Norbert Nelte
Die Agonie des Kapitals
Protokolle seiner Todeszuckungen
Teil 2a 2010 - 2013

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Inhaltsangabe                                                                                                                           
Rosa Luxemburg Zitate
Vorwort
zu Teil 2 27.8.11
Der Euro vor dem Zerfall 5.2.10
Die Verdreifachung der Dollargeldmenge hat die 2. Runde der Finanzkrise eingeläutet! 12.10.10
Wird China Europa vor dem Bankrott retten können? 20.1.11
Nach dem Wirtschaftscrash: Markt oder Plan? 16.6.11                                           
USA: Zur vorprogrammierten Inflation jetzt auch noch die
Depression? 20.7.11
Burt, der Schwertkämpfer aus der Unterstadt. In den Katakomben von Las Vegas 30.7.11
Halbzeitbilanz der Todeskämpfe des Kapitalismus! 27.8.2011
Der „Ökonomische Dschihad“-Schwindel des Spiegels 5.9.11
Griechische Staatsanleihen kaufen oder Griechenland raus aus dem Euro? 14.9.11
Staatsschuldenkrise, Bankenkrise, Platzen der Immobilienkrisen, Staatspleiten, ägyptisch lernen. 20.10.11       
Europa und USA von den Bilderbergern erobert, aber die Aufstände entwickeln sich schneller. 30.11.2009  
Fiskaldiktatur Brüssel 24.12.2011
USA: Die Horror-Zukunft kommt über die FEMA-Konzentrationslager.19.1.2012
Wie ändern sich Ideen - die materialistische Geschichtsauffassung  18.3.2012
Die Regierung lügt bei den öffentlichen Schulden! 24.3.2012
Die fallenden Autoverkäufe in Europa läuten den 2. noch tieferen Crash ein als 2009. 29.3.12
Die Inflation ist in den USA und 25 Staaten schon über 10% 21.5.12
Nach der Inflationsenteignung des Mr. DAX wieder auf Start? 21.07.12
Ob Schneeballsystem oder Multi-Level-Marketing, alles Betrug!
Kapitalismus ohne Wachstum, geht das?
13.08.12
Der Neoliberalismus, theoretische Schule und Geschichte, Hörfunkbesprechung 6.10.12
Wer ist pervers, die Deutsche Bank, Goldman Sachs oder das ganze System? 9.11.12
Goldman Sachs und die Bilderberger 27.11.2012
Kapitalismus geht, Betriebe ohne Boss kommen. 15.6.2013
Das gleichgewichtige Wirtschaftssystem der Arbeiterräte 12.7.13

Die Inflation treibt schon über die Ufer. 19.7.2013
Statistiklügen I: Eine schöne Illusion  wird zur„Realität“
13.8.13
Statistik Lügen II, Die Illusionsmaschine macht uns glauben, dass alles besser sei als 1929 24.08.2013

Rosa Luxemburg

»Der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei«

Paul Frölich; "Rosa Luxemburg, Gedanke und Tat", Frankfurt 1967, S. 198

 

»Je gewalttätiger das Kapital vermittelst des Militarismus draußen in der Welt wie bei sich daheim mit der Existenz nichtkapitalistischer Schichten aufräumt und die Existenzbedingungen aller arbeitenden Schichten herabdrückt, um so mehr verwandelt sich die Tagesgeschichte der Kapitalakkumulation auf der Weltbühne in eine fortlaufende Kette politischer und sozialer Katastrophen und Konvulsionen, die zusammen mit den periodischen wirtschaftlichen Katastrophen in Gestalt der Krisen die Fortsetzung der Akkumulation zur Unmöglichkeit, die Rebellion der internationalen Arbeiterklasse gegen die Kapitalsherrschaft zur Notwendigkeit machen werden, selbst ehe sie noch ökonomisch auf ihre natürliche selbstgeschaffene Schranke gestoßen ist.«
Rosa Luxemburg: „Die Akkumulation des Kapitals”, S. 410,

32. Kapitel: Der Militarismus auf dem Gebiet der Kapitalakkumulation

»Der Imperialismus ist ebensosehr eine geschichtliche Methode der Existenzverlängerung des Kapitals, wie das sicherste Mittel, dessen Existenz auf kürzestem Wege objektiv ein Ziel zu setzen. Damit ist nicht gesagt, dass dieser Endpunkt pedantisch erreicht werden muss. Schon die Tendenz zu diesem Endziel der kapitalistischen Entwicklung äußert sich in Formen, die die Schlussphase des Kapitalismus zu einer Periode der Katastrophen gestalten.«.
Rosa Luxemburg: „ Antikritik”, S. 361

Vorwort    27.8.2011


Rosa Luxemburg hat in ihrem Buch „Die Akkumulation des Kapitals“ auf der Grundlage des Wertgesetzes von Marx sehr schlüssig nachgewiesen, dass der Kapitalismus an die Grenzen des Marktes recht unsanft stoßen wird. Karl Marx dagegen ging in der Frage der erweiterten Reproduktion von einem ausgeglichen Markt aus und sah das Ende des Kapitalismus mit dem tendenziellen Fall der Profitrate nur als ein langsames Einschlummern.

Die marxistische Wissenschaft hat Rosas Thesen bisher - außer Tony Cliff - nicht ernsthaft untersucht, weil ihr einige unbedeutenden rechnerischen Fehler unterlaufen sind. Der wesentliche Hinderungsgrund ist aber ihre Behauptung, dass der Überschuss im Konsumsektor nicht in den Produktionsmittelsektor übertragen werden könne und damit suggeriert, dass der Kapitalismus von Anfang an nicht lebensfähig hätte sein können.

Jeder hat aber gesehen, dass das Kapital 100 Jahre lang munter prosperierte. Damit verlor man auch ihren grundsätzlichen Gedankengang von der Verengung der Märkte aus dem Auge. In der Tat führt diese Verengung auch zu einem schnelleren Fall der Profitrate. Lange vor dem Ende des Kapitalismus wird es zu den von ihr beschriebenen Katastrophen kommen, wir stehen schon mitten drin und sie stehen uns bis zu den Fußknöchel.

Der Überschuss vom Konsumsektor kann sehr wohl in den Produktionsmittelsektor übertragen werden. Strom des Privatkunden kann auch in der Industrie eingesetzt werden. Aber genau diese Überlegung zeigt auf, wenn es dann nicht mehr so läuft, wenn sich doch die ganze Sache umkehren würde, fährt die ganze Sache gegen die Wand.

Wenn der Investitionsgütersektor weltweit schneller sinken wird als die Löhne, ergibt sich ein Überschuss im Produktionsmittelsektor I, der nicht mehr in den Konsumsektor II übertragen werden kann, Frau Müller kann in der Küche eben keine Stanzmaschine gebrauchen. Mit der Überschreitung dieses „Points of no Return“ der Produktion würde es ziemlich schnell zu einer Erodierung der Weltwirtschaft kommen. »Der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei« stellt Rosa Luxemburg fest.

Zu dem ganzen Unheil kommt jetzt auch noch hinzu, dass China bereits angefangen hat, den Weltwirtschaftsmotor USA in der Weltherrschaftsrolle abzulösen. Der Wirtschaftstätigkeit im Kapitalismus würde nach dem Point of no Return schlagartig zum Erliegen kommen.

Genau das ist auch im Frühjhr 2009 auch eingetreten und prompt krachte das Bruttoinlandsprodkt det Wirtschaft in der BRD, dem Vorzeigeland des Kapitalismus, trotz Abwrackprämie und Kurzarbeitergeld um 6,9% ein. Hier hat sich die geniale Einschätzung vor 100 Jahren als genau richtig erwiesen. Ihre prognostierten „Todeszuckungen des Kapitalismus“ sind nun in die 2. Runde getreten und drücken sich mit der massiven Verschldung aller Staaten aus.

Die durchschnittliche Profitrate im verarbeitenden Gewerbe ist nach Robert Brenner, „Boom & Bubble“, S. 53, 1993 auf 3,5% gefallen, weit unter dem Finanzmarktzins. Das Kapital fand immer weniger profitable Anlagemöglichkeiten um den Mehrwert zu kapitalisieren. Seit 1982 hat das Kapital die Kaufkraft der Löhne wegen der fallenden Profitabilität nicht mehr erhöht. Ab 2000 sanken die Reallöhne gar bis 2009 in Dutschland um 4,5%. Von den massiven Sozialkürzungen war im Wesetlichen die 1. Runde des Todeskampfes des Kapitalimus geprägt, begleitet von den Veteilungskriegen des Imperialismus für ihren Endkampf.

Die sozialen Kürzungen hatten 1. in den USA die Subprimemarktkrise ausgelöst, was  wiederum zu der weltweiten Finanzkrise führte und 2 die Investitionen zurückgedrängt, was dann zu dem Produktions-“Point of no Return“ im Frühjahr 2009 gefürt hat. Der Rubikon, der Punkt ohne Wiederkehr war nun überschritten.

Dieser Produktions-“Point of no Return“ eröffnete nun die 2. Runde, die von den Staatsschulden geprägt war.
Allen voran dabei geht der bisherige Wirtschaftsmotor, die Vereinigten Staaten, sie sind mit 14,28 Billionen Dollar Schulde bzw. 103,0% vom BIP in 2011 mit dabei. Ihre Verschuldung wächst in jedem Jahr um 1,6 Bill. Dollar neue und 2,84 alte ausgelaufene wieder erneuerbarer Schuldpapiere, zusammen also 4,64 Bill. Dollar. Alleine im August 2011 wurden ½ Billiom alte Staatsanleihen fällig. Die Rückkehr zur Schuldenfreiheit wird nicht mehr möglich sein. Der Flug in die Überschuldung kann nicht mehr abgebrochen werden. Das wird ihnen niemand mehr leihen wollen, das werden sie nur noch über die Duckmaschine hereinholen können und das heißt Hyperinflation.

Dazu kommt jetzt noch, dass wegen des Auslaufens des Kojunkturprgrammes der USA die Verkäufe zurückgingen und die Arbeitslosigkeit steigt. Ein Betrieb nach dem anderen, eine Bank nach der anderen, werden in de Insolvenz gehen werden. Die ganz großen Betriebe, Banken und Versicherungen wird der Staat nicht pleite gehen lassen wollen, also wird er von dem Turbo-Gang in den Super-Turbo-Gang-Extra schalten.
Die Inflation beträgt jetzt schon real 13%, wenn man die Boskin-Betrügereien und hedonischen Taschensielertricks wieder rausrechnet. Die Geldbörsen der Lohnabhängigen werden immer früher schon leer sein, während der Staat bekannt geben wird, dass die Inflation zurückgehen würde.

Ab 2013 oder 2014 wird das in Amerika in die Hyperinflation über 50% übergehen und in die 3 und letzte Runde führen. Das würde bedeuten: Notgeld, Hunger, Suppenküchen, Diktatur, Auflösung des Staates, Privatisierung der Armee, Warlords, Vandalismus usw.

In Europa standen die Schulden bei 9.5 Billionen Euro bzw. 85% vom BIP. Davon ist Griechenland zu nennen mit 157,7%, Italien mit 120%, Irland mit 112%, Portugal mit 102%, Belgien 97%, Deutschland mit 86,0% und Frankreich mtt 86%. Bei allen diesen Ländern ist der Tilgungs-„Point of No Return“ auch überschritten,

 Spanien steht zwar nur mit 60% und Großbritannen mit 80,0% in den Schuldbüchern, aber dort sind die Hyothekenprobleme derart hoch und in England steht noch dazu ein Sozialkürzungsprogramm über 90 Mrd. an, so dass die Wirtschaftsanalysten mit größeren Unruhen rechnen werden, einen Vorgeschmack haben wir in Spaneien mit der Jugendbewegung und auch in England mit den verzweifelten Jugendvandalisten geshen. Da steckt noch ein Riesenpotenzial drin und in Spanien geht es nun auch in die richtige Richtung.

Auch in Europa stehen in Giechenland, Italien, Irland, Porugal und Belgien alte ausgelaufene wieder erneuerbarer Schuldpapiere an, so dass durch die Sozialkürzungen gar nichts mehr erreicht werden könnte. Das gleiche gilt im besonderen Maße für England, ab 2012 auch für Frankreich und Deutschland.

Auch hier wird man, wie in den USA, nur ein Jahr später, von einer Hyperinflation reden müssn, denn die weiteren Staatsanleihen für die überschudeten Länder, kauft die EZB, und das heißt Euro drucken, drucken, drucken.

Japan hat 229.1% Schulden, Brasilien 65,7% und Kanada 84,2. China hat zwar nur in den Regionen 78% Schulden, das sind gesamt nur 17,1%, aber in Asien spielt wie auch in Indien mit 68,2% Schulden und 9,5% Inflation auch mehr die Inflation eine Rolle, 22,4% in Vietnam und 6,5% in China. Um die Inflation zu dämpfen, hat China die Privatkreditvergabe gezügelt, die Autokäufe von Mercedes, BMW, Audi und Porsche gingen zurück und prompt sank das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 0,1%, in Europa 0,2%. In Amerika und in Europa stagniert die Wirtschaft.

In Deutschland halten nur noch die Inestiionende Wirtschaft gerade so im Gleichgewicht. Wenn die Konzernherren auch das mitgekriegt haben, dass im Binnenkonsum und im Export egal wohin, nichts mehr läuft, dann geht es weiterabwärts. China hat jetzt erst einmal mit seiner Inflation und mit seinem Wohnungsleerstand zu tun.

In einem Report mit dem Titel „Worst-Case-Debt-Szenario“ warnt die Anlageabteilung der Société Générale [der größten Bank Fankreichs, vom 23.9.09] vor einem totalen Kollaps der Weltwirtschaft innerhalb der nächsten zwei Jahre. Grund: Wirtschaften brechen unter der globalen Schuldenlast zusammen. Der Ausblick wurde vom Leiter der Anlagestrategie der Société Générale, Daniel Fermon, verfasst.

In dem Report wird darauf hingewiesen, dass die Rettungsmaßnahmen der letzten Zeit lediglich private Verpflichtungen in Staatsschulden transferierten. Da fast alle Staaten der westlichen Industrienationen aber bereits jetzt schon unter einer hohen Schuldenlast litten, drohe schon in naher Zukunft neues Ungemach.

Die generelle Schuldenlast in fast allen reichen Staaten sei viel zu hoch, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, so die Analyse der Bank. So würden private und öffentliche Schulden in den USA 350% des BIP ausmachen. Die Experten sprechen von einem harten Weg des „Deleveraging“ in den kommenden Jahren.

„Bis jetzt könne niemand mit Sicherheit sagen, ob wir einem globalen wirtschaftlichen Zusammenbruch entkommen sind“, heisst es in dem 68-seitigen Report.

Staaten und Regierungen hätten ihr fiskalisches Pulver bereits verschossen. Aber auch ohne neue Konjunkturprogramme würden öffentliche Schulden in den nächsten zwei Jahren explodieren. So sieht die Studie den Schuldenstand von Großbritannien auf 105%, in der Eurozone auf 125% und in Japan auf 270% des BIP steigen.“

Die Börsen krachen in der ganzen Welt ein, die Wirtschaftsanalytiker verlieren immer mehr den Glauben an ihr eigenes Kartenhaus. "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“, schreibt der erzkonservative Charles Moore im „Daily Telegraph“, der offizielle Biograph von Margaret Thatcher und der FAZ-Redakteur Frank Schirrmacher fügt dem in seinem Bericht darüber hinzu: „Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.“
Nun gut, die ersten Kapitalverfechter beginnen zu zweifeln, aber die Wirtschaftsbosse und deren Politiker lassen sich von den ganzen Fakten nicht erschüttern, weil sie ja bei einer linken Politik alle ihre schönen Privilegien verlieren würden. „Der derzeitige Marktzustand wird sich wieder umkehren“, sagt Viktor Shvets von Samsung Securities. Nach einem Ab käme auch wieder ein Auf, ist die herrschende Meinung.
Vollkommen falsch. In Deutschland fingen wir nach dem Krieg 1955 mit einem Wirtschaftswachstum des BIP mit 11,8% an, so hoch wegen des Korea-Krieges, mehr wie in China heute. Der kleine Trend ging immer auf und ab, aber die große Tendenz ging stetig seit den 50er Jahren abwärts bis jetzt auf 0,1. Den gleichen Kurvenverlauf von 10% Richtung 0 konnte man in der ganzen Welt beobachten auf jetzt Europa 0.2, Amerika 0, Japan 0.

Nur Japan fing mit dem Hochindustriesektor erst in den 60er Jahren an wie jetzt China. In China wird die Kurve sogar schneller fallen, weil immer mehr Länder als Impoteure ausfallen werden.

Mit einem Nullwachstum könntest zwar Du persönlich leben, aber nicht so der Kapitalismus. Jeder Kapitalist rationalisiert und produziert blind etwas mehr wie im letzten Jahr in der Hoffnung, von seinem Konkurrenten einen Marktanteil erobern zu können, nur jedes Jahr the same proceduure, der Konkurrent rationalisiert auch, der Durchschnitt der kalkulierten niedrigeren Kosten beider Konkurrenten setzt sich als neuer Wert durch, die Profitrate fällt und da der Markt gleich bleibt, gibt es mehr Arbeitslose, Überprodukton und Betriebsschließungen

Ebenso läuft der tendenzielle Fall der Profitrate gegen Null und es wird immer schwieriger für das Kapital, für den Profit noch profitable Anlagemöglichkeiten zu finden. Die Profitrate in der Produktion liegt bereits unterhalb der des Finanzmarktes, und das heißt Profiteckerei von der Substanz bei den Heuschecken, Weißwäsche von Waffen-, Rauschgift- oder Frauenhandel, Zocken mit Derivatenschwindel mit CDS-Gaunereien oder mit Leerverkäufentricks.

Die Grenzen des Marktes sind nach China erreicht, da die Erde nun mal eine begrenzte Kugel ist, und keine unendliche Fläche.
Die zweite Hälfte in der 2. Runde wird weiter geprägt sein von grenzenlosen Staatsschulden die in den USA schon sich selber eingeholt haben. Die mehr als doppelte Zahlung der Schulden treibt die Druckmaschine in den Turbo-Gang. China und Indien sind schon auf Gold von  den US-Staatsanleihen umgestiegen. Amerika kann nur noch unwesentliche Käufe seiner Staatsanleien erwarten. Drucken ohne Wertschöpfung heißt Inflation. So schnell, wie jetzt der Goldpreis steigt, kann man gar nicht mehr schauen, die Unze stieg in 3Wochen von 1.483 Dollar um 365 Dollar, das ist eine Verzinsung von ca 430%. Da muss die Inflation schon in den USA bei 13% liegen, auch wenn jetzt die Nachfrage aus Asien noch gestiegen ist, und in Europa ist sie auch angezogen.

Die Inflation und die Auflösung der kapitalstischen Gaunerstaaten wird dann auch die 3. Runde Ende der 10er Jahre prägen. Aber auch nicht überall, denn es passiert jetzt schon etwas Gegenläufiges, Aufstände mit Forderungen nach Demokratie, mehr Geld, Arbeit und Brot.

Gleichzeitig läufen die Aufstände in 6 Ländern: Griechenland, Spanien, Tunesien, Ägypten, Israel und Lybien. Syrien und Jemen kann man da noch nicht einbeziehen, da die Bewegungen dort zu sehr von ausländischen Machthabern gesteuert sind, aber weiter in eine Basisrichtung wird auch das laufen.

Die Länder, bei denen es schon permanente Aufstände gibt, sind genau identisch mit den antiken Hochkulturen: Karthago, heute Tunesien, Leptis Magna, Tripolitanien, Kyrenaika, heute Libyen, Ägypten, der Fruchtbarer Halbmond mit Israel, Jordanien, Syrien und Mesopotamien, heute Irak, die verarbeiten erst mal den Krieg, dann die Königin von Saba, heute Jemen
Gut, dann weiter mit Griechenland, Spanien und zum Schluss Italien, das ist der nächste Kandidat.

Die alten herrschenden Klassen der Hochkulturen hatten sich bei der Weiterentwichklung zm Feudalisms nicht mehr mitentwickelt und sind bereits so verkommen, dass sie angesichts ihres Endes die Korruption auf die Spitze getrieben haben.
In Griechenland und Ägypten wurden schon basisdmokratisch Streikräte gewählt, d.h. dass sie keine besondere Vergütung bekommen, dass sie an die Beschlüsse der Basis gebunden und jederzeit wieder abwählbar sind. Das ist Istzustand, zwar nur vereinzelt erst, aber keine Science Fiction. Die Aufstände werden auf Grund des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit immer umfangreicher und erobern immer Länder. Als nächstes ist Italien dran. Deren Zinsen für Staatsanleihen fielen nur von 6 auf 5%, nachdem die EZB u.a. italienische Staatsanleihen gekauft hat.
Dass das schnell verpuffen wird, sehen wir schon an den griechischen Anleihen, für die Griechrenland trotz EZB-Kauf 44% Zinsen zahlen muss, heute 47%. Die Streikräte werden natürlich mit den Aufständen immer mehr zunehmen und statliche Aufgaben übernehmen. In Spanien sorgt heute schon ein Komitee dafür, dass die Menschen nicht aus ihren Wohungen geschmissen werden.

Ab einem bestimmten Umfang verwandelt sich die Quantität in Qualität. Die Streikräte nennen sich in Arbeiterräte um (oder so ähnlich) mit gleichen drei Satzungspunkten, vernetzen sich national und errichten zu der bürgerlichen Herrschaft eine nicht anerkannte Doppelherrschaft. Die Doppelherrschaften der Arbeiterräte werden die Staatspleiten und die Inflation in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre begleiten.
Die Bourgeoisie wird wie das alte Rom die Inflation mit Notgeld und Festpreisen versuchen, in den Griff zu bekommen. Hier und da wird das auch zeitweise gelingen. Das Kapital wird aber nicht freiwillig aufgben und immer wieder ihren geraubten Teil dem Wirtschafskreislauf  entziehen, das es immer weniger für sie profitable Anlagemöglichkeiten gibt Letztlich werden die Arbeiterräte genug von dem bürgerlichen Gezaudere bekommen und in den 2020er Jahren in einem Land nach dem anderen die ganze Macht erobern.

Es wird sich dann sehr schnell zeigen, dass eine demokratische Basisorientierte planvolle Wirtschaft viel produktiver ist als der menschenverachtende Kapitalismus.

Werden die Erfindungen und Entwiclungen in der freien Gesellschaft nicht von vornherein auf den Profit zielgerichtet sein und wir sind frei für ein wirkiches Brainstorming.

Alle Menschen sind dann gleichermaßen wertvoll und werden, da die Produktivtätassteigerung auch allen Menschen zugute kommt (durch entweder mehr Reichtum oder mehr Freizeit) sichan den –Entwicklungen oder Verbesserungsvorschlägen beteiligen.'

Insgesamt wird es sich zeigen, dass wir an der Schwelle zur freien Gesellschat stehen, die Ausichten stehen wirklich nicht schlecht. Einige Opfer wird es sicher noch geben, aber dann werden wir ein Land erreichen, in dem wir jede notwedige Veränderung mit der Venunft erreichen können, eine herrschende Klasse wird dem nichts mehr entgegenstellen, weil es sie gar nicht mehr gibt, sie hat sich einfach integriert.

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Der Euro vor dem Zerfall

5.2.2010

Den Mächtigen der Welt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ist der Schreck in die Glieder gefahren. Der Euro-Raum droht auseinanderzubrechen. Den Anfang macht Griechenland mit einer Verschuldung von 12,7% bzw. 100 Mrd. (Link 1) und wird, wie es angekündigt hat, aus dem Euro-Raum austreten. Wegen dieser Schulden ist der Euro innerhalb einer Woche um 10 Cent auf 1,30 Dollar gefallen. Griechenlands Gesamtschulden betragen schon 263 Milliarden Euro, das sind 95% vom BSP. Jeder Vierte Grieche ist schon ausgewandert und es sieht nicht danach aus, dass es die Verschuldungprobleme in den Griff bekäme, auch wenn jetzt Brüssel Höchstvorgaben für den öffentlichen Dienst usw. setzt und seine Finanzen kontrolliert. Das wird die griechische Arbeiterklasse erst recht nicht mitmachen, wenn jetzt von außen gekürzt wird.

Griechenland bekommt von Europa und keinem europäischen Land mehr Geld geliehen, weil sonst die anderen Länder auch die Verschuldung hochtreiben. (Link 4) So bietet Griechenland Schatzanleihen über 25 Mrd. zu 7% China an, in der Hoffnung, dass die ja auch mit 2 Billionen sogar den USA aus der Patsche hielf, warum auch nicht ihnen. Die USA ist aber der Hauptabnehmer der chinesischen Waren, deshalb leiht China den Vereinigten Staaten Geld, es besteht also ein gegenseitiges Abhängigkeitsdilemma. Nicht so mit dem kleinen Griechenland und die Verhandlungen ziehen sich deshalb auch hin. Griechenland wird wohl aus dem Euro aussteigen müssen.

Es wird dann wieder die Drachmen einführen und seine Schulden mit der Gelddruckmaschine lösen müssen.
Gerade Griechenland mit seiner kämpfenden Arbeiterklasse wird ihr Erspartes dann durch die Hyperinflation enteignen, da sind die Aufstände der Lohnabhängigen doch schon vorprogrammiert. Aber, glauben die Mächtigen, würde zumindest der ganze Euro-Raum nicht von der Hyperinflationsgefahr mit hineingersissen. Nur, da liegt man vollkommen verkehrt.
Besonders alle anderen PIGS-Länder (Portugal, Italien, Giechenland, Spanien) sind gar nicht so weit weg. Italien liegt bei 104% aufgehäuften Schulden vom BSP, Spanien hatte 2009 11,2% Schulden und Portugal 8,0%. Sie haben sie von 2008 verdreifacht. Spanien liegt bei der Streikstatistik auf dem 1. Platz und Italien auf dem 2. Na dann mal viel Spaß, Brüssel. Da getraut sich Brüssel nicht so schnell ran, da haben sie doch gehörig Respekt vor den Arbeitern.
Der Rest ist auch nicht von schlechten Eltern. Irland  kam 2009 auf 11,6% Verschuldung und Großbritannien, dass jetzt nicht zum Euro-Raum gehört, auf 12,6%, also genau so hoch wie Griechenland. Das zeigt, dass bald auch die ganze EU von der Hyperinflation bedroht ist.
Na ja, auch Deutschland und Frankreich sind auch mit 6% dabei. Keiner kommt auf die von Brüssel geforderte Höchstverschuldung von 3%. Und für 2010 kommen zu den von Schäuble erwarteten 100 Milliarden Euro Schulden die von der KfW angemeldeten 70 Milliarden, das werden mit allem zwischen 200-300 Milliarden bzw. auch 8 – 12% vom BSP. Griechenland muss inzwischen für seine Staatsanleihen 7% Zinsen, um sie veräußern zu können. Die BRD zahlte bislang 3,5% Zinsen, bekam aber auch diese schon bei der letzten Auktion (Link 5) nicht los und wird den Zinssatz auch erhöhen müssen. Deutschland erreicht aber auch schon nach Welt-online (ganz unten Link 6) 7 Billionen Euro Gesamtschulden, unter anderem wegen Verbindlichkeiten in den Sozialkassen.
Die europäische Verschuldung ist nicht mehr lösbar, entweder löst sich der Euro-Raum auf und jedes Land geht einzeln in die Hyperinflation oder man geht zusammen in den Orkus oder die Arbeiterklassen beginnen aufzustehen.
Man darf nicht im entferntesten daran glauben, dass das europäische Schuldenproblem lösbar wäre. Deutschland z.B. hat es sich bereits neue Turbogeldruckmaschinen zugelegt (Link 7). Wenn man aber doch so ein Oberpessimist ist, dass der Kapitalismus doch gerettet wird und dass die Lohnabhängigen niemals zur Emanzipation reif seien und immer und ewig nur als Befehlsempfänger funktionieren könnten, als wären sie eine besondere Untermenschen-Rasse, dem sei noch einmal das Studium der Evolutionstheorie nahegelegt und folgende Fakten sich vergegenwärtigen.
1. Die US-Gewerbeimmobilien stehen kurz vor Crash
„In der Finanzwelt sind die Ängste vor einem möglichen Kollaps des US-Gewerbeimmobilienmarktes gestiegen. Ein Crash könnte sogar härter ausfallen als das Subprime-Debakel 2007, das als Ursprung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gilt.“
2. Die Immobilienblase in China wird bald platzen.
3. Die Derivatenblase, die 10-20 Mal so groß ist, wie die reale Wirtschaft, wird ca. in den nächsten 2 Jahren platzen und dann wird das ganze Wettgeld in den Markt gepumpt. Die Derivatenblase wird wie jedes Schneeballsystem, das auf Lügen aufgebaut ist.
Und 4. ist die Subprimekrise überhaupt nicht gelöst worden, sondern nur auf Kosten der Armen geflickt. Sie kommt auch wieder wie alle Blasen platzen. Das wird einen gehörigen Bumms geben, da wird nicht ein Bankhaus wie Lehmann fallen, sondern gleich alle Gold- und Ackermänner mit.
Da wir keine Sozialdarwinisten sind wie die eingebildeten Herrenmenschen, wissen wir aber auch, dass alle Lohnabhängigen von dem Bumms wachgerüttelt werden und wir dann in eine Zeit der Doppelherrschaft treten und das Wirtschaftssystem basisdemokratisch auf vernünftige und planvolle Weise aufbauen. Da das nur die Lohnabhängigen können, wird die bürgerliche Herrschaft überflüssig werden und auslaufen, die Weltarbeiterklasse aber wird uns in die freie Gesellschaft führen, einer Gesellschaft ohne Inflation und ohne Geld und den ganzen Schwachsinn. Nur, jetzt wissen sie noch nichts davon, aber solche Geschichten entwickelten sich immer überraschend.
PS Financial Times Deutschland 5.2.
Das Sparprogramm löste im Land eine Protestwelle aus. Am Freitag setzten Beamte des griechischen Zolls und des Finanzamtes einen 48-stündigen Warnstreik fort. Am 10. und 24. Februar wollen die zwei größten Gewerkschaftsverbände mit Warnstreiks gegen die geplanten Lohnkürzungen mobil machen.
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=8080&Itemid=248

 

Die Verdreifachung der Dollargeldmenge hat die 2. Runde der Finanzkrise eingeläutet!

