrise: Merkels Rettungspaket für unsere Arbeitsplätze - 13.10.2008
Nur normale Überproduktionskrise oder Ende des Marktes? - 29.10.2008
Endstation Sehnsucht! - 26.11.2008
Hände weg von Pakistan -28.11.2008
Von den Bailouts zum Kriegskeynesianismus, Pulverfass Horn von Afrika! - 26.12.08
Der Schüttelfrost des Kapitalismus, warum sein Untergang so plötzlich kommen wird.- 02.02.09
Regulierte Marktwirtschaft statt neoliberaler Marktwirtschaft? - 15.02.09Wirtschaftszusammenbruch: Der „Point of no Return“ wird gerade überschritten. Das Überproduktionsgesetz - 04.03.2009

Die Globalisierung und die Kollegen bei Opel, Mahle und Conti - 15.05.2009
Wirtschaft trotz Hilfsknete um 6,9% eingekracht. - 20.05.2009

Siehe auch die Seite Hungeraufstände und ihre Fotogalerie

Rosa Luxemburg

»Je gewalttätiger das Kapital vermittelst des Militarismus draußen in der Welt wie bei sich daheim mit der Existenz nichtkapitalistischer Schichten aufräumt und die Existenzbedingungen aller arbeitenden Schichten herabdrückt, um so mehr verwandelt sich die Tagesgeschichte der Kapitalakkumulation auf der Weltbühne in eine fortlaufende Kette politischer und sozialer Katastrophen und Konvulsionen, die zusammen mit den periodischen wirtschaftlichen Katastrophen in Gestalt der Krisen die Fortsetzung der Akkumulation zur Unmöglichkeit, die Rebellion der internationalen Arbeiterklasse gegen die Kapitalsherrschaft zur Notwendigkeit machen werden, selbst ehe sie noch ökonomisch auf ihre natürliche selbstgeschaffene Schranke gestoßen ist.«

Rosa Luxemburg: „Die Akkumulation des Kapitals”, S. 410,

32. Kapitel: Der Militarismus auf dem Gebiet der Kapitalakkumulation

»Der Imperialismus ist ebensosehr eine geschichtliche Methode der Existenzverlängerung des Kapitals, wie das sicherste Mittel, dessen Existenz auf kürzestem Wege objektiv ein Ziel zu setzen. Damit ist nicht gesagt, dass dieser Endpunkt pedantisch erreicht werden muss. Schon die Tendenz zu diesem Endziel der kapitalistischen Entwicklung äußert sich in Formen, die die Schlussphase des Kapitalismus zu einer Periode der Katastrophen gestalten.«.
Rosa Luxemburg: „ Antikritik”, S. 361

 

Vorwort

Rosa Luxemburg hat in ihrem Buch „Die Akkumulation des Kapitals“ auf der Grundlage des Wertgesetzes von Marx sehr schlüssig nachgewiesen, dass der Kapitalismus an die Grenzen des Marktes recht unsanft stoßen wird. Karl Marx dagegen ging in der Frage der erweiterten Reproduktion von einem ausgeglichen Markt aus und sah das Ende des Kapitalismus mit dem tendenziellen Fall der Profitrate nur als ein langsames Einschlummern.

Die marxistische Wissenschaft hat Rosas Thesen bisher - außer Tony Cliff - nicht ernsthaft untersucht, weil ihr einige unbedeutenden rechnerischen Fehler unterlaufen sind. Der wesentliche Hinderungsgrund ist aber ihre Behauptung, dass der Überschuss im Konsumsektor nicht in den Produktionsmittelsektor übertragen werden könne und damit suggeriert, dass der Kapitalismus von Anfang an nicht lebensfähig hätte sein können. Jeder hat aber gesehen, dass er 100 Jahre lang munter prosperierte. Damit verlor man außer Cliff auch ihren grundsätzlichen Gedankengang von der Verengung der Märkte aus dem Auge. In der Tat führt diese Verengung auch zu einem schnelleren Fall der Profitrate. Die zunehmende Binnenmarktschwäche wird von einem zusätzlichen Export kompensiert, der nur mit weiteren Rabatten erkauft wird. Lange vor dem Ende des Kapitalismus wird es zu den von ihr beschriebenen Katastrophen kommen, wir stehen schon mitten drin und sie stehen uns bis zu den Fußknöchel.

Wenn der Investitionsgütersektor weltweit schneller sinken wird als die Löhne, ergibt sich ein Überschuss im Produktionsmittelsektor I, der nicht mehr in den Konsumsektor II übertragen werden kann. Mit der Überschreitung dieses Points of no Return würde es ziemlich schnell zu einer Erodierung der Weltwirtschaft kommen. Zu dem ganzen Unheil kommt jetzt auch noch hinzu, dass China bereits angefangen hat, den Weltwirtschaftsmotor USA in der Weltherrschaftsrolle abzulösen.

Der Wirtschaftstätigkeit im Kapitalismus würde nach dem Point of no Return schlagartig zum Erliegen kommen und auf nur von den lokalen Behörden gedrucktem Notgeld oder Lebensmittelmarken zurückfallen und letztlich vor der Gesetzlosigkeit weichen, wenn nicht die Weltarbeiterklasse vorher die planvolle solidarische Produktion in Angriff nehmen und die versagenden Kapitalisten in die Wüste schicken würde. Aber da der Kapitalismus, wie 1918, nicht an seinem Anfang steht, sondern an seinem Ende, werden die Kollegen diesmal auch diesen Produktionswechsel schaffen können, dessen können wir gewiss sein. Eine planvolle Produktion können nur die Lohnabhängigen demokratisch und kollektiv selber durchführen. Das kann kein Manager oder Bürokrat stellvertretend, da diese immer wieder in die ruinöse Konkurrenzpolitik zurückfallen werden, sei es in Konkurrenz zwischen den Betrieben oder der zwischen den Staaten. Also: Alle Macht den basisdemokratischen Arbeiterräten.

Wir haben mit dem Buch „Rosa Luxemburg, die Grenzen des Marktes, und die Todeszuckungen des Kapitalismus!“ versucht nachzuweisen, dass in der Frage eines katastrophalen Endes der Marktes Rosa Luxemburg doch Recht hatte mit der unsanften Landung der Marktwirtschaft und ihrer Agonie als „fortlaufende Kette politischer und sozialer Katastrophen und Konvulsionen“. Die imperialistischen Länder können den überschüssigen Mehrwert des Konsummittelsektors kaum mehr im Produktionsmittelsektor und immer weniger im Ausland investieren. Das letzte große bisher nichtkapitalisierte Land China exportiert inzwischen fünfmal mehr nach Amerika als umgekehrt, hat Deutschland als Exportweltmeister Mitte 2007 abgelöst und tritt auch ab Ende 2007 gegenüber Deutschland in eine Exportüberschussphase (siehe Grafik). Aufgrund dieser weiteren Marktverengung wird die Aggressivität der imperialistischen Staaten wirtschaftlich mit mehr Schutzzöllen und militärisch mit stärkerer Aufrüstung verschärft.

Mit den südkoreanischen Betrieben verlassen die ersten wieder das Billiglohnland in Richtung Nordvietnam, Thailand oder Indonesien. Die Löhne der Angestellten, die Rohstoffe und die Steuern sind den südkoreanischen Managern einfach schon zu hoch geworden, aber sie hatten auch nicht nur im Billiglohnbereich dort investiert. Wenn dieses Beispiel Schule macht, wird sich die Kette der Katastrophen noch einmal verschärfen. Nachdem die südasiatischen kleinen Staaten vom ausländischen Investitionskapital im Sauseschritt durchschritten wurden, wird wohl im Imperialismus die Phase eintreten, in der die Investitionsgüter weltweit schneller sinken werden als die Löhne. Der Point of no Return würde dann, falls bis dahin die Bourgeoise noch an der Macht wäre, zu einer Erodierung der kapitalistischen Wirtschaft führen.

Die Kette der Katastrophen wurde mit dem gewaltigsten Kunstwerk der Vorgeschichte der Menschheit, mit der Inszenierung am 11.9.2001 eingeläutet. Seither stehen wir in permamenten vier Kriegen (Afghanistan, Irak, Somalia und Gaza), an die die meisten Menschen sich schon mit einer großen Geduld gewöhnt haben. Der Ölpreis ist von damals 20 Dollar auf über 105 das Fass gestiegen und das Peak-Oil (Fördermaximum) wurde überschritten Die Gesamtverschuldung der Vereinigten Staaten stieg auf 50% des Weltvermögens von 86.000.000.000.000 Dollar. Dies hat die Banken und Schuldner in eine tiefe Krise gestürzt. Die steigenden Lebensmittelpreise (Burkina Faso 65%, Deutschland auch schon 7,7%) haben bereits in Afrika zu Hungeraufständen mit weit über 100 Toten geführt. Der Dollar fiel in 12 Monaten um 20% schon auf 63 Eurocent (17.3.08 – Dollar für 1 €uro: 14.3. = 1,55$, 15.3. = 1,56$, 16.3. = 1,57$, 17.3. = 1,58$) und in Detroit kostet ein Haus in ehemals gutbürgerlicher Wohngegend 65 €uro. In den vereinigten Staaten herrscht schon eine Rezessflation (Rezession und Inflation). In allen Staaten der Welt werden massiv die Bürgerrechte abgebaut und alle Soldaten immer mehr in die Kriege hineingezogen. In Mexiko wird den Staatsbeamten für die Überwachung ein Chip tragen.

Der für die Nahostkriege zuständige Admiral Fuller ist zum 31.3. zurückgetreten worden. Er hatte sich immer gegen den Iran-Krieg ausgesprochen. Zum 31.1. läuft auch das Geschäftsjahr der Banken ab. Dann werden sie ihre Karten offen legen müssen, wie viele Milliarden Dollar von faulen Krediten sie weiter abschreiben mussten. Die Amerikaner ertrugen eine Krise immer dann bereitwilliger, wenn der Staat im Krieg gestanden hat und vorher eine Kriegsbegründungsinszenierung unter falscher Flagge produzierte. Wenn diese Fakten mal kein böses Omen sind.

Das alles mag genügen für den Beweis von Rosas These. Wir legen mit dieser Schrift mehrere Aufsätze vor, die wir in der Linken Zeitung veröffentlichten und die die beschriebene Sintflut der Katastrophen im Detail beschreiben.

Norbert Nelte
15. März 2008

http://www.marktende.de/
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Vgl. auch Rosa Luxemburg:

Zum Schema der Erweiterten Reproduktion von K. Marx

 

Stell Dir mal vor, sie machen Krieg, und niemand merkt es
(Wegen Ballspiele) – Afghanistan, Kongo, Iran

Rohstoffkriege und Sozialdemontage
Begleiter des ausgehenden marktwirtschaftlichen Zeitalters!

19.6.2006

Nach der Todrüstung und dem Zusammenbruch der bürokratischen Einparteiendiktaturen des Warschauer Paktes hatte man den Systemveränderern der 68er Bewegung endgültig und für immer klarmachen können, dass es immer ein Oben und Unten geben wird und auch geben muss. Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama stellte 1992 in seinem Buch „The End of History and the Last Man“ klar, dass der Mensch mit dem marktwirtschaftlichen Kapitalismus das Ende jeder Entwicklung erreicht hat. Hegelianisch gesprochen, verkörpert er die „Absolute  Idee“, die „Vereinigung von Gott und Natur“. Basta.

Hinfort setzte sich die grässliche Fratze des Kapitalismus wie Mehltau auf die traumatisierten Gehirne und verwandelte sich dort in einen gütigen Engel.