Serie „Finanzkrise“,  1. Runde, 10. und letzter Punkt USA
12.10.2010
Dollarwohlstand
Es war der letzte hilflose Akt der Obama-Regierung, die Wünsche der Großen zu erfüllen. In 2010 musste er der Fed genehmigen, doppelt so viel Geld zu drucken (bar, giro oder als Kredit), als bisher im Umlauf überhaupt waren. Mit dem Vietnam-Krieg 1965 fing der Dollardruck langsam an, sich zu bescheunigen, um dann ab 1980 in einen schnelleren Schritt überzugehen, um die steigenden Konsumbedürfnisse der Arbeiter zu befriedigen. Deren Reallöhne sind schon seit 1970 nicht mehr gestiegen.
Die Afghanistan- und Irak-Kriege hatten bereits über eine Billion Dollar verschlungen, dann trat die Finanzkrise wie eine Lawine auf und begrub Hunderte Banken unter sich und mit ihnen auch die für die Rente angelegten Gelder von mehr als Eine Millionen Rentner, 100tausene Familien-Häuser, das ganze Vermögen des unteren Mittelstandes und das ganze Kredit-System, mit denen der Lebensstandard der Amerikaner aufrecht erhalten wurde.
Seit 2008 geht es damit aber für die Arbeiterklasse und den unteren Mittelstand radikal bergab. Wiederholt mussten 40% der restlichen GM-Kollegeneine Halbierung ihres Lohns auf ungefähr vierzehn Dollar hinnehmen, sobald das vorübergehend still gelegte Werk in Michigan wieder angefahren wird, um einen neuen Kleinwagen zu produzieren.“
Die Kredite aus dem Ausland, besonders aus China, blieben aus und die Rohstoffe wurden immer weniger auf Dollarbasis gehandelt. China benötigte das Geld für seine Afrika-Investitionen und Aberbillionen für die eigenen Konjunkturprogramme, auch um jetzt besonders das Platzen der hausgemachten Immobilienblase zu verhindern.
Weltwirtschaftskrise
Dieses chinesische Konjunkturprogramm über 480 Milliarden Euro in 2010 sorgt momentan für den deutschen „Aufschwung“. Er wird aber bei weitem nicht nachhaltig sein, da China von der deutschen Industrie bei der Lieferung der Waren auch die Baupläne dazu verlangt. Das traf z.B. auf die 150 Airbusflugzeuge und auf die Hochgeschwindigkeitszugteile von Siemens. Teile für den 350 Airbus werden bereits bei CCAC in China gefertigt und die Hochgeschwindigkeitszüge baut die neue Weltwirtschaftslokomotive inzwischen selber. 2015 soll deren Streckennetz bereits doppelt so groß sein wie as europäische.
Lange wird die chinesische Weltwirtschaftslokomotive nicht laufen, weil es einfach versäumt hat, auch das Land zu entwickeln. In Afrika profitiert nur eine ganz kleine Schicht von korrupten Politikern, en paar Bau- und Ölarbeiter von den chinesischen Projekten. Da nun Amerika als Kunde der chinesischen Waren ausfällt, an wen soll China seine Kühlschränke und Laptops dann noch liefern, an wen?
Das Ausbleiben der Auslandskredite hatte in Amerika dazu geführt, dass strengere Kontrollen bei den Kreditkarten und den Häuserkrediten durchgeführt wurden. Das führte zu deren Preisverfall und zu 100.000den Zwangvollstreckungen. Die folgenden Insolvenzen führten wiederum zur Deindustriealisierung der USA, die mit einem Restanteil von 11,4% produktiver Industrie nicht mehr zu den Industrieländern, eher zu den Dienstleistungs- und Finanzmarktländern gezählt werden kann, schließlich umfasst der Finanzmarkt ganze 70%.
Bush und jetzt besonders Obama versuchten, den Prozess der Deindustriealisierung aufzuhalten, indem sie unvorstellbare Gelder in die Konzerne reinpumpten, sich sogar bei GM zu 70% einkauften. Aber besonders die Banken und Versicherungen unterstützte massiv die US-Regierung, dass man gar nicht mehr mit dem mitzählen und -rechnen mitkam und die Banken nach der Finanzkrise irre Gewinne ausweisen konnten. Der Sonderbeauftragte der US-Regierung für den Bankenrettungsplan TARP Neil Barofsky gibt offiziell 23,7 Billionen Dollar an (LeMondediplomatique, S 50).
Nun kommen die superschlauen Politiker und meinen, dass ja das Geld wieder eingesammelt werden würde, wenn die Banken das zurückzahlen und dann wir es wieder vernichtet.
Das bleiben aber wirklich nur Einschlafmärchen vom Sandmännchen. Die Banken haben dieses Geld den Häuslebauer geliehen, die jetzt in den Zeltstädten wohnen und arbeitslos sind. Das werden die Banken nie mehr bezahlt bekommen. Die Häuser sind verrottet und man kann sie auch nicht mehr für 10 Dollar verkaufen. Inzwischen kommen die Banken gar nicht mehr nach mit den Zwangsversteigerungen, das lohnt auch gar nicht mehr. Wie sollen die Banken das jemals zurückzahlen? Auch, wenn die Tarp-Zahl stimmt, 23,7 Billionen, wer will das jemals einkassieren?
Auch so in Europa. Wird die HRE jemals was zurückzahlen können, die braucht doch eher immer mehr Geld? Wird Griechenland jemals was zurückzahlen können? Ackerman jedenfalls sagte nein. Inzwischen muss Griechenland wieder 8,9% für seine Staatsanleihen zahlen und das Geld bekommen sie nicht mehr von Deutschland, Brüssel oder dem IWF, sondern aus … China. In manchen Städten gibt es schon 70% Arbeitslosigkeit. Nur das ist das Ergebnis der Einsparungen, nur Insolvenzen und Depression, das war doch vorher klar.
Während Amerika mit Blitztempo in die Hyperinflation treibt, versucht Europa sich noch dagegen zu stemmen, aber es wird ihm letztlich nichts nutzen. Daher ist es jetzt auch vollkommen müßig, darüber zu spekulieren, ob die Verdreifachung der Dollar-Geldmenge mit der Hyperinflation nun bewusst herbeigeführt wurde oder nicht. Die Politiker mussten Dollar wie blöde drucken, wollten
David Rockefeller sagte 1994 vor der UN: „Wir stehen kurz vor einer weltweiten Umformung. Alles, was wir benötigen, ist die richtige bedeutsame Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung bejahen." (sinngemäße Übersetzung). Er war Mitbegründer der Trilateralen Kommission. Deren erster Direktor Zbigniew Brzeziński war. Brzeziński entwickelte zusammen mit Carl Joachim Friedrich ein für die Politikwissenschaft noch heute wichtiges Totalitarismus-Modell. Er war Berater von Hubert Humphrey, Jimmy Carter und ist es jetzt von Barack Obama. Ist es ein Zufall, dass das Schoßhündchen der US-Regierung Gordon Brown bei dem letzten Treffen der G20 schon eine Weltwirtschaftsregierung vorgeschlagen hat? Man könnte also schon vermuten, dass die Verdreifachung der Dollargeldbestände absichtlich die Hyperinflation herbeiführen sollte. Aber wie schon oben gesagt, ist es inzwischen müßig, diese Frage zu klären, da es dazu früher oder später sowieso gekommen wäre.
Die Marktwirtschaft in Konkurrenz steht vor ihrem Ende, da der Anteil der Arbeit in den Waren gegen Null geht. Die Arbeit ist aber die einzige Quelle des Mehrwerts, weil nur der Mensch mehr Warenwerte schaffen kann, als er für seine eigene Reproduktion kostet. Der Käufer seiner Arbeitskraft, der Kapitalist, wird also mehr erhalten. Das kann er bei keiner Maschine und keinem Roboter.
Damit der Geldadel seine Privilegien behalten könnte, müsste er eine monopolistische Weltwirtschaft einführen, also eine Weltdiktatur, deshalb die Bestrebungen des amerikanischen Geldadels in der Trilateral-Kommission oder bei den Bilderbergern. Dem würde aber China, Russland, Indien, Iran usw. widersprechen, weshalb das nur über einen Weltkrieg Nato gegen Shanghaibündnis ginge.
Paraleluniversum Finanzmarkt
Da es nun nach China keine neuen Märkte mehr gibt, auch keine inneren mehr, da die Arbeiter kein Geld mehr hätten, um ein neues Produkt wie z.B. das Elektroauto für 40.000 Euro zu kaufen, wurden neue Produkte im Paralleleuniversum Finanzmarktgeschaffen, damit das Kapital seine geklauten Gewinne wieder lukrativ anlegen konnte. Das geschah dann in den Fonds der Banken, die damit untereinander mit den CDS (Credit Default Swap, Kreditausfallversicherungen, meist ohne Kredit) wetten. Das sind nach Le Mode diplomatique immerhin schon 3.700 Billionen Dollar Wenn eine Bank dabei gewinnt, muss aber eine andere verlieren. Da in dem Finanzbereich keine Menschen Wertschöpfungen betreiben und damit Mehrwert schaffen würden, muss man sich diesen Mehrwert aus der Realwirtschaft holen, wenn man nicht will, dass ständig die Hälfte aller Banken pleite gehen. Das wird erstens mit den verstaatlichten Banken oder mit der Erhöhung der Geldmenge durchgeführt. In Deutschland ist das die HRE-Bank. Die Verdreifachung der Geldmenge in Amerika führt aber nicht gleich zu einer Hyperinflation. Die Webseite „Der ökonomische Kollaps“ schreibt dazu „Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat diese Geldmengenausdehnung noch nicht zu höherer Inflation geführt, da der Großteil der Gelder durch Kreditaufnahmen der US-Regierung und US-Banken, welche die Gelder halten um ihre Reserven aufzustocken, aufgesaugt worden ist.“ Solange also die Wetten der Banken weitergehen, ist das Geld ja im Paralleluniversum gebunden. Aber wenn diese Blase wie 2008 platzt, dann ergießt sich das ganze Geld über die ganze Realwirtschaft, wahrscheinlich 2011.
Das wird auch gleich zur Krise im Gewerbeimmobilienmarkt führen, denn jeder Hyperinflation geht eine tiefe Depression voraus und die Immobilienpreise, die jetzt schon oft um 40% gefallen sind, werden in den  Keller purzeln. Eine viel größere Krise als die letzte 2008 wird die USA und damit die ganze Welt überfallen.
Da nun die Staaten keine Aufstände provozieren wollen, verheimlichen sie natürlich möglichst die Notlagen der kapitalistischen Staaten. Deshalb wissen wir in Deutschland nichts von der Geldmenge und von der zentralen Federal Bank der Staaten erfahren wir auch nichts, nur die Fed St. Louis hat die Grafik dann veröffentlicht.
So hatte auch in der Vergangenheit der Nichtinteressierte kaum Notiz von der Wirtschaftskrise genommen, nur bei einer Kürzung, bei der er persönlich betroffen war, gab es eine kurze Aufregung, oder bei der Bekanntgabe der Schulden der Staaten gab es eine kurze Aufmerksamkeit.
Ganz anders jetzt bei der Meldung in den Hauptnachrichten über den Krieg der Währungen. Da wurde die Meldung übe die Verdreifachung der Dollargeldmenge doch ernsthaft diskutiert. Die französischen Arbeiter legen jetzt schon das Land lahm, das wir nicht nur dort verstärkt weitergehen. Auf ein fröhliches 2011.

 

Wird China Europa vor dem Bankrott retten können?

20.1.2011

Mittlerweile wird es schon klarer, dass Europa tief verschuldet ist, dass es um eine Geldentwertung nicht mehr herum kommt. Nach außen gibt man sich zuversichtlich, damit nicht noch mehr gegen den Euro gewettet wird, aber sogar der größte Geldgeber Deutschland musste soviel an seine Konzerne über die Banken bezahlen, dass es selber in 2011 mit über 100% des Bruttoinlandproduktes verschuldet ist. Wenn Schäuble jetzt von nur plus 3,5% Schulden  spricht, dann beschränkt er die Schulden nur auf den Haushalt. Der Bankenfond ist geheim und darüber spricht man nicht, da hat sich nur das Handelsblatt verplappert. Auch die Bundesbank meldet ja schon am 31.6. 1,94 Billionen. Aber die Schuldenuhr gibt nur 1,8 Billionen Schulden an. Dabei muss der Wähler die ganzen öffentlichen Schulden bezahlen, nämlich 2,085 Billionen. Da läuft eine ganz fiese Gangsterklamotte, da ist der Postraub gar nichts dagegen. Deshalb weigert sich die Merkel, den Euro-Rettungsschirm zu erhöhen, weil das Geld ja schon die Banken haben, speziell die HRE.
Aber da kommt ja der Kungfu-Supermann: „Man werde "konkrete Maßnahmen" ergreifen, um einigen EU-Mitgliedstaaten aus ihrer ernsthaften Schuldenkrise zu helfen, sagte der chinesische Vize-Premierminister Wang Qishan bei einem Treffen mit Vertretern der EU-Kommission.“ meldet der Spiegel am 21.12.2010. Inzwischen hat China schon Staatsanleihen von Spanien, Portugal und Griechenland über 12 Mrd. gekauft. (Link 7)
Während die bürgerlichen Gazetten darüber grübeln, ob China damit eine Produktionsspionage bezwecke, ist für die Linke die Frage wichtig, kann China überhaupt ganz Europa retten? Die Schulden Europas betragen über 7 Billionen Euro, wogegen China 2,6 Billionen Euro ausländische Staatsanleihen hält. Aber China hat in Europa schon gut eingekauft, zwar noch nicht so viel wie die USA, aber schon mit einem stabilen Anfang. Ihm gehört bereits Volvo und Rover und viele mittelständische Firmen in ganz Europa und der Hafen von Piräus, baut die Autobahn von Warschau nach Lodz, in Italien baut das weltgrößte Haushaltsgerätehersteller Haier und die Autokonzerne Taihe und Chery Werke. Direkt gegenüber der Londoner Notenbank baut die weltgrößte Bank of China ihre Europazentrale, es steigt ins portugiesischen Rapsölgeschäft ein und ist schon im Bergbau in Rumänien engagiert und und und. (Link 8)
Sicher will China dabei für seine Produktion lernen, aber bitte schön, dass haben sie alle gemacht. England hatte die spanische Armada bezwungen, indem sie mit dem von Geheimagenten über Schleichwege außer Landes gebrachten Gesellen von dem österreichischen Kanonenbauer von ihm den senkrechten Kanonenguss lernten, der sie stabiler machte und dadurch weiter schoss. Der preußische König Friedrich der Große hat den Gesellen von James Watt William Richards abgeworben und damit konnten „die Probleme (die sich an dem preußischen Nachbau ergeben hatten] bis 1787 jedoch beseitigt werden.“ (Link 9, Wikipedia) So konnte Preußen die ursprüngliche Akkumulation aufnehmen und sich zum führenden Industrieland entwickeln. Jetzt hat China die preußische Tugend übernommen und hat in den Städten in Windeseile schon ursprünglich akkumuliert und kann damit der Welt Geld leihen. China hat ja bereits im Geldverleihen die Weltbank (Link 10), also die ganze Welt, überholt, gerade von Amerika 200 Boeings abgekauft, macht 235.000 Arbeitsplätze Wird China dem notleidenden Europa auch genug ausleihen können?
US-Amerika ist als Geldgeber ja schon ausgefallen. Deren Schulden betragen selber bereits über 14 Billionen (14.000.000.000.000) Dollar, fast 100% vom BIP, die Arbeitslosigkeit beträgt nach europäischer Rechnung 17% und der Anteil der Industrieproduktion an der Wertschöpfung beträgt nur noch 11%. Wir können bei den USA also nicht mehr von einem Industrieland sprechen. Europa beeilt sich, wie immer nach 1-2 Jahren, seinem Meister nachzueifern aber China versucht Europa vor dem Untergang zu bewahren.
Bei dem Untergang des Euros dürfte es sich nur noch um ein paar Monate handeln. Griechenland und Irland standen knapp vor dem Staatsbankrott. Portugal und Spanien zahlen schon 5-6% bei den Staatsanleihen und Italien, Belgien und Frankreich sind bei den Ratingagenturen abgestuft worden, und das alles, obwohl die EZB schon massenhaft Schrottstaatspapiere von den PIGS-Ländern aufgekauft hatte. Auch die Zinsen auch für die „starken“ Bonds (Staatsanleihen) steigen. Die „starken“ europäischen Länder um Deutschland haben einen Rettungsschirm über 500 Mrd. € plus 250 Mrd. vom  IWF aufgespannt, wobei schon 85 Mrd. für Irlands Banken bezahlt wurde, blieb 665 Mrd.
Für Spanien alleine schon, das weiter unter Beschuss der Spekulanten steht, würde dieser Betrag bei Weitem nicht ausreichen. Also wollte Europa den Rettungsschirm auf 1.500 Mrd. € verdoppeln, da machte aber Deutschland nicht mehr mit, da man so einen Riesenschirm den Zockern signalisieren würde, dass die europäischen Länder am Stock gehen. Außerdem würden auch 1,5 Billionen nicht langen.
Europa hat bereits weit über 7 Billionen €uro Schulden, und davon alleine auch der Hauptzahler Deutschland 2 Billionen. Jetzt lügt Schäuble und redet nur von 3,5% Schulden im Staatshaushalt und nicht von den 250 Mrd. Schulden im Bankenrettungsfond.
Wir sehen, die chinesischen 12 Mrd. €uro für die europäischen Staatspapiere sind eigentlich nicht mehr als ein Signal für die Zocker. Letztlich hat China auch nur 2,4 Billionen €uro ohne Gold an Staatsvermögen, alleine das kann für die 7 Billionen europäischer Schulden nicht langen. Gut, das Wachstum geht in China mit 10% weiter und der Staat und die Konzerne pressen aus dem Arbeiter auf Grund der Billiglöhne von 0,70 €uro ohne Nebenkosten für Wanderarbeiter und 2-3 €uro für die Städter bis zu 30% Renditen aus. Das chinesische Staatsvermögen wächst also noch weiter.
Nur für Afrika und Südamerika braucht China ja auch für seine Investitionen Geld. Außerdem darf man nicht vergessen, dass das Wachstum auch nach den Anfängen nachlassen wird. Alle Industriegesellschaften haben mit einem Wachstum um die 10% angefangen, Deutschland sogar 1954 mit 12,3% auf Grund des Koreakrieges, und alle sind inzwischen um die Null gelandet. Dabei muss man wissen, dass der Kapitalismus von einem stetigen Wachstum um die 3% abhängig ist, da jedes Jahr um 3% rationalisiert wird und Arbeiter entlassen werden. Also kann nur ein Wachstum die Beschäftigtenzahl halten. Oder anders erklärt, durch die „blinde“ Konkurrenzproduktion wird ständig eine Überproduktion hergestellt. Jeder Konzern plant jedes Jahr eine Marktausweitung in der Hoffnung, die Märkte seiner Konkurrenten zu erobern. Also ergibt sich in jedem Jahr eine entsprechende Überproduktion.
Alle Industrieländer haben die Marktausweitung über die Ausweitung des inneren Marktes (mit neuen Produkten) hinaus auf das Land und dann mit dem Export betrieben, also von Europa und Amerika nach Südamerika, Afrika und Asien. Dabei hat man durch hohe Zölle für Industrieprodukte verhindert, dass Afrika und Südamerika sich ebenfalls industriealisieren und so den Urkapitalisten Konkurrenz machen. Dann wäre auch Afrika nicht davon abhängig geblieben, seine Rohstoffe billig zu verscherbeln und Europa hätte für seine Rohstoffe mehr zu bezahlen. Es würde gleich in den Untergang gehen.
Mit der Ausweitung der Produktion auf das Land haben wir schon das erste Problem Chinas. Der Drachen hat einfach vergessen, das Land zu entwickeln, so dass die Landbevölkerung gar kein Geld hat, um zu konsumieren. Die „Kommunistische Partei Chinas“ hat bei der Verwechslung der Bauern mit den Arbeitern und der Arbeiterdemokratie mit der Diktatur der Bürokraten überhaupt nichts vom Marxismus verstanden und vom Kapitalismus verstehen sie jetzt auch nichts. Sie halten die Wanderarbeiter wie Sklaven, so dass diese über die physischen Bedürfnisse hinaus nicht als Konsumenten auftreten können. Somit stützt sich China allein auf den Export (Link 11) und wird damit recht schnell gegen die Wand fahren, denn wenn das Ausland pleite ist, weil China deren Produktion übernommen hat, sind keine Käufer mehr da. Mit der Verengung der Märkte wird auch die chinesische Rendite ganz schnell auf Null fallen.
Dass die Abhängigkeit vom Export schnell zum Problem werden kann, zeigt sich bereits heute schon mit Amerika. Amerika fordert die abrupte Aufwertung des Yüan um 30%. (Link 12) Die Führung in Peking will aber von einer abrupten Aufwertung des Yüan um 30% zur Wiederbelebung nichts wissen. Sie verteuert mit einer Erhöhung des Leitzinses das Geld, um so eine Inflation zu verhindern.
Der chinesische Mittelstand spekulierte mit Wohnungen, die zum großen Teil leerstehen, da ein Wanderarbeiter gar nicht die Miete bezahlen kann und jeder Mittelständler zwei bis vier Wohnungen gekauft hat. Diese Spekulation trieb die Preise weit über die normale Preissteigerungsrate, dass alle Finanzanalysten 2011 oder 12 mit dem Platzen der Immobilienblase rechnen, aber nur lokal in Peking, Shanghai, Wuhan und Shenzhen (bei Hongkong). (Link 13) Dieser Crash wird daher nicht so stark sein wie bei der US-Suprimemarktkrise, da auch alle faulen Kredite aus den Städten von der weltgrößten staatlichen „Construction Bank China“ aufgefangen werden können. Die chinesische Immobilienkrise wird also nicht zu einem weltweiten Wirtschaftszusammenbruch führen, der wird von den Erhöhungen der Geldmengen des Dollars und des Euros höher als das Wachstum des Bruttoinlandproduktes kommen. Aber für China selber wird das chinesische Wirtschaftswachstum weiter ausgebremst.
Wir halten also fest, der chinesische Staat will 2011 schon die Leitzinsen zur Verhinderung einer ausufernden Preissteigerung hochsetzen, um das Wirtschaftswachstum etwa auf 6% zu begrenzen. Das Platzen der chinesischen Immobilienkrise wird das Wachstum noch einmal auf 4-5% herunter schrauben. Außerdem ist China der letzte Staat der großen Industriestaaten, der von der Krise nicht befallen wurde und daher immer schwieriger exportieren kann. Die Schwierigkeiten mit der chinesischen Immobilienkrise werden schon 2012-3 auftauchen, bis dahin wird das Land des Drachens noch problemlos als Retter auftauchen.
Aber halt, sagt Brüderle, die deutsche Wirtschaft wächst ja im XXL-Format, das werden wir schon meistern. Aber wächst die deutsche Wirtschaft deshalb überproportional, weil der Durchschnittslohn seit 2000 um 4,5% gesunken ist. (Nur Japan und Israel noch im Minus), alle anderen Staaten bis 25% im Plus. (Link 14)
Das Hauptwachstum kam vom Export in die asiatischen Länder und der ist dem chinesischen Konjunkturprogramm über 485 Mrd. Euro zu verdanken. Aber jetzt will Hu das Wachstum bremsen, um die Inflation zu zügeln. Deshalb halten die Wirtschaftsanalysten den Aufschwung schon für fragil. (Link 15)
Das BIP in Europa wuchs nur um 1%. Der kleine Export nach Europa wurde sich damit erkauft, indem die Kunden staatlich unterstütze Kredite erhielten.
Insgesamt sind aber alle Zahlen und Aussagen als sehr kritisch anzusehen, sie wurden geschönt, das BIP nach dem Lustprinzip* errechnet, bei den Schulden direkt betrogen, so dass sich alle Meldungen widersprechen. Gerade dieser Betrug bei den Schulden zeigt, dass sie selbst das Schlimmste befürchten, z.B eine Hyperinflation.
Das Platzen der chinesischen Immobilienkrise wird zu einer Begrenzung der BIP-Steigerung auf 4-5% und einer weiteren Senkung der Rendite führen, so dass das Geldverleihen China nicht mehr so problemlos fallen wird. In Amerika und Europa wird dann mit immer weniger chinesischer Unterstützung die Wirtschaftsleistung immer weiter zurückgehen. Die Inflation, die heute bereits mit einer 40% Verteuerung bei den Rohstoffen angefangen hat, wird in eine galoppierende übergehen.
 Die Hungeraufstände in den armen Ländern nehmen zu (Link 16), aus den Generalstreiks (Link 17) in den reichen Ländern werden sich aus den Streikräten die ersten Arbeiterräte entwickeln, die im Laufe der 2020er Jahre zu den bürgerlichen Regierungen eine Doppelherrschaft errichten werden.
In zehn Jahren anfangs der 30er wird dann der Markt nach China weltweit ganz verengt sein, so dass aus der Doppelherrschaft zur Macht der Arbeiter übergegangen wird. Die Arbeiter werden ganz natürlich zu einem internationalen gleichen Lohn für gleiche Arbeit übergehen und damit die globalen Ungleichgewichte aus der Welt schaffen. Dazu werde sie dann alle Patente und Copyrights innerhalb der Arbeiterstaaten freigeben, die Zölle dort abschaffen und eine nach dem Bedarf der Arbeitermassen geplante Wirtschaft einführen. Deutschlands Arbeitnehmer werden sich sehr spät dem Ganzen anschließen, wie sagte es Trotzki, die deutschen [Kollegen] verstehen es spät, aber dann auch richtig.
* (Das BIP wird seit 2005 wie in Amerika hedonisch errechnet. Es werden dann nicht nur die Preise, sondern auch die Qualitätsmerkmale berücksichtigt, obwohl diese eigentlich Bestandteil der Kultur sind. Wenn der Rasierapparat drei Scherblätter hat, dann gehört das inzwischen zum Alltagsgegenstand unserer Kultur dazu und kann daher nicht die Wirtschaftsleistung verdreifachen.)
2. Teil: Arm und Reich driften auseinander
3. Teil: Das Land ist zu abhängig vom Export
4. Teil: Der Yuan muss aufgewertet werden
5. Teil: Immobilien verteuern sich rasant - droht eine Blase?
6. Teil: Banken und Börse fehlt die Transparenz
7. Teil: Was bedeutet der Wechsel der politischen Führung?

 

Nach dem Wirtschaftscrash: Markt oder Plan?
1. Der Wirtschaftszusammenbruch
16.6.2011
Nun dämmert es jedem so langsam, dass dieses Wirtschaftssystem abgewirtschaftet hat und den Lohnabhängigen und dem unteren Mittelstand gar nichts mehr anzubieten hat, außer dummen Durchhalteparolen und Geduldssprüchen überhaupt nichts mehr.
Die USA haben am 2. August bereits 14,28 Bio. Dollar Schulden und müssen jeden Tag 4 Mrd. Dollar geliehen bekommen, in 2011 schätzt man 1,65 Bio. $. Da kaum ein Land ihre Staatsanleihen kauft, müssen sie die zu 100% über die Federal Bank selber kaufen und die Dollar dafür drucken. Man muss wissen, dass die USA nur 25% ihrer Staatsausgausgaben einnehmen und die wollen sie auch gar nicht einsparen. Obama will lediglich 333.000$ von 1,65 Bio. $ einsparen, mehr nicht. Das BIP beträgt 14 Bio., und davon drucken die vereinigten Staaten jährlich 11,8%, ohne das dem eine Wertschöpfung gegenübersteht.
So ist auch das römische Imperium untergegangen. Rom klaute sich so viel Gold zusammen, dass dem zum Schluss weniger Wertschöpfung gegenüberstand. 300 kam es dann zur Inflation, die man noch mit Höchstpreisen bekämpfen wollte, aber es half nichts und so konnten die Germanen sie einfach überrennen und ausplündern.
Inzwischen musste die Fed, also die USA selber, vom 18.2. bis 19.5.11 sogar 137% ihrer Staatsanleihen kaufen, weil hauptsächlich Russland, aber auch China und Japan sie schon zurück verkauften. Der Trab der Inflation über 10% wird nun in einen Galopp zu der Hyperinflation übergehen. In der letzten Woche ist der Dollar gegenüber dem Euro um 4 Cent gefallen, obwohl doch der Euro jetzt fallen müsste, da Europa jetzt das Griechenland-Problem an der Backe hat.
Hinzu kommt noch, dass die Schuldengrenze bis 2.8. ausgeweitet werden muss, sonst wird die USA einen großen Teil der Staatsbeamten, Feuerwehrleute, Sheriffs und Lehrer bald entlassen müssen. Die dafür notwendigen Republikaner verweigern sich aber einem Ausweitungsantrag um 2 Bio. Dollar und laut Finanzminister Geithner wird es bis zum 2.8. auch zu keiner Einigung kommen. Droht jetzt also neben der Inflation auch die Depression?
Auch jetzt bestehen die Schulklassen schon z.B. in Detroit wie in den Entwicklungsländern aus über 60 Kindern. Die leer stehenden Gebäude werden selten abgerissen und verwahrlosen, die leeren Industrieanlagen verrotten und bis zu 25% der Amerikaner sind wie in New York von den Suppenküchen abhängig. In New York suchen schon so manche in schwarzen Anzügen die Papierkörbe nach Verwertbarem durch.
 Die Leichen werden oft aus Geldmangel nicht beerdigt, sondern einfach auf die Straße gelegt. Sogar 18% der Amerikaner wohnen schon im Wohnwagen, im Zelt, schlafen unter den Brücken oder wie in Kalkutta in den Einkaufspassagen. Amerikanischer Erfindergeist führte dazu, dass der Obdachlose einen Einkaufswagen zu einem Schlafzelt ausklappen kann.
Die USA sind pleite, aber wollen noch schnell neue Atombomben für Europa. Sie werden den Stafettenstab für die Weltherrschaft nicht freiwillig an China weiter geben. Das langsame Sterben des Landes der „unbegrenzten Möglichkeiten“ im Kapitalismus hat bereits begonnen.
In Europa sieht es nicht viel  anders aus. Vorneweg wäre da Großbritannien zu nennen. Einige Gebieten kommen dort dem Endzeitfilm Mad Max schon sehr nahe. Die Gesundheitsvorsorge ist dort schon immer miserabel, die Krankenhauspatienten liegen dort in Zehnbettzimmern oder auf dm Flur. Nach dem 100 Mrd. Kürzungsprogramm 2010 müssen die Studenten 9.000 Euro Studiengebühren bezahlen, also studieren ist nur noch dort etwas für die Upper Class. Wie sich die Sozialkürzungen in Mittelengland ausgewirkt haben, kann man aus dem Mail eines Zeugen im Internet sehen.
„Jede Menge leere Geschaeftslokale, Gebaeude, Infrastruktur am verfallen.. In einigen Gegenden ist man Afrika, Indien oder Pakistan naeher als England, da kaum Englaender… Wenn man doch einmal einen Ur-Englaender sieht, dann meist kahlrasiert mit Tattoos am ganzen Koerper und Kampfhund - Gangster / Hooligan - Style eben. Extreme Kriminalitaet, wie man sie sonst eher in Suedafrika vermuten wuerde, ein Kollege (Ex Special Forces), urspruenglich aus Kapstadt, hatte die staendigen Ueberfaelle satt, nachdem er zuletzt gewaltsam aus dem Auto gepruegelt wurde, dass ihm anschliessend gestohlen wurde, ist wieder nach Suedafrika zurueck. Mord und Totschlag wegen minimalen Geldbetraegen, 15jaehrige Auftragskiller die man bereits fuer 200 Pfund anheuern kann (Zeitung von gester n) bewaffnete Raubueberfaelle in Pizzalaeden … marode Haueser, Strassen, usw. wohin man sieht. Bettler auf den Strassen, in einem derart schlechten gesundheitlichen Zustand, dass man sich eher ins Mittelalter zurueckversetzt fuehlt usw… 20% Arbeitslosigkeit in einigen Staedten, usw“
In Griechenland erinnert das Zentrum von Athen an Beirut. 40.000 sind schon aufs Land gezogen, da hier das Überleben sicherer scheint. Papandrou hat mit CDS (Gegenversicherungen) zu den griechischren Staatsanleihen gegen Griechenland gewettet und damit der Bevölkerung  vielleicht 23 Mrd. geklaut hat. Das bringt schon 100.000 in Athen auf die Straße, so viel wie noch nie. Papandreou erwägte schon Militäreinsätze.
In Spanien gibt es eine Jugendarbeitslosigkeit von 50%. Die Protestcamper in Spanien und Griechenland haben sich schon gegenseitig besucht. Die Lage spitzt sich zu. In Spanien kämpften die sozialdemokratischen Gewerkschaften bisher auf Sparflamme gegen die Sozialkürzungen, da sie den sozialdemokratischen Regierungschef Zapatero nicht in Schwierigkeiten bringen wollten. Genau wie in Deutschland. Hier hat der DGB wegen seiner Kapitallogik sogar seinen Frieden mit Merkel geschlossen.
Die Facebook/Jugendbewegung in Tunesien, Ägypten, Spanien und Griechenland wird die starren kleinbürgerlichen Fronten der europäischen Großgewerkschaften aufweichen und auch die älteren Lohnabhängigen inspirieren.
Sogar das „Boom“land Deutschland hat am 1.5.11 2.125 Mrd. Euro Schulden, das sind 85% vom BIP. Viele haben auch hier schon drei Jobs, um überhaupt überleben zu können. In Italien, auch hier haben 30% der Jugendlichen keinen Volljob. Generation Praktikum.
64 Millionen Wohnungen stehen in China leer. Um dem Platzen der Immobilienblase zu entgehen, plant Peking eine neue Stadt mit 44 Millionen Einwohnern. Die Wirtschaft von Japan wird wegen der 3 Kernschmelzen nach unten durchgereicht. Aus Dankbarkeit hat der japanische Staat Tepco 43 Mrd. vermacht. Heute wieder eine Explosion.
Die Idiotie dieses Wirtschaftssystems hat alle Lebensbereiche durchdrungen. In der DDR wurden die Arbeiter ab 1970 immer wieder vertröstet, bald ginge es wieder aufwärts. Darüber hat sich das Kapital hier lustig gemacht, um die Staatskapitalisten zu diskreditieren. Nun beschwören die Privatkapitalisten ständig selber seit 2001 den Aufschwung für die Lohnabhängigen und mogeln gar ständig bei allen Statistiken, dabei ist Deutschland seit 2000 bis 2009 gar Lohnminus-Meister, die Löhne gingen in diesem Zeitraum um 4,5% zurück.
Warum entwickelt sich die Weltwirtschaft so katastrophal zurück? Es wurde doch immer betont, dass diese Marktwirtschaft das beste System sei und es ein besseres nicht mehr gebe. Stimmt das?
2. Der Markt
Seit Jahren beobachten wir, dass in der Produktion kein Profit mehr erwirtschaftet wird. Wenn dennoch die großen Konzerne 5% Gewinne ausweisen oder mehr, so ist das ihrem Aktienpaket geschuldet, 90% der Profite kommen aus dem Finanzmarkt. Das sind Rohstoffe von Öl bis Coltan, Teakhölzer, AKW-Geschäfte, fernöstliche Aktien, Hedgefonds, Derivate, CDS, Waffenproduktion und -handel Weißwäsche von Rauschgift und Frauenhandel usw.
Die Nullprofitproduktion ist das Ergebnis des tendenziellen Falles der Profitrate, wie ihn Karl Marx im 3. Band, ab dem 13. Kapitel beschrieben hatte: Die Konzerne rationalisieren ihren Maschinenpark durch und können Arbeiter „freisetzen“. Somit sparen sie mehr ein als die Abschreibung der neuen Maschinen kostet. Sie können nun die Preise senken und somit die Konkurrenz unterbieten.
Das führt erst einmal dazu, dass bei dem Konzern die Rate und der absolute Wert des Profits steigen.
Dies resultiert nicht aus den Maschinen, was die Betriebswirtschaft annimmt, da den Profit aus dieser Maschine ja schon der Vorkapitalist erzielt und einbehalten hat und ohne Maschinenbedienung, mindestens den Knopf zu drücken, funktioniert kein Automat.
Es sei denn, der Konzern kann seinem Lieferanten den Preis diktieren, dann macht er einen Sonderprofit und sein Lieferant einen Sonderverlust, was sich aber in der Addition der nationalen Werte ausgleicht. Das führt zur „Konzentration und Zentralisation“ des Kapitals, der Stärkste überlebt immer.
Die höhere Produktivität resultiert auch nicht aus allen anderen Fremdrechnungen wie Strom, Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe, Halbfertigmaterialien, Miete, Verwaltungs- und Vertriebskosten, da hier das gleiche wie bei den Maschinen, ein Vorkapitalist ha schon den Gewinn erzielt.
Damit hat sich aber die Arbeit der Betriebswirtschaft schon erledigt. Verschlanken, Optimieren, Rationalisieren – Fertig!
Bei Marx fängt aber hier die Rechnung erst richtig an. Auch die Praktiker in der Wirtschaft machen gegensätzliche Erfahrungen. Ein Direktor von Bayer Leverkusen drückte seine Frage zur betriebswirtschaftlichen Optimierungsthese so aus: „Ich verstehe das nicht. Wir rationalisieren ständig und dennoch fällt unsere Profitrate laufend?“
Die Geschäftsführung müsste eigentlich wissen, dass bei den Fremdrechnungen die Konkurrenz den gleichen Preis bezahlen muss, also die Quelle des Profites nur die Arbeit sein kann, und die kürzt sie halt weg. Nur der Arbeiter kann für den Direktor einen höheren Gebrauchswert erarbeiten, als er für den Vorstand kostet, nicht die Maschine.
Das ganze Geheimnis der fallenden Profitrate liegt darin, dass nun mal der Konkurrent auch rationalisiert, danach oder sogar gleichzeitig. Und nun setzen sich die von beiden ausgerechneten niedrigeren Kosten als neuer Durchschnittswert durch.
Alle haben jetzt bei den Fremdrechungen oder wie wir Marxisten sagen, dem konstanten Kapital, höhere Kosten aber dafür mehr niedrigere bei den Lohnkosten.
Bliebe das Verhältnis von Mehrwert zu Lohn, die Mehrwert- oder Ausbeutungsrate gleich, dann würde mit dem Lohn auch die Mehrwertrate sinken. Sinn hatte es für beide nur gemacht, dass jeder dachte, sein Betrieb wäre der einzige mit geringeren Kosten und einem höheren Mehrwert. Er konnte somit mit einem etwas geringerem Preis kalkulieren und davon ausgehen, dass er von den Märkten seines Konkurrenten einen Teil erobern konnte.
Aber nachdem er festgestellt hatte, dass sein Konkurrent auch rationalisiert hat, müssen beide den Preis drücken bis knapp über die neuen Kosten. Der Mehrwert sinkt wie der Lohn, aber das vorgeschossene Kapital wird neben den sinkenden Lohn weniger sinken da jetzt auch die teurere Maschine vorgeschossen werden muss. Da nun der Mehrwert  m mehr gesunken ist als das vorgeschossene Kapital (c+v), der Zähler mehr als der Nenner bei m/(c+v), wird das Resultat, die Profitrate p’ auch sinken.
Sehr übersichtlich mit der Beschreibung jeden Schrittes und graphisch habe ich das auf S.14 bis 16 in der Schrift Marxistische Wirtschaftstheorie, leicht gemacht dargestellt.
Den Aktionären gegenüber muss jeder Konzernvorstand aber eine möglichst hohe Dividende ausschütten, sonst gehen diese mit ihrem Kapital zur Konkurrenz oder gar ins Ausland. Dies erreicht er trotz der Tendenz zum Fall der Profitrate, indem er immer produktiver und größer wird und den Lohn kürzt, bzw. weniger ansteigen lässt als die Produktivitätserhöhung.
Die ständige Produktion von Mehrwert verlangt auch die ständige Ausweitung des Marktes. Dies geschieht mit dem inneren Markt durch Erhöhung der Produktivität, Ausweitung in das Dorf und Ausweitung durch den Export. Immer, wenn es hier zu Stockungen gekommen ist, ergab sich eine Überproduktion von Kapital und in dem Zusammenhang auch von Waren.
Der Kapitalist wollte ja nach Rationalisierungen „von den Märkten seines Konkurrenten einen Teil erobern“ und stellt dann fest, dass sein Konkurrent auch rationalisiert hat. Somit bleibt er bei Stockungen auf seiner Ware sitzen und es kommt dann zu Überproduktionen und z.B. 1986 zu Butterverschenkaktionen an Arbeitslose oder 2010 zu Abwrackprämien.
„Wodurch überwindet die Bourgeoisie die [Überproduktions]-Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte."fragenKarl Marx und Friedrich Engels im „Manifest der Kommunistischen Partei“ (S. 9)
Nach der Eroberung Chinas durch den Privatkapitalismus gibt es keine weiteren kapitalistischen Räume, keine neuen Märkte mehr. Nun muss der Kapitalist von seinem Stanpunkt aus sogar die Reallöhne senken, will er den tendenziellen Fall der Profitrate kompensieren.
In Deutschland ist dies auch nach dem massiven Auftreten Chinas auf dem globalisierten Weltmarkt geschehen. Von 2000 bis 2009 sind die Reallöhne um 4,5% gefallen, soviel wie in keinem anderen Land. Darin war Deutschland Weltmeister. Musste es aber vom kapitalistischen Stanpunkt auch sein. Gerade, weil Deutschland eines der produktivsten Länder ist, der Anteil des Lohnes an der Ware mit am geringsten ist, musste entsprechend der Lohn als Augleich zum höheren konstanten Kapitals, mit am meisten vom geringeren Lohn v gekürzt werden, um eine möglichst hohe Profitrate zu erhalten.
Der Mensch muss ziemlich arm sein, damit die Marktwirtschaft gerade noch funktioniert. Er baut Schlösser und wohnt in Nissenhütten, sagt Marx und, hat sich daran nach 150 Jahren kapitalistischer Entwicklung etwas geändert? Nichts, gut, heute sagen wir, er baut Wolkenkratzer und wohnt wie in Amerika im Zelt oder der Kanalisation oder wie der Tagelöhner in China im Rohbau des Wolkenkraters.
Es gibt mehrere Milliarden Menschen, die keinen sicheren Arbeitsplatz haben und ebenso viele Menschen, die noch ausreichend Bedarf haben und viele, die an Hunger sterben. Aber der Kapitalismus kriegt die Arbeitlosen und Bedürftigen nicht zusammen. Will er auch gar nicht. Für ihn ist es wichtiger, dass die für ihn systemrelevanten Zockerbanken Hunderte von Milliarden in den Arsch geschoben bekommen. Dieses System ist nicht mehr auszuhalten.
Und jetzt kommt auch noch die Grenze des Marktes hinzu, die sich für die Lohnabhängigen erst als Staatsschulden, dann als Kürzungen und zum Schluss als Arbeitslosigkeit und Hyperinflation ausdrückt. Nein, der Kapitalismus entspricht nicht der Natur des Menschen. Erst hatte er gewaltig die Produktivkräfte entwickelt, gut, aber seit den 70er Jahren sind die Reallöhne in Amerika und Europa nicht mehr gestiegen, in Deutschland seit 2000 gar geschrumpft. Jetzt ist es an der Zeit, dass die nächsthöhere Stufe der Wirtschaftsgesellschaften erklommen wird.
3. Der Plan
Hier gibt es natürlich zu Recht Proteste: „Plangesellschaft? Haben wir alles schon gehabt. Die in der DDR ist doch auch an den Schulden zerbrochen. Danach haben 70.000 Menschen einen gemeinsamen Spaziergang durch Leipzig unternommen, und schon landete eine übermächtige Diktatur auf dem Müllhaufen der Geschichte.“
Genau richtig. Der Ostblock hatte zwar auch geplant, aber nicht den Bedarf der Arbeiter, sondernden Rüstungswettlauf mit dem Westen, einfach weil das Politbüro stellvertretend  für die Arbeiter gedacht hatte. Somit konnte die Parteiführung nicht die Arbeiter des Feindeslandes zur internationalen Solidarität aufrufen, die hätte den Diktaturen was gepfiffen. Nein, Angriffe der Imperialisten hätten die Diktaturen nur mit Panzern und Raketen abwehren können. Zum Schluss betrug der Militärhaushalt 50% vom Etat der UdSSR.
Internationale Solidarität geht nur zwischen den Kollegen, allein deshalb schon muss ein Plan demokratisch festgestellt werden. Wir haben ein Beispiel dafür mit der Roten Armee nach 1917 mit Trotzki in der Armeeleitung. Als nach der Oktoberrevolution 1917, die Räte waren noch frei gewählt, der Arbeiterstaat in Russland von 16 imperialistischen Staaten angegriffen wurde, verweigerten 60.000 französische Matrosen und 36.000 englische Soldaten ihren Dienst. Nur mit deren Verweigerungshaltung konnten die russischen Arbeiter im Bürgerkrieg gewinnen und die "Meuterei" konnte nur durchgeführt werden, weil diese Armeen von Arbeitern durchsetzt waren, die zum Kriegsdienst eingezogen worden sind.
(Das ist übrigens der Grund, weshalb in Deutschland jetzt die Wehrpflicht abgeschafft wurde, damit die Soldaten sich mit den Revolutionären im eigenen und im feindlichen Land nicht solidarisieren.)
Das Wichtigste für einen demokratischen Plan ist natürlich, dass der Bedarf der Kollegen nur von diesen selber, nicht von Stellvertretern festgestellt werden kann. Die Stellvertreter würden immer wieder auf den Rüstungswettlauf kommen und dabei immer unterliegen.
Damit hätten wir schon die wichtigste Bedingung für einen marxistischen Plan: Demokratie, und zwar eine wirkliche, nicht nur eine alle vier Jahre, sondern permanent, das geht in den Betrieben und damit haben wir auch schon die Lösung für die 2. Bedingung, nämlich der Plan muss international sein, er darf keine Ungleichgewichte haben, das heißt weltweit gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
Was haben die VW-Kollegen davon, wenn der südafrikanische Kollege nur 5 Euro verdient? Nur Mist, denn dann nimmt ein Dumpingauto seinen Arbeitsplatz weg. Deshalb ist das objektive Interesse der Lohnabhängigen international und deshalb muss das Zentrum dieser Basis-Demokratie in den Betrieben liegen.
Und wie kommen wir dahin? Ganz einfach. Wir haben heute schon Streikräte in Griechenland und in Ägypten, Helden der Revolution. Diese Streikräte sind heute schon
1. an die Beschlüsse ihrer Basis gebunden
2. jederzeit abwählbar und
3. verdienen sie natürlich nicht mehr als ihre Kollegen.
Sie haben sich national zusammengeschlossen und so, wie sie Preiskontrollen fordern, auch diese als erste staatliche Aufgaben übernehmen. Die spanische „Facebook“-Bewegung wird sich in ganz Europa ausbreiten und die Gewerkschaftsbewegungen, die noch an die sozialdemokratische „Standort-Deutschland“-Theorie gekettet sind, inspirieren. Immerhin liegt in 19 von 27 EU-Staaten die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 20 Prozent.
In Spanie hat sich die „Yes we Camp“-Bewegung in schon über 50 Städte ausgeweitet. Dabei wird es nur wichtig sein, dass die Jugendlichen nicht vor Ungeduld vorpreschen, bevor die älteren Arbeiter bereit sind. In Ägypten läuft das schon sehr gut, aber da gab es auch keine kleinbürgerlichen ausgebufften Gewerkschaften.
In Paris gab es schon einen Versuch von 3.000 Jugendlichen auf dem „Place de la Bastille“, die „Yes we Camp“-Bewegung zu übertragen. Nur, das geht leider nicht so abstrakt voluntaristisch, es gab in diesem Moment leider gerade keine Oppositionsbewegung in Frankreich.
Die Streikräte werden sich festigen, international nicht nur in Europa und Nordafrika ausbreiten und über die Preiskontrollen hinaus immer mehr staatliche Aufgaben übernehmen, besonders in den Regionen natürlich, in denen  der kapitalistische Staat wie in Griechenland Strukturen verliert und auseinander bricht.
Das wird bis hin zu revolutionären Gerichten gehen. Sollte das jetzt einem empfindlichen Leser zu weit gehen, so muss er heute sich schon entscheiden zwischen den revolutionären Gewerkschaften oder der ägyptischen Militärdiktatur, zwischen dem griechischen Kollegen, der abgekämpft mit 3 Jobs versucht, seine Familie satt zubekommen oder dem deutschen Konzernen, die mit ihrer Dumpinglohnpolitik die griechische Wirtschaft kaputt konkurriert hat und dem Jugendlichen in Europa oder Amerika ohne Zukunft oder den Vorständen der großen Banken.
Alle kapitalistischen Länder sind überschuldet bis geht nicht mehr, so dass Amerika sich als „Weltpolizist“ abmeldet und lassen die Völker mit ihren Existenzängsten allein. Da ist es doch klar, sie müssen jetzt ihre Sache in die eigene Hand nehmen.
Die in diesem Jahrzehnt überall entstehenden Streikräte werden sich umbenennen in Arbeiterräte oder Arbeiter- und Soldatenräte und die Doppelherrschaft derart ausbauen, dass auch andere Arbeiterabteilungen und Schichten mit ihren Delegierten dort dann vertreten sind, z.B. die Hausfrauen und -Männer, die Rentner, Bauern, Ärzte, Rechtsanwälte, kleine Ladenbesitzer usw., wichtig ist nur, wie oben schon erwähnt, dass das Zentrum in den Betrieben bleibt, aber das ist gerade in Europa kein Problem, da hier 85% der Bevölkerung zur Arbeiterklasse und deren Familie zählt.
Das Rätesystem wird wirklich demokratisch sein, denn hier kann jeder jede Woche in Abeilungs-. Betriebsversammlungen oder Verbandstreffen mitdiskutieren und beschließen, die Räte des Betriebes und die Delegierten zum Arbeiterstadtrat sind an die Beschlüsse der Basis gebunden und wenn sie sich nicht daran halten, sind sie jederzeit wieder abwählbar. Sollten neue wichtige Argumente beim Rat zu einer anderen Haltung führen, kann man das ja noch einmal diskutieren und den Kollegen aus dem anderen Betrieb seine Bedenken vortragen lassen.
Der Wirtschaftsplan selber ist viel einfacher als ein Business-Plan in den Konzernen. Jede Hausfrau hat das im Kleinen schon tausendmal durchexerziert. Sie plant, wie viele Gäste kommen am Sonntag? 4 + wir sind 9. Also kauf ich für 9 Personen plus einen mehr ein (Zur Sicherheit), fertig.
Da können die Kollegen übers Internet ihren Bedarf anmelden und so lässt sich die Planproduktion ermitteln und auch auf die Benutzerwünsche eingehen.
Quatsch, denkst Du, dass ist doch nicht so banal. Die Wirtschaft muss alleine in jedem Jahr um 2 bis 3% wachsen, dass muss doch auch eingerechnet werden!
Nein, eben nicht. Das macht eben den größten Unterschied zwischen Markt- und Planwirtschaft.
Wenn eine Maschine, die 20% schneller ist, angeschafft wird aber der Bedarf bliebe z.B. gleich. Dann können wir alle in der Plangesellschaft 10 Minuten früher nach Hause gehen und Kaffee trinken oder länger an der Geige üben, fertig.
Der Kapitalist geht ganz anders vor. Die Maschine muss sich für ihn auch bezahlt machen. Deshalb entlässt er 20% von den Fertigungsarbeitern oder er exportiert 20% mehr. Also hier muss die Wirtschaft ständig wachsen oder es gibt mehr Arbeitslose oder unser Kapitalist muss zum Insolvenzrichter.
„Nein“, meldet sich der Gewerkschaftsfürst, „es gibt noch eine vierte Möglichkeit, damit sich die Maschine amortisiert, wir verzichten alle auf 20% unserer Löhne.“ So läuft es ja in Deutschland und damit steigt der Export und der Gewinn der Bosse. In unserem Geldbeutel herrscht Ebbe, er wird immer früher leer. Das nennt man das Pferdeäppel-Theorem. Wir geben den Pferden ordentlich zu fressen, und wir Spatzen kriegen dann auch ein Bonbon und dürfen dann an den Pferdeäppeln naschen.
Die Gewerkschaftsfürsten vertrösten uns ja immer nach einer Kürzung, dass es danach wieder aufwärts ginge. Die Sozialdemokraten verspielen unser Geld in wenigen Jahren, das wir uns in Jahrzehnten erkämpft haben. 50% der Jugendlichen haben schon einen prekären Arbeitsplatz und können damit keine Familie mehr gründen.
Auch nach den Kürzungen werden die Konzernbosse weiter rationalisieren, weil der globale Markt mit Dumpinglöhnen sie dazu zwingen wird. Die Sozialkürzungen werden also weitergehen, obwohl die Produktivität steigt oder besser gesagt: Gerade weil die Produktivität steigt, wird der Sozialabbau weiter gehen.
Hast Du verstanden? Das ist kapitalistisch. Da gibt’s auch nix zu verstehen. Hauptsache, die Börsenkurse steigen und der Gewinn, denkt der Vorstand. Den Gewinn kriegt er von unseren Steuergeldern über die Bankenfonds bezahlt.
Da wird also wochenlang der Haushalt und über unsere Renten diskutiert, und heimlich wird noch mal das gleiche Geld ohne parlamentarische Kontrolle den Banken hintergeschmissen. Das ist kapitalistische „Demokratie“
Die griechische Wirtschaft machen sie kaputt, indem sie unsere Löhne kürzen, und dann sagen sie, die Griechen hätten nicht ihre Hausaufgaben gemacht. Aber da sind sie an den Falschen geraten.
Die griechischen Kollegen führen heute den 15. Generalstreik seit der Finanzkrise durch, den 3. in diesem Jahr. Die Wut über ihre 3 Jobs, die sie schon machen müssen, um Überleben zu können, wenn sie die Jobs überhaupt noch kriegen, wird sie bald zu einem unbefristeten Streik führen. Das wird die anderen Länder inspirieren, Spanien, Frankreich, Italien, Belgien usw.
Der Vorteil an der globalen ist nämlich auch, dass auch weltweit die Abwehrkämpfe sich entwickeln. Große Unruhen in China, obwohl dort Streiks verboten sind. Kämpfe in Ägypten, freie Gewerkschaften gegründet. Die USA kann nicht mehr den Weltpolizist spielen, ihre Kasse ist einfach leer. Die Länder werden immer weniger kontrolliert, China würde noch einige Zeitbenötigen, um die Weltherrschaft zu errichten, und die geknechteten Massen lösen sich langsam von ihren Ketten.
Große Umbrüche bahnen sich noch in diesem Jahrzehnt an. Die dramatischen Entwicklungen lassen dann Doppelherrschaften von basiskontrollierten Räten der Arbeiterklasse zu den repräsentativen bürgerlichen Demokratien vermuten. Jedenfalls werden die Massen sich diese starken Entwürdigungen nicht mehr lange hinnehmen. Im nächsten Jahrzehnt werden die Räte dann die bürgerlichen Scheindemokraten dann zum Teufel jagen. Die kriegen doch außer Schulden, Verelendung und Wirtschaftszusammenbrüche nichts mehr auf die Reihe.
Wir erleben gerade den Anfang vom Ende der Klassengesellschaften. Die Helden der Arbeit erwachen.

 

USA: Zur vorprogrammierten Inflation nun auch noch die Depression?
20.7.2011
Die Inflation in den USA ist vorprogrammiert, da die 1,5 Billionen Dollar, die sie sich derzeit pro Jahr leihen, sie zu 100% von ihrer eigenen Staatsbank FED bekommen, also von der eigenen Druckmaschine. Man muss dabei wissen, dass die USA nur 25% ihrer Ausgaben einnehmen.
Zu den derzeitig geliehenen 1,5 Bio. Dollar kommt noch, dass sie bis 2014 60% ihrer bisher geliehenen 14,2 Bio. zurückzahlen müssen, also gesamt 8,52 Bio. oder pro Jahr 2,84 Bio. Das wären die Neuschulden und die Rückzahlungen zusammen 4,34 Billionen Dollar pro Jahr oder 31% vom BIP, ohne dass dem eine Wertschöpfung gegenübersteht. 10% Inflation haben wir schon und wenn zu den 14 Billionen einfach noch 4,34 Billionen Dollar pro Jahr ohne Wertschöpfung zusätzlich gedruckt werden, dann wird der Dollarwertverfall exponentiell beschleunigt.
Hinzu kommt jetzt noch die Gefahr einer Depression, weil es zum Regierungsstillstand kommen kann.
Wie der Regierungsstillstand aussehen kann bekommen wir gerade in Minnesota vorgeführt: Seit dem 1. Juli ist die Regierung in Saint Paul nicht mehr zahlungsfähig, im Haushalt klafft akut ein Loch von 1,4 Mrd. Dollar. Zahlreiche Behörden sind seitdem geschlossen, zwei Drittel aller Beamten wurden in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Alkohollizenzen und Führerscheine werden nicht mehr ausgestellt, Lotterielose nicht mehr verkauft, Baustellen nicht mehr bebaut. Selbst die Nationalparks und die Rennstrecke sind geschlossen. „(aus Financial Times Deutschland)
Der chinesische Rundfunk meldet, dass Obama nach dem Ablauf des Ultimatums an die Republikaner den Notstand ausrufen will, dann könnte er alleine die Schuldengrenze ausweiten, sonst hätte das in Amerika keine weiteren, größeren Auswirkungen mehr.
Aber auch, wenn Obama die Schuldenerweiterung über 2,5 Bio. durchsetzt, werden diese schnell ausgegeben sein, da schon im August eine Rückzahlung über 500 Mrd. ansteht und bis zum Jahresende dann der Rest. Dann fällt Anfang nächsten Jahres gleich die nächste Tranche an.
Auch in Brüssel richten sie jetzt bald eine Dauersitzung zum EU-Retungsschirm ein. Das Depressionsgespenst wird im Kapitalismus nicht mehr verschwinden. Nur die vereinigte Kraft der Lohnabhängigen kann die dunklen Geister davon jagen.

 

Burt, der Schwertkämpfer aus der Unterstadt. In den Katakomben von Las Vegas (Reale Fiction)
30.7.2011
Vollkommen außer Atem hatte sich Burt zu seinem Nachtlager unten in der Kanalisation von Las Vegas geflüchtet. In der Unterstadt hausten hunderte der überflüssigen Entlassenen und aus ihren Häusern Geworfenen. Hier flüchtete er immer wieder hin. Es gab hier schon längst keine Sheriffs mehr, die gab es nur in der Oberstadt um sie immer wieder wie die Ratten hier runter zu treiben, damit die Touristen nur das Glitzer-Vegas zu sehen bekommen. Aber lassen wir ihn selber sprechen.
„Ich wischte das Blut vom Schwert an meinem Schlafsack ab, und kontrollierte das Putzergebnis, ich wusste ja nicht, ob einer über den Jordan gegangen ist und die Bullen hier auftauchen, aber die wagen sich nicht mehr hier rein. Der Gast von den Nachbarjungen leuchtete mir bei der Inspizierung des Schwerts mit seiner Taschenlampe.
Ich war von Kampf eben noch ganz geschockt und in dem Moment filmte mich gerade ein Reporterin aus Germany und stellte komische Fragen, so mit, wie nannte die das noch mal, „Arbeitslosengeld“, Jobgarantie, Mindestlohn und so was, ich weiß nicht, wovon die spricht, auch wenn sie guten, alten Texas-Slang redet. Ich habe auch schon die meisten Wörter vergessen. Hier unten reden wir auch nur Telegrammstil, da braucht es nicht viele Wörter, Okay?
Ich wollte mir gerade von meinem Kartoffelbeet neue Kartoffeln holen, da kamen zwei Jungs die Straße aus Phoenix runter und sahen mich meine Erdäpfel rauspulen, man, da fragt mich doch der Größere, ob sie auch ein paar haben könnten sie hätten schon seit Tagen außer Regenwürmer und Ameisen nichts mehr gegessen. „Das letzte anständige Dinner war eine Ratte, die uns in unserem Tunnelblock in Phönix nachts über die Bäuche lief“.
Sorry, erwiderte ich, die langen leider gerade mal für mich. Die Wohlfahrtsorganisationen kommen ja nicht zu uns in die Katakomben und zu ihnen rauf dürfen wir nicht mehr. Mein Kartoffelbeet liegt zwischen dem Bahndamm und dem Highway, müsst Ihr wissen. Ich hatte extra Büsche um das Kartoffelbeet gepflanzt, damit man das nicht so einsehen kann aber gerade heute war eine Schneise eingegangen und so konnten die Burschen mich sehen.
Verdammt, kaum habe ich mein Sprüchlein aufgesagt, da haben die sich mit gezückten Messern vor mich aufgebaut. Ich habe, seitdem ich in der Unterwelt lebe, immer mein Schwert griffbereit neben mir liegen und hielt sie damit auf Abstand, aber gleichzeitig griff ich mit der linken Hand mein Messer. Der Kleine umkreiste mich, um mich von hinten zu überwältigen.
Da stach ich schnell zu, nach vorne und nach hinten, doch nicht mit Sword-Burt, aber, Tatsache, das war nur Notwehr.
In diesem Augenblick kamen die Kumpels von denen und riefen, was los sei. Einer röchelte noch was von abgestochen, da fingen die an, scharf zu schießen. Ganz fix verdrückte ich mich über den Bahndamm und bin jetzt hier, Shit, ich muss ein neues Kartoffelanbaufeld finden, mmh, vielleicht hier in der Nähe, bei den Pueblos im Canyon? Ja genau, da könnte ich ja auch wohnen und da lassen einem die blöden Banken mit ihren Zwangsräumungen in Ruhe.
Ich war nämlich früher Frisörmeister mit Frau, Kindern, Ford und Haus und allem. Plötzlich waren da lauter Bauruinen, Casinos wurden geschlossen, die Bauarbeiter, Croupiers, Küchenleute und Hotelangestellten entlassen und plötzlich blieben meine Kunden weg, Job weg, Ford weg, Frau und Kinder weg und jetzt habe ich nur noch mein Schwert, das ist alles, was von 30 Jahren Plackerei übrig geblieben ist.
12 Millionen Familien sind schon aus ihren Häusern geworfen worden, wohnen in ihren Autos, im Zelt in den Tent-Citys oder im Wald, unter der Brücke, in der U-Bahn, in Fußgängerzonen oder wie wir, in der Kanalisation, das ist fast schon Luxus gegenüber allen anderen.
Ich unterhalte mich noch mit den jungen Leute links neben mir, mein Großvater wanderte 1926 aus Irland ein, wir hatten doch irgendeinen Grund gehabt, dass wir in diesem fucking Amerika blieben, frage ich, ich habe as vergessen. Yes, ihre Väter schwärmten immer von dem amerikanischen Traum vom Tellerwäscher zum Millionär, aber jetzt sind sie auch von der Deutschen Bank aus ihrem Doppelhaus rausgeschmissen worden und die ganze Familie wurde in alle Winde zerstreut.
Da meldet sich Donald, der mit dem Star & Stripes über seiner Luftmatratze rechts von mir zu Wort, nein, „natürlich denke ich positiv, es wird in Amerika wieder aufwärts gehen, daran glaube ich“. Der war früher Präsident der Abwicklungsgesellschaft NCL, da muss er ja so eine gequirlte Scheiße reden [Entschuldigt bitte Burts Fäkalsprache, aber die sprechen in der Unterstadt alle so, egal ob früher Rechtsanwalt oder von der Müllabfuhr. NN]
Plötzlich hatte keiner mehr Geld, auch für die Auflösungen der Pleitefirmen nicht mehr und dann lief es bei ihm wie bei mir: Job weg, Cadillac weg, Haus weg, Frau und Kinder weg und jetzt hat er nur noch seine Stars & Stripes und seine Luftmatratze.
„Aber ich bitte Dich, Don, wer glaubt denn noch daran, wenn man ganz unten ist. Jetzt haben die in Minnesota pleite gemacht und vorgemacht, wie es demnächst in ganz Amerika aussieht, hier, ich hab den Schnipsel extra aufgehoben:“
„Seit dem 1. Juli ist die Regierung in Saint Paul nicht mehr zahlungsfähig, im Haushalt klafft akut ein Loch von 1,4 Mrd. Dollar. Zahlreiche Behörden sind seitdem geschlossen, zwei Drittel aller Beamten wurden in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Alkohollizenzen und Führerscheine werden nicht mehr ausgestellt, Lotterielose nicht mehr verkauft, Baustellen nicht mehr bebaut. Selbst die Nationalparks und die Rennstrecke sind geschlossen.
"Den Finanzminister kommt dieser Stillstand teuer zu stehen", rechnet Thomas Stinson, Ökonom an der Universität von Minnesota, vor. "Die Lotterie spielt rund 10 Mio. Dollar im Monat ein, weitere 4 Mio. kommen aus den Parks." Dass auch die Beamten, die das Geld säumiger Steuerzahler eintreiben, nicht mehr arbeiten, koste sogar 50 Mio. Dollar. "Außerdem geht das Aufkommen aus Einkommensteuer und Mehrwertsteuer spürbar zurück."
Und jetzt das gleiche in Washington, man, 4,34 Billionen machen die jetzt Schulden jedes Jahr, 1,5 neue und 2,84 alte, und da sind die Zinsen noch gar nicht eingerechnet. Im August fallen schon wieder Kreditausläufe von 500 Mrd. an, da sind die 2,5 Billionen Schuldenausweitungen zum Jahreswechsel wieder weg. Wir haben derzeit schon 103% Schulden vom BIP und in ein paar Jahren, wenn die 2. Kreditcharge ausläuft, kommt die 3., und dann muss Amerika schon 7 Billionen jährlich zahlen und niemand leiht uns dann noch was. Heute schon kauft nur noch die FED die US-Staatsanleihen und garantiert das mit unseren den Pensionsfonds. Die sind auch schon bald alle und dann garantieren sie die Dollardruckerei mit unserem Basketball national Team, so wie die Spanier jetzt Ronaldo als Garantie eingesetzt haben, aber dann gibt’s hier auch ne Revolte, wenn unsere Stars alle nach China verkauft werden.
In diesem Punkt gab er mir Recht, wobei er aber sonst immer an die „tea party“ glaubte, aber woher ich dann das alles wüsste? wollte Donald wissen.
Na ja, ich treffe mich öfters mit meinem alten Kollegen Ronald an der Grenze zur Oberstadt, der hat einen Cousin mit einem Altmetallhandel und da hat er noch einen Job bekommen. Die kriegen das Alteisen von denen die die Leitplanken, Schilder oder Gleise abschrauben und schicken das Containerweise nach China. Der Ronald liest immer im Internet, spricht auch German und liest dort die Linke Zeitung, daher weiß er das alles und erzählt mir das immer. Morgen treffe ich ihn wieder, mal schauen, was er von meinem Plan mit den Pueblos hält.
Also, fuhr ich fort, werden letztlich wie in Minnesota Millionen Beamte, Sheriffs, Feuerwehrleute, Lehrer, Zootierpfleger, Museumswärter und und und auf der Straße und bei uns in der Unterstadt landen, In den Staaten läuft bis jetzt wenig dagegen Nur in Wisconsin gab es mal ne gute Sache.
Die Europäer machen das richtig. Ist Dir schon mal aufgefallen, lieber Donald, dass die Länder, bei denen es schon permanente Aufstände gibt, genau identisch sind mit den antiken Hochkulturen? Karthago, heute Tunesien, Leptis Magna, Tripolitanien, Kyrenaika, heute Libyen, Ägypten, der Fruchtbarer Halbmond mit Israel, Jordanien, Syrien und Mesopotamien, heute Irak, die verarbeiten erst mal den Krieg, dann die Königin von Saba, heute Jemen, kennst Du das Girl, die musste beim Salomon über den Spiegel laufen und dann ging er mit ihr.
Gut, dann weiter mit Griechenland, Spanien, da kommt Hannibal her und zum Schluss Italien da gab es schon viele Besetzungen, da wird es auch demnächst abgehen. Mit den Hochkulturen rein in die Klassengesellschaften und mit den 3 bis.5000 Jahre alten Ex-Hochkulturen wieder raus aus den Klassengesellschaften. Das liegt vielleicht am milden mediterranem Klima?
Wir hatten ja auch die Majas als antike Hochkultur gehabt und die haben ja auch schon in Oaxaca eine Revolte ausprobiert“
„Ach, Du bist so’ne Hochkultur“, wandte Don ein, „Du träumst vielleicht vom fruchtbaren Halbmond“
„Ja, Du denkst nur an Feuchtgebiete, aber das ist ein Begriff aus der Archäologie und ein klimatisches Gebiet. Hier, die Jungens haben zufällig ihren Laptop dabei. Wiki-Zitat: „Das Gebiet gilt als eine der Ursprungsregionen der Neolithischen Revolution, des Übergangs von der nomadischen Lebensweise zu Ackerbau und Viehzucht sowie später als Gebiet mit einigen der ältesten Stadtkulturen der Welt.“ Da liegt z. B. Aleppo, die älteste Stadt der Welt oder Damaskus, auch schon wie Kairo 3000 Jahre alt.
Bei Dir fing ja alles erst vor 5000 Jahren mit der Schöpfungslehre an. Nach Deinen christlichen Fundis hat der Mensch zusammen mit den Sauriern gelebt, danach würde ja doch die Geschichte mit Fred Feuerstein mit seinem Saurier-Taxi stimmen.“
„Ach“, sagt da Donald, „Die 11.000 Jahre alte Neolithische Revolution ist doch nur eine Erfindung von Wikipedia.“
„Nein“, versuchte ich ihn aufzuklären, „Der Mensch ist schon 2,5 Millionen Jahre alt und die Saurier sind vor 60 Millionen Jahren ausgestorben. Warum erzählt denn Dein Noah Mythos nur was von Tauben und Raben, aber nichts von einem Flugsaurier, hä? Weil die Raptoren schon längst ausgestorben sind. Du mit Deiner „Tea Partie“. Die reißen uns morgen am 2.8.11 erst richtig in die Krise rein. Bei denen endet das so wie in Oslo, Alle gegen Alle.
Komm jetzt schlafen wir. Ich wollte mich morgen um 7 Uhr früh vor seiner Arbeit mit Ron treffen, da will ich noch ne Runde pennen.“
Don murmelte noch „Träum noch von Deinem Halbmond“, aber so, wie man sich Burts Gesichtszuckerei erklären konnte, träumte er eher von der Schießerei wegen seiner Kartoffeln heute Nachmittag. Nur noch ein leises Schnarchen drang durch die Katakomben und die Geister des Verfalls und des Aufbaus eroberten die Nacht.
Vielleicht kann man sich Burts Beobachtung der Identität der antiken Hochkulturen mit den Ländern mit Aufständen auch so erklären, dass man sich zwar das Entstehen der Klassengesellschaften mit dem milden Mittelmeerklima im Zusammenhang mit den Kupfervorkommen erklären kann, aber die Aufstände rühren doch eher daher, dass mit China das Ende des Marktes erreicht ist und die Zusammensetzung des Kapitals annähernd seinen Höhepunkt erreicht und somit eine parasitäre Klasse keinen Raum und keine Berechtigung mehr hat, sie sind die wirklichen Überflüssigen und sollten sich bei uns Hand- und Kopfarbeitern einreihen. Sie sind nichts Besonderes.
Die alten herrschenden Klassen um das Mittelmeer sind bereits so verkommen, dass sie angesichts ihres Endes die Korruption auf die Spitze getrieben haben. Die einfachen Völker dort jedenfalls haben die Klassenunterdrückerei vollkommen satt. Aber wir wollen einer künftigen Untersuchung die Beantwortung der sicher hochinteressanten Frage überlassen.
Was aus dem Umzug von Burt in den Canyon geworden ist, erzählt er uns das nächste Mal, vielleicht hat er ja auch eins andere Lösung für seine Kartoffeln gefunden.