Nachdem der Ölpreis für das Barrel (Fass) nach der iranischen Revolution 79 für 6 Jahre von 15 auf 40 Dollar stieg, zuckelte er seither zwischen 10 und 20 Dollar dahin. Aber 99 geschah das Unfassbare. Die bevölkerungsreichste Nation der Erde China entwickelte sich zu einer Industrienation und verfünffachte den Bestand an zivilen Kraftfahrzeugen in einem Jahr von 1,6 auf 8,5 Millionen. Sofort sprang der Ölpreis wieder von 10 auf 30 und drohte explosionsartig weiter zu steigen.

China hat 2005 England und Frankreich mit dem Bruttosozialeinkommen überholt, 2007 wird es Deutschland überholen, 2008 Japan und 2015 die USA.

Gleichzeitig überschritten die von Amerika kontrollierten Erdölvorkommen die Produktionsspitze und drohten bis 2012 ganz zu versiegen. (C.J. Campbell.)

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Heuschrecken, Das letzte Aufgebot des Kapitals!
Finanzminister Steinbrück will mit den Private-Equitys ins Geschäft kommen!

2.8.2006

Am 22.6. traf sich Finanzminister Steinbrück ganz diskret mit Stan O’Neill von Merrill Lynch. Es wurden die Kaufinteressen der Heuschrecken an dem restlichen Staatseigentum sondiert. Dabei rückte neben Autobahn, Flughäfen und Bundesbahn die Telekom ins aktuelle Interesse. 20 Mrd. wird der Kassenwart für den restlichen 30%igen Staatsanteil an der Telekom wohl hingeblättert bekommen. Damit kann er die 5 Mrd. an die Reichen für die Senkung der Kapitalertragssteuer von 39 auf 30% und die zusätzlichen Kriege bezahlen. Für nächstes Jahr hat er noch die Eisenbahn im Angebot usw. (1) Da will die Regierung schon mal die DB zerschlagen lassen, damit sie sich leichter verhökern lassen kann. Dem steht aber die Eisenbahner-Gewerkschaft entgegen und Steinbrück wird hoffentlich statt €uros Sturm ernten.

Das Haus Blackstone besitzt schon über 2,7 Mrd. € Telekom-Aktien, das sind 4,5% des Telekom-Konzerns. Das haben sie nur mit 400 Millionen € Eigenkapital finanziert, 2,3 Mrd € haben die Banken geliehen. Wo Geld ist, fließt auch Geld hin. Der gesamte Aktienwert der Telekom liegt bei 55 Mrd.  Das wird Blackstone mit Hilfe des Investmentbanker von Merril Lynch zusammen mit anderen Private Equiti Häusern schultern, so, wie es sich zusammen im Konsortium mit den Häusern Apax, KKR, Permira und Providence für 12,7 Mrd. die dänische Exstaatstelefonunternehmen TDC unter den Nagel gerissen hat. Genau diese versuchen jetzt auch, erweitert um Cinven und Texas Pacific Group, mit 14 Mrd. die Portugal Telecom zu ergattern, alles Namen, über die wir in Zukunft noch öfters stolpern sollten. Die heutigen Anteils-/Eigner der europäischen Telefongesellschaften lesen sich wie die Einladerliste zum Festbankett der „Master of the Universe“. Da will der Vorstand der Telekom die Rendite auf 9% steigern und hauptsächlich über die Schließung vieler Call-Center 32.000 Arbeitsplätze abbauen, um sich den Private-Equitys anzubieten und vom Global-Player zum Universe-Player aufzusteigen. (2)

Die weltweit größten Private-Private-Equity-Häuser   Fond in Mrd. $

Blackstone                                                                            12,5
KKR                                                                                    11,0
Apollo                                                                                  10,5
Carlyle                                                                                  10.0
Goldman Sachs                                                                       8.5
Warburg Pincus                                                                      8,0
Thomas H. Lee                                                                       7,5
(Aus Manager Magazin 3/2006, Unter Heuschrecken, S. 44)

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Wolfowitz, die „Good Ölkriegspartnerschaft“ die Weltbank und ihr langsamer Tod, Begleiter des Endes der amerikanischen Vorherrschaft.

21.5.07

Die angebliche Begünstigung seiner Geliebten Shaha durch den ehemaligen Vizekriegsminister und derzeitigen Weltbank-Chef mit einem Gehalt von 190.00 Dollar im Außenministerium der USA war natürlich wie immer nur ein Vorwand bei seinem von China, Russland und zum Schluss auch von Europa geforderten Rücktritt. In Wirklichkeit handelt es sich um eine tiefe Krise der Weltbank, die durch die nicht an politische Auflagen geknüpfte Kreditvergabe durch China in Afrika und Lateinamerika entstanden sind. Hinzu kommt noch die Ankündigung von Chavez, eine eigene Lateinamerika-Bank aufzumachen. Durch diese neue Konkurrenz entstanden der Weltbank 200 Millionen Verlust im ersten Quartal 2007. Dies zeigt schon das Problem der Bank, dass es ihr gar nicht um Hilfe ging, sondern nur um Profit. Aber dazu unten mehr.

Unter Wolfowitz ist aus dem Ende der 80er Jahre entstandenen „Good Governance“ (neoliberale Rechtsstaatlichkeit, mehr Wohlverhalten der USA gegenüber) eine nach Gutsherrenart „Good Ölkriegspartnerschaft“ geworden. Rainer Rupp von der Jungen Welt fasst diese Entwicklung so zusammen:

»Widerstand gab es nicht nur, weil Wolfowitz »als das Symbol für amerikanischen Unilateralismus und Arroganz« galt; auch wollte Bush seinen Anspruch demonstrieren, »aus der Weltbank einen verlängerten Arm der US-amerikanischen Außenpolitik« zu machen, wie seinerzeit das erz­konservative britische Wirtschaftsmagazin The Economist bemerkte. Diese Prognose sollte sich bestätigen. Wolfowitz brachte seine engsten Mitarbeiter aus dem Pentagon mit zur Weltbank und entschied selbstherrlich am etablierten Apparat vorbei. Jene Entwicklungsländer, die Washingtons »globalen Krieg gegen den Terror« unterstützten, wurden nunmehr mit Weltbank-Hilfen belohnt, während die anderen abgestraft wurden. Das geschah im Rahmen der »Korruptionsbekämpfung«, die sich Wolfowitz zur formalen Rechtfertigung seiner diskriminierenden Politik im Interesse Washingtons auf die Fahnen geschrieben hatte.«

So kündigte er z.B. einen schon zugesagten Kredit an Usbekistan, nachdem Usbekistan den amerikanischen Truppen für den Nachschub in den afghanische Krieg 2005 kündigte und Moskau und Peking als Bündnispartner ins Land holte um ab 2006 mit ihnen sowie Kasachstan, Turkmenistan, Tadschikistan und Kirgisien dauernde Militärübungen an der iranischen Grenze durchzuführen. Offiziell wird zwar immer die Niederschlagung des Volksaufstandes im Mai 2005 als Kündigungsgrund der Kreditzusage vorgeschoben, aber den hatten ja alle westlichen Staaten kritisiert und Deutschland ist immer noch in Termez und außerdem sind sonst immer den Vereinigten Staaten die Menschenrechte egal. Es wird wohl an den neuen Bündnispartner China und Russland liegen, dass Usbekistan keine Kredite mehr von der Weltbank erhält. Für die USA war der Rauswurf aus Usbekistan für die Seidenstraße-Theorie, nach der Amerika alle Länder entlang der Seidenstraße zur Einkreisung Chinas beherrschen will, eine herbe Schlappe.

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Kriege, Diktatur, Inflation, Wirtschaftzusammenbruch!

25.7.2007

Ursprünglich hatte die USA die Fortsetzung der Ölkriege sich für das Frühjahr 2007 vorgenommen. Dann stellte sie aber die gewaltige Militärmacht des Irans fest, 1 Millionen Soldaten, eine Luftwaffe, die 4 mal so groß ist wie die irakische und die modernste Raketenabwehr aus Russland. Also musste sie erst bis jetzt schon die halbe Flotte in den Persischen Golf bringen und fängt schon mal  mit der Aufteilung des Nahen Ostens jetzt erst an einer schwächeren Stelle an, in Pakistan:

Schließlich will Amerika denen im Süden Belutschistan abtrennen und im Norden Kaschmir an Afghanistan angliedern (Siehe Karte unten vom Pentagon aus Armed Forces Journal AFJ)

Nun ist aber noch etwas dazwischen gekommen. Die US-Wirtschaft droht zusammenzubrechen, noch in diesem Sommer. Die USA hat ein Leistungsbilanzdefizit von bald 9 Billionen. China hat 200 Milliarden Dollar-Staatsanleihen für seine Geschäfte in Afrika verkauft und Iran hat die Ölverkäufe von Dollar auf €uro- und Tuman-Basis umgestellt. Da fiel der Dollar um 2 Cent auf 1.38 für 1 €uro. Ab 1,40 gibt es kein Halten mehr. Also, wer ist der nächste beim Dollar-Schneeball-Wettcasino? Dem Mittelstand werden die Häuser weggepfändet und viele Kreditbanken stehen kurz vor der Insolvenz derweil der künftige Diktator noch einmal 240 Mrd. für den Krieg sich geliehen hat. Das Europäische Wirtschaftsinstitut GEAB meint, die Krise kommt noch diesen Sommer.

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Bankenzusammenbrüche

23.8.2007

Wenn Du als Amerikaner zur Welt kommst, hast Du mit Deinem ersten Protestschrei gegen die raue Realität gleich 125.000 Dollar Schulden am Hals. Die Amerikaner verbrauchen 30% mehr Werte, als dass sie herstellen. Jeden Tag bekommen die USA 2 Milliarden aus aller Welt geliehen, pro Jahr schon 800 Milliarden. Über 10 Billionen sind das schon. Staat, Staaten, Kommunen, Firmen und Private besitzen 42 Billionen $ Schulden. Das weltweite Nettovermögen beträgt 86 Billionen $.

Leihen tut das ihnen China (1,33 Billionen$), Japan (1 Billion$)  über die Staatsanleihen oder amerikanische Aktien, auch musste die Welt erst mal Dollar kaufen, wenn sie Rohstoffe (z.B. Öl) einkaufen wollte. In Europa haben die Banken und Sparkassen die Privatkredite und Hypotheken mit einer niedrigen Bonität (Sicherheit) vom amerikanischen subprime Markt die Sparmitteln der kleinen Leute hier über Ramschanleihen (Junk Bonds) verwettet. Die Häuserpreise in Amerika stiegen nach oben.

Jetzt hatte China aber 200 Milliarden verkauft, da sie das Geld für ihre Afrika-Investitionen benötigen und Iran hat seinen Ölhandel von Dollarbasis auf € bzw. Tuman-Basis umgestellt. Plötzlich wurde in Amerika das Geld knapp und die Zinsen steigen. Die Häuslebauer in Amerika konnten ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen und über 200 Finanzhäuser sind schon pleite und haben Europa mitgerissen. Ganze Portfolios wurden von europäischen Banken übernommen, die nun Mitte August in Mitleidenschaft gezogen werden, aber noch nur ganz leicht.
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Ausgebrannt

31.10.2007

Im Endstadium des Kapitalismus wird durch die Globalisierung, dass der Kollege hier mit dem angeketteten Kind in Indien konkurrieren muss, die Arbeitshetze ins Unermässliche gesteigert. Die Reallöhne fallen schon seit 1982 und die Arbeitslosenzahlen erklimmen ungeahnte Höhen bei gleichzeitiger Fälschung der Statistik nach unten. Die Arbeitslosen über 58 und der „Bedarfsgemeinschaften werden ganz offen gar nicht mehr dazu gezählt und die Praktikanten sowie 1-€uro-Jobber werden als Beschäftigte gezählt.

Mit der Arbeitslosigkeit wird der Arbeitsdruck bis an die Belastungsgrenze gesteigert und der Lohn bis zum physischen absoluten Minimum gesenkt. Die Kollegen werden mit dem Hinweis auf die Arbeitslosen erpresst. Als Folge der lang andauernden Stressbelastung entwickelt sich das inzwischen zur Volkskrankheit gewordene Burn-Out-Syndrom (BOS). Nach Schätzungen ist von den Krankenschwestern und -pflegern bereits jeder zweite und bei den Lehrern jeder dritte von Burn-Out betroffen. Bei den Lehrern spielt neben der Stundenzahlerhöhung und der Lohnkürzung auch die Klassenvergrößerung eine Rolle, aber hauptsächlich, dass schon 50% aller Schüler verhaltensaufällig (Unkonzentration und Unruhe) sind. Diese Verhaltensauffälligkeit betrifft zum großen Teil wiederum die Arbeiterkinder, weil die Eltern immer mehr zu Zusatzarbeiten gepresst werden und entsprechend weniger Zeit für die Zuwendung mit den Kindern haben.

Bei mittelständischen Familien entsteht auch verschiedentlich eine Verhaltensauffälligkeit bei den Kindern, aber hier mehr durch ein zu viel an Zuwendung, ein Entwicklungszwang und damit eine Entwicklungshemmung. Aber hier wird schon oft frühzeitig mit Therapien aller Art entgegengesteuert. Auch der Manager kann zwar unter dem BOS leiden, einfach weil er von sich selber zu Gunsten der Profitrate zu viel verlangt, aber das wird beim nächsten Yoga-Kurs oder Überlebenstraining wieder weggepackt.

Für den normalen Lohnabhängigen aber scheint es ein Leiden ohne Ende. Die Backwarenverkäuferin blickt ganz bleich und steht mit letzter Kraft auf den Füßen. Der Filialleiter verlangt von ihr Überstunden, Überstunden, Überstunden. Und sie macht, was der Chef will, sie will ja nicht mit Harz IV in die Armut fallen. Die Postschalterbeamtin kann nach 12 Stunden Arbeit und Fahrtzeit nur noch ins Bett fallen. Jetzt wurde noch ein Schalter geschlossen und sie muss neben dem Einschreiben noch Zahnpasta und Schokolade verkaufen. Wenn sie aufwacht, beginnt die Arbeitshetze von neuem.

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Der schleichende atomare Holocaust
Die von der UNO verbotene Uranmunition der USA, warum diese Massenvernichtungswaffe, auch gegen die eigenem Leute?

17.10.2007

Wir fragen uns, warum die Staaten Russland, China, Südkorea, Japan, aber vorneweg die USA, Großbritannien und Israel immer noch die fürchterliche abgereicherte Uranmunition benutzen, obwohl sowohl bei der Bevölkerung ihrer „Feinde“ als auch bei den eigenen Soldaten, ihren Kindern und Kindeskindern die schweren genetischen Schäden  mit Missbildungen feststehen.

Noch Kriegsminister Scharping leugnete 1998 im Kosovo-Krieg den Zusammenhang von Uranmunition und Konterminationen, die Urangefährdung sei vernachlässigbar, so sein Credo. Er musste auch die zynische Haltung haben, denn 1972 bis 1978 wurde die Uranmunitition von dem Düsseldorfer Konzern Rheinmetall, der sich dann doch für die nicht radioaktive teurere Wolfram-Technik und dem Rüstungskonzern MBB entwickelt, die abgereicherte Uranmunition mussten Rheinmetall doch zuviel Ärger bedeuten, nicht aber der deutschen Armee.

Den unermüdlichen Arbeiten von Prof. Siegwart Günther, Prof. Albrecht Schott, Dr. Durakovic, die alle mit dem Tode bedroht wurden, Dr. med. Angelika Claußen, Prof. Malcolm Hooper, unzähligen anderen und natürlich der gesamten Antikriegsbewegung  ist es letztlich zu verdanken, dass die teuflische Munition bei der Bundes“wehr“ nachdem sie den halben Balkan und Hunderte alliierter Soldaten damit verseucht hatte nicht mehr eingesetzt werden durfte. Die deutsche Armee ist einfach zu dem Trick übergegangen, ihre Soldaten bei strahlengefährlichen Einsätzen anderen Armeen zu überlassen, wie dies ja wieder bei dem Fuchs-Spürpanzereinsatz im Irak März 2003 geschehen ist, wo nach Aussage des kranken Soldaten die halbe Kolonne von 50 bis 70 Mann bereits gestorben sind. Übrigens zeigt allein der Einsatz der ABC-Fuchs-Spürpanzer, dass auch die Armee von einer Gefährdung durch die Uranmunition ausgeht, denn von Atombomben ist niemand ernsthaft ausgegangen.

Bereits 1996/7 verabschiedete die UNO-Unterkommission für Förderung und Schutz der Menschenrechte eine Resolutionen, in denen DU-Waffen (DU = depleted uranium = abgereichertes Uran) als "unvereinbar" mit gültigen Gesetzen zur Wahrung humanitärer und Menschenrechte erklärt wurden. Letztlich ist auch der Einsatz von Massenvernichtungsmitteln nach der Haager Landkriegsordnung von 1899, 1907 untersagt.

Das deutsche Beispiel zeigt, dass die Kriegsparteien die internationalen Verträge überhaupt nicht beachten, besonders dann, wenn dieser Krieg um Alles oder Nichts geht. Amerika hat im Golfkrieg nach eigenen Angaben Irak-Krieg 330 Tonnen Uranmunition verschossen, das entspräche 230 Tonnen Uran. Die Kritiker gehen aber von 1.500 Tonnen aus.  „Da die Trefferquote extrem gering war, liegen noch heute fast alle verschossenen Uranprojektile im Erdboden dieser Landstriche.“ (FAZ.net 15.10.07)

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Dein Traum ist aus, Amerika!
Die 2. Runde der Bankenkrise ist eröffnet oder das Siechtum des Imperiums.

6.12.2007

Viele Häuser sind ver­nagelt
Von den Hochhäusern starren Dich leere Fensterhöhlen an. Eine hagere Gestalt schleppt sich zur nächsten Spritze. Die Bretterverschläge neben der Ausfallstraße ist ihr letztes Zuhause. Manche Obdachlose haben sich eingerichtet in den verrammelten Häusern, deren Besitzer einfach gegangen sind, weil sie die Kreditraten nicht mehr bezahlen konnten und niemand mehr das Haus kaufen wollte. Dreißig Jahre geschuftet, und jetzt, mit einem Schlag war alles umsonst, einfach gegangen, noch nicht mal die Tür zu gemacht, der nächste Wanderer wird sowieso das Fenster für einen trockenen Schlafplatz einschlagen.

Das ist kein Zukunftsroman, Du bist schon im richtigen Film. Sie befinden sich in Detroit des Jahres 2007. Da werden die Häuser für 1.000 Dollar angeboten, ehemalige gut bürgerliche Wohngegend, jedes zweite Haus steht da leer. Es riecht muffelig, staubig und irgendwo schlägt ein Fensterladen im Abendwind den Takt zu „Spiel mir das Lied vom Tod“.

„Sie sagen, dass das hier ein blühendes Viertel gewesen sei. Die Menschen hätten zusammengehalten, damals. Kneipen hätte es gegeben und Parks, gute Schulen sowieso, und die Kinder hätten Baseball gespielt am Samstagmorgen. Die Väter hätten gegrillt, so erzählen sie es, und die Haustüren daheim hätten offen gestanden, weil es Angst ja nicht gab in diesem mutigen Land. So war das einst in Amerika, so war es in Cleveland, Ohio, alle hier sagen das … Fährt man heute durch Slavic Village [Stadtviertel], sieht man Ruinen. Viele Häuser sind ver­nagelt, manche niedergebrannt, andere geplündert und seltsam nackt. Vor jedem zweiten Haus steckt ein Schild im Sand, „For Sale", aber es gibt längst keine Käu­fer mehr, es gibt keinen Markt, 13.600 Zwangsversteigerungen gab es 2006 im Bezirk Cuyahoga. Darum lassen inzwischen viele ihre Häuser einfach zurück, sie ziehen aus und einfach fort von hier, keiner kennt die neue Adresse, weil sie ja hoffen, dass sie in der Obdachlosigkeit wenigstens den Schulden entkommen.“
(Spiegel 48/2007, „Ende eines Zeitalters“, S. 80)

Detroit, Cleveland, Gary, im ganzen Rostviertel im Nordosten der USA, überall das gleiche Bild und das ist nur der klitzekleine Anfang. Ganz Amerika hat über seine Verhältnisse gelebt, auch der Staat. Jeden Tag bekam es 2 Milliarden hauptsächlich aus Ostasien geliehen. Nun steigt alle Welt aus dem Dollar aus und die Wohltaten scheinen zu versiegen, das Geld wird knapp in dem Land der Träume. Im Oktober wurden bei 50 Millionen Bau- und Kundenkrediten mit einer Summe von 8 Billionen Dollar die Zinsen verdoppelt. In den Vereinigten Staaten gab es nur Kredite mit einem flexiblen Zinssatz, die wussten schon warum, obwohl die Inflation offiziell nur mit 6% angegeben wird, wird von Finanz-Experten die Inflation auf gut 10% geschätzt.

Auch das BIP-Wachstum wird offiziell mit 4% angegeben, aber „der Frachtindex der „The American Trucking Association“ ist um 2,7% geringer als im Vorjahr und die Beladungen der Güterwaggons sind im Jahresvergleich um 2,8% gefallen. Das Ausmaß des Frachtvolumens wird auch durch den Cass Freight Index, bestätigt, der im Juni 2006 einen Höhepunkt erreicht hat“ (Dr. Marc Faber)

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California Dreamin’

18.12.2007

Alarm in Kalifornien – die Staatseinnahmen sinken um 40% oder 14 Milliarden, schlimmer noch, als alle Warnungen ankündigten. Gouvernator Schwarzenegger muss für Januar den „fiskalischen Notstand“ ausrufen.

Die Haupteinnahmequelle der Länder und Gemeinden ist die Property Tax, eine Steuer auf den Wert von Grundstücken und Immobilien. Durch die vielen Zwangsräumungen, die Leerstände und die hohen Wertverluste des ganzen Häusermarktes sinken auch die Steuereinnahmen.

In Los Angeles leben schon 69.000 Obdachlose, da werden jetzt noch einige dazukommen, denn gerade bei den Sozialausgaben will Schwarzenegger 10% einsparen.  Die Krankheit des Rostgürtels im Nordosten ist jetzt auch im Süden angekommen. 127 Millionen Amerikaner, fast die Hälfte, liegen lt. Junge Welt knapp über der Armutsgrenze. Du bekommst immer nur die Bilder des reichen Amerikas gezeigt, deshalb hat man ein falsches Bild von dem Land.

Das Foto zeigt noch nicht das San Francisco von heute, das ist Mogadischu heute, wo die äthiopische Armee im Auftrag Amerikas und mit Bewaffnung der Amerikaner einen Säuberungskrieg führt. Solche Bilder der Barbarei kennen wir aus Palästina. Sie verbreiteten sich dann wie ein Alptraumvirus nach Libanon, griffen dann zum Irak, nach Afghanistan und Somalia um sich dann 2008 und 9 der ganzen Region zu bemächtigen. Im Laufe der Bankenkrise und des Dollarverfalls wird der Virus sich ach über den großen Teich zur USA schwappen. Das Foto könnte dann das San Francisco des Jahres 2020 sein.