Halbzeitbilanz der Todeskämpfe des Kapitalismus!
27.8.2011


Rosa Luxemburg hat in ihrem Buch „Die Akkumulation des Kapitals“ auf der Grundlage des Wertgesetzes von Marx sehr schlüssig nachgewiesen, dass der Kapitalismus an die Grenzen des Marktes recht unsanft stoßen wird. Karl Marx dagegen ging in der Frage der erweiterten Reproduktion von einem ausgeglichen Markt aus und sah das Ende des Kapitalismus mit dem tendenziellen Fall der Profitrate nur als ein langsames Einschlummern.

Die marxistische Wissenschaft hat Rosas Thesen bisher - außer Tony Cliff - nicht ernsthaft untersucht, weil ihr einige unbedeutenden rechnerischen Fehler unterlaufen sind. Der wesentliche Hinderungsgrund ist aber ihre Behauptung, dass der Überschuss im Konsumsektor nicht in den Produktionsmittelsektor übertragen werden könne und damit suggeriert, dass der Kapitalismus von Anfang an nicht lebensfähig hätte sein können.

Jeder hat aber gesehen, dass das Kapital 100 Jahre lang mun muter prosperierte. Damit verlor man auch ihren grundsätzlichen Gedankengang von der Verengung der Märkte aus dem Auge. In der Tat führt diese Verengung auch zu einem schnelleren Fall der Profitrate. Lange vor dem Ende des Kapitalismus wird es zu den von ihr beschriebenen Katastrophen kommen, wir stehen schon mitten drin und sie stehen uns bis zu den Fußknöchel.

Der Überschuss vom Konsumsektor kann sehr wohl in den Produktionsmittelsektor übertragen werden. Strom des Privatkunden kann auch in der Industrie eingesetzt werden. Aber genau diese Überlegung zeigt auf, wenn es dann nicht mehr so läuft, wenn sich doch die ganze Sache umkehren würde, fährt die ganze Sache gegen die Wand.

Wenn der Investitionsgütersektor weltweit schneller sinken wird als die Löhne, ergibt sich ein Überschuss im Produktionsmittelsektor I, der nicht mehr in den Konsumsektor II übertragen werden kann, Frau Müller kann in der Küche eben keine Stanzmaschine gebrauchen. Mit der Überschreitung dieses „Points of no Return“ der Produktion würde es ziemlich schnell zu einer Erodierung der Weltwirtschaft kommen. »Der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei« stellt Rosa Luxemburg fest. Zu dem ganzen Unheil kommt jetzt auch noch hinzu, dass China bereits angefangen hat, den Weltwirtschaftsmotor USA in der Weltherrschaftsrolle abzulösen. Der Wirtschaftstätigkeit im Kapitalismus würde nach dem Point of no Return schlagartig zum Erliegen kommen.

Genau das ist auch im Frühjhr 2009 auch eingetreten und prompt krachte das Bruttoinlandsprodkt det Wirtschaft in der BRD, dem Vorzeigeland des Kapitalismus, trotz Abwrackprämie und Kurzarbeitergeld um 6,9% ein. Hier hat sich die geniale Einschätzung vor 100 Jahren als genau richtig erwiesen. Ihre prognostierten „Todeszuckungen des Kapitalismus“ sind nun in die 2. Runde getreten und drücken sich mit der massiven Verschldung aller Staaten aus.

Die durchschnittliche Profitrate im verarbeitenden Gewerbe ist nach Robert Brenner, „Boom & Bubble“, S. 53, 1993 auf 3,5% gefallen, weit unter dem Finanzmarktzins. Das Kapital fand immer weniger profitable Anlagemöglichkeiten um den Mehrwert zu kapitalisieren. Seit 1982 hat das Kapital die Kaufkraft der Löhne wegen der fallenden Profitabilität nicht mehr erhöht. Ab 2000 sanken die Reallöhne gar bis 2009 in Dutschland um 4,5%. Von den massiven Sozialkürzungen war im Wesetlichen die 1. Runde des Todeskampfes des Kapitalimus geprägt, begleitet von den Veteilungskriegen des Imperialismus für ihren Endkampf.
Die sozialen Kürzungen hatten 1. in den USA die Subprimemarktkrise ausgelöst, was  wiederum zu der weltweiten Finanzkrise führte und 2 die Investitionen zurückgedrängt, was dann zu dem Produktions-“Point of no Return“ im Frühjahr 2009 gefürt hat. Der Rubikon, der Punkt ohne Wiederkehr war nun überschritten.

Dieser Produktions-“ Point of no Return“ eröffnete nun die 2. Runde, die von den Staatsschulden geprägt war.
Allen voran dabei geht der bisherige Wirtschaftsmotor, die Vereinigten Staaten, sie sind mit 14,28 Billionen Dollar Schulde bzw. 103,0% vom BIP in 2011 mit dabei. Ihre Verschuldung wächst in jedem Jahr um 1,6 Bill. Dollar neue und 2,84 alte ausgelaufene wieder erneuerbarer Schuldpapiere, zusammen also 4,64 Bill. Dollar. Alleine im August 2011 wurden ½ Billiom alte Staatsanleihen fällig. Die Rückkehr zur Schuldenfreiheit wird nicht mehr möglich sein. Der Flug in die Überschuldung kann nicht mehr abgebrochen werden. Das wird ihnen niemand mehr leihen wollen, das werden sie nur noch über die Duckmaschine hereinholen können und das heißt Hyperinflation.

Dazu kommt jetzt noch, dass wegen des Auslaufens des Kojunkturprgrammes der USA die Verkäufe zurückgingen und die Arbeitslosigkeit steigt. Ein Betrieb nach dem anderen, eine Bank nach der anderen, werden in de Insolvenz gehen werden. Die ganz großen Betriebe, Banken und Versicherungen wird der Staat nicht pleite gehen lassen wollen, also wird er von dem Turbo-Gang in den Super-Turbo-Gang-Extra schalten.

Die Inflation beträgt jetzt schon real 13%, wenn man die Boskin-Betrügereien und hedonischen Taschensielertricks wieder rausrechnet. Die Geldbörsen der Lohnabhängigen werden immer früher schon leer sein, während der Staat bekannt geben wird, dass die Inflation zurückgehen würde.

Ab 2013 oder 2014 wird das in Amerika in die Hyperinflation über 50% übergehen und in die 3 und letzte Runde führen. Das würde bedeuten: Notgeld, Hunger, Suppenküchen, Diktatur, Auflösung des Staates, Privatisierung der Armee, Warlords, Vandalismus usw.

In Europa standen die Schulden bei 9.5 Billionen Euro bzw. 85% vom BIP. Davon ist Griechenland zu nennen mit 157,7%, Italien mit 120%, Irland mit 112%, Portugal mit 102%, Belgien 97%, Deutschland mit 86,0% und Frankreich mtt 86%. Bei allen diesen Ländern ist der Tilgungs-„Point of No Return“ auch überschritten,

 Spanien steht zwar nur mit 60% und Großbritannen mit 80,0% in den Schuldbüchern, aber dort sind die Hyothekenprobleme derart hoch und in England steht noch dazu ein Sozialkürzungsprogramm über 90 Mrd. an, so dass die Wirtschaftsanalysten mit größeren Unruhen rechnen werden, einen Vorgeschmack haben wir in Spaneien mit der Jugendbewegung und auch in England mit den verzweifelten Jugendvandalisten geshen. Da steckt noch ein Riesenpotenzial drin und in Spanien geht es nun auch in die richtige Richtung.

Auch in Europa stehen in Griechenland, Italien, Irland, Porugal und Belgien alte ausgelaufene wieder erneuerbarer Schuldpapiere an, so dass durch die Sozialkürzungen gar nichts mehr erreicht werden könnte. Das gleiche gilt im besonderen Maße für England, ab 2012 auch für Frankreich und Deutschland.
Auch hier wird man, wie in den USA, nur ein Jahr später, von einer Hyperinflation reden müssn, denn die weiteren Staatsanleihen für die überschudeten Länder, kauft die EZB, und das heißt Euro drucken, drucken, drucken.

Japan hat 229.1% Schulden, Brasilien 65,7% und Kanada 84,2. China hat zwar nur in den Regionen 78% Schulden, das sind gesamt nur 17,1%, aber in Asien spielt wie auch in Indien mit 68,2% Schulden und 9,5% Inflation auch mehr die Inflation eine Rolle, 22,4% in Vietnam und 6,5% in China. Um die Inflation zu dämpfen, hat China die Privatkreditvergabe gezügelt, die Autokäufe von Mercedes, BMW, Audi und Porsche gingen zurück und prompt sank das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 0,1%, in Europa 0,2%. In Amerika und in Europa stagniert die Wirtschaft.

In Deutschland halten nur noch die Inestiionende Wirtschaft gerade so im Gleichgewicht. Wenn die Konzernherren auch das mitgekriegt haben, dass im Binnenkonsum und im Export egal wohin, nichts mehr läuft, dann geht es weiterabwärts. China hat jetzt erst einmal mit seiner Inflation und mit seinem Wohnungsleerstand zu tun.
In einem Report mit dem Titel „Worst-Case-Debt-Szenario“ warnt die Anlageabteilung der Société Générale [der größten Bank Fankreichs, vom 23.9.09] vor einem totalen Kollaps der Weltwirtschaft innerhalb der nächsten zwei Jahre. Grund: Wirtschaften brechen unter der globalen Schuldenlast zusammen. Der Ausblick wurde vom Leiter der Anlagestrategie der Société Générale, Daniel Fermon, verfasst.

In dem Report wird darauf hingewiesen, dass die Rettungsmaßnahmen der letzten Zeit lediglich private Verpflichtungen in Staatsschulden transferierten. Da fast alle Staaten der westlichen Industrienationen aber bereits jetzt schon unter einer hohen Schuldenlast litten, drohe schon in naher Zukunft neues Ungemach.
Die generelle Schuldenlast in fast allen reichen Staaten sei viel zu hoch, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, so die Analyse der Bank. So würden private und öffentliche Schulden in den USA 350% des BIP ausmachen. Die Experten sprechen von einem harten Weg des „Deleveraging“ in den kommenden Jahren.

„Bis jetzt könne niemand mit Sicherheit sagen, ob wir einem globalen wirtschaftlichen Zusammenbruch entkommen sind“, heisst es in dem 68-seitigen Report.

Staaten und Regierungen hätten ihr fiskalisches Pulver bereits verschossen. Aber auch ohne neue Konjunkturprogramme würden öffentliche Schulden in den nächsten zwei Jahren explodieren. So sieht die Studie den Schuldenstand von Großbritannien auf 105%, in der Eurozone auf 125% und in Japan auf 270% des BIP steigen.“

Die Börsen krachen in der ganzen Welt ein, die Wirtschaftsanalytiker verlieren immer mehr den Glauben an ihr eigenes Kartenhaus. "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“, schreibt der erzkonservative Charles Moore im „Daily Telegraph“, der offizielle Biograph von Margaret Thatcher und der FAZ-Redakteur Frank Schirrmacher fügt dem in seinem Bericht darüber hinzu: „Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.“
Nun gut, die ersten Kapitalverfechter beginnen zu zweifeln, aber die Wirtschaftsbosse und deren Politiker lassen sich von den ganzen Fakten nicht erschüttern, weil sie ja bei einer linken Politik alle ihre schönen Privilegien verlieren würden. „Der derzeitige Marktzustand wird sich wieder umkehren“, sagt Viktor Shvets von Samsung Securities. Nach einem Ab käme auch wieder ein Auf, ist die herrschende Meinung.

Vollkommen falsch. In Deutschland fingen wir nach dem Krieg 1955 mit einem Wirtschaftswachstum des BIP mit 11,8% an, so hoch wegen des Korea-Krieges, mehr wie in China heute. Der kleine Trend ging immer auf und ab, aber die große Tendenz ging stetig seit den 50er Jahren abwärts bis jetzt auf 0,1. Den gleichen Kurvenverlauf von 10% Richtung 0 konnte man in der ganzen Welt beobachten auf jetzt Europa 0.2, Amerika 0, Japan 0.

Nur Japan fing mit dem Hochindustriesektor erst in den 60er Jahren an wie jetzt China. In China wird die Kurve sogar schneller fallen, weil immer mehr Länder als Impoteure ausfallen werden.

Mit einem Nullwachstum könntest zwar Du persönlich leben, aber nicht so der Kapitalismus. Jeder Kapitalist rationalisiert und produziert blind etwas mehr wie im letzten Jahr in der Hoffnung, von seinem Konkurrenten einen Marktanteil erobern zu können, nur jedes Jahr the same proceduure, der Konkurrent rationalisiert auch, der Durchschnitt der kalkulierten niedrigeren Kosten beider Konkurrenten setzt sich als neuer Wert durch, die Profitrate fällt und da der Markt gleich bleibt, gibt es mehr Arbeitslose, Überprodukton und Betriebsschließungen

Ebenso läuft der tendenzielle Fall der Profitrate gegen Null und es wird immer schwieriger für das Kapital, für den Profit noch profitable Anlagemöglichkeiten zu finden. Die Profitrate in der Produktion liegt bereits unterhalb der des Finanzmarktes, und das heißt Profiteckerei von der Substanz bei den Heuschecken, Weißwäsche von Waffen-, Rauschgift- oder Frauenhandel, Zocken mit Derivatenschwindel mit CDS-Gaunereien oder mit Leerverkäufentricks.

Die Grenzen des Marktes sind nach China erreicht, da die Erde nun mal eine begrenzte Kugel ist, und keine unendliche Fläche.
Die zweite Hälfte in der 2. Runde wird weiter geprägt sein von grenzenlosen Staatsschulden die in den USA schon sich selber eingeholt haben. Die mehr als doppelte Zahlung der Schulden treibt die Druckmaschine in den Turbo-Gang. China und Indien sind schon auf Gold von  den US-Staatsanleihen umgestiegen. Amerika kann nur noch unwesentliche Käufe seiner Staatsanleien erwarten. Drucken ohne Wertschöpfung heißt Inflation. So schnell, wie jetzt der Goldpreis steigt, kann man gar nicht mehr schauen, die Unze stieg in 3Wochen von 1.483 Dollar um 365 Dollar, das ist eine Verzinsung von ca 430%. Da muss die Inflation schon in den USA bei 13% liegen, auch wenn jetzt die Nachfrage aus Asien noch gestiegen ist, und in Europa ist sie auch angezogen.

Die Inflation und die Auflösung der kapitalstischen Gaunerstaaten wird dann auch die 3. Runde Ende der 10er Jahre prägen. Aber auch nicht überall, denn es passiert jetzt schon etwas Gegenläufiges, Aufstände mit Forderungen nach Demokratie, mehr Geld, Arbeit und Brot.

Gleichzeitig läufen die Aufstände in 6 Ländern: Griechenland, Spanien, Tunesien, Ägypten, Israel und Lybien. Syrien und Jemen kann man da noch nicht einbeziehen, da die Bewegungen dort zu sehr von ausländischen Machthabern gesteuert sind, aber weiter in eine Basisrichtung wird auch das laufen.

Die Länder, bei denen es schon permanente Aufstände gibt, sind genau identisch mit den antiken Hochkulturen: Karthago, heute Tunesien, Leptis Magna, Tripolitanien, Kyrenaika, heute Libyen, Ägypten, der Fruchtbarer Halbmond mit Israel, Jordanien, Syrien und Mesopotamien, heute Irak, die verarbeiten erst mal den Krieg, dann die Königin von Saba, heute Jemen

Gut, dann weiter mit Griechenland, Spanien und zum Schluss Italien, das ist der nächste Kandidat.

Die alten herrschenden Klassen der Hochkulturen hatten sich bei der Weiterentwichklung zm Feudalisms nicht mehr mitentwickelt und sind bereits so verkommen, dass sie angesichts ihres Endes die Korruption auf die Spitze getrieben haben.
In Griechenland und Ägypten wurden schon basisdmokratisch Streikräte gewählt, d.h. dass sie keine besondere Vergütung bekommen, dass sie an die Beschlüsse der Basis gebunden und jederzeit wieder abwählbar sind. Das ist Istzustand, zwar nur vereinzelt erst, aber keine Science Fiction. Die Aufstände werden auf Grund des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit immer umfangreicher und erobern immer Länder. Als nächstes ist Italien dran. Deren Zinsen für Staatsanleihen fielen nur von 6 auf 5%, nachdem die EZB u.a. italienische Staatsanleihen gekauft hat.

Dass das schnell verpuffen wird, sehen wir schon an den griechischen Anleihen, für die Griechrenland trotz EZB-Kauf 44% Zinsen zahlen muss, heute 47%. Die Streikräte werden natürlich mit den Aufständen immer mehr zunehmen und statliche Aufgaben übernehmen. In Spanien sorgt heute schon ein Komitee dafür, dass die Menschen nicht aus ihren Wohungen geschmissen werden.

Ab einem bestimmten Umfang verwandelt sich die Quantität in Qualität. Die Streikräte nennen sich in Arbeiterräte um (oder so ähnlich) mit gleichen drei Satzungspunkten, vernetzen sich national und errichten zu der bürgerlichen Herrschaft eine nicht anerkannte Doppelherrschaft. Die Doppelherrschaften der Arbeiterräte werden die Staatspleiten und die Inflation in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre begleiten.
Die Bourgeoisie wird wie das alte Rom die Inflation mit Notgeld und Festpreisen versuchen, in den Griff zu bekommen. Hier und da wird das auch zeitweise gelingen. Das Kapital wird aber nicht freiwillig aufgben und immer wieder ihren geraubten Teil dem Wirtschafskreislauf  entziehen, das es immer weniger für sie profitable Anlagemöglichkeiten gibt Letztlich werden die Arbeiterräte genug von dem bürgerlichen Gezaudere bekommen und in den 2020er Jahren in einem Land nach dem anderen die ganze Macht erobern.

Es wird sich dann sehr schnell zeigen, dass eine demokratische basisorientierte planvolle Wirtschaft viel produktiver ist als der menschenverachtende Kapitalismus, weil im Kapitalismus die Erfindungen und Entwicklungen von vornherein auf den Profit ausgerichtet werden und die Menschen nicht frei für ein wirkliches Brainstorming sind.

Alle Menschen sind in einem Sozialismus von unten gleichermaßen wertvoll und werden, da die Produktivitätssteigerungen auch allen Menschen zugute kommen (durch entweder mehr Reichtum oder mehr Freizeit) sich an den Entwicklungen oder Verbesserungsvorschlägen beteiligen.

Insgesamt wird es sich zeigen, dass wir an der Schwelle zur freien Gesellschaft stehen, die Aussichten stehen wirklich nicht schlecht. Einige Opfer wird es sicher noch geben, aber dann werden wir ein Land erreichen, in dem wir jede notwendige Veränderung mit der Vernunft erreichen können, eine herrschende Klasse wird dem nichts mehr entgegenstellen, weil es sie gar nicht mehr gibt, sie hat sich einfach integriert. Norbert Nelte

 

Der „Ökonomische Dschihad“-Schwindel des Spiegels
5.9.2011
10 Jahre nach dem 11.9. haben die USA sich in Afghanistan festgesetzt. Damit ist nun China von dort sowie Japan, Korea und Taiwan aus eingekreist und in die Zange genommen worden. Die Politiker des Weltkapitals konnten den Neokolonialismus inzwischen zum Normalfall werden lassen und die Bevölkerungen aller Länder sehen entsetzt, ohnmächtig und paralysiert auf die Mordlust ihrer Repräs- entanten.

Nun kann man einen Schritt weiter gehen, denken die Kapitalvertreter und senden ihre Propagandisten an die Front.

Die Zusammensetzung des Kapitals hat schon mit 93% Kapitalanteil in den Warenwerten der Industrie nahezu ihren Höhepunkt erreicht. Da die Arbeit die wesentliche Quelle des Mehrwertes ist, ist die Profitrate in der Produktion schon weit unter den Finanzmarktzinssatz gefallen, sie tendiert praktisch gegen Null. Wir wissen, Autos kaufen keine Autos. Die Konzerne können ihre Gewinne nur mit ihren Finanzpapieren aufbessern, die schon 90% ihrer Renditen ausmachen. Gleichzeitig ist nicht zufällig der Markt nach China derart verengt, dass er kaum noch nach außen ausgeweitet werden kann.

„Wodurch überwindet die Bourgeoisie die[Überproduktions]-Krisen?“fragen Karl Marx und Friedrich Engels im Kommunistisches Manifest„Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte."
Aber was macht das Kapital? Es ist nicht die fallende Rendite oder der verengte Markt an der Absatzstockung schuld, nein, nein, neue Märkte hätte man auch gar nicht mehr; Dafür hat das Kapital doch einen Feind [geschaffen], den man bei Bedarf wie eine Buhmann-Marionette aus der Kiste holen kann: die El Kaida.
Ulrich Schäfer, Ressortleiter bei der Süddeutschen Zeitung, vorher Spiegel  und Autor des Propaganda-Buches: „Der Angriff. Wie der islamistische Terror unseren Wohlstand sprengt“ entwickelt in seinem Essay im Print-Spiegel Nr 32/2011 S. 74 „Ökonomische Dschihad. Wie der islamistische Terror die westliche Wirtschaft sprengt“ die Propaganda, dass Al Kaida in Amerika und in Europa die Wirtschaft mit ihrem Terror empfindlich traf,  dass sie sogar die Hauptschuld an der ganzen Finanzkrise tragen würde. Der Spiegel hat auch diesen Print-Artikel in das Internet gesetzt, das macht er nur selten. Wahrscheinlich hat er damit etwas Besonderes vor.

Der Artikel fängt schon sehr seltsam an: „Was der junge Mann“ aus Hamburg natürlich den Ermittlern erzählt, „klingt bedrohlich“ Also, diesmal ist es ein junger Mann, kein Mohammed, Ismael oder Ata, nein, einfach ein junger Mann, der „mehrere Monate in einem Ausbildungslager von al-Qaida in Pakistan verbracht hat“. Nun, dann wird normal schon ein Riesenwirbel gemacht, Gerichtsverfahren, mehrere Jahre Gefängnis und Vor- und Zuname hier nichts, keine Festsetzung, kein Name, kein Staatsanwalt, kein Garnichts, eben nur ein junger Mann oder war das vielleicht ein Undercover, bei dem macht man auch kein Gerichtsverfahren? Das klingt schon ziemlich toll.