Jetzt hat der Dollar noch kurzfristig eine Atempause bekommen. Die EZB hat 10 Milliarden Dollar Kredite mit einem Monat Laufzeit in die Banken gestopft, die Fed noch einmal zwanzig, die Schweizerische Nationalbank beteiligt sich mit vier und die Briten sind auch dabei. Prompt stieg der der Dollar von 1,48 auf 1,43 für ein €uro. Aber das wird ihm langfristig gar nichts nutzen, eher verschlimmern, weil der Zusammenbruch dann später auf einmal kommen wird, jetzt würde er sich auf verschiedene Zeitpunkte verteilen.

Die EZB zahlt die Bankenstützung mit Deinen Steuergeldern, die FED mit dem hochtakten der Dollardruckmaschine. Um 16% ist die Dollar-Geldmenge (mit Krediten) im letzten Jahr gestiegen. Wenn wir davon die 6% abziehen, die für das Leistungsbilanzdefizit gedruckt wurden, die wurden ja vom Ausland den Amis geliehen, bleibt 10%. Da die Warenmenge eher um 3% gefallen ist (siehe Linke Zeitung) entsprechen diese 10 Prozent der Inflationsrate, die von den Finanzexperten auch mindestens in dieser Höhe eingeschätzt werden. 10% Inflation bedeutet aber wieder Dollarverfall, wenn diese wirklichen Zahlen auch offenkundig werden. Die Bush-Adminisration veröffentlicht die Menge des gedruckten Dollars aus diesem Grunde nicht mehr. Die „gelbe Gefahr“ für den Dollar besteht noch nach wie vor. China will sich mit 200 Milliarden an den deutschen Konzernen beteiligen, weiter Gold kaufen und Lebensmittel im Ausland, um ihre eigene Nahrungsmittel-Inflation von 16% abdämpfen zu können. Außerdem verlieren sie ständig an Werten, je länger sie den Dollar halten. Eine Billionen Dollar könnten da schon auf dem Markt angeboten werden.

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Die Hyperinflation steht kurz bevor!

27.12.2007

Die USA und Europa werden mit Geldscheinen förmlich überschwemmt. Nein, das landet nicht bei Dir im Portmonaie an, sondern bei den Banken. Die Banken haben keine liquiden Mittel mehr, da sich alle bei der Hypothekenkrise verausgabt hatten. In den Vereinigten Staaten wurde die Geldmenge um 16% gesteigert. Wenn man davon  6% abzieht, die sie vielleicht noch vom Ausland geliehen bekommen, dann wären das schon eine Inflation von 10%.

Die Superinflation ist schon nicht mehr auf die USA und Europa beschränkt. Auch in China steigen die Lebensmittelpreise um 16%. Die amerikanische Zentralbank (FED) hat ständig Dollars in die Banken hineingepumpt in der Hoffnung, sie könnten sich selbst sanieren. Z.B. erhielt die größte Bank von Amerika, die Citigroup, 49 Milliarden Dollar an kurzfristigen Finanzspritzen, da haben die 7,5 Milliarden von Abu Dhabi nicht gelangt. Da, es hört nicht auf, ich bin beim Schreiben, da kommt eine neue Nachricht  am 27.12. vom Spiegel: “Citigroup stehen weitere Milliardenabschreibungen ins Haus“

Morgan Stanley erhielt eine 5 Milliarden Finanzspritze aus China. Bei Merrill Lynch wird mit 16 Milliarden Verlusten aus dem Hypothekengeschäft gerechnet. Reuters:

»Insgesamt verschafft sich Merrill Lynch bis zu 7,5 Milliarden Dollar frisches Kapital. Der singapurische Staatsfonds Temasek erwirbt Aktien für 4,4 Milliarden Dollar und sicherte sich Kaufrechte für weitere Anteilsscheine im Wert von 600 Millionen Dollar. Zudem steigt die US-Fondsgesellschaft Davis Selected Advisers für 1,2 Milliarden Dollar bei dem Geldhaus ein. Weitere 1,3 Milliarden Dollar fließen dem Institut durch den Mehrheitsverkauf seines Mittelstands-Finanzierers an General Electric zu.«

Die Aktie ist in diesem Jahr um 40% gefallen. Aus dem stolzen Vorzeigehaus ist ein Schnäppchen auf den Pokertischen geworden.

Aber all das wird alles nichts nutzten, gerade noch die hohen Häuser über die Feiertage ins neue Jahr retten. Es werden noch 4 Billionen Dollar oder mehr an Krediten in Amerika platzen. Sie haben alle auf Sand gebaut, weil Amerika nicht mehr so bequem Geld für ihre Aktien, Staatsanleihen oder aus dem Rohstoffmarkt von der Welt geliehen bekommen. Das Leistungsbilanzdefizit wird 2007 760 Milliarden Dollar und kumuliert weit über 10 Billionen Dollar erreichen. (Diagramm von Prof. Dr. Bernd Kempa)

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Die postkapitalistische Produktionsweise
Basisdemokratisch solidarischer Plan oder Zwangswirtschaft in einer Gefängnis-Sklavenhaltergesellschaft, Sozialismus oder Barbarei?

12.1.2008

Ein Gespenst knirscht rund um die Welt. Die Angst vor der Finanzkrise treibt im Londoner Finanzbezirk „City of London“ die Manager immer mehr in die Praxen der Arbeitsmediziner und Psychiater. „Fachärzte sehen einen kausalen Zusammenhang zwischen den Turbulenzen im internationalen Bankwesen und den steigenden Erkrankungszahlen.“ schreibt das deutsche Ärzteblatt. „Unsere Patientenzahlen sind binnen zwölf Monaten um zwischen 30 und 40 Prozent gestiegen“, so Mark Beadle, Hauptgeschäftsführer von „Capio Nightingale Hospitals“, einem privaten Anbieter psychiatrischer Versorgungsangebote in der Londoner City. „Unsicherheiten im internationalen Bankgeschäft und speziell der credit crunch in Amerika und dessen weltweite Auswirkungen haben dazu geführt, dass immer mehr Mitarbeiter im Bank- und Kreditwesen nervös geworden sind. Die berufliche Zukunft scheint unsicher und das führt unweigerlich zu stressbedingten Beschwerden.“ 

Langsam hat sich auch das Ende der kapitalistischen Produktionsweise auf der Basis der Profitproduktion bei den Eliten der Banken, Konzerne und der Politik herumgesprochen. Die Produktivität ist schon zu weit vorangeschritten, so dass der Anteil der Arbeit als einzige Quelle des Mehrwertes immer weiter verschwindet und durchschnittlich kaum mehr im produzierenden Gewerbe eine lukrative Profitrate erzielt werden kann.
In Deutschland fiel die Profitrate nach Robert Brenner in 1993 schon auf 3,5% (Robert Brenner, Boom & Bubble, S. 53). Da bringt ja schon jedes einfache Sparkonto mehr. Die meisten Menschen verwechseln die Profitrate immer mit den riesenhaften Milliarden Gewinnen. Aber das ist verkehrt. Natürlich muss man die Jahresgewinne immer in das Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzen, und da sieht es eben nicht mehr so berühmt aus.

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6% Preissteigerung, und die Löhne?
15.2.2008

NOGELD 250.jpgBevor der Verdi-Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes abgeschlossen ist, ist die Tariferhöhung schon aus Deinem Geldbeutel entwendet worden. Als Taschenspielertrickser tritt wie immer das große Kapital auf, assistiert von der Gewerkschaftsbürokratie. Wie das, die hat doch tolle 8% gefordert, also, sie will sogar die Reallohnverluste der Vergangenheit wieder wettmachen, denkt man. 8% langt aber nicht mal mehr für die Preissteigerung. Die Großhandelspreise allein für die Lebensmittel sind im Januar bereits um 6% gestiegen, Getreide gar um 50%. (Spiegel)
im Oktober 2007 dagegen stiegen die Großhandelspreise noch nur um 4,7%. Nur kann man jetzt schon bei 6%, am Jahresende werden wir auch von 6% nur noch träumen können.( Linke Zeitung)

 Die Kreditkrise wird alleine schon für weitere Preissteigerung sorgen, aber auch die andauernden Kriege und die Ungleichgewichte der Weltwirtschaft. Die Kreditkrise hat schon ganz gehörig die Sachsen-LB, die IKB und die West-LB gebeutelt, aber auch die Postbank, die BWLB, die BLB und auch die Großen. Von der Bayrischen Landesbank spricht man ja, dass sie noch 30 Milliarden fauler Kredite abzuschreiben hätte, die West-LB noch 25 Milliarden, das wird die West-LB zerreißen, wie mühsam hat Land, Bund, Sparkasse und Banken um die bisherigen 1,5 Milliarden geschachert. Die Sparkassen haben schon abgelehnt, die Banken winden sich nur die 0,5 Milliarden zu übernehmen, haben sie doch alle selber noch faule Papiere im Keller. Auf 4 Billionen werden die faulen Kredite weltweit noch geschätzt. Wenn eine Bank fällt, wird das wie ein Dominoeffekt die anderen mit in den Untergang reißen. Deshalb bietet Steinbrück der West-LB 1 Milliarde an und hat der IKB von Deinen Steuergeldern 1 Milliarde in den Rachen geschmissen. Kassenwart Steinbrück sagt mit zusammengebissenen Zähnen „Für die restlichen 200 Mio. Euro wird es eine Lösung geben, die im Zweifelsfall im laufenden Haushalt eingesammelt werden muss". Warum kann er nicht die Zähne für die Armutskinder oder die Pendler zusammenbeißen? (Financial Times)

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Statt freier Gedanken nur noch Monstermaschinen für das CIA-Programm MK-Ultra-(brutal)?
18.2.2008


Bei einer Flugreise nach Amerika will die USA bei den Passagieren aus der Entfernung die Hirnwellen scannen. Bisher musste zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns, der Spannungsschwankungen, von der untersuchenden Person Elektroden an dem Probanden angelegt werden. Die USA entwickeln nun ein System, mit dem sie die Gehirnströme auch von der Entfernung messen können, beispielsweise von der Gepäckklappe aus.


Aus den Gehirnströmen kann man keine Gedanken lesen. Es werden Bilder oder Filme gezeigt, um dann die Reaktion auf den Stimulus zu sehen, ist die Person nun erregt oder entspannt, das kann man in der Tat messen. Natürlich mussten wieder für solche Planungen aus der Horrorküche eines Dr. Mabuse die sogenannten Terroristen herhalten, der CIA hat sie ja extra dafür erfunden, niemand kennt aber einen nicht von den Diensten aufgestachelten „Terroristen“, also wird die Entwicklung der Gedankenkontrolle wohl für uns alle sein.


Erst plant Amerika, dieses System bei Einreisen in Flugzeugen einzusetzen, um die EEG-Kurven zu messen. Es will „nichtinvasive [nicht in den Körper eindringende] neuro-elektrische Sensoren installieren“, um die Hirnströme von Flugpassagieren aus der Entfernung zu scannen.“ (Die Welt)

Zum Schluss dann wird bei jedem gleich ein Chip [Wird in Mexiko bei den Beamten schon praktiziert] mit einem Funksender eingepflanzt werden, und Dein Blockwart kann jederzeit Deine Gedankenlage erkennen. Es besteht dann die totale Kontrolle und Revolutionen kannst Du dann vergessen. Immer, wenn Du an die Freiheit denkst, gibt es ein Narkoseschlag, das ist in dem Chip mit einprogrammiert. Da freut sich doch der Möchtegern-Rollidiktator. Schöne neue Welt.