Dieser „junge Mann“ jedenfalls soll gesagt haben: "Das, was wir im Kopf haben, da kommt nicht einmal der Teufel drauf", soll er gesagt haben.“ Schäfer zitiert also nicht vom Protokoll, es gibt gar kein Protokoll, er zitiert vom Hörensagen, vom Weitersagen, von wem hat er das gehört, kein Wort

„Durch die Attacken von New York und Washington haben die Terroristen einen Prozess mit in Gang gesetzt, an dessen Ende die heutige Krise steht. Sie haben die Industriestaaten dazu gebracht, ihre Wirtschaft durch eine Flut von Sicherheitsauflagen und Kontrollen zu lähmen. Sie haben die USA, aber auch den Rest der westlichen Welt zu einer waghalsigen Politik genötigt, die den Keim für die Wirtschafts- und Finanzkrise barg. Zwischen dem 11. September 2001 und der Lehman-Pleite am 15. September 2008 lassen sich dabei drei Verbindungslinien ausmachen - drei Ketten von Ereignissen, die fundamental waren für die Entwicklung der Weltwirtschaft und den Zusammenbruch der Finanzmärkte.“

Diese drei Verbindungslinien wären nach Schäfer
1. Das ist die Politik des leichten Geldes,
2. Das ist das teure Öl.
3. Politik der hemmungslosen Verschuldung
Also die Amerikaner haben wegen der Anschläge am 11.9. dann auf Pump gelebt, vorher nicht. Schwups, hatten sie ab 11.9. praktisch 15 Kreditkarten in ihrem Portemonnaie gehabt.
„Nach den Attacken von New York und Washington nahm sie Kredite ohne Unterlass auf, um den Krieg gegen den Terror bezahlen zu können:“ dichtet sich Schäfer zusammen. Aber Amerika hat 14,6 Billionen Dollar Schulden und 1,2 verschlangen „nur“ die Kriege im Irak und Afghanistan. Es steht noch der Bankenrettungsplan TARP der US-Regierung mit 23,7 Billionen Dollar aus. (LeMondediplomatique, S 50). Das sind nur die Bankenrettungen. Was wird davon von den Banken überhaupt zurück bezahlt. Das meiste Geld muss sowieso der Staat noch zahlen. Da haben also die Banken Millionen Hypotheken-Kredite an Kunden gegeben, die das gar nicht zurückzahlen können, nur wegen der El Kaida, oje, und vor dem 11.9. habe die Banken doch auch ihre Kredite doch auch leichtsinnig vergeben, auch wegen El Kaida?
In Deutschland schreibt das Statistische Bundesamt Deutschland:
„Wesentlich zum Anstieg beigetragen haben die im Jahr 2010 neu gegründeten (beziehungsweise in Geschäftsbetrieb gegangenen) „Bad Banks“. Die Übertragung von Risikopapieren der Hypo Real Estate in die FMS Wertmanagement sowie die Stützungsmaßnahmen der Ersten Abwicklungsanstalt für die WestLB erhöhten den Schuldenstand zum Jahresende um 232,2 Milliarden Euro.“
Aber der Schäfer weiß das besser, die 232 Mrd. haben die HRE und WestLB nur aufgenommen wegen der Buben, genannt Kölner Kofferbomber und der Sauerland Bande. Das ist absolut absurd. Hat der Schäfer das ganze vielleicht mit dem Kölner Karneval verwechselt?
Die weiteren größten Schuldner außer den USA und Deutschland sind Japan mit 9,8 Bio. Euro, Italien mit 1,8 Bio. Euro, Brasilien mit 1,8 Bio. Euro und Frankreich mit 1,6 und in allen diesen Ländern gab es so schrecklich viele El-Kaida Überfälle, dass die armen Politiker sich nicht anders zu helfen wussten, als sch in überdimensionale Schulden zu stürzen. Hilfe, in all diesen Ländern gab es noch keinen so genannten El-Kaida Überfall, dass mancher von deren Bevölkerung dort gar nicht weiß, was El-Kaida ist, das hört sich so orientalisch an, ist das ein Bauchtanz oder was zu Essen?
Das alles ist so abstrus, an den Haaren herbeigezogen, dass niemand sich vorstellen kann, wie ein Wirtschaftsjournalist, der doch die Faktenlage etwas mehr kennt, der schon mehrere Bücher über die Wirtschaft geschrieben hat, noch dazu Ressortleiter bei der SZ ist, wie der so einen Unsinn zusammen schreiben kann.
Vielmehr kommt die Vermutung hoch, dass der Staat sich auf seinen unumstößlichen Untergang vorbereitet, dafür einen schwarzen Peter aufbaut und einen Schreiberling dafür gesucht hat. Vielleicht hat ja auch Ulrich Schäfer den Auftrag für das Buch von der Bertelsmann-Stiftung oder direkt vom BND bekommen, er wäre ja nicht der erste Auftragsschreiber.
Schäfer weiß sehr wohl, wovon er spricht. In dem Artikel der SZ Bundesbank Schützenfest geht er schon kritisch mit Sarrazin um: „Eigentlich darf sich über Thilo Sarrazin und sein unsägliches Interview, in dem er die in Berlin lebenden Ausländer beschimpft und beleidigt hat, niemand wundern.“ Schäfer ist sicher kein Rassist.
Aber als Öffentlichkeitsarbeiter weiß er auch, welche Wirkung sein Buch in der Öffentlichkeit haben wird. Von Kleinbürgern fällt schon öfters die Äußerung, dass die Moslems schuld an der Finanzkrise wären. Es wird gar nicht mehr unterschieden zwischen „moslemischer Terroristen“, Fundamentalisten oder liberaler Moslems. Sarrazin hatte in der Öffentlichkeit eine Zustimmung von 80%, da wurde alles durcheinander gerührt, aber die Mehrheit durchschaute das nicht.
Nach dem 11.9. urteilten manche Menschen in meinem Umfeld, die Moslems seien doch aggressiver als die Christen. Ich konnte das mit Saladin, der alle Christen bei der Eroberung Jerusalems hat leben lassen und König Löwenherz, der alle 3.000 Moslems hat umbringen lassen oder anderer Beispiele nicht wieder aus ihren Köpfen raus bringen. Die Hetze gegen die Moslems lief vom Staat immer weiter. In einer Diskussionssendung im Bayrischen Rundfunk ein Jahr nach dem 11.9. behauptete ein Pressesprecher eines evangelischen Gremiums sogar, dass alle Kopftuchträgerinnen für den Dschihad wären. Es wurde kein Unterschied mehr gemacht zwischen traditionellen Moslems und Gewalttätern. Sarrazin war nur der Zauberlehrling, den der Staat gerufen hat und jetzt nicht mehr los wurde.
Schäfer kennt die Gefahr sehr wohl, die von seinen gewagten unrealistischen Behauptungen ausgehen und gerade, weil er kein Rassist ist, muss wahrscheinlich der Anstoß für sein Buch von außen gekommen sein.
Wenn die Finanzkrise noch weiter voran geschritten ist, wird die Spaltung in Christen und Moslems noch tiefer werden. Wenn die Hyperinflation und der Vandalismus ausbrechen und die Aufstände dagegen sich noch nicht übertragen haben, dann braucht die Bourgeoisie einen Schuldigen, einen schwarzen Peter, gegen den sie die Wut der Massen von sich ablenken kann.
Gut, die ganz große Mehrheit, auch die meisten Linken und wahrscheinlich auch Schäfer mögen selber denken, dass der ganz große Crash schon nicht kommen wird. Man muss aber bedenken, dass heute schon die Inflation in den USA bei 13% steht, nur die offizielle steht erst bei 7%, weil jeder Präsident aus der Inflation wie ein Hütchenspieler etwas herausgerechnet hat, so Nixon z.B. die Nahrungsmittel und den Treibstoff oder Bill Clinton die überproportional steigenden Waren und hedonisch die Qualitätsverbesserungen, die später noch ausgeweitet wurden und die inzwischen Europa übernommen hat. John Williams von shadowstats.com hat die ganzen Tricks genau wieder heraus gerechnet, und kommt dadurch auf die 13%.
Die Arbeitslosigkeit beträgt 22,6%. Die Schulden sind seit dem 2.8. in einem Monat wieder um eine halbe Billion Dollar gestiegen = 107% vom BIP. Das hochgerechnet, wären die 2,5 Billionen Schuldenerweiterungen am Jahresende wieder weg und bei 125,3%, wie beim Berlusconi. Die Abwertung durch die Ratingagenturen und das Hickhack zwischen den Demokraten und Republikanern begänne von neuem, auf einer höheren Stufenleiter.
So, wie die Dollardruckmaschine jetzt druckt, werden wir wohl spätestens 2013 über die Hyperinflationsgrenze von 50% in den USA kommen, eher schon in 2012. in Europa dann entsprechend ein Jahr später. So wie die die Inflationsdaten fälschen, fälschen sie alle Daten, Arbeitslose, BIP, Lohn und Gewinn. Wenn man dann die Schulden, die Hypothekenblasen, den ganzen Finanzschwindel mit Derivaten und CDS, Die Grenze des Marktes und die mit 93% Maschinenanteil an ihre Grenze gestoßene Höhe der Zusammensetzung des Kapitals berücksichtigt, dann sieht man, dass es mit dem Kapitalismus zu Ende geht. In der Hyperinflation werden Vandalismus, Plünderungen und Raubüberfälle die Regel sein. Die lokalen Behörden werden mit Notgeld und Zwangsarbeit versuchen, dem vorzubeugen.
Wenn dann die Propaganda wie nach dem 11.9 hochgefahren wird, die El-Kaida sei schuld an der Finanzkrise und Stimmung gegen alle Moslems gemacht wird, dann dürfen sich die Moslems mit Rundbart, Kopftuch und Mekkakappe nicht mehr auf der Straße sehen lassen, dann werden die Mosches brennen und jede türkische Hochzeit überfallen.
Das Buch „Der Angriff“ vom 8.8.11 ist auf der Bestsellerliste bei Amazon unter Heiliger Krieg & Islamismus erst auf Platz 10, unter Terrorismus aber schon auf  4. Für die Propagandaplaner bereitet es den Boden für diese Stimmung vor. Dann wird bei der Zuspitzung der Krise ein Anschlag inszeniert mit einem neuen Video von Aiman al-Sawahiri über den wirtschaftlichen Zermürbungskrieg, dann möchte ich kein Moslem sein.
Wir können nur hoffen, dass bis dahin die Bewegungen gegen die Teuerungen sich ausgeweitet haben und damit die Massen gegen jegliche Spaltungsversuche immun sind. Die Spalter dürfen nicht durchkommen - No pasaran.

 

Griechische Staatsanleihen kaufen oder Griechenland raus aus dem Euro?
14.9.2011
Diese Frage bewegt momentan ganz Europa. Deswegen ist schon der Chefvolkswirt der EZB Jürgen Stark zurückgetreten. Er hatte bei der Europäischen Zentralbank intern gegen den unbeschränkten Kauf von Staatsanleihen zur Stützung hoch verschuldeter Länder wie Griechenland oder Italien gesprochen, da dies ein Fass ohne Boden wäre und nur die Inflation antreiben würde.
Dies sind auch im Wesentlichen die Argumente der Kritiker des Kaufs von Staatsanleihen durch die EZB. Dieser Kauf ist im Grunde nichts anderes als der künftige Kauf durch den EFSF oder auch nur die Euro-Bonds. Damit wird die M3-Geldmenge nur massenhaft erhöht, ohne dass dem eine Wertschöpfung gegenübersteht. In die M3-Geldmenge fließt einerseits das Bargeld als auch die Kreditverträge mit ein, und Staatsanleihen sind nichts anderes als ein Kreditvertrag zwischen dem Staat als Schuldner und dem Käufer als Gläubiger über einen Zinssatz und über die Höhe und die Dauer des ausgeliehenen Geldes.
Der Wortführer der Kritiker in der CDU Gerd Bosbach sagte der dpa: „Das wäre eine wirklich politische Sensation, wenn wir mit der Verabschiedung von EFSF und ESM (Euro-Rettungsschirm) Ruhe hätten.“ Er befürchte, dass schon in den kommenden Monaten immer neue Hilfsanforderungen gestellt würden - "weil die wirklich entscheidenden Rahmenbedingungen immer noch nicht geschaffen worden sind". Er meint damit u. a. dass ohne eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik das ein Fass ohne Boden werden würde und legte Griechenland den Austritt aus der Euro-Zone nahe.
Demgegenüber steht die große Mehrheit der SPD und der Grünen. Sie plädieren für Euro-Bonds. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Bundestag, Thomas Oppermann, fordert „Eurobonds, bei denen die Gemeinschaft für einen Teil der Schulden eines Eurolandes unter strengen Auflagen einsteht“. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel argumentiert genau anders herum als Bobach: „aber wenn wir es nicht tun, wird die Krise irgendwann uns auch erreichen, weil wir in Europa voneinander abhängen“. Er gibt  den Kritikern der Euro-Bonds Recht in der Annahme, dass die Bonds eine sehr teure Angelegenheit werden wenn wir es aber nicht tun, würde es noch teurer werden Die volkswirtschaftliche Abteilung der Schweizer Bank UBS beziffert bei einer Verkleinerung der Euro-Zone um die überschuldeten Länder die Verluste sehr viel höher wären. Griechenland z.B. müsste die Drachme mit einer Abwertung von 60% auflegen und könnten dann nur die Hälfte weniger einführen. Deutschlands Exporte gehen zu 80% nach Europa und wenn z B. die Hälfte des Euro-Raumes austreten würde, würde Deutschland möglicherweise auf ¼ davon verzichten, bei einem Exportanteil von 40% wären das alleine 8% vom BIP oder 200 Mrd. Euro. Zu dem Einbruch des BIP um 8% kämen dann noch die ganzen Bankenrettungen. Die Ratingagenturen würden sich dann dermaßen auf die restlichen Euroländer einschießen, gegen sie wetten, dass diese auch ganz schnell gefährdet sind. Der gleiche Dominoeffekt würde mit Griechenland geschehen
So, jetzt eine genaue Aufrechnung durchzuführen hieße, den Arzt am Krankenbett des dahinsiechenden Kapitalismus durchzuführen und es macht auch gar keinen Sinn, denn sowohl Gerd Bosbach als auch Sigmar Gabriel haben recht, die Eurobonds oder der Kauf der Staatsanleihen wären ein Fass ohne Boden und würde ganz schnell in die Inflation führen als auch der der Austritt aus dem Euro-Raum würde zu nicht überschaubaren Verlusten führen und auch ein Fass ohne Boden.
Die CDU-Haltung braucht man erst gar nicht diskutieren. Diese Zwischenposition versucht von jedem das Negative zu übernehmen. Erst haftet sie für mehrere Milliarden und wenn alles zu spät ist zögert sie immer noch und zum Schluss wird der Schäuble zum Vorsitzenden der Euro-Gruppe nach Brüssel befördert. Kürzen, kürzen, kürzen, fordert Europa und der IWF aber dadurch werden die Einnahmen noch niedriger und die Schulden noch größer. Das BIP schrumpft schon wieder um 5%, wie sollen da die Schulden abgebaut werden?
Wir sehen, ob ein linkes Fass oder ein rechtes Fass, es wäre immer ohne Boden und wird beides Mal in die Inflation führen.
Deutschland hatte am 31.12.2010 schon 2 Billionen Schulden, für 2011 meldet die FAZ, plante die Regierung 302 Milliarden Euro weitere aufnehmen, wieder 12%, macht 2,3 Bill. gleich 92%, 2012 wird wieder 429 Milliarden aufgenommen, macht 2,729 Billionen Euro oder 110%. Schäuble spricht zwar nur von 27 Milliarden, aber er spricht auch nur vom Haushaltsetat. In der Tat, bei den Rentnern und bei den Arbeitslosen hatte er gut gespart. Aber eben bei den Schattenhaushalten der Banken gibt es keine Schuldenbremse und ein Parlament und da kann er in die Vollen greifen.
Ende nächsten Jahres hat Deutschland also 110% Schulden vom BIP, bald so viele wie Italien. Es müssen außerdem auch schon für die alten auslaufenden Staatsanleihen wieder neue gekauft werden. Auch allein deshalb und für weitere künftige Bankenrettungen werden die Schulden in der Zukunft dreistellige Milliardenbeträge ausmachen.
2010 schon hatten wir 304 Mrd. Schulden, das waren 12,0% in einem Jahr. Das Statistische Bundesamt schrieb: „Wesentlich zum Anstieg beigetragen haben die im Jahr 2010 neu gegründeten (beziehungsweise in Geschäftsbetrieb gegangenen) „Bad Banks“. Die Übertragung von Risikopapieren der Hypo Real Estate in die FMS Wertmanagement sowie die Stützungsmaßnahmen der Ersten Abwicklungsanstalt für die WestLB erhöhten den Schuldenstand zum Jahresende um 232,2 Milliarden Euro.“
Mit ihren 12,0% Schulden ist die Regierung weit über den Maastrichter Höchstsatz von 3% hinausgeschossen. Schäuble hat auch immer nur von den Haushaltsschulden von 5% gesprochen, nicht von den gesamten öffentlichen Schulden. In der gleichen Zeit sprach man aber in allen Medien über Irlands Schulden in 2010 von 32%, das war aber mit der Bankenrettung und war auch nur hauptsächlich diese. Alle etablierten Parteien aber sprechen von Deutschland trotz seiner 12% von einem Niedrigschuldnerland.
Es liegt also nahe, dass die Politik gar nichts dagegen hat, wenn Europa viele Schulden macht, Deutschland selber hat ja so hohe gemacht. Die Rumzackerei mit Griechenland, Italien usw. macht das deutsche Kapital nur, um später sagen zu können, Deutschland hätte nur so hohe Schulden wegen Griechenland und allen wenig effizienten Südländern.
In Wirklichkeit gehen alle wie die USA auch schnurstracks auf eine Hyperinflation zu, wie es von den Bilderbergern angedacht wurde, um schnell in die von dem Bilderberg-Gründer David Rockefeller vor der UNO vorgeschlagene schwere Wirtschaftskrise, um eine neue Weltordnung begründen zu können, wahrscheinlich ein Weltmonopol statt die sich auflösende Wettbewerbsgesellschaft mit oligarcher Diktatur (Oligokratie), wie es ja bereits auch mit dem europäischen Wirtschaftsministerium ohne Parlamentsbeteiligung angedacht ist.
Die Entwicklung zur Deflation wird auch ohne Bilderberger kommen. Es hat ja schon mit einer Inflation in Amerikavon 13%, der weltweiten Schuldenkrise und den Konjunktureinbrüchen angefangen. Aber es würde schleppender kommen und somit einer Gegenwehr von unten eine längere Reaktionszeit geben. Die Bilderberger beschleunigen nur mit ihrer Turbogelddruckpolitik nur diesen Prozess.
1011 war Peter Steinbrück bei dem Bilderberg-Treffen in St. Moritz und es ist deshalb auch wahrscheinlich, weil viele, die auf dem jährlichen Treffen waren, danach Staatschef wurden, dass er der nächste Bundeskanzler wird. Er sagte danach in einer "hr1-Talk-Sendung" des Hessischen: "Der Zeitpunkt wird kommen, wo ich mich in Absprache mit zwei oder drei Führungspersönlichkeiten der SPD darüber zusammensetze."Na ja, und er wird ja seither als aussichtsreicher Kandidat gehandelt.
 Die Teilnehmerliste vom Bilderberg-Treffen ist nicht geheim, auch nicht die Tagesordnungspunkte, aber die besprochenen Inhalte. Steinbrück hier mit Airbus-Chef Thomas Enders in St. Moritz bei einem Pausen-Spaziergang. Bei der ARD-Sendung am Sonntag danach sagte er dann: Ich glaube, dass wir nicht mehr über das Ob, sondern nur noch über das Wie eines richtigen Schuldenschnitts für Griechenland reden müssen". Dieser schmerzhafte Schritt werde aber nicht ohne Folgen bleiben, sagte er. Man müsse "Kollateral-Effekte" im Blick haben.“
Diese "Kollateral-Effekte" werden dann neben den Bankenbailouts auch das Fass „ohne Boden“ bei dem Euro Rettungsschirm sein, die Euro-Turbodruckerei und die kommende Euro Inflation, darauf wird die Scheiße im Euro mit oder ohne Griechenland hinauslaufen. Nur ein weltweiter Marxi im Gleichgewicht kann die globalen Ungleichgewichte der Wettbewerbsgesellschaft von Alle gegen Alle noch stoppen. Deshalb gilt es, nicht über die Aufstandsbewegungen mit ihren Unzulänglichkeiten rumzumähren, sondern sie und besonders die griechische in ihren Anfängen zu unterstützen und weiter zutreiben.

Staatsschuldenkrise, Bankenkrise, Platzen der Immobilienkrisen, Staatspleiten, ägyptisch lernen.
20.10.11
Genau wie nach der Subprimemarktkrise erleben wir jetzt nach der Staatsschuldenkrise eine Bankenkrise! Und das ist auch logisch, dass nach jeder eine Bankenkrise steht, denn bei jeder Krise werden Vermögenswerte zerstört, die das Eigenkapital der Banken zusammenschrumpfen lässt.
Am 10.10. hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel schon auf die Griechen-Pleite gedrängt und einen Tag später hatte der Euro-Gruppenchef  Jean-Claude Juncker einen Schuldenschnitt für Griechenland von 60 Prozent angedeutet. Wir können also von einer beschlossenen Griechenland-Pleite ausgehen, nachdem 2 wichtige Köpfe klar dazu Stellung bezogen hatten.
Aber für solche Pleiteregierungen (dazu später) ist doch bitte schön der Euro-Rettungsschirm EFSF über 790 Mrd. Euro da. Vollkommen falsch. Man zielt schon die Griechenland Pleite an, dafür hat Merkel bei Sarkozy Druck gemacht. Aber der sträubt sich, müssen doch die französischen Banken auf die von Juncker angedachten Schuldenschnitte von 50% verzichten. Und die französischen Banken haben bekanntermaßen am meisten von den Schrottpapieren in ihren Aktiva in der Bilanz stehen, in der Hoffnung, die Euro-Gruppe zahlt schon alles.
Die Banken sollen ihr Eigenkapital in den Passiva bei 10% halten, aber die französischen Banken sind wie alle Banken der Welt sowieso unterkapitalisiert, und dann noch die Griechenland Pleite, oh je, da hat Sarkozy gleich noch bei der Merkel Euronen aus dem Rettungsschirm beantragt.
Nun sind die beiden flink  durchgegangen, welche europäischen Banken noch daraus bräuchten. Nun, da wären zuerst mal die Griechenland Banken, die natürlich bei der Pleite alle mitgerissen werden. Die portugiesischen Banken sind auch schon zusammen mit den britischen Banken von Moody's herabgestuft worden., natürlich auch die italienischen Banken. Ratingagentur stuft 24 italienische Banken herab.  Die spanischen Banken leiden ach unter Liquiditätsengpässen. Gerade hat Belgien die Dexia Banktochter versaatlicht und die französischen Banken stehen natürlich alle im Visier, Siemens hat kürzlich eine halbe Milliarde von einer französischen Großbank abgezogen, auch China, der ganze Staat soll auch abgestuft werden. Ungarn ist auch in Zahlungsshwierigkeiten, der Zloty taumelt und S&P senkt den Ausblick für Slowenien auf "negativ". Haben wir einen vergessen? Ach ja, Deutschland. Richtig, Deutschland geht mit Trick 17. Auch Zockerverlustpapiere in den Aktiva der deutschen Banken wurden reihenweise abgeschrieben. Damit die Banken  nicht so viel Müll in der Bilanz rumschleppen mussten und die Bank nicht beim Gericht die Zahlungsunfähigkeit erklären musste, zahlte die Regierung den amen Banken die Zockerverlustpapiere von dem eingesparten Geld bei den Arbeitslosen und Rentnern. Vorher beschimpfte man diese aber noch als faule Säcke und reiche Alte. Und nachdem der Staat aus Dankbarkeit den Banken ihre Wettverluste ausglich, durften dann diese ihre Müllpapiere in eine „Bad Bank“ ausgliedern.
2010 alleine hat der Staat 240 Mrd. für die HRE und für die WestLB ausgeben. So geraten die Banken nicht mehr in den Focus der Ratingagenturen. Aber ein viel größerer  Hammer ist der Betrug bei den Staatsschulden. Griechenland soll seine Jahresschulden auf 7,8% senken. Es folgte ein Riesenwirbel, nachdem die Hochrechnung eine Zahl von 8,5% ergab. Deutschland hat aber gegenüber dem 31. Dezember 2009 den Schuldenstand um 18,0% beziehungsweise 304,4 Milliarden Euro erhöht, das sind von einem Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Billionen in 2010 lt. Statistischen Bundesamt 12%, alles nur selbst gemachte, noch nichts mit dem Rettungsschirm, darunter sind auch 232,2 Mr. Euro für die Bad Banks der Hypo Real Estate und der WestLB.
2011 plant die Regierung wieder 300 Mrd. aufzunehmen, wieder 12%. nur wird die Prozentzahl von keiner Zeitung wahrgenommen. Das ist schon ein Hammer, dass Deutschland mehr Schulden zum BIP hat als Griechenland, spielt sich als Retter auf und niemand spricht darüber. Ende 2011, also in 2 ½ Monaten wären das dann 92%. Brüssel sagt nix und druckt Geld und Schäuble wird dann Jean-Claude Junckers Nachfolger. 2012 wird Deutschland dann wieder 300 Mrd. aufnehmen müssen, mindestens, denn dann werden spätestens auch die ersten alten erneuert werden müssen, dann wären wir am 31.12.02 bei 2,600 Bio. Schulden zu 2,5 Bio. BIP gleich 104% vom BIP.
Deutschland hat trotz der Bad Bank Unterstützung immer noch ein Problem mit seinen Banken. Für 25%. der Commerzbank und der Dresdner Bank mit einem Börsenwert von zusammen 3,9 Mrd., also für 0,975 Mrd. hat die Bundesregierung 18 Mrd. (3:16) beim Kauf bezahlt. Dennoch droht der Commerzbank Abwertung bei den Ratings, und auch der Deutschen Bank.
Am Ende der Staatsschuldenkrise wird wieder wie nach der Immobilienkrise des Subprimemarktes eine Bankenkrise stehen, die noch viel stärker ausfallen wird als das Lehman Brothers Wehwehchen.
Wir müssen realisieren, dass die organische Zusammensetzung des Kapitals kurz vor seinem Höhepunkt steht. Der Anteil der Löhne in den Waren beträgt in der deutschen Industrie weniger als 7%, und da der Lohn die einzige Quelle des Mehrwerts ist, ist die Profitrate in der deutschen Produktion schon weit unter dem Zinssatz des Finanzmarktes. Schon Ford wusste, Autos kaufen keine Autos und deshalb haben alle internationalen Produktionsbetriebe in Deutschland ein großes Aktienpaket, das ihnen schon 90% der Gewinne beschert. Man sagt zu Mercedes deshalb auch: Bank mit angeschlossener Autowerkstatt. Finanzmarktaktien heißt Rohstoffe, Asienaktien, Teakholz, Hedgefonds, Leerverkäufe, Weißwäsche von Waffen-, Frauenhandel und Rauschgift, private equity Häuser, CDS-Zockerei (Kreditversicherung ohne Kredit) usw.
Die Bankenkrise 2011/12 wird dann aber mehr als nur eine Bank wie 2008 Lehman Brothers mitreißen. Danach werden mehre Staaten in die Insolvenz gehen. Kaum eine Bank wird noch Staatsanleihen kaufen. Das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland wird dann wieder wie nach der ersten  Bankenkrise um 5% und mehr runterkrachen. Die Politik wird das wieder mit Kurzarbeitergeld und Abwrackprämie zu retten versuchen, aber in Wirklichkeit war es 2009 das Konjunkturprogramm Chinas über 480 Md. Euro, das die deutsche Industrie gerettet hatte, weil die Chinesen gerne deutsche Autos kaufen, die schnell von 0 auf Furz beschleunigen.
Diesmal will China aber die Inflation von 6,4% dämpfen und wird daher kein neues Konjunkturprogramm auflegen. Im Gegenteil, Chinas Schattenbanken brechen gerade zusammen und drohen die Geschäftsbanken mitzureißen. „China taumelt dem großen Finanz-Crash entgegen“, titelt die Welt-online. Das BIP mit 9,5% kommt durch den Bau von leeren Städten zustande, die Wohnungen werden nicht bewohnt, weil die Arbeiter die Miete gar nicht bezahlen könnten. Nein, die Wohnungen sind Spekulationsobjekte für Chinas Kleinbürger, 60 Millionen Wohnungen stehen dadurch schon leer. „In 16 von 70 Städten fielen die Preise für neue Wohnungen im August gegenüber Juli.“ Also, mit dem Bankenkrach in Amerika und Europa kommt dann noch der Bankenkrach in China. Die Frage ist nur, kommt der Bankenkrach noch in diesem Jahr oder Anfang 2012. Wer wird dann das ganze retten? Vielleicht Burkina Faro?
Nicht nur die Profitrate strebt gegen Null. Auch der Markt ist nach der Kapitalisierung Chinas derart verengt, dass der Kapitalismus jetzt voll gegen die Wand fährt. „Wodurch überwindet die Bourgeoisie die [Überproduktions]-Krisen? fragen Karl Marx und Friedrich Engels im Manifest der Kommunistischen Partei (S. 9), ihr Antwort: „Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte.“
Und diese neuen Märkte gibt es nicht mehr. Bisher ist der Überschuss immer im Konsumsektor aufgetreten. Sind keine neuen Märkte dann sofort entstanden, konnte eine Krise gedämpft werden, indem dieser Überschuss in den Produktionsmittelsektor übertragen wurde.
Wenn die Investitionen aber weltweit schneller fallen als die Löhne, tritt der Überschuss im Produktionsmittelsektor auf, der nicht mehr in den Konsumsektor übertragen werden kann. Genau das ist im Frühjahr 2009 mit dem „Point of no Return“ der Produktion auch geschehen und wir erleben seitdem in der 2. Runde die von Rosa Luxemburg prognostizierten Todeskämpfe des Kapitalismus in einer viel dramatischen Form als in der 1. Runde: »Der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei« Paul Frölich; "Rosa Luxemburg, Gedanke und Tat", Frankfurt 1967, S. 198

Nach dem Bankenkrach der 2. Runde wird es dann in die 3. und letzte Runde des kapitalistischen Todesskampfes gehen. Diese Runde wird dann geprägt sein von Staatspleiten, einer Inflation mit gleichzeitiger Depression, also einer weltweiten Deflation und einer Selbstversorgung. Der internationale Handel wird gegen Null fahren, nur lokal wird man letztlich mit Notgeld und lokalem Monopol die Wirtschaft aufrecht erhalten.

Ab der zweiten Hälfte der Zehner Jahre werden sich aufgrund des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit die bis dahin nicht nur in Ägypten und Griechenland,  sondern überall entstandenen Streikräte in Arbeiterräte der Kopf- und Andarbeiter, Rentner, Hausleute, Bauern und kleinen Gewerbe betreiben umbenennen, vernetzen und sie als Doppelherrschaft zu den bürgerlichen Versagerparlamenten durchsetzen. In den 20er dann werden alle von dem Komödientheater der Bürgerlichen wahrlich genug haben und dafür sorgen, dass die Arbeiterräte eine planvolle Wirtschaft nach den Bedürfmissen der kleinen Leutedurchführen. Wir sind ja alle in allen Ländern rechtzeitig dabei, ägyptisch zu lernen, das kriegen wir schon hin.

Europa und USA von den Bilderbergern erobert, aber die Aufstände entwickeln sich schneller.
30.11.2009

Inzwischen sind alle wichtigen Posten in Europa und USA von den Bilderbergern erobert. Den letzten Job als italienischer Ministerpräsident hat der Banker Supermario Monti, sogar mit Josef Ackermann zusammen im Vorstand der Bilderberger, ohne Wahl von den dunklen Eurokraten zugeschustert bekommen und die Kapitalpresse jubelte und alle jubelten mit. Warum denn nur?

Ausgerechnet ein Banker vom „Board of International Advisors“ von Goldman & Sachs will uns von dem Schlamassel der Banker retten? Nur er war eben ehemaliger EU-Kommissar für Wettbewerbsfragen, deshalb der Pressejubel. Auch die Griechen sollen ausgerechnet von einem Banker gerettet werden? Auch nicht gewählt.

Der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, auch nicht gewählt, ist der ranghöchste Bilderberger. Zusammen mit seiner Außenministerin, auch nicht gewählt, trafen sich sich im Londoner Restaurant mit den beiden Bilderberger Cheftheoretikern Henry Kissinger und Zbigniew Brzeziński, die ihr OK gaben, und schon hatten sie Europas höchste  Ämter, da brauchtest Du Dich noch nicht einmal zur Wahlurne bemühen.
Brzeziński ist auch Direktor seit 1973 der von David Rockefeller betriebenen Trilateralen Kommission, zu der ebenfalls Mario Monti gehört und die aus der Bilderberg Gruppe hervorging. Brzeziński entwickelte zusammen mit Carl Joachim Friedrich ein für die kapitalistische Politikwissenschaft ein wichtiges Totalitarismus-Modell. Er war Berater von Hubert Humphrey, Jimmy Carter und ist es jetzt von Barack Obama. Damit kontrollieren die Bilderberger auch die USA. Drei Chinesen waren dieses Jahr auch bei dem Treffen.

Ist es ein Zufall, dass das Schoßhündchen der US-Regierung Gordon Brown bei dem Treffen der G20 schon eine Weltwirtschaftsregierung vorgeschlagen hat und verschiedene Regierungen u. a. der Herr Schäuble ein nicht gewähltes europäisches Wirtschafts- und Finanzministerium, also die wichtigsten Ministerien, vorgeschlagen haben? Man könnte also schon vermuten, dass die Zentralisierungs- und Totalitarismusbestrebungen abgesprochen sind.
Der wichtigste Job in Europa, der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, ist natürlich auch ein Bilderberger und die Chefin des IWF, Christine Legarde, natürlich auch eine Bilderbergerin, damit wird der westliche Teil der Welt von den Bilderbergern kontrolliert, fehlt nur noch einer, Peer Steinbrück, der dieses Jahr in der Schweiz bei der Bilderberg-Konferenz teilnahm, und der wahrscheinlich 2013 gewählt werden wird. Die Teilnehmerliste ist öffentlich, auch die Tagungsordnung, nur die Inhalte nicht.

Was bedeutet das nun aus der Sicht von Marxisten und was bezweckt der Club damit? David Rockefeller, der Gründer, sagte 1994 vor der UN: „Wir stehen kurz vor einer weltweiten Umformung. Alles, was wir benötigen, ist die richtige bedeutsame Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung bejahen." (sinngemäße Übersetzung).

In der bedeutsamen Krise stecken wir mitten drin. Die Verschwörungstheoretiker schließen nun daraus, dass diese Krise durch die „bösen“ Bilderberger verursacht wurde und man nur „gute“ Menschen zu wählen bräuchte, die z.B. das Geld- oder Zinssystem ändern würden, dann ginge es wieder aufwärts. Als Beispiel wird oft Ron Paul genannt, Kandidat der Republikaner. Gerade ein Republikaner, die wollen die festlichen Sozialausgaben der USA auch noch wegkürzen. Daran können wir erkennen, dass die Verschwörungstheoretiker, auch wenn sie keine Nazis sind, mit der sozialen Frage wenn sie Ron Paul empfehlen nichts zu tun haben und begütert oft sind. Es sind eher verzweifelte Wertkonserative.