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Noch 11 Monate bis zur Todesstrafe und Quasidiktatur in Europa

17.2.2008

1920_-_die__entente_unter_der_friedensmaske_250.jpgDer EU-Reformvertrag sieht ab dem 1.1.2009 in Artikel 13 der Grundrechtscharta  für den Kriegsfall und den Fall unmittelbarer Kriegesgefahr die Todesstrafe vor. Nach dem Verfassungsrechtler der Uni Erlangen, Prof. Dr. iur. K. A. Schachtschneider hat die Erklärung betreffend der Erläuterungen zur Charta der Grundrechte die gleiche Verbindlichkeit hat wie die Grundrechte selbst. Der Artikel ist also Bestandteil des Kleingedruckten, die Herrschenden wollten also still und heimlich sich das Rech zu killen zusprechen.

Das geht sogar über das amerikanische Gesetz der Todesstrafe hinaus, indem es sogar den Vollstreckungsbeamten die Vollmacht gibt, Dich auf der Flucht zu erschießen. Die Polizei kann jede Demo zu einem Aufstand erklären und da voll hineinballern. Zum 25 jährigem Jubiläum von 1984 wurde George Orwell schon eingeholt.

Weil jeder jetzt bei dem Katrophenexperten so ungläubig schaut, gebe ich die ganze Erklärung von Professor Schachtschneider zum Punkt 13 wieder:

»13. Die Grundrechtecharta ermöglicht für den Kriegsfall und den Fall unmittelbarer Kriegesgefahr die Todesstrafe. Diese kann nach den verteidigungspolitischen Ermächtigungen der Union eingeführt werden. Um einen „Aufruhr" oder „Aufstand" „rechtmäßig niederzuschlagen", darf trotz des Rechts auf Leben (Art. II-62 VV) getötet werden.

In der Erklärung betreffend die Erläuterungen zur Charta der Grundrechte, die die gleiche Verbindlichkeit hat wie die Grundrechte selbst, steht:

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Hungeraufstände in Afrika

5.3.2008

Die Nahrungsmittelpreise sind in Deutsch­land im Januar 08 nach dem Statistischen Bun­desamt um 7,7% gestiegen. Die Lebensmittelteuerung ist die Spitze des Eisberges, der aus der gesamten Inflationsrate gebildet wird. Die Nahrungsmittel stehen immer deshalb an der Spitze der Inflationsrate, weil der Bauer hier weniger rationalisieren und das Angebot nicht erhöhen kann und heute besonders durch die Biospritproduktion, welche das Nahrungsmittelangebot noch einmal verringert. Aber auch andere Bereiche sind überdurchschnittlich gestiegen: Bildung 34,2%, Heizöl 33,5%, Kraftstoffe 13,1-16,8%, Strom 7,4%. Die allgemeine Inflationsrate ist ein weltweites Phänomen, das von den Vereinigten Staaten ausgegangen ist.

Leider kann man deren Inflationsrate nicht untersuchen, da die offizielle Statistik stark nach dem Lustprinzip zusammengelogen ist. Also nehmen wir die Geldmenge M3 mit Krediten. Die Geldmenge M3 wuchs in Amerika schon seit den Anfängen der Bush-Regierung stärker die Wertschöpfung, weil es jeden Tag 2 Milliarden Dollar mit den Staatsanleihen oder dem Rohstoffhandel geliehen bekommen hat. Auf die Inflationsrate hat sich das aber nicht ausgewirkt, da der höheren Nachfrage auch ein höheres Warenangebot, z.B. aus China gegenüberstand.

Nachdem man scheinbar die Hoffnung auf einen stabilen Dollar aufgeben hat, wurde ab Oktober 06 der Turbo in die Dollardruckmaschine eingebaut und der Anstieg der Geldmenge beschleunigte sich noch einmal um 25%. Die Inflation in Amerika steigerte sich in den Galopp, auf über 10% (18,2% Geldmengenerhöhung minus 6% Leistungsbilanzerhöhung minus 1,0% Wirtschaftswachstum) Die Inflation der USA riss die ganze Weltwirtschaft mit.
Im Artikel von Esme Chonaara hat sie klar ausgeführt dass Lebensmittel wie alle Waren der allgemeinen Inflationsrate unterliegen, nur verstärkt durch dien Biosprit. Sie schreibt: „Grundnahrungsmittel unterstehen genauso wie andere Waren den Fluktuationen und den Panikkäufen des globalen Marktes. Steigende Preise erzeugen weitere Ankaufswellen, was die Preise weiter in die Höhe treiben kann. Dies führte dazu, dass die Weizenpreise an einem Tag Ende Februar um 25 Prozent anstiegen.“

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Frieden und Brot! Erste Erfolge in den Nahrungsmittelkämpfen

8.4.2008

Der weltweite Aufruhr gegen die massiven Preiserhöhungen der Lebensmittel (seit 2005 um 30%) hat zu ersten Erfolgen geführt. Einerseits in Ägypten bei den Textilarbeitern von el Mahalla zur Entwicklung des Massenbewusstseins durch Solidaritätsdemonstrationen und Kundgebungen und anderseits in Vietnam zu Zulagen in klingender Münze. Die monetären Erfolge in der Nachschlagbewegung machen Mut und werden letztlich den weltweiten Kampf weiter vorantreiben. Das sind zwar nur 4 €uro im Monat, aber für Vietnam bedeutet das schon mehr. Labournet schreibt dazu in seinem Rundbrief:


„Am Montag waren die 15.000 Beschäftigten - meist Frauen – des NIKE-Subunternehmens Vietnam Ching Luh Shoes aus Taiwan in den Streik getreten um, angesichts der zunehmenden Teuerung eine Lohnerhöhung von rund 8 Euro im Monat durchzusetzen. Die offizielle Gewerkschaft hatte noch am selben Tag eine Erhöhung von etwa 4 Euros ausgehandelt und den Streik für erfolgreich beendet erklärt und auch Nike, das etwa ein Drittel seiner weltweiten Produktion in rund 50 vietnambasierten Subunternehmen herstellen lässt, betonte Verständnis angesichts der Lage. Am Dienstag aber äusserten sich viele Arbeiterinnen unzufrieden mit der Vereinbarung - so viele und so vehement, dass die Wiederaufnahme der Arbeit, die für diesen Tag angekündigt war, um einen Tag verschoben werden musste. Der Bericht "Nike : Affrontements lors de la reprise" der Zeitung Romandie, gespiegelt am 4. April bei "Solidarité Ouvrière":“


Jetzt sehen wir langsam auch, wohin die imperialistische Wirtschaftspolitik mit den Ölkriegen, den Schulden und den Ungleichgewichten in der Welt führen. In Amerika selber wachsen die Proteste der Obdachlosen und Arbeiter. (Foto Philadelphia). Sie müssen die Kriegslasten tragen, und das sind schon seit 2001 2 Billionen Dollar. Der Turbo der Gelddruckmaschine wurde angeworfen, was in den USA schon zu einer zweistelligen Inflationsrate geführt hatte. Jedenfalls ist die Geldmenge M3 in den letzten 12 Monaten um 19,2% gestiegen. Die Inflation übertrug sich in Windeseile auf die ganze Welt, besonders stiegen auch wegen der Biospritprogramme die Nahrungsmittel, hauptschlich aber wegen der Spekulation

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Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die dringende Blinddarmoperation gewonnen.

25.3.2008

(Keine Satire, bitterer Ernst)

So könnte die Antwort des Bundestaates Oregon auf eine dringende Operationsantrag für eine Billiglohnarbeiterin demnächst lauten. Von 91.000 Niedrigverdienern, die sich offiziell für die Übernahme der Krankenkassenkosten beworben haben, haben 24.000 Personen durch Losentscheid die staatliche Stützung gewonnen. 67.000 gingen leer aus und müssen an der Blinddarmentzündung sterben.
So kann wenigstens weiter für die Waffenproduktion gezahlt werden, und unser seliger Billigjobber hat sich verdient gemacht fürs Vaterland bzw. genauer für die Exxon-Bilanz.

Die glücklichen 24.000 Gewinner dürften sich aber nicht lange freuen, denn Amerika hat jetzt endlich rausgefunden, wie es die Kreditkrise lösen könnte, aber das wird den Kommunen Geld kosten. Die Städte kaufen den Banken die leerstehenden, zwangsgeräumten Häuser ab und reißen sie auf ihre eigenen Kosten ab. (Alice im Wunderland)

Das rettet wenigstens das Überleben der Banken und mit der Wirtschaft kann es weiter gehen. Blöd nur, dass auch stinknormale Verbraucherkredite und massenhaft Heuschreckkredite faul geworden sind, aber das lösen sie ja gerade mit dem Ausverkauf von Fort Knox.


Derweil richten die Herausgeklagten sich das gemütlich in ihrem Zelt in den explodieren Zeltstädten ohne Strom und Wasser ein. Zehntausende sind aber auch schon als Witschaftsflüchtlinge in Kanada gestrandet, also es gibt mehrere Alternativen.
Das große Zittern macht sich an der Wall-Street breit und Kassenwart Steinbrück nutzt das ganze Zähnezusammenbeißen nichts mehr, immer mehr Abgeordnete wollen für die IKB keine Rettungsgelder mehr rausgeben, das ist eh nur ein Fass ohne Boden. Na ja, es geht schon vorbei, denken die Zeitungen:

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Vom Septemberweizen zu den weltweiten Brotkämpfen!

13.04.2008

Zerschlagt de Warenterminbörsen gegen den Hunger in der Welt!

SEPTEMBERWEIZEN ist ein Film [von Peter Krieg, 1980] über und gegen die Mythen, die sich um Weizen, Hunger und die ranken, die damit umgehen. Josef von Ägypten ist der erste dieser mythischen Figuren um den Weizen. Seinen Ruf als Ernährer verdankt er im Grund einer gutorganisierten Spekulation gigantischen Ausmaßes. Selbst in der Darstellung der Bibel ist unschwer erkennbar, dass Josef die Hungersnot, der er seinen Ruf verdankt, selbst erzeugte.“


Es ist aber heute nicht mehr der Volksverdummer Josef, sondern neben dem sterilen Gensamen herstellenden Konzern Monsanto die wie eine kriminelle Organisation funktionierende Chicagoer Warenterminbörse, die die Welt heute in den Hunger treibt. Der Film erzählt auch, wie das funktioniert:


„Die Weizenbörse von Chicago ist seit ihrer Gründung 1848 das Zentrum des Weltweizenhandels. Hier werden die Preise gemacht. Hier werden in Minuten Vermögen gewonnen und verspielt. Aber Spieler vollen sie nicht sein, die Spekulanten. Sie reklamieren für sich eine ökonomische Funktion – sie tragen das Risiko für Wetter, Katastrophen, Kriege...“


Die Spekulanten kaufen vor der Ernte das Getreide zu einem spekulierten Wert auf. Die Farmer können somit zu festen Preisen kalkulieren. Der Bauer kann also gar nicht für die horrenden Getreidepreise verantwortlich sein, er ist schon kein Eigentümer mehr, das ist der Spekulant. Er kaufte die Ware, weil er von einem höheren Preis als der Bauer ausgeht. Die meisten Spekulanten kannten aus Insiderquellen schon Bushs Biospritprogramm, bevor dieser das offiziell verkündete. Man konnte alleine mit diesem Insiderwissen und der normalen Inflationserwartung etwa mit einem 20-30% höherem Preis rechnen.
Wenn der Besitz am Zielstichtag auf ihn übergeht, verkauft er die „Ware“ etwa nicht umgehend, sondern er hortet sie erst einmal wie Josef, hält sie damit knapp und treibt noch einmal die Preise hoch.

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Hebt Euer Geld von der Kleinbank ab, solange sie noch existiert!

Stoppt die Kriege, die Finanz- und Nahrungsmittelspekulation!
23.4.2008


Die Bundesregierung hat die Banken schon mit 20 Milliarden €uro wegen ihrer Zockerverluste mit Deinen Steuergeldern aus der Patsche geholfen, aber nur die Großbanken. Kassenwart Steinbrück will nur für diese die Zähne zusammenbeißen, denn die könnten bei ihrem Untergang wie ein Sog das ganze System mitreißen.