Nein, die Krise ist das Ergebnis des Endes des Kapitalismus, dass die Durchschnittsrendite schon unter den Finanzmarktzinssatz gefallen ist und die Grenzen des Marktes schon erreicht sind. Jetzt kommen natürlich die ganz Schlauen, und schlagen wie jeder gute Betriebswirt einfach vor, die Rendite wieder zu erhöhen, optimieren und rationalisieren. Nur, die Waren bestehen schon zu 93% aus Maschinenfertigung und wenn der Boss die Maschinengeschwindigkeit noch erhöhen kann, dann kann die Konkurrenz das auch, die Preise sinken und damit auch weiter die Durchschnittsprofitrate.

Nein, es steuert unweigerlich auf den nicht mehr lösbaren ultimativen Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit zu und damit auf die Revolution oder die Bilderberg’sche Barbarei, auf ein solidarisches Weltwirtschaftssystem ohne Ungleichgewichte oder auf ein Monopol der Eliten. Allein in 4 Staaten von Europa werden 2012 über 1 Billionen Euro Staatsanleihen fällig: in Deutschland ca. 267, in Frankreich ca. 225, in Italien ca. 307 und in Spanien ca. 136 Milliarden. Das Handelsblatt sieht vielleicht schon in 10 Tagen Frankreich von Standard und Poor’s abgerated.

Dann sind nur noch Deutschland und 4 kleine Länder als Geberländer da und dann wird es den Euro nicht mehr lange geben, Moody's warnt schon vor Zerfall der Euro-Zone und das britische Außenministerium hat nach Telegraph seine Diplomaten angewiesen, Pläne zur Hilfe ihrer Staatsbürger im Ausland auszuarbeiten, für den Fall eines Banken-Crash und sogar wenn daraus Aufstände und Plünderungen entstehen. Die USA wurde von Fitch auf negativ gesetzt. Es knirscht schon ganz gewaltig im Kapitalismus und wir wissen aus der Geschichte, wenn die oben kein Geld mehr haben, werden untern die Massen mutig.
Lenin sagt in "Der Zusammenbruch der II. Internationale", (LW 21, S. 206) „Damit es zur Revolution kommt, genügt es in der Regel nicht, dass die "unteren Schichten" in der alten Weise "nicht leben wollen", es ist noch erforderlich, dass die "oberen Schichten in der alten Weise "nicht leben können"

Wir sehen die Zuspitzung zur Revolution schon ganz bequem vom Ohrensessel aus jeden Tag im Fernsehen. Die Klassenkämpfe in Ägypten nehmen kein Ende, in Griechenland ein Generalstreik nach dem anderen und so langsam breiten die Generalstreiks sich über Italien, Spanien, Portugal nach ganz Europa und die USA aus, während ein Land nach dem andren abgerated wird. In China stehen 60 Millionen Wohnungen leer und Europa, die USA, Kanada, Japan, Indien, Brasilien und Argentinien sind
hoffnungslos überschuldet. Die Occupy-Bewegung dehnte sich in Windeile in 1.400 Städten über die ganze Welt aus. In Griechenland und Portugal fürchtet man eine Militärdiktatur und in Frankreich fürchtet sich die Finanzelite vor einer Revolution.

Nein, was die Bilderberger betreiben wollen, ist nur eine Beschleunigung dessen, was sowieso passiert. In Amerika fährt der bilderbergkontrollierte Obama von Anfang an einen Inflationskurs und verlangt das auch von Europa, Deutschland sperrte sich aber noch lange dagegen, deshalb muss Steinbrück her. Der muss aber erst sein Schachspiel mit Helmut Schmidt zu Ende spielen. Na ja, so wie es ausschaut, soll die Merkel sich mit Sarkozy geeinigt haben, dass die EZB die Staatsanleihen der überschuldeten Länder kaufen darf, dann hätten sich die Bilderbeger nicht nur in Amerika, auch in Europa sich durchgesetzt und das fröhliche Gelddrucken für die Enteignung der Kleinsparer, die Inflation und die Schuldenzahlung aus der Portokasse, kann losgegen.

Aber sie haben sich getäuscht, weil die Arbeiterklasse schon viel weiter ist. Das wird wie die Geschichte mit dem Hasen und dem Igel ausgehen. Die Bilderberger Geldelite hetzt jetzt wie der Hase von Land zu Land, um ihr Monopol und ihre Diktatur durchsetzen zu können, aber die Arbeiterklasse steht schon jeweils als Igel da und hindert den Hase an einem Durchmarsch. Sie müssen nämlich eins wissen, wir Arbeiter haben heute auch Internet und Facebook und wir sind Millionen und kennen die internationale Solidarität, da werden sie immer zu spät kommen, da helfen auch ihre ganzen Bilderberg Konferenzen und ihre Zentner Goldbarren nichts.

 

Fiskaldiktatur Brüssel
24.12.2011


Der neue Vertrag über die „Fiskalunion“, der auf dem Brüsseler Gipfel vom 9.10. Dezember 2011 beschlossen wurde, sieht eine Entmachtung der nationalen Parlamente vor. Diese dürfen dann nur noch über die Farbe ihres Toilettenpapieres entscheiden dürfen, mehr nicht.
Die Brüsseler Behörde bekommt mehr Rechte bei der Aufstellung der nationalen Haushalte. Die Kommission kann einen veränderten Haushaltsentwurf verlangen, wenn das Budget dem Stabilitätspakt zuwider läuft.'

 Das so genannte Hoheitsprinzip der nationalen Parlamente, mit dem sich die Diktatur der Bourgeoisie immer getarnt hatte, gilt dann nicht mehr. Bisher hat das große Kapital ja auch in der Form geherrscht, indem die Kapitalisten die Politik immer erpresst haben, indem sie weniger einstellten oder ganz mit der Kapitalauswanderung drohten. Sie sicherten sich den Gehorsam ihrer Richter, Politiker, Generäle und Pfaffen zu, indem diese höhere Gehälter bekommen. Aber es war auch immer bei den Informierten bekannt, dass eigentlich die Wirtschaft über die Politik herrsche. Aber es gab eben noch das Versteckspiel und der Markt herrschte nur wie der unsichtbare heilige Geist, dem die Politiker in mehr oder weniger vorauseilendem Gehorsam ihre Folgsamkeit kundtaten.

Mit dem neuen Vertrag aber wird das Versteckspiel aufgegeben und offen den Gehorsam vor dem Markt gezeigt, die Maske wird fallen gelassen. Der Kapitalismus zeigt seine Grimasse. Der Europäische Gerichtshof soll jetzt über die Umsetzung der neuen 0,5%-Grenze in nationales Recht wachen. Die nationalen Parlamente dürfen dann nur noch über die Verteilung des Verbleibenden Restes entscheiden. Bei der Überschreitung dieser Grenze müsse ein "automatischer Korrekturmechanismus" in Gang gesetzt werden, fremde Kommissare, die dann den Haushalt bestimmen. Wie sich das auswirken wird, können wir jetzt schon in Griechenland sehen. Löhne und Renten werden um 15% gekürzt, die Arbeitslosigkeit steigt um 33%, um 75 Euro wird die Sozialhilfe gekürzt. Das wäre nur der Anfang, denn dann sinkt der Konsum, der Binnenmarkt würde weiter einbrechen, die Steuereinnahmen würden weiter zurückgehen und damit die Schulden weiter steigen. Wir wollen uns überhaupt nicht daran beteiligen, Arzt am Krankenbett des Kapitalismus zu spielen, denn er ist nicht mehr zu retten, der Euro nicht, eine neue DMark nicht, der Dollar nicht und gar nichts mehr vom Markt.

Alle Welt denkt, na ja, das beträfe nur die Südländer und mit dieser Diktatur können wir sie zum Sparen zwingen und bräuchten dann denen weniger zu geben. Alles vollkommen falsch. Deutschland hat mit 12%  bzw. 304,4 Euro 2010 nach Irland mit 32% die zweit meisten Schulden in Europa gemacht, und das waren alles noch selbst gemachte. Von diesen 12% entfielen allein nur 232,2 auf die Banken, hauptsächlich auf die Hypo Real Estate. Hier sehen wir schon, dass es nicht die Renten oder HartzIV-Geld waren, welches die hohen Schulden verursacht haben, sondern die Banken.

Bei Irland hat die Regierung das selber als Entschuldigung gesagt, dass die 32% Schulden hauptsächlich für die Banken waren. Hier stellt sich eine wichtige Frage. Zählen auch zu der 0,5%-Grenze die Banken-Rettungen dazu? Wenn ja, dann sähe es für Deutschland sehr düster aus, denn 2010 gab es nicht die einzigen, Für 2012 wurden von der schwarz-gelben Koalition schon neue beantragt, „Bankenrettungsfonds wird wiederbelebt“, klar, das ist eine unendliche Geschichte im Kapitalismus, denn hier braucht es ja keine Schuldenbremse, die brauchen wir nur bei den Lohnabhängigen, Arbeitslosen und Rentnern, vollkommen logisch, der Kapitalismus ist ja nicht für die Beschäftigten da, nein, für die Konzerne und Banken.Es ist kaum zu erwarten, dass die Bankenrettungen mit eingerechnet werden. Aber dann müssen sie auch bei Irland, Frankreich, Spanien und allen anderen gutgeschrieben werden.

Mit den Bankenrettungen wäre die 0,5-Grenze auf alle Fälle nicht zu erreichen, auch wenn man die ganzen Kriegshaushalte, Abgeordneten und Regierungen sich einsparen würde. Warum werden eigentlich die Banken, die sich wüst verzockt haben gerettet? Warum  werden gerade diese wie die Northern Rock oder die HSL verstaatlicht und  nicht die Gewinnerbanken wie Goldman Sachs oder die Deutsche Bank? Dazu habe ich eine Vermutung, die ich nicht beweisen kann. Da aber die Regierung selber das nicht begründet, sondern einfach stillschweigend diese Verlustzocker weiter mit Steuerzahlergeldern unterstützt, sind wir auf Vermutungen angewiesen.Seit Mitte der 90er Jahre fiel die Profitrate im produzierenden Gewebe unter den Kapitalmarktzinssatz. Seither erzielen die Großkonzerne 90% ihrer Gewinne von ihrem Aktienpaket, aus der Finanzwirtschaft. Im ersten Jahrzehnt war ein großer Teil davon Hedgefonds. Seit diese ab 2008 immer schwieriger Kredite bei den Banken bekommen, wird der Anteil bei den Portfolios von Bankenfonds immer größer.

Weil der Anteil der Gewinne bei Mercedes aus den Finanzpapieren immer größer wird, sagt man auch Bank mit angeschlossener Autowerkstatt. Nur so kommen Mercedes oder Siemens für ihre Aktionäre noch auf einigermaßen lukrative Renditen von 5 – 110%. Dafür müssen sie aber auch ihre Fondspapiere haben bei guten erfolgreichen Zockerbanken wie z. b. die Deutsche Bank.

Im Paralleluniversum der CDS-Wetten (Gegenversicherung ohne Versicherung) werden aber keine Werte geschaffen. Zum Tangotanzen gehören aber immer Zwei, eine Bank, die gewinnt, wie die Deutsche Bank (für Mercedes z.B.) und eine Bank, die verliert, wie die HRE. Jetzt die Vermutung: Genau aus diesem Grunde behält die Regierung die HRE, um somit den Steuerzahler immer belasten zu können mit den Wettverlusten und wahrscheinlich so bekommt Mercedes dann noch seine einigermaßen Rendite zusammen. Oder kann mir jemand einen andern Grund nennen, warum die Regierung der Staatsbank HRE nicht einfach die CDS-Wetterei verbietet?

Die zweite Frage zur 0,5-Grenze betrifft die Refinanzierung. –Da fallen 2012 allein in Europa 1,8 Billionen €uro an, bei den größten Euro-Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien allein über eine Billionen. Auch wenn die EZB jetzt den BankenNur da werden schon nicht mehr alle Rettungsschirme EFSF mit 400 Mrd., EMS mit 270 und IWF mit 200 langen. Daher denke ich, dass die Refinanzierung ebenfalls nicht dazu addiert wird. Aber das zeigt, auch wenn jetzt alle Länder mit einem rigiden Sparkurs die 0,5 Grenze bei der Verschuldung erreichen sollten, werden die Schulden aller Länder ins Unermessliche steigen, die Ratings und die Zinsen werden auch ins Unermessliche folgen, Ende 2012 ist dann ganz Europa fast auf Ramschniveau. Glaub jetzt ja nicht, Deutschland nicht.

Wir stehen mit 2,3 Billionen kurz vor 92% und werden mit 276 Refinanzierung, 32 Haushaltsschulden und noch einigen Bankenrettungen Mitte 2012 die 100-Marke knacken.Trotz des Spatkurses wird man trotzt Mario Draghis Versprechungen, keine Staatspapiere mehr zu kaufen, dazu übergehen müssen, dass die EZB massenhaft die Bonds einkauen muss, weil niemand mehr den Schrott haben will, auch wenn die Banken noch so billige Kredite dafür bekommen haben. Das ist dann das  gleiche wie Geld drucken. Wir folgen dann der USA in die Inflation trotzt 0,5-Grenze und trotz Brüsseler Diktatur. Amerika wird schon bei 15% (Offizieelle Werte x 2,3) stehen und Ende 2012 dann bei 30%, während Europa 1 Jahr hinterher hinkt und erst jetzt 5% bei Arbeitnehmeraushalten ist, die Ende 2012 bei vielleicht 15% sein werden.

Die USA ist schon in der Stagflation und wir werden ihnen Anfang 2012 dahin folgen.Es heißt ja immer so schön, dass der Binnenmarkt in Deutschland brummen würde. Nur, das ist alles mit Tricks dargestellt worden. Die Autoindustrie hat schon 851.000 selber angemeldet, sie wurden gar nicht verkauft stehen aber im BIP, das sind 27% aller Autos, meldet die t-online Zeitung, das ist ja kein linksradikales Blatt, was den Kapitalismus in einem schlechten Licht darstellen will. Aber der durchschnittliche Anstieg in den ersten 3 Quartalen von 0,7% ist ja auch schon kein Boom und dann noch diese Hütchenspielerei.

Italiens Wirtschaft schmiert jetzt schon um 0,2% ab, im Rest Europa sieht es nicht viel besser aus und in den USA herrscht bereits Stagflation. Alle europäischen Staaten haben schon oder werden noch wegen der 0,5%-Grenze der Fiskal Union massiv kürzen müssen. Also egal, ob alle Länder zu ihren alten Währungen zurückkehren oder ob sie im Euro drin bleiben, es wird nächstes Jahr im Januar schon schwere Schlagseite geben. S&P, mit 70% das größte Rating-Haus, hat schon angekündigt, dass es im Januar 2012 die Euro-Länder im abwerten wird. Die Linke Zeitung hat schon auf die Euro-Probleme im neuen Jahr hingewiesen.

Wir denken aber nicht, dass man die Brüsseler Fiskal-Diktatur und die künftigen Sozialkürzungen, die sich daraus, aus dem Abrating Europas und aus den folgenden Export- und Wirtschaftsrückgang ergeben, wie eine nicht beeinflussbare Naturkatastrophe hinnehmen sollte, sonder ganz im Gegenteil.

Wir müssen die Illusion aufgeben, dass es nach diesen Kürzungen wieder grundsätzlich aufwärts ginge, sondern spätestens muss mit der Brüsseler Diktatur klar sein, dass der Kapitalismus nicht mehr heilbar ist, sondern auf den  Schrotthaufen der Geschichte gehört. Es gibt eine Alternative dazu, nämlich die Plangesellschaft von unten. Der Kampf gegen den Sozialklau wird zu der Emanzipation der Massen führen und das ist das A und O der künftigen Basisdemokratischen Alternative.

Griechenland  steht kurz davor, dass bei den nächsten Sozialkürzungen sich so etwas ergibt wie eine Februarrevolution., denn die Arbeiterklasse kann so nicht mal mehr überleben.

Als im November 1989 das Politkomitee der DDR gemerkt hatte, da langte es, das eine Woche später 70.000 Leute durch Leipzig zogen und die ganze mächtige Diktatur war weg. Da steht Griechenland heute. Das konnte man auch mit der Februarrevolution vgleichen, die noch spontan entsteht. 1989 gab es aber noch die alternativen Kapitalismus. Bei Griechenland gibt es aber keine kapitalistische Alternative mehr.

Lenin beschreibt den Punkt in "Der Zusammenbruch der II. Internationale", dass wenn die oben nicht mehr so leben können, ihre Kasse leer ist:

»Für den Marxisten unterliegt es keinem Zweifel, dass eine Revolution ohne revolutionäre Situation unmöglich ist, wobei nicht jede revolutionäre Situation zur Revolution führt. Welches sind, allgemein gesprochen, die Merkmale einer revolutionären Situation? Wir gehen sicherlich nicht fehl, wenn wir folgende drei Hauptmerkmale anführen: 1. Für die herrschenden Klassen ist es unmöglich, ihre Herrschaft unverändert aufrechtzuerhalten; die eine oder andere Krise der "oberen Schichten" eine Krise der Politik der herrschenden Klasse, die einen Riss entstehen lässt, durch den sich die Unzufriedenheit und Empörung der unterdrückten Klassen Bahn bricht. Damit es zur Revolution kommt, genügt es in der Regel nicht, dass die "unteren Schichten" in der alten Weise "nicht leben wollen", es ist noch erforderlich, dass die "oberen Schichten in der alten Weise "nicht leben können"2. Die Not und das Elend der unterdrückten Klassen verschärfen sich über das gewöhnliche Maß hinaus. 3. Infolge der erwähnten Ursachen steigen sich erheblich die Aktivität der Massen, die sich in der "friedlichen" Epoche ruhig ausplündern lassen, in stürmischen Zeiten dagegen sowohl durch die ganze Krisensituation als auch durch die "oberen Schichten" selbst zu selbständigem historischem Handeln gedrängt werden.«

Es muss der 2. Schritt, die Oktoberrevolution, bewusst geführt werden. Dafür ist die Partei da, die dann zwischen der Februar- und Oktoberrevolution aus den Keimen der „Internationalen Sozialisten“-Gruppen aufgebaut wird. Die sind sowohl in Griechenland, als auch in Ägypten vorhanden. Hier stehen wir schon nach dem 8. Generalstreik bzw. den großen Kämpfen in Kairo auf dem Tahirplatz mitten in der Luxemburgischen Analyse zum Massenstreik:

„Allein die Bewegung im Ganzen geht nicht bloß nach der Richtung vom ökonomischen zum politischen Kampf, sondern auch umgekehrt. Jede von den großen politischen Mas­senaktionen schlägt, nachdem sie ihren politischen Höhepunkt erreicht hat, in einen ganzen Wust ökonomischer Streiks um. Und dies bezieht sich wieder nicht bloß auf jeden einzelnen von den großen Massenstreiks, sondern auch auf die Revolu­tion im Ganzen. Mit der Verbreitung, Klärung und Potenzie­rung des politischen Kampfes tritt nicht bloß der ökonomische Kampf nicht zurück, sondern er verbreitert sich, organisiert sich und potenziert sich seinerseits im gleichen Schritt. Es besteht zwischen beiden eine völlige Wechselwirkung.

 

USA: Die Horror-Zukunft kommt über die FEMA-Konzentrationslager.
19.1.2012

Am 12.1.2008 schrieben wir über die Gefängnis- Sklavenhaltergesellschaft (Absatz --- GEHEIMAKTE ---), die der Geldadel durchführen müsse, wollte er seine Privilegien behalten. Im Wesentlichen waren das
Monopoldiktatur
Von oben beschlossener Lohn
Gefängnisdiktatur
Tötung eines großen Teils der Menschheit

Auf halbem Wege sind jetzt diese Einschätzung Wirklichkeit geworden. Das Ermächtigungsgesetz für Obama ist am 1.1.2012 erlassen worden, was diesmal auch zwar in verkümmerter Form von den Nachrichten registriert wurde.

„Mit der Verabschiedung von Abschnitt 1867 des National Defense Authorization Act wurden die US-Bürger all ihrer Rechte beraubt und können nun vom US-Militär ohne Anklage und Gerichtsverfahren auf unbestimmte Zeit weggesperrt werden.“ meldet die International Bussines Times, die vereinigten Staaten werden zum Polizeistaat.
Gerade Obama, in dem die halbe Welt soviel Hoffnungen gesetzt hatte, erließ dieses Horror-Gesetz.
 „Ich habe ernsthafte Bedenken gegen gewisse Bestimmungen, welche die Inhaftierung, Vernehmung und Strafverfolgung von Terrorverdächtigen regeln." (Zitat aus der Obama Erklärung) 
Die Friedenspolitischen Mitteilungen schreiben weiter

„Obama hat "den Polizeistaat USA" errichtet, obwohl er zugegeben hat, dass er gewisse Bestimmungen des NDAA für inakzeptabel hält. Wenn das zutrifft, hätte er gegen den NDAA [H.R. 1540] doch sein Veto einlegen oder ihn mit seinen Einwänden an den Kongress zurückverweisen können.

Der National Defense Authorization Act [H.R. 1540] ist Obamas "Neujahrsgeschenk" für das Volk der USA.

Er rechtfertigt die Unterzeichnung des NDAA damit, dass er die Bekämpfung des Terrorismus ermögliche und Teil seiner "Anti-Terror-Strategie" sei. Nach den ("gewissen") Bestimmungen des NDAA kann jetzt aber jeder US-Amerikaner, der mit der Politik der US-Regierung nicht einverstanden ist, als "Terrorverdächtiger" etikettiert und vom US-Militär inhaftiert werden. (Hervorhebung durch den Übersetzer)


„Außerdem möchte ich betonen, dass meine Regierung die Inhaftierung von US-Bürgern durch das Militär auf unbestimmte Zeit und ohne Gerichtsverhandlung nicht autorisieren wird. Ich bin der Meinung, dass damit gegen unsere wichtigsten staatlichen Traditionen und Werte verstoßen würde.“ Mit diesem Zynismus geht es weiter.

Die USA ist ab dem 1.1.2012 kein Rechtsstaat mehr, das ist sein Werk. Ob Du wegen Terror oder wegen einer unerlaubten Megaphondurchsage angezeigt wirst, ist reine Willkür des Vollstreckungsbeamten und er entscheidet dann, ob Du mit 20 $ Ordnungswidrigkeit belangt wirst oder mit Folter und Genickschuss bestraft wirst, Ruhestörung oder Terrorismus.
Was aber trotz der Ungeheuerlichkeit dieses Gesetzes und des  schockierenden Stillschweigens der „Weltgemeinschaft“ noch viel dramatischer ist, ist der forcierte Ausbau von 60 bis 80 Internierungslagern verteilt über die ganzen Staaten mit einer Kapazität für 16 Millionen Insassen, die aber jederzeit verdoppelt werden können.

Die  USA behaupten, die Lager seien dafür da, falls es einmal zu eine Masseneinwanderung kommen sollte würden sie die illegalen Einwanderer zusammentreiben und in diese Lager bringen! Aber warum sind dann die Lager in alle Staaten verteilt, das ist doch unglaubwürdig. Auffällig ist jetzt die Eile, mit der diese Lager errichtet werden, da muss doch die Politik mit einem nahen Krieg oder einer sozialen Katastrophe rechnen, die Widerstand herausfordern wird. In diesen Fällen, bei Katastrophen und Kriegen wird der nationale Notstand ausgerufen, der dann so viele Massenlager für den Geldadel notwendig machen würde.

In der Tat müssen die Herrschenden der USA in naher Zukunft mit Aufständen rechnen. Die Schulden betragen schon 15 Billionen Dollar, die ausländischen Kreditgeber (China, Hongkong und Russland) ziehen ihre Anleihen ab, die Fed verzeichnete allein in den  „vergangenen sechs Wochen einen Rückgang von 2,750 Billionen“. Immer mehr muss die USA sich selber das Geld leihen, das heißt die Inflation wird immer schneller angetrieben und steht jetzt schon bei 15%. Die Occupy-Bewegung wird genauso, wie sie gegen die Bankenbailouts protestierte, auch gegen die kalte Enteignung der kleinen Sparkonten vehement protestieren und sie wird immer mehr Unterstützung seitens der Arbeiterklasse erfahren und das Kapital in Bedrängnis bringen.
Das amerikanische Kapital aber hat sich für den Fall zwei Gegenschläge ausgedacht. Erst mal zur Ablenkung einen massiven Krieg, den sie sowieso führen muss, um das Weltmonopol von oben errichten zu können. Zweitens für die, die sich immer noch nicht ablenken lassen, die Verfrachtung in ein Internierungslager.

Das könnte schon Ende 2012 passieren, denn die Schulden machen Obamas Haushaltspolitik immer schwieriger und die Inflation ist schon bei 15%, wird also wahrscheinlich in 2013 die Hyperinflationsgrenze von 50% überschreiten. Die Kriegsdrohung gegen den Iran ist schon sehr weit vorangeschritten: Obama schickt direkte Warnung an Chamenei.
Also die USA möchten gerne vom Iran angegriffen werden, wie 1870 der preußischen Ministerpräsident Otto von Bismarck. Dieser wollte die Vereinigung Deutschlands  und brauchte dafür einen Krieg. Er nutze den Streit der Hohenzollern mit Frankreich über die Thronfolge Spaniens und provozierte mit der Emser Depesche den Deutsch-Französischen Krieg von 1870.
Nun, 2012 wollen die Amerikaner eine Monopol-Weltvereinigung der ganzen Welt unter ihrer Führung und provozieren mit ihrem Flugzeugträger die Iraner, die die Amerikaner auffordern, ihren „Flugzeugträger USS John C. Stennis nicht in den Persischen Golf zurückkehren zu lassen“. Gleichzeitig können sie dann mit dem Krieg sehr schön von ihrem wirtschaftlichen Problem ablenken, da brauchen das Marine Corps nur einige Kinder, Mütter und Väter zu massakrieren.

Der Krieg ernährt sich selber, der ist also auch noch gratis für die verschuldeten Staaten. Im Irakkrieg z.B. stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2% und schaffte viele Killerarbeitsplätze. Nebenher besorgt man sich noch das Öl, das man für das militärische Equipment benötigt. „Amerikas Verteidigungsindustrie ist deshalb schon in Alarmbereitschaft  eine Million Stellen in der Gesamtwirtschaft seien gefährdet, wenn der Krieg nicht durchgeführt wird.

Deshalb hat die USA weitere Flugzeugträger in den Golf verlegt. Marc Faber der Herausgeber des vielgelesenen „Gloom, Boom and Doom Report“, meint: "Der Dritte Weltkrieg wird in den nächsten fünf Jahren auftreten", aber es sieht so aus, dass das schon schneller passieren wird, denn in fünf Jahren haben die Chinesen die Amerikaner schon längst eingeholt.
Wie Russland und China bei einem Angriff gegen den Iran reagieren werden, weiß Washington nicht. Russland und China drohen aber offen mit drittem Weltkrieg. Die USA wird sich daher beeilen müssen, denken Amerikas Mächtige, denn China wird zunehmend stärker.

Wer dann gegen den Krieg protestiert kann auch gleich wegen Terrorismus mit der occpy-Bewegung im Massen-Evakuierungszug ins Internierungslager verschleppt werden. Auch gleich alle Iraner und Chinesen gleich mit, wie die Japaner im 2. Weltkrieg, das sind schon 10 Millionen, allein in Los Angeles 1 Millionen Iraner. Damit der Widerstand schon im Ansatz erstickt wird, werden die oppositionellen Internetseiten wegen Terrorismus mit der Sopa und Pipa Gesetzgebung abgestellt. Wenn Du z.B. „Fema-Camps“ bei Google eingibst, sind auf jeder Seite viele Links entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter shillingEffects.org. 1984 lässt grüßen.

Um sich von der Krisen- und Kriegspoltik des ausgehenden Imperiums ein Überblick zu verschaffen, dem sei das Studium der amerikanischen Notstandsgesetze empfohlen. Es bedarf dazu wte bei der Evakuierung im Kriegs-, Aufstands- oder Katastrophenfall nur der Unterschrift des Präsidenten:

Exekutive Anordnungen vereinigt mit der FEMA

Hier sind nur ein paar Exekutive Anordnungen die mit der FEMA verbunden sind, welche die Verfassung und die Bill of Rights außer Kraft setzten würden. Diese Exekutiven Anordnungen („Executive Orders“) sind seit fast 30 Jahren in den Akten und können durch die Unterschrift des Präsidenten erlassen werden:

EXECUTIVE ORDER 10990 ermöglicht der Regierung die Kontrolle über alle Highways, Schnellstraßen, Häfen und Verkehrsträgern.
EXECUTIVE ORDER 10995 erlaubt der Regierung, alle Medien zu beschlagnahmen und mit ihrer Hilfe zum Volk zu kommunizieren.
EXECUTIVE ORDER 10997 ermöglicht es der Regierung Strom, Gas, Erdöl, Brennstoffe und Mineralien zu beschlagnahmen. Damit sind alle Kraftwerke staatlich kontrolliert.
EXECUTIVE ORDER 10998 erlaubt der Regierung alle Lebensmittelvorräte zu beschlagnahmen und alle Betriebe zu schließen.
EXECUTIVE ORDER 11000 Zwangsarbeit.
EXECUTIVE ORDER 11001 Alle Gesundheits- und Heilungszentren, sowie Bildungs- und Sozialsysteme können ausgeschaltet werden.
EXECUTIVE ORDER 11002 Hiermit kann eine Volkszählung verhängt werden und die Zwangsregistrierung bestimmter persönlicher Daten.
EXECUTIVE ORDER 11003 Alle Flughäfen und Flugzeuge können beschlagnahmt werden (inkl. kleinen Privatfliegern)
EXECUTIVE ORDER 11004 Hiermit dürfen Häuser beschlagnahmt und abgerissen werden. Außerdem dürfen neue Wohnungen mit Hilfe von öffentlichen Mitteln gebaut werden .
EXECUTIVE ORDER 11005 Lagerplätze, Eisenbahnen und Binnenwasserstraßen werden beschlagnahmt.
EXECUTIVE ORDER 11051 verweist auf die Zuständigkeit des Amtes für Notfallplanung und räumt ihnen ein, alle Exekutiven Anordnungen in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen und bei wirtschaftlichen oder finanziellen Krisen in Kraft zu setzen .
EXECUTIVE ORDER 11310 bewilligt der Justizbehörde die Vollmacht, um den Plänen, Exekutiv-Befehle anzuordnen, Geltung  zu verschaffen, um industrielle Unterstützung zu schaffen, juristische und legislative Zusammenarbeit einzuführen, alle Ausländer zu kontrollieren, in Straf und Berechtigunginstitutionen zu agieren und den Präsidenten zu beraten und zu unterstützen.
EXECUTIVE ORDER 11049 ordnet die Notfallvorsorge Abläufe an Bundesministerien und -behörden an, die Konsolidierung 21 rechtswirksamer Exekutiv Anordnungen, veröffentlicht über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren. Endrtimes.blogspo.com
EXECUTIVE ORDER 11921 erlaubt der Federal Emergency Preparedness Agency (FEMA) Pläne zu entwerfen, um die Kontrolle von Produktions- und Distributionsabläufe, von Energieerzeugern, Löhne, Gehälter, den Kredit- und den Geldfluss in den US-Finanzinstituten in jeder unbestimmten nationalen Notlage einzuführen. Desweiteren bestimmt es, dass wenn ein Ausnahmezustand durch den Präsidenten ausgerufen wird, der Kongress sechs Monate lang die Handlungen nicht überprüfen kann. Dmc.members.sonic.net“

„Die Federal Emergency Management Agency (FEMA) ist die nationale Koordinationsstelle der Vereinigten Staaten für Katastrophenhilfe und ist dem Heimatschutzministerium unterstellt.

Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten das Kriegsrecht ausruft oder den nationalen Notzustand, dann hat FEMA die völlige Kontrolle über die Bürger und Land! Die Menschen haben nach der Ausrufung des Kriegsrechtes allem folge zu leisten und haben keine Rechte mehr!

Wenn die FEMA in Aktion tritt wird folgendes sich ändern!