Nicht so die kleinen Banken, und das hatte für die Weserbank in Bremerhaven schon das Aus bedeutet. Die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hatte sogar die Schließung der überschuldeten Bank mit einer Bilanzsumme von 120,4 Millionen Euro angeordnet.
Aber sonst haben die Volksbanken und Sparkassen doch nicht in den Subprime-Markt, Derivaten, Aktien und Termingeschäften auf Kreditbasis investiert, lassen sie kolportieren. Vorsicht, das ist eine absolute Täuschung. Sie haben den Giftmüll in der Regel zwar nicht selber gekauft, sondern kaufen lassen. 2001 wurde das ABS-Invest in Luxemburg gegründet, das für 200 der 1250 Volksbanken und auch einige Dutzend Sparkassen Fonds auflegten. „Als die Finanzkrise weite Teile des Verbriefungsmarktes lahm legte, machte die Union ihren Fonds kurzerhand dicht. Seit Ende Juli werden die Anteile nicht mehr zurückgenommen“ (1)


Dieses zwingt nach dem deutschen Aktiengesetz und HGB kurioserweise nicht dazu, dass die Anteile an der Invest nur mit 6% abgeschrieben werden mussten, also alles im grünen Bereich. Nach dm italienischen Gesetz scheint as nicht zu gehen und deshalb wollen die Italiener ihre Anteile per Anwalt zurück und das bedeutet das Aus für  die Luxemburger. Dann hilft den Banken ihre ganzen Buchhaltungstricks nichts mehr und es werden der Weser-Bank noch mehr als 200 Banken in den Orkus folgen. Vielleicht ist auch Deine Bank dabei und dann wird Dir der Einlagesicherungsfond kaum mehr helfen, die Menge wird er nicht mehr verkraften können.


Also, gleich nach dem 1. alles abheben und möglichst viel Vorrat einlagern. Die Lebensmittelprise verteuern sich bei uns auch schon um die 10%.  Die Hungerrevolten, in 33 Länder schon, sind auch bereits in Mitteleuropa angekommen, letzte Woche haben wütende Roma in der Ostslowakei wegen der teuren Lebensmittel Geschäfte geplündert und lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. In Indien ist Reis Mangelware, es wird von den Spekulanten gehortet und der Preis hochgetrieben. In New York und Kalifornien wird bereits Mehl, Reis und Speiseöl rationiert. Rationierungen sind das Startzeichen für private Hortungen. Die Suppenküchen haben Hochkonjunktur und in der Medienscheinwelt reden sie die Bankenkrise klein, dabei kommt noch mehr als 3 Billionen Dollar Giftmüll auf uns zu, weit mehr, denn da kommt noch hinzu: die Kreditkartenkrise, die Heuschreckenkrise, die Mittelstandskrise und so weiter. Der Mittelstand arbeitet mit 90% Fremdkapital und die Kreditgewährung wird immer strenger.

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Hartz IV-Behörden: amtliche Massenquälerei

3.05.2008

schikane_hartz4.jpgNach dem neuen Armutsbericht 2008 fallen 26 Prozent der Familien unter die Armutsgrenze, also jede 4., während 2003 erst nur 13,9% darunter fielen, also nur jede 7. Die Armut hat sich in einer der letzten Phase der sogenannten „freien" Marktwirtschaft geradezu verdoppelt. Jeder 5. Deutsche muss von weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens leben. In den Städten lebt jedes dritte Kind von Hartz IV., jedes dritte Kind, Kinder sind ein statistisch sicheres Armutsrisiko. Nichts damit, dass die Regierung immer darum säuselt, dass sie mehr Kindererziehung unterstützen würde, das gilt nur für so Leute wie die Familienminierin

Die Supereichen mit den Taschen voller Geld können alle Regierungen zu dieser reifen Leistung beglückwünschen, der Auftrag des globalisierten Kapitals ist erfüllt, Berlin befindet sich auf dem besten Wege nach Afrika. Jetzt könnte man meinen, die Konzernchefs könnten sich bei so vielen Erfolgsmeldungen entspannt zurücklehnen. Aber nein, die chinesischen Löhne sind noch lange nicht erreicht, noch leben die deutschen „überflüssigen" Arbeitslosen nicht von den Essensresten der „Elite", wie in Manila

Also werden die Arbeitslosen vom Amt weiter gemobbt, ja, geradezu wird von ihnen illegales Verhalten verlangt. Ihre Rechte werden ihnen solange vorenthalten, bis sie auch bereit und verzweifelt genug sind, für 3 Euro zu arbeiten. Du hast schon richtig gelesen, 3,20 Euro ist der Tarifvertrag für Friseurinnen in McPom, ein Stundenohn von 2,80 Euro brutto in NRW für einen Jungarbeiter bei freier Kost und Logis hat das Amt vermittelt. Wir hatten schon auf das illegale Verhalten der Arge hingewiesen, aber es wird immer grotesker, wie eine neue Mail wieder zeigt:

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Wann ist das Kapital reif?

12.05.2008mahalla_03_-_250_copy_copy.jpg

Leserbrief zu „Konflikt auf höherer Ebene" von Prof. Herbert Meißner in der Jungen Welt. Hier der ganze:

Herbert Meißner stellt sich die Frage, wann der Widerspruch zwischen Produktivkräften und Eigentumsverhältnissen im Kapitalismus seinen Höhepunkt erreicht. Er konstatiert, dass Marx und Engels im  »Kommunistischen Manifest« die Formel prägen: »Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen (...) die feudalen Eigentumsverhältnisse den schon entwickelten Produktivkräften nicht mehr. Sie hemmten die Produktion, statt sie zu fördern. (...) Sie mussten gesprengt werden, sie wurden gesprengt« (MEW 4, S. 467).

Daraufhin stellt er sich die Frage, die die ganze Weltarbeiterklasse mehr oder weniger beschäftigen: „Wann erreicht denn dieser Widerspruch zwischen Produktivkräften und Eigentumsverhältnissen seinen Höhepunkt, auf dem die Fesseln gesprengt werden müssen und können? Wann ist diese »gewisse Stufe« erreicht, auf der eine Epoche »sozialer Revolution« eintritt? Woran erkennt man die daraus folgende Möglichkeit und Notwendigkeit der sozialen Revolution?"

Lenin beantwortet uns diese Frage folgendermaßen:

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Es gab schon immer ein Oben und unten oder Josehps List

19.05.2008

echnaton__familie_aton_anbetend_mit_text_copy.jpgwie im Himmel, so auf Erden.

Mit dieser Weisheit nehmen die Reichen sich immer mehr und lassen den Armen nur einen Krumen. Wie aber kommt es, dass die Milliarden von Arbeiterinnen und Arbeiter sich das von einer kleinen Gruppe von überheblichen, arroganten Lackaffen gefallen lassen. Schließlich war das mal anders in der Menschheitsgeschichte. In den Naturgesellschaften wurde die Sippenführererin oder der -führer immer gewählt und sie/er war an die Beschlüsse der Basis gebunden. Das wird bei den Nochnaturstämmen praktiziert oder noch heute bei den Indianern erzählt, das ging sogar in manche amerikanische Städteverordnungen ein.

Plötzlich taucht ein allmächtiger Pharao auf. Plötzlich? Erst einmal war er nur der Urahn von einem verdienten und inzwischen vergötterten Ägypter. Aber er wollte für seinen Prunk sich auch das Mehrprodukt der ägyptischen Bauern aneignen, aber er wusste nicht, wie? Da kam ihm der rettende Joseph mit einer klaren Anleitung, wie man eine Diktatur über ein Volk errichtet, der Bush wäre dabei neidisch mit seinem Dekret geworden.

Im 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung hatte der Pharao Echnaton alles zentralisiert und die Priester entmachtet. Dazu musste er deren Götter abschaffen. Es blieb nur sein Gott Aton übrig. Aber für eine reine Klassengesellschaft wie bei den Griechen ab 509 v.u.Z.mit einer Sklavenhalterklasse waren die Produktivkräfte noch nicht genügend entwickelt, die Zeit war noch nicht reif, Ägypten war nur eine Übergangsgesellschaft, die noch mit einem Bein in der Oberstufe der Barbarei (S. 3) stand. Also wurde die Zentralisierung und die monotheistische Religion nach Echnaton erst einmal wieder zurückgenommen.

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Die Hungerrevolten werden dem Kapitalismus das Genick brechen!

02.06.2008

herstellung_von_schlammfladen_-_250Die Hungerrevolten werden nun die basisdemokratische Arbeiterräterepublik gebären.

In ganz Europa sind die Lebensmittelpreise nach dem Statistischen Bundesamt um 7 Prozent gestiegen. Auch die Energiekosten klettern lustig weiter. Die Gaspreise werden zwischen 19,3 und 24,5% erhöht und die Ölpreise peilen inzwischen die 200-Dollar-Marke für das Barrel an. 1998 stand  der Ölpreis noch bei 10 Dollar, Weltweit stiegen die Lebensmittelpreise um 75% seit 2005.

Die Gründe sind hauptsächlich in der Spekulation zu sehen, ein kleiner Anteil noch nur mit dem Biosprit, da er im Schnitt nur 1 Prozent der Anbaufläche ausmacht. Lokal wie in Mexiko kann es durch das Biospritspritprogramm der USA in der Tat noch eine größere Rolle spielen. Ganz vernachlässigen können wir die zusätzliche Nachfrage z.B. in China oder die Mär von geringerem Anbau. Im Gegenteil gibt es ein Überangebot an Lebensmitteln. Die Läden sind rammelvoll, nur bezahlen kann das Luxusgut Brot niemand mehr. Die zusätzliche Nachfrage gab es schon immer und wirkte sich nie so sprunghaft aus.

Die Hungeraufstände haben sich schon über 37 Länder ausgebreitet. In Haiti verkauft man schon Fladen aus Schlamm auf den Märkten, nur damit die Bäuche gegen das Hungergefühl voll werden. „Warum hast Du uns geboren?", fragen die 3 Mädchen ihre Mutter Tahia Alvi Mohammed in Ägypten. Tahia Alvi hält sich jetzt Hühner. In Amerika werden die Suppenküchen überrannt. In New York wird jedes Fleckchen Land auf verlassenen Grundstücken zum Katoffelanbau genutzt. Während also 6 Flugzeugträger unterwegs in den persischen Golf sind um noch in der Amtsperiode von Bush dort im August gegen Iran loszuschlagen, wie Asia Times meldet, löst sich das Imperium langsam auf. Der kommende Krieg wird auch von dem grünen Insider Herrn Fischer „in the near future" angesagt, und das bisschen, was der weiß, damit will er natürlich angeben.

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Jetzt ist es amtlich: Das Systemende kommt unausweichlich!

23.06.2008

gelddrucken.gifNun sind doch alle Hoffnungen, das derzeitige kapitalistische System retten zu wollen, endgültig dahin. Manche haben sich schon so gemütlich hier eingerichtet mit ihrer Villa, ihrem Daimler, Porsche und Pelzmantelsammlung, und dabei hat das alles allen gehört, weil sie es alles produziert haben. Nun wird die Arbeiterklasse aus der Villa ein Obdachlosenasyl machen, die Autos bekommt Essen auf Rädern und die Pelzmäntel werden an die Rheumakranken verteilt.

Franz Mirow, Staatssekretär im Finanzministerium, zeigte sich beunruhigt über die aktuelle Entwicklung der weltweiten Inflation: Vor allem die Preisexplosion auf den Ölmärkten sorgt dafür, dass die Preisspirale immer schneller rotiert, schreibt das Handelsblatt dazu. Man muss die Sorgen, die von den Notenbanken geäußert werden, schon sehr ernst nehmen", sagte Finanzstaatssekretär Thomas Mirow".

Also die Ölpreissteigerung zieht einen weiteren Inflationsschub nach sich. Die G7 will den Ölpreis stoppen, nur wie nach dem Peak-Oil, es wird doch trotz Saudi-Arabiens Zusage, mehr zu fördern, weltweit immer weniger gefördert und angeboten. Über 145 notierte schon das Fass und 180 werden wohl locker erreicht. Anfang des Jahrtausends stand der Barrel noch bei 25.

Die einzige Möglichkeit der G7 für die Ölpreisdrückung wäre noch eine Sonder-Steuer für Autos. Dann könnten die Industriestaaten inkl. Deutschland wegen der sofortigen Rezession gleich den Schlüssel abgeben. Bliebe noch die Entwicklung erneuerbarer Energie. Nur, dagegen hatte sich die Ölindustrie immer erfolgreich gewehrt und wird das auch weiterhin, denn sie hat keinerlei Skrupel, wogegen die Alternativanhänger doch sehr zartbeseitet sind und sich an demokratische Beschlüsse halten. Die Ölindusrie hat auch den US-Viepräsident Cheney auf ihrer Gehaltsliste, der immerhin mit seinem Chef einen völkerrechtswiedrigen Krieg organisieren, da wird sie sich auch gegen Alternativpläne wehren können.

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Wahlen in Amerika verschoben.
07.07.2008
Am 26 Juni 2008 rief der Präsident der USA  George W. Bush den Nationalen Notstand (Executive Order auf The White House) aus. Der Grund dafür war der Weiterverkauf der Atombombe an Pakistan. Das war vor zehn Tagen etwa zum gleichen Zeitpunkt, als Nordkorea den Kühlturm seiner Atomanlage sprengte und von der Liste der "Terroristen" gestrichen wurde.“ Die angebliche Gefahr für das amerikanische Volk dürfte mit der Sprengung und der damit verbunden Streichung von Nordkorea von der Terrorliste kaum mehr gefährdet sein.
Trotzdem wird der Notstand aufrechterhalten, in dem immerhin keine Wahlen mehr abgehalten werden und der ein Jahr gilt, wenn er nicht widerrufen wird. Er kann unendlich verlängert werden. Außerdem kann jetzt Bush alle Acts exekutieren, die von den Parlamenten schon erlassen wurden, vom Patriot Act bis zum Military Commissions Act, das den Präsidenten ermächtigt, jeden Amerikaner als feindliche Kämpfer  zu verhaften.
Wir müssen uns fragen, warum die internationale Presse, auch die deutsche, das noch nicht mal erwähnt oder ahnen alle, dass da der Krieg gegen Iran dahinter steckt  und damit auch schon die Präsidenten Direktive vom 9. Mai 07  jederzeit angewendet werden kann.

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Irrenanstalt Finanzmarkt

23.09.2008                                                                                                                          
USA: 700 Milliarden für ein Fass ohne Boden
Die amerikanische Regierung und die Opposition haben beschlossen, den „armen“ Banken mit 700 Milliarden Dollar des amerikanischen Steuerzahlers unter die Arme zu greifen. Nur zur Orientierung. Der deutsche Haushalt beträgt 2009 288 Mrd. Euro bzw. 415 Milliarden Dollar. Mit diesem Geld will Finanzminister Henry Paulson den Banken die „faulen“ Kredite abkaufen.
Er äußerte schon, dass dies wahrscheinlich nicht langen werde, das Zittern beginne jetzt erst richtig, titeln die Finanzzeitungen, und in der Tat, 3 bis 4 Billionen Dollar betragen allein die faulen Kredite von den überschuldeten Häuslekäufern, mit den faulen Schulden der Hedgefonds und Private-Equitis usw. werden das wohl 6/7 Billionen sein. Wenn man den Ausfall für den Binnenmarkt und die daraus resultierenden Pleitewellen sieht, kommen da locker 10 Billionen zusammen.
Das ist noch nicht alles. Die Banken haben sich gegen Ausfallrisiken bei anderen Banken und Versicherungen mit CDS abgesichert über 57,9 Billionen, 20% mehr als das Bruttosozialprodukt der Welt. Lehmann Brothers war nur mit 7 Bio. gegenversichert. Überschaubar, schätzte der US-Staat, und ließ das Investmenthaus über die Klinge springen. Zu den 7 Bio. gehörten sicher auch die 350 Mio. der KfW, das war doch kein Versehen von Bankfachleuten, 350 Mio. Allen ist peinlich, das eine Staatsbank in dem Irren-Casino mitspielt. Die AIG-Versicherung ist mit 18 Bio. gegenversichert, das führte schon klarer zu einer Kettenreaktion von Bankensterben, da musste der Staat mit 85 Mrd. retten, sonst wäre der Finanzmarkt jetzt schon zusammengebrochen und hätte manche Volkswirtschaften mitgerissen.
Und Freddie und Fannie erst: „09. September 2008 Die amerikanischen Steuerzahler müssen womöglich mehrere hundert Milliarden Dollar bezahlen, um den Fortbestand der angeschlagenen Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae zu sichern. Gleichwohl stößt die Entscheidung der Regierung vom Wochenende, die Kontrolle über die beiden Unternehmen zu übernehmen, im Kongress und unter Ökonomen zumeist auf Zustimmung.“ Wenn der Harz-VI-Empfänger 10 Euro für eine warme Wohnung braucht, wird eine Staatsaffäre daraus gemacht, aber mehrere hundert Milliarden, kein Problem, dürfte es noch etwas mehr sein?

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Finanzkrise: Merkels Rettungspaket für unsere Arbeitsplätze.

13.10.2008

Wohin treibt uns die Finanzkrise?

Regulierte Banken werden den Saustall Kapitalismus auch nicht mehr retten können.

Den Börsen folgt derzeit weltweit die reale Wirtschaft in den Abgrund. Opel Bochum und Eisenach in Urlaub, Daimler und Ford gehen zurück, HP baut 1.400 Stellen in Deutschland ab, Sinn-Leffers schließt die Hälfte der Filialen, Insolvenzverfahren bei Wehmeyer eröffnet, die gesamte Autoindustrie hat Absatzprobleme und so geht das Schlag auf Schlag weiter. Die Börsen fallen munter um jeden Tag um 5-10% weiter. Ein Rettungspaket nach dem anderen für die Großbanken wird aufgelegt – ohne Wirkung. Rentner und Kleinsparer verlieren ihre Existenzgrundlage. In den Straßen von Hongkonk um die Börse sind Riots nach dem Börsensturz von 8%. In den USA ziehen die Verlierer der Finanzkrise in die Zeltstädte und die Ratten in deren Häuser ein. In 200 Städten entwickelt sich Widerstand gegen den Freikauf (Bailout – Kaution einlösen) der Banken.
In den Fernsehtalks treten alle „weisen“ Professoren auf und wissen auch kein Rat mehr, außer, das man  die Banken unbedingt retten müßte. Während die Bildzeitung meldet, dass die Wall-Street 2,6 Billionen verbrannt hat, beruhigt uns das Statistische Bundesamt mit der ersten Meldung: Brathähnchen immer beliebter. Ansonsten kommt von der Politik nur ein hilfloses Rumgerudere: Bahn privatisieren an die Börse, nicht an die Börse, Banken verstaatlichen, aber vorerst nicht, deregulieren, regulieren - so geht der Laden nur noch schneller bergab.
Zuerst muss man doch genau überlegen, woher der ganze Schlamassel kommt. Die Marktwirtschaft hat bis in die 1980er Jahre einigermaßen noch nach den eigenen Ansprüchen des Kapitals funktioniert. 1850 während der ursprünglichen Akkumulation fing er z.B. in Polen mit 50% an. 1993 aber war die Profitrate (ähnlich wie die Rendite) nach Robert Brenner im produzierenden Gewerbe schon auf 3,5% gefallen. Nun muss man wissen, dass jeden Tag zwei Billionen Dollar in den 1980er Jahren auf der Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten den Erdball umkreisen. Diese Summe wächst mit dem kapitalisierten Mehrwert und kann sich nicht mehr in dem Produktionssektor verwerten. Das Finanzkapital ist 2006 schon 3,5mal größer als das gesamte Sozialprodukt (siehe Grafik). Also legten die Monopole des Produktionskapitals schon in den 80ern in den Aktiva Aktienpapiere an, die den Wert des realen Kapitals weit übersteigen. In den 90ern überstiegen die Aktiengewinne in den Konzernen die Produktionsgewinne. Heute liegen sie bei 90% vom gesamten Konzerngewinn. Somit blähte man die Bilanzen mit Luft auf, damit durch die Kurssteigerung die Durchschnittsprofitrate stieg und die Investoren mehr für die Anlagen hatten. Das ganze hieß dann Casino-Kapitalismus oder genauer Shareholder-Value-Kapitalismus.

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Nur normale Überproduktionskrise oder Ende des Marktes?

29.10.2008

Vom Ende des Marktes über die Tauschwirtschaft zur Basisplanwirtschaft

In der Finanzkrise überschlagen sich die Meldungen über neue Rettungspakete, Staatsbankrotte, Inflationen, Produktionsabbau und Massenentlassungen und man fragt sich, warum es kaum Gegenwehr gibt und wann das Ende von dem Alptraum sein wird? Soll man auf die staatlichen Berufsbeschwichtiger hören, mit denen die meisten ja bisher gemütlich gelebt haben, oder doch besser inzwischen auf die Mahner, die schon immer das Ende der Marktwirtschaft prophezeit haben.

Aus dem Buchhandel erfahren wir, dass die Nachfrage nach dem Kapital von Marx von Nichtrevolutionären steigt. In London im SWP-Buchladen hat sich gar der Verkauf verfünffacht. Die Menschen setzen sich mit dem Marxismus ernsthafter auseinander und zeigen damit, dass sie nicht mehr an die Marktwirtschaft als das Wirtschaftssystem glauben, das die Probleme der globalisierten Welt des 3. Jahrtausends wird lösen können. Es kommen jetzt die normalen Kollegen auf mich zu und stellen fest, ja, Sie haben recht gehabt, mit dem Kapitalismus wird es jetzt zu Ende gehen. Diese Feststellung ist wichtig für die Frage, sollen wir immer noch wie die Linke, Arzt am Krankenbett des Kapitalismus spielen und z.B. ein Bankenrettungspaket und ein Konjunkturprogramm auflegen oder den Schwerpunkt jetzt auf die Unterstützung radikaler Kämpfe wie die der Opelkollegen, der BSH-Belegschaft oder der GSL und der internationalen Kämpfe wie die in Oaxaka oder in Ägypten verlagern? Die außerparlamentarischen Linken können bei der Verortung der Kollegen eine Menge mit dazu beitragen, indem sie klar gemeinsam auch realistisch auf das Ende des Kapitalismus hinweisen.

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Endstation Sehnsucht!

26.11.2008



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Langsam rollt der kapitalistische Weltwirtschaftszug in den Sackbahnhof ein.

Wir sehen schon im Nebel voraus die Bahnhofshalle und die Ansagerin säuselt aus den quäkenden Lautsprecher so, dass Du jetzt nicht weist, will sie uns bezirzen oder ängstigen, „Endstation, bitte alles aussteigen, sie haben Anschluss mit dem Zug der Vernunft mit dem demokratischen Basisplan zur freien Welt oder mit dem Kriegszug der Diktatur zum Höllenschlund mit der Atombombe" und die Fahrgäste suchen schon mal ihre Koffer zusammen. Manche sind sich noch nicht schlüssig, welchen Zug sie nehmen möchten, na ja, vielleicht gibt's ja noch Taxis nach, ja wohin denn nur, vielleicht nach Arkadien?