# 10995 - Beschlagnahme aller Kommunikationsmedien in den USA.
# 10997 - Abschaltung der Elektrizität und Beschlagnahme aller Brennstoffe und Mineralien, öffentlicher und privater Herkunft.
# 10998 - Beschlagnahme aller Lebensmittel und Vorräte, öffentlicher und privater Herkunft, sowie alle Farmen und deren Gerätschaften.
# 10999 - Beschlagnahme aller Transportmöglichkeiten. Dies schließt persönliche Autos, Lastwagen oder andere Fahrzeuge und auch totale Kontrolle über die Autobahnen, Häfen und Wasserwege mit ein.
# 11000 - Einzug der ganzen amerikanischen Bevölkerung in Arbeitsgruppen unter der Bundesaufsichtsbehörde. Hinzu kommt noch, sollte es nötig sein, die Teilung der Familien, gemäß der Pläne der Regierung.
# 11001 - Beschlagnahme aller Gesundheits-, Erziehungs- und Fürsorgemittel, öffentlicher als auch privater Herkunft.
# 11002 - Ermächtigung des Poststellenleiters zur Registrierung aller Männer, Frauen und Kinder in den USA.
# 11003 - Beschlagnahme aller Flughäfen und Flugzeuge.
# 11004 - Beschlagnahme aller Häuser und Finanzvollmachten, um Zwangsumsiedlungen zu errichten. Bestimmte Gebiete, die verlassen sind, weil sie nicht als sicher gelten, dort errichtet man neue Wohngebiete für die Bevölkerung, verlegt Kommunikationen und baut Häuser von Bevölkerungsspenden (Steuergelder).
# 11005 - Inbesitznahme aller Eisenbahnlinien, Inland Wasserwege und Vorratseinrichtungen, öffentlicher oder privater Herkunft.
# 11051 - Sorgt dafür, dass das Büro der Notfallplanung, die totale Genehmigung bekommt, um in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen oder ökonomischer und finanzieller Krisen, die oben aufgeführten Befehle in Kraft zu setzen.
# 11490 - Fasst die Exekutive Anordungen #11001 bis #11005 und #11051 zusammen, in einer einzelnen Exekutiven Anordnung.
# 11921 - Bei einem nationalen Notstand ist die FEMA ermächtigt, Pläne zu entwerfen, um Energie, Preise und Löhne, Kredite und die Geldzufuhr zu US­Banken zu kontrollieren. Dem Kongress ist es nicht erlaubt, erneut darüber zu entscheiden, wenn der Präsident beschließt, aus "erzwungenen Gründen", dass ein nationaler Notstand für die nächsten 6 Monate zu gelten hat.
# 12656 - Der nationale Sicherheitsrat hat das Recht, über die notwendigen Notstandsvollmachten zu entscheiden.

(Zunehmende innere Überwachung, das Trennen der Gemeinden, Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Gruppen und Einzelpersonen in den USA, Kontrolle des Luftraumes, Benutzung der National Garde, um Gesetze und das Abriegeln der Grenzen mit Gewalt durchzusetzen.

Fakt ist es gibt diese Lager und wer will, kann sie sogar besuchen! Diese Lager werden nicht umsont gebaut!
Es wird behauptet die Lager seien dafür da, falls es einmal zu eine Masseneinwanderung kommen sollte würden sie die Illegaleneinwanderer zusammentreiben und in diese Lager bringen!

Nach US Regierungsstatistiken beläuft sich die Zahl der Illegalen Einwanderer auf 1,2 Millionen und es gibt 800 Lager und die Kapazitäten der Lager reichen aus um locker 20.000 Gefangene unterzubringen. Das hieße, insgesamt würden sie 16 Millionen Gefangene festhalten können! Also, es würden doch schon 60 Lager für die 1,2 Millionen reichen, aber wozu sind die anderen? Um den Rest der Lager voll zu bekommen müssten also noch 14,8 Millionen Illegale Einwanderer dazu kommen! Es wurde aber auch schon berichtet das ein Lager imstande ist, 2,2 Millionen Menschen gefangen zu halten!

Ein Geschäftsmann entdeckte auf einer Geschäftsreise zufällig ein Feld mit einer halben Million Plastiksärgen in Madison, Georgia. Der Besitzer des Feldes, den er zufällig traf, erzählte ihm, die CDC ( _ "Center for Desease Control", in etwa Gesundheitsamt) habe sein Grundstück geleast, um darauf die sogenannten Wegwerf-Särge zu lagern. Sein Bruder, der bei der CDC arbeite, habe den Auftrag, während der nächsten drei Jahre über das ganze Land verteilt, Leichenschauhäuser aufzubauen.
Mit Hilfe einer Katastrophe bekommt die FEMA alle erdenklichen Rechte und Menschen werden ihre angeborenen Rechte verlieren. Wer sich weigert. Mit den Interessen der FEMA zu kooperieren kann zwangsinterniert werden, in einem KZ der USA. All diese Voraussetzungen, von Drogenmissbrauch über Unruhen bis hin zu Terror und Umweltkatastrophen existierten schon.“

Nach FEMA CAMPS (German)

Das ist Kapitalismus ohne Marktwirtschaft. Da die Marktwirtschaft mit Angebot und Nachfrage nicht mehr funktioniert, kann nur noch mit festen Absatzgebieten und Preisen die Wirtschaft funktionieren, sprich einem Monopol.
Das Kapital wird alles daran setzen, dann dieses Monopol von oben mit horrenden Profiten und niedrigsten Löhnen mit weltweit gleicher Kaufkraft durchzusetzen. Dazu ist sie schon auf dem besten Wege und das Kapital wird dann jedes Verbrechen zur Durchsetzung ihrer Weltherrschaft durchsetzen.

 Wir Arbeiter wollen zu Abschaffung der Ungleichgewichte auch ein Monopol, aber mit hohen Löhnen wie die Schweizer und basisdemokratisch, gleiche Löhne für gleiche Arbeit, weltweit, nur so  schaffen wir die Ungleichgewichte weg. Dazu geben wir die Lizenzen in allen Arbeiterstaaten frei.

Wir kommen bald in die Situation, wo wir nicht mehr die Alternative haben, ob wir eine Revolution machen, sonst fällt uns die Atombombe in Köln auf den Kopf. Aber die Ägypter und die Griechen haben schon mal mit den Aufständen angefangen und in der Fortführung in Permanenz werden  auch wir mitgerissen.
Sozialismus oder Barbarei!

  1. Lenin: "Der Zusammenbruch der II. Internationale", LW 21, S. 206

Rosa Luxemburg:. Massenstreik, Partei und Gewerkschaft aus Ausgewählte Re­den und Schriften, Berlin 1955, Band 1, S, 201/202

 

Wie ändern sich Ideen - die materialistische Geschichtsauffassung
18.3.21
In der Geschichte ging man im Wesentlichen bis Marx davon aus, dass das Bewusstsein das Sein lenkt, die Idee treibe die Geschichte an. Der größte Denker dieser Schule war Hegel. Das Oberste für ihn war die absolute Idee, in ihr verkörperte sich die idealste Gesellschaftsform, die durch die Epochen hindurch mit dialektischen widersprüchlichen Bewegungen sich letztlich durchsetzten würde.
Die Dialektik wird an dem Beispiel mit dem Apfelbaum entwickelt. Der Samen keimt, wächst zu einem Baum heran  und verfällt auch wieder und hat während seines Lebens wieder Samen produziert. »Alles was besteht, ist wert das es zugrunde geht.« lässt Goethe Mephisto sprechen. Alles, was gut ist, muss sich weiter entwickeln, denn die Welt, welche auf dass „Gute“ einwirkt, entwickelt sich auch weiter. Wenn sich als das ehemals „Gute“ nicht weiter entwickelt, muss es untergehen und ein neues „Gute“ entwickelt sich. Das einzige Bestehende in der Welt ist die Veränderung.
Deshalb betrachten die Marxisten die Welt auch in Prozessen, beim Bürgerlichen ist dagegen alles statisch, schließlich will er „seine“ Millionen über tausend Jahre in der Familie behalten, da sind bis zum Kapitalismus immer die letzten Produktionsverhältnisse die Idealsten und beim Kapitalismus endet dann lt. Francis Fukiyama die Geschichte. Nur, diese Theorie des „Des Endes der Geschichte“ hat er angesichts der desaströsen Katastrophen inzwischen wieder aufgegeben. Jetzt fürchten Sie, Kapitalismus [der Neoliberale NN] und Globalisierung könnten die Demokratie zerstören.“ Stellt der Spiegel im Interview klar.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel sieht den Samen als Negation der Negation. „Der Samen ist die Negation des Baumes, der Baum die des Samens - beide sind die Negation der Negation“ Oder die Quantität ist in eine neue Qualität umgeschlagen. „Die dialektische Betrachtung Hegel (1770-1831), ein Vertreter der Naturphilosophie, löste sich vom starren Idealismus und untersuchte die Dynamik, die hinter den Vorgängen in der Welt steckten. Er entdeckte die dialektische Logik der alten Griechen wieder und entwickelte sie weiter.“ Wegen der Dialektik war Marx am Anfang seines Philosophiestudiums ein Anhänger Hegels. Bei Hegel kumulieren sich  die dialektisch veränderten Wellten aber in der Absoluten Idee, hier schaffte Hegel einen Widerspruch zu seiner eigenen Methode und landete letztlich wieder beim Idealismus.
Schließlich wurde er als Professor vom Preußischen Staat bezahlt und konnte ihm keine Veränderung mehr zumuten, also war hier die Absolute Idee erreicht. Er behandelte seine Methode wie eine göttliche Idee und saß nun fest.
Friedrich Feuerbach stellte die Philosophie wieder auf die Füße des Materialismus, aber nur des mechanischen Materialismus, „das Sein bestimmt das Bewusstsein“, aber ohne Dialektik, er konnte nicht erklären, wie die Veränderungen zustande kommen.
Das schaffte dann Karl Marx mit der Zusammenführung der Dialektik mit dem Materialismus. „Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt, ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt“
(Karl Marx: Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Vorwort, MEW, Bd. 13, S..9)
Friedrich Engels bringt zum Tode von Marx ihre Weltanschauung auf den Punkt: »Wie Darwin das Gesetz der Entwicklung der organischen Natur, so entdeckte Marx das Entwicklungsgesetz der menschlichen Geschichte: die bisher unter ideologischen Überwucherungen verdeckte einfache Tatsache, dass die Menschen vor allen Dingen zuerst essen, trinken, wohnen und sich kleiden müssen, ehe sie Politik, Wissenschaft, Kunst, Religion usw. treiben können, dass also die Produktion der unmittelbaren materiellen Lebensmittel und damit die jeweilige ökonomische Entwicklungsstufe eines Volkes oder eines Zeitabschnitts die Grundlage bildet, aus der sich Staatseinrichtungen, die Rechtsanschauungen, die Kunst und selbst die religiösen Vorstellungen der Menschen entwickelt haben, und aus der sie daher auch erklärt werden müssen - nicht wie bisher geschehen, umgekehrt.«

  • (F. Engels: Das Begräbnis von Karl Marx, MEW, Bd. 19, S. 335, 336)

Im Kampf mit der Natur entwickelt der Mensch seine Technik immer weiter und damit müssen auch die gesellschaftlichen Systeme sich verändern. Aber diese gesellschaftlichen Systeme werden ihm aufgezwungen bis die Produktionsverhältnisse mit der Produktionskraft so in Widerspruch geraten, dass entweder die Menschheit wie die Dinosaurier ausstirbt oder die Produktionsverhältnisse sich weiter entwickeln.
James Watt hat bewusst die Dampfmaschine entwickelt, um die Arbeit zu erleichtern, um die Kraft der Mühlen zu erhöhen und unabhängig von Wind und Wetter zumachen. Ihm war aber nicht bewusst, dass er damit die feudalen Zünfte sprengte und die Voraussetzungen für den Kapitalismus schuf. Niemandem war das klar, ganz bestimmt auch nicht Friedrich den Großen, der mithilfe des abgeworbenen Gesellen von James Watt William Richards die Dampfmaschine erfolgreich nachbauen ließ, denn damit hat er ja seinen eigenes absolutistisches System untergraben.
Nur mit der technischen Entwicklung konnten die Kapitalisten mit dieser Investition lukrative Profite erwirtschaften und Arbeiter einzustellen und auszubeuten. Erst dann war Marx möglich. Vor 2000 Jahren war seine Arbeit gar nicht denkbar, da gab es noch gar keine Industriearbeiter und eine Rekapitalisierung auf höherer Stufenleiter, also dass der Kapitalgeber nach der Produktion einen höheren Betrag wieder zurückbekam.
Die Sklavenhaltergesellschaft war erst möglich mit der Metallurgie und dem Kanal- und Städtebau. Aber sie war auch notwendig. Die gigantischen Aufgaben wurden trotz eines Mehrproduktes seit ca. 50.000 Jahren nur von einem zentralisierten Staat durchgeführt. Die Einzelnen hatten das Mehrprodukt immer wieder verbraucht bis vor 7000 Jahren in Mesopotamien oder dem Industal ein mächtiger Fürst kam oder vor 5000 Jahren in Ägypten der Pharao.
Die Schrift ist nur durch das Misstrauen mit den  Karawanenführern entstanden. Der Lieferant schickte mit der Sendung auch einen Lieferschein in der Form der Tonbulle (Link 12), die mit Männchen und Tierzeichen versiegelt war und daraus sich dann die mesopotamischen Runen entwickelten. Auch die Metallurgie entwickelte sich durch die Waffen, die ein Herrscher zum Fernhandel und für die dann regelmäßigen Kriege benötigte.
Die reine Sklavenhaltergesellschaft, in der es auch eine ganze Klasse von Sklavenaltern gab wie in Griechenland und Rom setzte das Eisen, den Hochseeschiffsbau und den regelmüßigen Krieg voraus. Spartakus aber konnte gar nicht für die Abschaffung der Sklaverei kämpfen, dafür fehlten die Produktionskräfte. Er konnte nur für seine persönliche Freiheit kämpfen und das andere den Sklavenjob machten.
Erst um 1100 nach unserer Zeitrechnung konnten mit der Weiterentwicklung der Wind- und Wassermühlen in Europa, der Vierfelderwirtschaft und des Pferdepfluges die Produktivkräfte vervielfacht werden und das Produktionsverhältnis auf die nächst höhere Stufe gehoben werden. Der Feudalismus mit den leibeigenen Bauern löste die Sklavenhaltergesellschaft ab, aber bis dahin gab es auch in Europa noch Sklaven.
Die Dampfmaschine sprengte nun das Zunftwesen und eröffnete die letzte Klassengesellschaft der Zivilisationen. Im Kapitalismus explodierten die Produktivkräfte durch die Produktion auf höherer Stufenleiter,  also dass der Kapitalist mehr einnahm, als er für den Arbeiter und für die Maschinen vorlegen musste. Das alleine ist nur dadurch möglich, weil der Mensch in der Lage ist, mehr Wertschöpfung zu produzieren, als er für seine eigene Reproduktion benötigt, also für seinen eigenen Konsum.
Inzwischen sind die Produktivkräfte so hoch, dass alle Menschen weltweit im Überfluss leben könnten. Die technische Zusammensetzung liegt schon in der Industrie bei weit über 90% konstantem Kapital zu 10% Lohn. Bei VW beträgt der Lohanteil nur noch 4%, bei Handys ganze 1%. Das könnten wir auch weltweit in 10 Jahren erreichen, wenn die Patente und Lizenzen frei wären.
Die Klassengesellschaften, der Kapitalismus, sie sind nicht mehr notwendig. Im Gegenteil. Der Kapitalismus ist bereits derart zerstörerisch,  dass er mit Kriegen droht, die ganze Menschheit auszurotten. Die Ungleichgewichte drohen jederzeit die Weltwirtschaft zu zerreißen. Die Arbeit des Arbeiters in Europa oder Amerika, der hier für 2-3000 Euro im Monat arbeitet, macht der Arbeiter in China, Vietnam oder Kambodscha das für 100-300 Euro und die ganze Produktion verlagert sich nach Ostasien.
Bei Marx gibt es kein Ideal mehr, keine absolute Idee. Die Gesellschaft entwickelt sich immer weiter. Nur dann ab dem Arbeiterstaat ohne Revolution, weil es keine herrschende Klasse mehr gibt. Dann werden die Veränderungen nur noch nach Vernunft ausdiskutiert.
Die Arbeiter haben das Interesse und die Fähigkeit, alle Kapitalisten und Kleinbürger zu sich herabzuziehen und wenn alle Lohnabhängigen zur Arbeiterklasse gehören, gibt es nur noch Menschen und keine Klassengegensätze mehr. Der Staat als Unterdrückungsinstrument wird dann überflüssig, er stirbt nach Lenin ab. Geld und Parteien wird es nicht mehr geben, die Naturgesellschaften haben das nie gebraucht.
In den USA kommen inzwischen alle Waschmaschinen, Kameras und Fernseher aus Rotchina, sogar die Grabsteine, in den vereinigten Staaten aber selber gibt es nur noch 10% Industrie. In Las Vegas beispielsweise leben schon tausende Arbeitslose in der Kanalisation, manche haben sich da schon häuslich eingerichtet. Sie werden dort von der Polizei in die Unterstadt runtergetrieben, damit die Arbeitslosen nicht die Touristen anschnorren.
In Europa sieht es nicht viel anders aus. Griechenland steht vor der Pleite. Beim Verlassen des Euro-Raums wird das 1 Billion Euro kosten. In Griechenland gehen die Medikamente in .den Krankenhäusern aus. Nach Griechenland kommt Portugal usw. In Italien ist die Industrie um 20% eingebrochen, in Deutschland die Produktion im Dezember um 2,9%. Im Januar 2012 brechen die Aufträge wieder um 2,9% weg. In Frankreich ging die Autoproduktion um 20% zurück. In ganz Südeuropa ist die Hälfte der Jugendlichen ohne Arbeit. Ganz Europa liegt jetzt in der Rezession, sogar die Niederlande.
Italien, Portugal und Spanien haben sich von dem Crash 2009 nicht erholt, Griechenland crasht weiter und Frankreich hat sich nur knapp erholt. Nur Deutschland hat sich auf Kosten der anderen mit seinem Dumpinglohn wieder erholt. Aber seit dem 4. Quartal 2011 geht es wieder abwärts, wohin sollten sie auch exportieren. Ganz Europa ist in der Rezession.
In Japan ist der Export im Januar um 9,3% weiter eingebrochen, in China stehen 64.000.000 Wohnungen leer. Wenn man die Fakten kennt und nicht verdrängt hat, dann weiß man, dass in diesem Jahr noch, wahrscheinlich im Spätsommer, in Europa nach der Griechenlandpleite ein starker Wirtschaftseinbruch kommt, stärker als nach der Lehmann-Pleite. Dem Europa-Crash werden die anderen Industrieländer folgen, Amerika, China, Japan, Kanada, Südkorea usw. Nach dem Lehmann-Crash 2008/9 und dem Euroschuldencrash 2012 wird es dann in zwei drei Jahren einen dritten Crash geben, wahrscheinlich dieses mal ausgehend von China, der die kapitalistische Weltwirtschaft vollkommen in die Agonie zwingen wird.
Wenn dann um 2015 das Todesröcheln wie Mehltau über der Marktwirtschaft liegt, werden die Herrschenden sich nur noch streiten, reden und reden und keine Lösung mehr finden, weil es gar keine Lösung innerhalb der kapitalistischen Marktwirtschaft mehr gibt, da können sich noch so viele Linke, SPD’ler, Grüne oder Piraten eine schöne bunte Welt malen, sie wird mit der Marktwirtschaft grau bleiben. Die Linke wird für die Arbeiter mehr Löhne fordern und vielleicht auch mal durchsetzen, die Kapitalisten und die Arbeitsplätze werden dann in China sein. Nein, genauso könnte man sich auch wünschen, dass die Brathähnchen am Baum wachsen und die Ozeane voller Cola ist.
„Je tiefer die allgemeine Krise, um so häufiger geraten die unterschiedlichen Fraktionen der herrschenden Klasse un­tereinander in Streitigkeiten. Je tiefer die Krise und je größer die allgemeine Feindschaft der Massen des Volkes dem Regi­me gegenüber, desto schärfer sind die Risse und Konflikte, in­nerhalb der herrschenden Klasse.
Tony Cliff „Portugal vor der Entscheidung“, S. 25
Eine Revolution wird immer einfache, je mehr die Herrschenden sich streiten. Zum Schluss langt dann ein gemeinsamer Spaziergang über die Allee wie in Leipzig.
Es muss unbedingt in der Weltwirtschaft wieder eine Balance hergestellt werden, das heißt weltweit gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Dafür müssen wir den Markt, den Privatbesitz am Produktionskapital und die Warenform abschaffen, das geht nur mit der Basisdemokratie von unten, in den Betrieben, die sich aber weltweit z.B. mit dem Lohn oder den Produktionsstandorten abstimmt.
Das hat schon angefangen. In Griechenland gibt das erste Krankenhaus in Selbstverwaltung, sie schreiben:
„Wir besetzen das öffentliche Spital und stellen es unter direkte und absolute Kontrolle. Das Γ.N. von Kilkis wird von nun an selbst verwaltet und die einzige Institution die für administrative Entscheidungen zuständig sein wird, ist die Generalversammlung der Spitalarbeiter/innen.“
Griechisches Spital unter Arbeiter/innen Kontrolle
Ja, das fängt spontan an, ob wir es wollen oder nicht, auch die nationale Vernetzung kann noch spontan laufen, aber mehr nicht, deshalb werden daraus jetzt mehrere Parteiinitiativen entstehen und die, die die objektiven Interessen der Arbeiter am Klarsten ausdrücken wird, wird sich dann durchsetzen
„Die Besetzung des Krankenhauses in Kilkis durch seine Arbeiter/innen begann am Montag, den 20. Februar [2012], um 8.30 örtlicher Zeit. Bei dieser Besetzung geht es nicht nur um uns, die Ärzt/innen und Arbeiter/innen des Kilkiser Krankenhauses. Genau sowenig geht es dabei nur um das griechische Gesundheitssystem, das tatsächlich gerade am Kollabieren ist. Wir befinden uns in diesem Kampf, weil das, was gerade wirklich in Gefahr ist, die Menschenrechte sind. Und diese Bedrohung richtet sich nicht nur gegen eine Nation, oder gegen ein paar Länder, oder ein paar soziale Gruppen sondern gegen die Unter- und Mittelschichten Europas, Asiens, Amerikas, Afrikas, der ganzen Welt. Das heutige Griechenland ist das morgige Bild Portugals, Spaniens, Italiens und dem Rest der Länder weltweit.
Nachricht vom besetzten Krankenhaus in Kilkis
Da brauch ich nicht mehr zu schreiben, morgen geht es weiter in Portugal, ganz klar. Ja und, warum konnte die Linken Revolutionäre denn die Arbeiterkasse denn bisher nicht für die Revolution überzeugen? Weil jetzt erst historisch der Kapitalismus total abgewirtschaftet hat. Bisher entwickelte er noch wenn auch schwache konstruktive Kräfte. Die Arbeiterklasse hat da vielleicht einen besseren Instinkt als die kleinbürgerliche Linke. Engels schrieb dazu:
»Es ist das Schlimmste, was dem Führer einer extremen Partei widerfahren kann, wenn er gezwungen wird, in einer Epoche die Regierung zu übernehmen, wo die Bewegung noch nicht reif ist für die Herrschaft dieser Klasse, die er vertritt, und für die Durchführung der Maßregeln, die die Herrschaft dieser Klasse erfordert ... Er findet sich notwendigerweise in einem unlösbaren Dilemma: was er tun kann, widerspricht seinem ganzen bisherigen Auftreten, seinen Prinzipien und den unmittelbaren Interessen seiner Partei, und was er tun soll, ist nicht durchzuführen. Er ist, mit einem Wort, gezwungen, nicht seine Partei, seine Klasse, sondern die Klasse zu vertreten, für deren Herrschaft die Bewegung gerade reif ist. Er muss im Interesse der Bewegung selbst die Interessen einer ihm fremden Klasse durchführen und seine eigene Klasse mit Phrasen und Versprechungen, mit der Beteuerung abfertigen, dass die Interessen jener fremden Klasse ihre eigenen sind. Wer in diese schiefe Stellung gerät, ist unrettbar verloren.«
(F. Engels: "Der deutsche Bauernkrieg", MEW 7, Berlin 1960, S. 400.)
Das war dann in Russland der Fall. Nach Lenins Tod hatte Stalin dann das Interesse der kleinbürgerlichen Bürokratie vom Staatskapital durchgesetzt, und nicht das der Arbeiter. 1989 haben sie doch ihr Vermögen dem Privatkapital übergeben und nicht den Arbeitern, das zeigt doch die Verwandtschaft  von Staats- und Privatkapital.
Historisch war die Zeit des Kapitalismus bisher noch nicht abgelaufen. Nehmen wir Portugal 1974. Der Faschismus unter Salazar und Caetano betrug nur 2/3 des spanischen Standards unter dem Faschist Franco. Dort habe ich noch 1968 bei einer Reise Frauen beim Waschen am Bach fotografiert, zu einer Zeit, wo in Resteuropa schon alle Haushalte eine Waschmaschine besaßen.
Deshalb gingen damals praktisch wir Linken, ausnahmslos alle, davon aus, dass die iberische Halbinsel im Kapitalismus den Anschluss an die damals noch EWG nicht schaffen wird. Wir mussten uns eines besseren belehren lassen. Heute verdient ein Lokführer in Deutschland durchschnittlich 2.000 Euro und in Spanien 3.250 Euro. Die konstruktiven Kräfte im Kapitalismus waren schon noch erfolgreich, obwohl die destruktiven überwogen, aber sie konnten noch einen großen Teil der Arbeiterklasse an den Kapitalismus binden. Daher kam Rosa Luxemburg schon vor 100 Jahren zu dem Schluss:
"Ohne Zusammenbruch des Kapitalismus ist die Expropriation der Kapitalistenklasse unmöglich“
(Rosa Luxemburg: „Sozialreform oder Revolution“, 2. Teil, 4. Der Zusammenbruch)
Dieser Zusammenbruch vollführt sich jetzt aber in der 2010 Dekade, in diesem Jahrzehnt. In Griechenland sind die Arbeitermassen schon viel offener für revolutionäre Ideen. Nicht nur gibt es das Krankenhaus in Selbstverwaltung, überall gibt es schon Streikräte und jeden Tag Streiks und die Internationale Tendenz für die Basisdemokratie wächst explosionsartig. Und das geht weiter. Die Troika hat schon angekündigt, dass weiter gespart werden muss. Brüssel treibt direkt die Kollegen in die Arme der Revolutionäre. Da ist die Revolution schon vorprogrammiert.
 Auch in Ägypten, hier war die IS auch führend bei dem großen Streik der Steuerbeamten. Mubarak musste ja abtreten, einen Tag nachdem die Arbeiter von Mahalla, vom öffentlichen Dienst in Kairo usw. auf dem Tahir-Platz auftraten. Vor denen hat die Militärjunta einen Riesenbammel, und das wird ja weiter gehen.
Die griechischen Kollegen haben ja schon gesehen, dass es in „Portugal, Spanien, Italien und dem Rest der Länder weltweit.“ weiter gehen wird. So ändern sich die Ideen. Nun ändern sich die äußeren Bedingungen, die Globalisierung mit dem Internet und den Containern schafft Ungleichgewichte in der Welt des Kapitalismus und schon müssen die Arbeiter kämpfen und nur dann im Kampf lernen sie.
Die meisten Menschen aber kennen Marx’ Haltung zur Arbeiterklasse nur über die Stalinisten. Eine "Einführung in den dialektischen und historischen Materialismus" der DDR beschreibt die Arbeiter immer als höhere Wesen. Absoluter Quatsch, die Arbeiter sind genauso Bild-Zeitung wie der Stammtisch:
»Die besten moralischen Werte der Menschheit haben die Volksmassen im Kampf um ihre Befreiung und in der Arbeit hervorgebracht. Tugenden wie Bescheidenheit, Aufrichtigkeit, Wahrheitsliebe, Fleiß, Solidarität u.a. sind in Jahrhunderten von den Werktätigen erworben, in die Moral der Arbeiterklasse aufgenommen und von ihr weiterentwickelt worden.«
Eine Pflegeschülerin sagt zu mir, als ich ihr berichtete, dass  es ab 1.4. kein Harz 4 mehr für Ausländer gäbe: „Gut so, ich kenne nur Arbeitslose, die nicht arbeiten wollen“
Ein Pfleger antwortet mir auf die Mitteilung, dass meine Rente nach Verdi seit 2000 schon um 40% gekürzt wurde: „Gut so, dann wird meine Rente der der jungen Leute angepasst. Ich könne stolz sein, im Kapitalismus zu leben, denn der zahlt mir Pflegegeld.“ Das ist nichts anderes als Stammtisch und keine „besten moralischen Werte“.
Es ist klar, dass viele Leute, die das Arbeiterbild der DDR haben, in Frage stellen, dass die Arbeiter zur Revolution fähig wären. Aber ich sagte zu dem Kollegen, dass er spätestens im nächsten Jahrzehnt auch die Revolution machen wird, er weiß davon aber nochnichts. Die Widersprüche des Kapitalismus zwischen Kapital und Arbeit spitzen sich immer weiter zu, die Staaten verschulden sich immer mehr, auch Deutschland.
Nachdem Deutschland 2010 12% zum BIP öffentliche Schulden aufgenommen hatte und Deutschland damit nach Irland mit 32% der zweitgrößte Schuldenmacher in Europa 2010 war und 2011 das gleiche drohte, hat das Statistische Bundesamt ab 2011 die Veröffentlichung der Schulden für die Bankenrettungen und die Refinanzierungsschulden eingestellt. Sie geben nur die Haushaltschulden von 1% und weisen diese falsch als gesamte öffentlichen Schulden aus. 2012 fallen allein 246 Mrd. Refinanzierungen und wieder ca. 250 Mrd. Bankenrettungen an, gut 500 Mrd. fast 20% vom BIP. Damit sollen im Wesentlichen die anderen Länder arglistig getäuscht werden.
Es muss schon schlecht stehen um Deutschland, dass sie zur offensichtlichen Lüge greifen. Für Europa schwindet die Zuversicht und für die ganze Welt auch. Die Herrschenden streiten sich immer mehr um den richtigen Kurs. Das ist die Zeit, wo die Arbeiter zuschlagen und das Bewusstsein sich explosionsartig verändert. Das hat schon in den Mittelmeerländern angefangen und breitet sich über die ganze Welt aus, in Deutschland auch, aber später. Die Lohnabhängigen hier gehen sehr rational mit der Revolution um. Ist die Zeit noch nicht reif, wird nicht groß rumgehampelt. Ist sie aber reif, so um den dritten Crash um 2015 herum, wird kurzer Prozess gemacht und hier werden auch die Betriebe massenweise in Selbstverwaltung übernommen.
Griechenland ging vor 2.500 Jahren voran bei der bürgerlichen Demokratie. Jetzt geht es voran bei der revolutionären Basisdemokratie.
Lernt griechisch!