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Hände weg von Pakistan

28.11.2008

Wird in Bombay/Mumbai der nächste Krieg gegen Pakistan vorbereitet?

Es sieht ganz danach aus, dass in Mumbay (ehemals Bombay) der nächste Waffengang nach Pakistan vorbereitet wird. Als Präsident will Obama Pakistan angreifen, „wenn wir schlüssige Hinweise auf Zielpersonen haben und Präsident Musharraf nicht handelt, dann werden wir es tun, … Ich werde nicht zögern, militärische Gewalt anzuwenden, um Terroristen zu beseitigen, die eine direkte Bedrohung Amerikas darstellen.“ meldete die Welt schon am 2.8.07.


Wie am 11.9. kommt nun wieder pünktlich nach der Wahl wie bestellt der entsprechende massive Terroranschlag. Am 27.11. meldet Telepolis, dass die „Angreifer Marineeinheiten …zum Verwechseln ähnlich gewesen sein“, mit 4 Schnellbooten kamen, und sehr professionell vorgingen. Ein Angreifer mit pakistanischer Nationalität wurde festgenommen und sagte aus, dass er angeblich von Lashkar-e-Toiba ausgebildet worden sei, einer Gruppe, die „1989 vom pakistanischen Geheimdienst gegründet worden sein soll“. Dies alles roch nach einem Angriff unter falscher Flagge.


Auch die Meldung vieler Zeitungen, dass die Angreifer Jugendliche waren, wies auf einen Angriff von einer von Provokateuragenten geschulten Truppe hin. Wenn der Angriff tatsächlich von Pakistan geplant wurde, warum sollten die sich mit all diesen Ähnlichkeiten und einer Person mit pakistanischer Nationalität verraten?

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Von den Bailouts zum Kriegskeynesianismus, Pulverfass Horn von Afrika!

26.12.08
Von China bis zu den USA haben die Regierungen den Banken schon weit über 3 Billionen an Bailouts (Freikäufe vom Schuldturm) nachgeschmissen. Viele Analysten vergleichen diese Krise schon mit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre und manche sehen diese schon „sicher noch größer als in den 30er Jahren." Die 30er-Jahre-Weltwirtschaftskrise war auch verursacht durch eine Überschuldungskrise, die ebenfalls eine Überproduktionskrise auslöste, als man die Schuldenkrise eindämmen musste. Nun gab es auch überall Konjunkturprogramme. In den USA sind die heute ebenfalls durchgeführten staatlichen Eingriffe von 1930 unter Präsident Hoover und später unter Roosevelt unter dem Namen „New Deal“ bekannt.
Die Berner Zeitung schreibt dazu: „Das letzte große Ankurbelungsprogramm im Sinne von Keynes war der New Deal in der 30er-Jahren. Der Durchbruch zum Erfolg erfolgte aber erst mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Er hat die Staaten veranlasst, ohne Rücksicht auf Schulden in Waffen und in die Armee zu investieren. Diese Option haben wir nicht mehr, einen Dritten Weltkrieg würde die Menschheit wahrscheinlich nicht überleben
Die BZ wie wahrscheinlich auch alle vernunftbegabten Menschen wollen also den Wiederaufschwung nach der Krise ohne einen neuen Weltkrieg schaffen. Dass aber mit dieser pazifistischen Option das Akkumulationsgesetz der Kapitalisten nicht einverstanden sein wird, sollte doch der Berner Zeitung anhand ihrer anderen Feststellungen der Wirtschaftsdaten aufgefallen sein. Sie schreibt selber, dass die„«bereits düsteren Prognosen noch düsterer werden» (Strauss-Kahn, IWF), die Schätzungen derbis jetzt vernichteten Vermögenswerte reichen von 2.800 Milliarden Dollar bis zu 6.000 Milliarden. Die US-Wirtschaft ist um 5 Prozent geschrumpft.“

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Der Schüttelfrost des Kapitalismus, warum sein Untergang so plötzlich kommen wird.

02.02.09

2008 sehen endlich auch andere wie der bei Heise veröffentlichte Artikel von Tomasz Konicz, dass der Kapitalismus sich seinem Ende auf Grund des tendenziellen Falls der Profitrate zuneigt. Je mehr Linke das Ende des Kapitalismus propagieren, je eherfallen die Kollegen nicht auf das „Es geht wieder Aufwärts“-Gesülze der Bourgeoisie herein und kämpfen entschlossener gegen Lohnkürzungen und Entlassungen.


Leider wurde keine Kurve dabei gezeigt und vermittelt, wo wir denn heute stehen, wie lange wird man jetzt noch mit dem Kapitalismus rechnen müssen.


Das fehlende Diagramm will ich gerne nachreichen, wobei wir gleich sehen, dass zwar 1850 die durchschnittliche Profitrate noch bei 50% stand, aber schon ab 1982 kein Geschäft mehr im Durchschnitt mit der Profitproduktion zu machen war. Das sind einfach die zusammengetragenen Daten von verschiedenen Autoren von Paul Fröhlich über Mandel, Altvater, DGB und Robert Brenner für 150 Jahre von 1850 bis 1993. Für Wissenschaftler ist das natürlich vollkommen unwissenschaftlich, da ja jeder genannte Autor etwas andere Zahlenquellen genommen hat und etwas anders berechnete.

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Regulierte Marktwirtschaft statt neoliberaler Marktwirtschaft?

Norbert Nelte - 15.02.092 crash_mi_marktwirschaftt_kopie.jpg

Deflation, Inflation, Tauschwirtschaft, Mad Max - Oder?

Märklin pleite, Schießer fertig, Rosenthal am Ende, 50.000 Entlassungen bei Autozulieferern in NRW. 40% Einbruch beim Maschinenbau. 102 Milliarden Staatsgarantien und -hilfen bei der Hypo-Real-Estate mit einem Aktienwert von 4 Milliarden Euro. Kurzarbeit bei vielen Produktionsbetrieben, überall Entlassungen. Um 2,1% sank nach Statistischem Bundesamt das Bruttosozialprodukt im IV. Quartal gegenüber Vorquartal, nachdem es in den 2 Vorquartalen schon jeweils um 0,5% gesunken ist, also schon 3 Quartale hintereinander Rezession. (Istzahlen, keine Schätzzahlen) 1,5% Schrumpfung in Europa im 4. Quartal.

Für dieses Jahr rechnet der Exportverband mit einem Umsatzminus. Der Binnenkonsum ist auch im Minus. Wie soll die Wirtschaftsleistung wieder nach oben gehen?

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Wirtschaftszusammenbruch: Der „Point of no Return“ wird gerade überschritten. Überproduktionsgesetz
04.03.2009
Keine Rückkehr mehr möglich zum Wirtschaftsboom
Märklin, Schießer, Rosenthal, eine Marke nach der anderen verschwindet vom Markt. Die Autobranche zittert. Mit den Abwrackprämien gab es kurz noch mal einen Aufschub vor dem Untergang. Aber zu so einem Konsumgutschein wie die Abwrackprämie bei allen Endverbraucher-Investitionen wollte sich die Regierung dann doch nicht durchringen, da bei den anderen Gütern wie z.B. Computern der Importanteil doch höher liegt. Da dachte die Regierung, kann sie das Geld gleich nach China überweisen. Die Auftragseingänge im Januar 2009 im Maschinenbau sind fasst um die Hälfte, um 40% abgestürzt.
Hier sind wir auch schon bei der Quintessenz, beim wesentlichsten Punkt. In einem normalen Wirtschaftsverlauf mit Boom und Krise fällt der Konsummittelsektor weltweit immer noch schneller als der Produktionsmittelsektor und es entwickelt sich immer ein Überschuss im Konsummittelsektor. Der Überschuss im Konsumsektor kann, wenn er nicht mehr in dem ausländischen Markt ausweichen könnte, dann immer noch in den unterproduzierenden Produktionsmittelsektor durch Kapitalübertrag oder Verkauf von Konsumgütern als Produktionsmittel verschoben werden (Siehe Tabelle Nr. 3 der erweiterten Reproduktion). Die permanente Überproduktion des Konsummittelsektors im Kapitalismus liegt daran, dass der Arbeiter von seiner Wertschöpfung in beiden Sektoren nur einen Teil um 60% ausgezahlt bekommt und der Kapitalist sich den Rest für die Kapitalakkumulation, und für die Revenue, seinen eigenen Verbrauch behält. Er kann gar nicht so viel Schnitzel essen, wie er den Arbeitern abknöpft und der Puddingpulverhersteller investiert den Profit in normalen Zeiten z.B. im Maschinenbausektor.

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Die Globalisierung und die Kollegen bei Opel, Mahle und Conti

15.05.2009
Die Übernahme von Conti durch Scheffler und von Opel vielleicht durch Fiat und die Weltwirtschaftskrise wird auf die deutschen Kollegen Auswirkungen haben, die dem hiesigen Kapital sowie der sozialdemokratischen Gewerkschaftsführung nicht gefallen werden. Die Globalisierung wirkt sich nicht nur positiv mit der internationalen Arbeitsteilung für das Kapital aus, sondern auch positiv mit der Anpassung der Radikalisierung für die deutschen Arbeiter, sie werden sich nicht mehr so schnell alles gefallen lassen. Turiner Verhältnisse in Rüsselsheim oder französische in Hannover. Die Globalisierung bringt nicht nur dem Kapital billige Löhne, sondern auch den Arbeitern gleiche Kampferfahrungen.

Besonders deutlich wird das bereits bei dem internationalen Reifenkonzern Continental. Die Internationalität  oder Continentalität gibt es zwar schon lange bei Conti, die Weltwirtschaftskrise bringt es aber mit sich, dass jetzt schlagartigartig viele Konzerne ausgeblutet werden. Bei Conti werden gleichzeitig das LKW-Reifen-Werk in Hannover-Stöcken mit 900 Beschäftigten und das Werk in Clacroix in Frankreich mit 1.000 Kollegen geschlossen. Das hat dazu geführt, dass beide eine gemeinsame Kundgebung in Hannover am 23.4. durchgeführt haben, auf der beide Gesamtbetriebsräte die bei www.LabourNet.de dokumentierten Reden gehalten hatten.

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Wirtschaft trotz Hilfsknete um 6,9% eingekracht.

20.05.2009

Alle Rettungsmaßnahmen haben nichts mehr geholfen. Trotz Kurzarbeitergeld, Abwrackprämie und Bankenrettungshilfspaket ist das Bruttosozialprodukt im 1. Quartal 2009 kalenderbereinigt um minus 6,9% eingebrochen (Diagramm). Das ist nicht nur der tiefste Fall in der Geschichte der BRD, sondern, wie man leicht der Grafik entnehmen kann, eine neue Dimension in den 3. Keller. Die Wirtschaft brach so erschreckend tief ein, dass alle Medien nur das erste Mal den Fall des BIP gegenüber Vorquartal von 3,8%, anstatt gegenüber Vorjahr von 6,7% genommen haben.

6,9% (kalenderbereinigt) ist auch zu schrecklich für die  Elite. Da müsste man ja wieder Aufschwungsahlen wie Ende 1950er haben, um das ausgleichen zu können. Daran glaubt doch wirklich niemand mehr. Also mogelt man sich durch.

Eher kommt man zu dem Schluss, wenn es in diesem Tempo weitergeht, dann erreichen wir locker 2011 ein Minus von 45% wie 1929 und erhalten dann den Lohn in Notgeld nur mit lokaler Gültigkeit. Die Wirtschaftskrise hatte damals nur 35 Länder erfasst, jetzt aber ist es die ganze Welt.

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