 

Die Regierung lügt bei den öffentlichen Schulden!
24.3.12
Das Statistische Bundesamt hat ab 2011 die Veröffentlichung der Schulden für die Bankenrettungen und die Refinanzierungsschulden eingestellt.
2010 hatte Deutschland 304,4 Milliarden Euro Schulden, das waren 12% zum BIP von 2,5 Billionen Euro.
Keine Finanzzeitung hatte aber darüber berichtet, auch nicht das Handelsblatt, obwohl sie den Betrag von 300 Mrd. meldeten, aber sie haben ihn nicht ins Verhältnis zum BIP von 2,5 Billionen Euro gesetzt, sonst hätten sie gemerkt, dass Deutschland nach Irland mit 32% der zweitgrößte Schuldenmacher in Europa 2010 war.
Auch der (halb)staatliche Bund der Steuerzahler meldet sogar nach Aufforderung des Statistischen Bundesamtes nur 6.5 Mrd. weniger: Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler berücksichtigt ab heute auch die öffentlichen Schulden, die aus den neu gegründeten staatlichen „Bad Banks“ resultieren. Der BdSt folgt damit einer Entscheidung des Statistischen Bundesamts“, das entspräche auch der 12%. Das Amt meldet jetzt aber für 2010 nur die Haushaltsschulden von 4,3%, Lügenbolde sind das, bewusste Lügner.
Damit sich das nicht wiederholt hat das Statistische Bundesamt die Meldung mit der Bekanntgabe der 304,4 Milliarden Euro Schulden von ihrer Webseite genommen, aber es gibt ja noch das Handelsblatt (Link 4) mit der Vorabmeldung von 325 Mrd. Schulden, und den Bund der Steuerzahler, mal sehen, wann diese vom Web verschwinden?
Damit 2011 nicht das gleiche drohte, hat das Statistische Bundesamt ab 2011 die Veröffentlichung der Schulden für die Bankenrettungen und die Refinanzierungsschulden ganz eingestellt. Sie geben nur die Haushaltschulden von 1% an und weisen diese falsch als gesamte öffentlichen Schulden aus. obwohl die FAZ meldet dass die Regierung 300 Mrd. Staatsanleihen aufnehmen wollte. (Bund will 302 Milliarden Euro aufnehmen). (Link 6) Die nur 1% Schulden sind eine unverschämte Lüge. Das manager  magazin online meldet 48 Mrd. Bankenrettungen in 2011. Wo tauchen die auf?
Außerdem fielen 2011 52 Mrd. Refinanzierungskosten an. Die Regierung will die Bankenrettungsschulden vor Brüssel, vor den anderen europäischen Staaten und vor der Bevölkerung geheim halten, arglistig Täuschung nennt man das. Nur so können Merkel und die ganzen Hofberichterstatter die anderen Staaten anmachen, mehr bei den kleinen Leuten zu sparen. Frau Dr. Merkel hat ihre Lektion auf der Bilderberg-Konferenz 2005 schon gut gelernt.
Nun, so hat das der Bundestag unverschämt beschlossen, ganz demokratisch arglistig zu täuschen. Aber was ist mit den Refinanzierungskosten, die wurden nicht als geheim beschlossen. Auch nicht die kumulierten Gesamtschulden mit Bankenrettung und Refinanzierung, die muss schließlich die Bevölkerung bezahlen, da wird eine kleine Rate von 83,2% bekannt gegeben. Die US_debt_Clock.org ist aber schon bei 93,0%. Das wären bei 2.570 Mrd. Euro BIP 2.390,1 Mrd. Euro Schulden, das deckt sich auch mit meinen Berechnungen, wahrscheinlich dürfen sie nichts vor Amerika geheim halten. 2012 fallen allein 276,1 Mrd. Refinanzierungen an, das sind allein schon 10% vom BIP; und dann kommt noch die Bankenrettung hinzu, die Regierung hat doch schon die Verlängerung der Bankenrettung beschließen lassen und der HRE drohen weitere 10 Mrd. Verluste. Das Statistische Bundesamt meldet als öffentliche Schulden nur noch die 1% Haushaltsschulden, also nicht mehr die Bankenrettungen und die Refinanzierungen. Sie sind zum bewussten Betrug übergegangen. Die Regierung produziert locker leicht 10% und mehr Schulden für die Banken und die anderen europäischen Staaten dürfen nur 0,5% Schulden machen, sonst droht die Brüsseler Übernahme des Haushalts.
Nicht einmal die Abgeordneten werden über die Bankenrettungen informiert. Dass die öffentlichen Schulden nur die Haushaltsschulden seien, ist eine Lüge und dass die kumulierten Gesamtschulden ohne Bankenrettung und Refinanzierung angegeben wird, ist Betrug.

Auch wir Linken müssen kritischer sein. „Wie Berlin die derzeitige Liquiditätsschwemme nutzen will, um Europa nach deutschem Vorbild umzuformen“ schreibt z.B. Thomas Konicz und glaubt die Sparlügen. Nein. Deutschland ist zum BIP der größte Schuldner in Europa und der größte Statistikfälscher, kein Vorbild, da ist Griechenland nur ein junger Anfänger.

Es muss schon schlecht stehen um Deutschland, Europa und die Welt, dass die Herrschenden so zur offensichtlichen Lüge greifen.
Glaubt Ihnen kein Wort!

 

 

Die fallenden Autoverkäufe in Europa läuten den 2. noch tieferen Crash ein als 2009.

29.3.12
Im Februar sind die Autoanmeldungen auf den tiefsten Stand seit 2000 gefallen, am tiefsten bei SEAT in Spanien, und zwar zweistellig.
Dies zeigt auch schon den Grund auf, warum die Autoverkäufe zurückgehen, nämlich weil überall in Europa von den Staaten bei den Lohnempfängern, den Rentnern und Arbeitslosen auf Deibel komm raus gespart wird und die weniger Geld haben, um zu konsumieren. 9,2% sind die Autoverkäufe in Europa geschrumpft.
Dies deutete sich schon im letzten Jahr an. Es wurden im Dezember 2012 27% der Autos schon nicht mehr verkauft, sondern von den Autofirmen selber als Vorführwagen als Tageszulassung angemeldet. Die Autofirmen ziehen 6mal mehr Zulieferbetriebe und Konsumunternehmungen für die Arbeiterfamilien nach sich. Die Rückgänge der Autoverkäufe werden deshalb vom Autoverband auch als bedrohlich angesehen und von den wichtigen Meinungsmachern ist für das BIP 2012 von vielen eine Vorwarnung erlassen, sogar auch aus dem Hause Merkel. Wenn sie schon warnt, wird es wirklich sehr schwierig, denn sie  wird ihre Wähler nicht unnötig erschrecken. Alle ernstzunehmenden Finanzanalytiker hatten vor einer Rezession 2012 gewarnt, weil eben in ganz Europa gespart wird und die Lohnabhängigen sich immer weniger kaufen können. Sie werden auch von allen andern Produkten weniger kaufen, wie dieses Diagramm auch schon zeigt.
Deutschland wollte mit der Lohndrückerei und dem Dumpinglohn besonders geschäftstüchtig sein. Sie waren von 2000 bis 2009 mit -4,5% absoluter Weltmeister im Reallohndrücken. Damit erhoffte das deutsche Kapital sich, die europäische Konkurrenz abzuhängen und weit hinter sich zu lassen. Haben sie auch geschafft. Italien, Spanien und Portugal haben sich von dem Crash 2009 noch nicht erholt, Frankreich nur ein wenig und Griechenland crasht weiter. Nur, jetzt haben die deutschen Konzerne keine Kunden mehr im europäischen Ausland. Sie haben die europäische Konkurrenz so gründlich abgehängt, dass sie sich damit ihr eigenes Grab gegraben haben.
Mit Amerika läuft sowieso nicht mehr viel und China ist auch nicht mehr so potent wie in den vergangenen Jahren. China wuchs nur deshalb länger um 10%, weil sie mit Staatsprogrammen große menschenleere Städte bauten. Die Käufer, Restaurantbesitzer oder Kleinkapitalisten, hofften damit spekulieren zu können, wenn der Preis steigt. Nur, jetzt ist er schon in der Hälfte aller chinesischen Städte gegenüber Vorjahr gefallen, so dass wir bald mit einer schweren Immobilienkrise wie 2008 in Amerika rechnen können und dort auch bald Schicht ist.
 Seit 2 Monaten geht es auch schon in Deutschland mit der Industrieproduktion abwärts, von 129,5% im November 2011 auf 110,0% im Januar 2012 (2005 = 100%), also in 2 Monaten ist sie um 15% abgestürzt Eurostat (Datenbank nach Themen, Industrie, Konjunktur, monatliche Daten, Umsatz). Seit 3 Monaten liegen wir schon in der Rezession, der Double Dip liegt schon hinter uns.
 Bei der Berücksichtigung dieser Daten kann man auf alle Fälle  nicht von Boom reden. Es ist eher mit  einem größeren Crash als 2009 zu rechnen. Die Herrschenden lügen auf allen Kanälen, bei der Arbeitslosenrate, den Staatsschulden, dem BIP usw. und gaukeln der Bevölkerung nur eine virtuelle prosperierende vor, dabei liegt sie in den letzten Zügen.
Nun gibt es Oberschlaue, die meinen, nach einem Ab gäbe es immer wieder ein Auf, der Kapitalismus hätte noch längst nicht seine Dynamik verloren. Nein, das stimmt einfach nicht, das BIP-Wachstum ist seit den 50er Jahren nur gefallen und steht jetzt mit dem 10jahres-Duchschnitt vor Null (Diagramm vom Statistischen Bundesamt). Die Profitrate steht vor Null und liegt schon weit unter dem Finanzmarktzinssatz. Die Ausweitung des Marktes steht nach China vor Null, nur die Ausweitung der dicken Backen der Kapitalverfechter steht im umgekehrten Verhältnis dazu, auf deutsch zum Mitschreiben, je mehr wir uns dem Ende des Kapitalismus annähern, umso dicker werden die Backen der Kapitalistenfans.
Verdi macht das mit den Warnstreiks wegen der 6,5% Tarifforderung genau richtig, es gab in den letzten 10 Jahren nur Reallohnverluste bei den öffentlich Bediensteten. Aber bitte, Die Gewerkschaftsführer machen das nur, weil sie Mitglieder verlieren. Den Mitgliedern wird ansonsten immer von den Bonzen vereint mit den Bossen und Politkern erzählt, dass s in 10 Jahren wieder aufwärts ginge und sie dann höhere Löhne bekommen würden. Nichts geht mehr aufwärts. Kollegen, glaubt nicht mehr den Müll. Kein Nachgeben mehr in den Tarifverhandlungen.
Solange die Kapitalisten die Betriebe kontrollieren, werden sie immer wieder in Krisenzeiten ihr unterschlagenes Geld dem Wirtschaftskreislauf entziehen. Wir können und müssen die  Sache in die eigene Hand nehmen. Dann wird es auch wieder aufwärts gehen. Vorher nicht.

 

Die Inflation ist in den USA und 25 Staaten schon über 10%
21.5.212
Der Niedergang des Kapitalismus nimmt schon bedrohliche Formen an und dennoch lassen sich die Lohnabhängigen in Deutschland seit 2001 immer wieder zu Reallohnkürzungen tricksen, mit dem Versprechen, dass es bald wieder aufwärts ginge.
So lügen die Herrschenden besonders der USA, von Großbritannien und zunehmend auch in Deutschland bei den Statistiken sich das Blaue vom Himmel herunter. In Deutschland sind es besonders die Arbeitslosenstatistik, die Statatschulden und das Bruttoinlandsprodukt. Entsprechend lügen alle Regierungen bei der Inflation, besonders in US-Amerika.
In den Vereinigten Staaten wurden seit John. F. Kennedy systematisch die Statistiken gefälscht. Viele Präsidenten haben sich von der Administration einen neuen Trick ausdenken lassen, die die Preissteigerungsrate schöngefärbt zeigen.
Nixon entnahm die Nahrungsmittel und den Treibstoff aus dem Warenkorb und kreierte damit die „Kerninflation“, also er entnahm gerade die beiden größten Inflationstreiber.
„1996 hat Bill Clinton die Ergebnisse der Boskin Kommission (siehe auch) umgesetzt, welche uns die Inflation mittels dreier Kuriositäten messen lässt: Substitution, Gewichtung und „Hedonik“… Jedes Mal also wenn der Preis, sagen wir mal von Lachs zu heftig - also überproportional steigt, wird Lachs aus dem Warenkorb entfernt und mit etwas Billigerem ersetzt, z.B. mit Hot Dogs.“ schreibt Chris Martenson, sein Video dort ist sehr empfehlenswert.
Das  letzte war die Substitution. Die Nahrungsmittelpreise sind von 87 nach 88 um 4,1% gestiegen. „Gemäß dem Landwirtschaftsamt jedoch, das nicht so vorgeht, sondern nach wie vor den gleichen mit 30 Gütern bestückten Warenkorb von einem Jahr zum anderen misst, stiegen die Nahrungsmittelpreise im gleichen Zeitraum um 11.3%“ Das ist fast das Dreifache, wir werden nach Strich und Faden belogen, hiermit ist der Statistikbetrug eindeutig bewiesen.
Bei der Gewichtung erhalten die einzelnen Waren, wenn sie überdurchschnittlich gestiegen sind, eine niedrige Gewichtung. Die Hedonik (griechisch Lustprinzip) rechnet die Qualitätsverbesserung wieder raus, obwohl diese doch zur Kultur gehören. Wenn z.B. ein Auto um 20% teuer ist, aber es fährt statt 100  jetzt 130 km/h, also 30% schneller. dann ist die Inflation gleich 120 :130 = 92,4%, also das Auto um 7,6% billiger, obwohl ich doch jetzt 20% mehr bezahlen muss, verstanden?
Diese Methode wird seit 2005 auch in Deutschland unter Schröder durchgeführt, man kann also auch hier von einer höheren Preissteigerungsrate ausgehen als die offiziellen 2,1%. Hinzu kommt noch, dass die Verbraucherinflationsrate gut doppelt so hoch wie die durchschnittliche ist, was letztlich zu einer Preissteigerung von 5% für den Endverbraucher führen kann.
In Amerika hat „zum Glück John Williams von http://www. shadowstats.com im Laufe der Zeit jede Änderung der Berechnungsmethoden peinlich genau verfolgt und ihre Wirkungen in seinen Berechnungen rückgängig gemacht.“  (siehe obige Grafik) So errechnete er für 2010 sogar 13% Inflation statt der offiziellen 5%, also das 2,3fache. John Williams ist Wirtschaftsberater mit einem wirtschaftswissenschaftlichen BA am Dartmouth College, New Hampshire.
2012 beträgt die offizielle Rate 2,5% und die Schattenrate 10%, also jetzt schon das Vierfache.  Für den Arbeitnehmerhauhalt liegt sie dann nochmals weit höher, weil dieser ja auch sehr viel für die preistreibenden Nahrungsmittel und für den Kraftstoff mehr bezahlen muss.
Es bestehen mehrere Gründe, warum das Kapital Interesse daran hat, eine niedrige Inflationsrate auszuweisen.
1. Eine niedrige Inflationsrate führt zu einem hohen BIP. Das nominale BIP wird mit der Inflationsrate preisbereinigt. Je niedriger also die Inflationsrate ist, umso höher ist das BIP und wir bekommen ein höheres Wachstum zum Vorjahr.
2. Die Gewerkschaften sind mit einer niedrigeren Lohnerhöhung zufrieden.
3. Das Harz4 Geld kann niedriger berechnet werden
4. Nicht zuletzt will der Staat seine Staatsanleihen mit niedrigen Zinsen verticken und braucht dafür ein günstiges Anlageklima mit einer niedrigen Inflationsrate usw.
Sobald es keine Möglichkeit eines Neuanfangs nach einer Überproduktionskrise, wie es Marx und Engels im “Manifest der Kommunistischen Partei“ auf Seite 19 beschreiben für das Kapital mit einer inneren und äußeren Marktausweitung mehr gibt und auch keine weiteren Maßnahmen mehr wie die Erhöhung der Ausbeutungsrate, wird das Kapital zum direkten Raub und zu einer Statistikfälschung übergehen. Je aussichtsloser das Kapital vor dem Ende der Marktwirtschaft steht, umso mehr wird sie die Statistik verfälschen, um nur mit dem Statistikbetrug eine heile Welt den Arbeitermassen voruzugaukeln.
Es gibt ein riesiges Interesse der Staaten, die Inflationsraten niedrig zu rechnen  und damit das BIP höher als in Wirklichkeit auszuweisen. Ein guter Beleg für die Statistikfälschung ist die Gegenüberstellung 1988 der Nahrungsmittelpreise des Landwirtschaftsamtes von 11,3% mit denen der Statistikbehörde mit 4,1%. Aktueller kann man 2010 den Betrug nachweisen an die Inflationszahl von 1.1% vom August 2010.  Demgegenüber stehen aber Preissteigerungsraten für Weizen von 74%. Hafer 68%, Schweinefleisch 60% und Baumwolle mit 66%. Eine Preissteigerungszahl von 1,1% da auszuweisen, ist lächerlich, die wollen uns voll verarschen.
Entsprechend sind die Zahlen beim Bruttoinlandsprodukt gefälscht. So wird nicht nur mit der niedrigen Inflationszahl ein höheres  preisbereinigtes BIP erzielt, nein auch die Wachstumsrate wird nach der Produktion gerechnet, nicht nach dem Verkauf. Dann gibt es noch Zurechnungen zum BIP, z.B. wenn man sein eigenes Haus ohne Belastung besitzet, dann rechnet der Staat jenen Betrag, von dem er annimmt, dass man ihn ansonsten als Miete hätte bezahlen müssen, um dort zu wohnen zum BIP hinzu.
Die USA weisen 2012 offiziell 8,1% Arbeitslose aus, dabei hat Williams schon 22% ausgewiesen. In der offiziellen Liste z.B. fehlen die Teilzeitjobber 14%. Du bist in Amerika schon ab einer Stunde in der Woche kein Arbeitsloser mehr. Also vom  revolutionären Standpunkt aus gesehen gehört da schon eine ganz gehörige kriminelle Energie zu so einer Verfälschung.
Es lohnt sich schon, das Interview mit Williams zu lesen, er konnte seine Kunden gar nicht mehr richtig beraten, weil ohne ein reales BIP und einer realen Inflationszahl ein Controller und Betriebsberater keine vernünftigen Pläne oder Entscheidungshilfen mehr herbeiführen kann.
Außer die Inflationszahl in den USA von 10% haben wir noch in 25 Ländern eine Inflation über 10% (offizielle Zahlen): 1. Venezuela 28,2%, 2. Demokratische Republik Kongo 26,2%, 3. Argentinien 22%, 4. Eritrea 20%, 5. Guinea 20% 6. Usbekistan 15% 7. Nigeria 13,7%, 8. Mosambik 13% 9. Pakistan 13,9% 10. Angola 14,5% 11. Afghanistan 13,3% 12. Mongolei 10,2% 13. Jamaika 12,6% 14. São Tomé und Príncipe 14,4% 15. Marshallinseln 12,9% 16. Ägypten 11,1% 17. Jemen 11,2% 18. Turkmenistan  10%. 19. Sudan 20. Iran 10,1% 21. Indien 12%  22. Sierra Leone 16,6% 23. Trinidad und Tobago 10,5% 24. Ghana 10,7% 25. Nepal 10,4%
Na ja, jetzt wissen wir alle, in welcher Preisklasse sich in etwa Amerika aufhält. Bald kommen da neue hinzu, z.B. die Südeuropäer und in eins zwei Jahren auch so
Nun sind in Amerika im Laufe der Zeit immer mehr Waren hedonisch berechnet worden. Wir wissen auch nicht, welche Waren in Deutschland im einzelnen so berechnet werden. Wir wissen nur, dass ab 2005 die hedonische Rechnung auch in Deutschland angewendet wird. Nach Wikipedia führt die Hedonik „je nach Land und Branche zu geschätzt bis zu 30 % höheren Wachstumszahlen.“ Also es hätte in Deutschland 2011 nur wegen der Hedonik statt der 3% Wachstum nur 2,3% gewesen sein, dann kommt noch die Gewichtung  und wahrscheinlich noch mehr. Bei der Hedonik sagt die Bourgeoisie sogar, dass diese Verzerrung rechtens sei: „unter dem Vorsitz von Michael Boskin (ehemaliger Chef-Ökonom der ersten Bush-Administration) zusammen und bescheinigte dem DPI eine Verzerrung von 1,1 Prozentpunkten pro Jahr nach oben.“ Ist schon der Hammer. Der deutsche Staat unternimmt auch eine unrealistische Gewichtung, nicht nach der Kaufhäufigkeit, sondern dass wahrscheinlich möglichst eine niedrige Inflationsrate raus kommt.
Beim Investor-Verlag lesen wir „Tiefe Kluft zwischen amtlicher und gefühlter Inflation“
„Der entscheidende Unterschied zwischen dem offiziellen Verbraucherpreisindex und der gefühlten Teuerungsrate liegt darin, dass dem Fribourger Professor Hans Wolfgang Brachinger zufolge einzelne Waren anders als in der offiziellen Statistik gewichtet werden. Die Uni Fribourg gewichtet dabei die Waren nach der Kaufhäufigkeit. Das bedeutet bspw., dass Grundnahrungsmittel eine höhere Gewichtung erhalten als selten erworbene Elektronikartikel.“
Also bei der Gewichtung erzählt die Regierung uns auch Märchen. Leider finden wir nichts zur Substitution und zur Bewertung. Nur für die USA liegt der von 13% fest. Es bräuchte in jedem Land einen John Williams, mit diesen falschen Zahlen vom Statistischen Bundesamt lässt sich doch auch kein aussagekräftiges Budget und Business Plan erstellen oder eine Betriebs- oder Finanzberatung durchführen, geschweige denn eine Marktanalyse durchführen, egal ob vom Business-Standpunkt oder aus marxistischer Sicht. Die offiziellen Zahlen sind meilenweit von der Realität entfernt, egal ob Du das Bruttosozialprodukt nimmst, die Inflationsrate, die Arbeitslosenzahl, die Staatsschulden oder die Autoproduktion, sogar die sind gefälscht
Sie erzählen uns nur noch Märchen und gaukeln uns eine Scheinwelt vor wie in einem virtuellen Raum, wie in einem Computer-Spiel, der Sieger darf einmal ballern.
Also bleibt es uns nur übrig, die Inflationsrate von der Gelddruckseite aus versuchen zu schätzen. Vorab muss gesagt werden, dass die Geldmenge M3 nicht nur die Münzen und Scheine sind, sondern auch alle Sichteinlagen, Girogeld (Kontoguthaben), Staatsanleihen, Kreditverträge, Währungsreserven, Devisenbestände, Sparkonten, und Geldmarktpapiere. Normal wird 25% der Geldmenge wegen der Umschlaghäufigkeit mehr gedruckt. Wenn also darüber hinaus mehr „Geld“ geschaffen wird als dass Warenmengen hergestellt wurden,  dann ist das meiste „Geld“ trotzdem erst einmal gebunden beispielsweise als Bankeinlage bei der EZB oder als CDS im Bankenwettgeschäft als Gegenversicherung.
Erst, wenn dieses Geschäft platzt, überschwemmt das meiste „Geld“ den realen Markt und löst dann erst die Inflation aus, der meist auch eine Deflation vorausgeht. 2009 wurde der Dollar verdreifacht und prompt stieg der Dollar auf 13%, durchlief dann eine kurze Deflation und  stieg dann wieder auf eine Inflation  von 10%.
Der Euro lief 2011 weniger steil etwa halb so viel wie der Dollar. Bei der Gewichtung und der Hedonik lügen sie, wir wissen aber nicht, wieviel. Deshalb sind wir auf Spekulationen angewiesen. Es ist auch die normale Erfahrung eines jeden besondes beim Einkaufen, der Strom- und Gasrechung und breim Heizöl. Ich würde die Infflationsrate bei dem Steigrungswinkel und der Längre der blauen Kurve 2011 auf 5-6% schätzen. Wir müssen abetr daran denken, dass beim Platzen der nächsten Finanzblase noch einmal ein gehöriger Schub in Amerika und Europa kommen wird.
Ein Rüdiger Rauls schreibt „Deshalb ist Inflation keine ernsthafte Gefahr“ und beruft sich dabei auf einen FED-Mitarbeiter. Oje, gerade auf den Hauptpropagandisten der Bourgeoisie, und das in der linken Zeitung. Die FED druckt doch das meiste Geld, sie ist der Hauptschuldige an der10-13% Inflation in Amerika, da wird sie genügend Propagandisten haben, di die Menschen in den Schlaf säuseln. Ausgerechnet auf einen fällt der Autor rein, schlecht recherchiert, das Internet ist doch voll von kritischen, ausgeschlafenen Geistern, wir leben doch im Zeitalter von Google und Wikpedia.
Blöd nur, das schon so viele da gelesen und jetzt schlafen gegangen sind. Na ja, der nächste Euro Crash wird sie aufwecken.

Nach der Inflationsenteignung des Mr. DAX wieder auf Start?

21.07.12

Die These von Dirk Müller, auch bekannt als Mr. DAX, des Neubeginns der Weltwirtschaft nach der Inflationsenteignung ist zwar bestechend und die realistischste bürgerliche These, nur sie wird an der Kapitalzusammensetzung scheitern.
Er geht davon aus, dass 2012 schon eine Inflation von 9% möglich sein wird, womit er wahrscheinlich auch Recht behalten wird. Deutschland schummelt sich die Inflationsrate mit hedonischen Tricks und falscher Gewichtung schön, weshalb man schon davon ausgehen kann, dass die Inflationsrate diesen Wert erreicht. Alleine die Inflationsrate der Verbraucher hat schon 2008 nach dem Statistikerprofessor Hans Wolfgang Brachinger bei 8,6 Prozent gelegen.
„Im Laufe von Jahrzehnten sammelt sich die Masse des Geldes bei Wenigen an und bei Vielen die Schulden, die alle paar Jahrzehnte die Zinsen nicht mehr aufbringen können. Dann kommt es zu einer „Neutralisierung“ der Schulden und Guthaben über z.B. eine Inflation und alle haben dann das Gleiche, nämlich Null, und das Schneeballsystem beginnt wieder von Neuem.“
(Sinngemäß aus Was, wenn der Finanz-Crash kommt - Schuldgeldsystem bei 15:15) Bisher konnte man davon ausgehen, dass immer nach einer Periode des wirtschaftlichen Niedergangs wieder alles von vorne losging, so nach der 1878-Krise, nach dem 1. und nach dem 2. Weltkrieg. Dass die Wirtschaft sich in Zyklen  entwickelt, wurde in der Wirtschaftstheorie beschrieben. Nach einer Abschwungphase aufgrund der Überproduktion würde die Marktwirtschaft, nachdem die Überkapazitäten durch Insolvenzen wieder abgebaut wurden, sich wieder regenerieren.
Als lange Wellen wurde dieser Wirtschaftszyklus von Nikolai Kondratiev (1892-938) 1926 beschrieben. In Moskau gründete Kondratijew, Ex-Vize Ernährungsminuister bei Kerenski, 1920 das Konjunkturinstitut. Während Lenins NEP-Periode plädierte er für marktwirtschaftliche Strukturen und wollte die Landwirtschaft erst dann kollektivieren, wenn ausreichende Kapitalien für landwirtschaftliche Großmaschinen verfügbar seien. Im Jahre 1926 veröffentlichte er seine Forschungsergebnisse zu den Langen Wellen in der Konjunktur. „Als die eher marktwirtschaftlich orientierte Neue ökonomische Politik (NEP) durch striktes planwirtschaftliches Denken 1928 abgelöst wurde, verlor er mit der Auflösung des Konjunkturinstituts seinen Arbeitsplatz.“ (Wikipedia)
Mit seiner Grundthese, dass der Kapitalismus sich nach einem Zyklus wieder regenerieren würde, geriet er in Widerspruch zur herrschenden Doktrin von Stalin, die von einem bevorstehenden, endgültigen Zusammenbruch des marktwirtschaftlich-kapitalistischen Wirtschaftssystems ausging, der damit die Grundlagen einer „Weltrevolution“ schaffen würde. 1938 wurde er von Stalins Schergen erschossen und 1986 rehabilitiert.
Viele Wirtschaftstheoretiker griffen die Zyklustheorie Kondratievs der langen Wellen auf und entwickelten sie weiter, so auch Trotzki, Mandel, oder auch bürgerliche wie Schumpeter. Es ist also normal in der Ideologie der bürgerlichen Volkswirtschaft als auch in der marxistischen Wirtschaftstheorie, dass man nach einer Krise wieder von einem Aufschwung nach einer Insolvenzenphase ausgeht, insofern bietet Dirk Müllers „Neutralisierungs“these kein ungewöhnliches Modell.
Nur diese Mal ist alles anders und die Voraussetzungen für einen großen, weltweiten Aufschwung sind nicht mehr gegeben.
Erst einmal würden alle Marxisten, aber sicher auch einige bürgerliche Volkswirtschaftler es infrage stellen, dass es überhaupt zu einer „Neutralisierung“ und „Gleichstellung“ kommen wird. Siemens, die Quants, Abs und Thyssen haben doch immer noch den Superreichtum wie vor 100 Jahren, einfach, weil sie rechtzeitig vor jeder Krise ihr Geld in Gold, Silber und andere Rohstoffe und sichere Valuten angelegt und ihr Firmenbesitz von einer Inflation bzw. Währungsreform nicht betroffen war. Den Vermögensunterschied wird es auch nach einer Krise geben, eher geht die Schere weiter auseinander, da der Kleine immer wieder von vorne anfangen muss.
Karl Marx und Friedrich Engels schreiben: „Wodurch überwindet die Bourgeoisie die [Überproduktions]-Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte."
Karl Marx und Friedrich Engels im "Kommunistisches Manifest" (S. 9)
Neue Märkte wären neue Länder, das dörfliche Land und der innere Markt mittels neuer Produkte. Das dörfliche Land ist schon seit 100 Jahren bei uns kapitalisiert, China ist bereits Exportweltmeister und drängt die europäischen Exporte mit seinen billigen Löhnen im Wettbewerb erfolgreich zurück. Bliebe ur noch der innere Markt. Der Konsum ist abhängig von den Arbeitsplätzen im Produktionsmittelbereich. Das Kapital aber wird dort nur nachfragen, wenn weltweit die Konjunkturaussichten bombig wären. Danach sieht es aber momentan überhaupt nicht aus. Ganz im Gegenteil. Es wird in diesem Jahr einen Absturz geben wie 2009 und 2013 gehen die Indizes auch von einem leichten Abschwung von -0,5% aus.
Bliebe noch die Möglichkeit des Kriegskeynesianismus. Das wird auch in Amerika angedacht. 1929 gab es auch Konjunkturprogramme. Aber auch wie heute haben sie nicht viel gebracht, nämlich gar nichts. Das führte zum Faschismus und erst dem sein verlorener Weltkrieg brachte den Aufschwung, weil nun 15% von der deutschen Industrie zerstört waren. Aber richtig ging es erst 1954 aufwärts, nachdem die Nachfrage in Deutschland durch den Koreakrieg nach Konsumgütern aus hier anstieg, da die amerikanische Industrie mit der Rüstung beschäftigt war.
Es ging dann aber sehr schnell zurück und das Wachstum fiel schon 1959 auf unter 5%. China dagegen kann seit 10 Jahren das Wachstum um die 10% halten, aber nur, indem der Staat unendlich viele Wohnungen baut, die keiner bezahlen kann. 64 Millionen Wohnungen stehen inzwischen leer (Eine Geisterstadt als wirtschaftliches Erfolgsmodell Text, Video 9.10.11). Das aber wird zu dem nächsten Crash führen, der die Weltwirtschaft endgültig in die Knie zwingen wird.
Das wissen auch die Herrschenden. Ihre mit vielen Nobelpreisträgern herausragende Denkfabrik, das Forschungsteam der Harvard-Universität im amerikanischen Cambridge in Massachusetts sieht dann auch ab 2015 eine schrumpfende Industrieproduktion, die bis 2100 auf Null fallen wird bei etwa einer Halbierung der Bevölkerung.

 

Neben der Marktverengung zeigt der Höhepunkt der Kapitalzusammensetzung und entsprechend die niedrige Profitrate, die niedriger ist als der Kapitalmarktdurchschnittszins, dass der Kapitalismus mit seinem Konkurrenzwettlauf nicht mehr machbar ist.
Die technische und organische Zusammensetzung des Kapitals hat seinen  Höhepunkt erreicht. In der deutschen Industrie bestand schon 1990 ein Verhältnis von 90% konstantes Kapital c zu 10% Lohn v,  die in die Ware einfließen. Bei VW betrug es sogar nur 4% Lohn zu 96%. Maschinen etc.
Für jedes Prozent, das man die Zusammensetzung des Kapitals (q=c/v) noch erhöhen will,  muss man immer mehr Kapital für c vorschießen. Es wird immer weniger lukrativ. Von der Rationalisierung aber lebt der Kapitalismus. Im Konkurrenzwettlauf muss der Anbieter immer billiger werden als die Konkurrenz. Wenn sich das Rationalisieren nicht mehr lohnt, dann senkt der Kapitalist halt noch den Lohn v, die Mehrwert- bzw. Ausbeutungsrate m/v, fertig.
Das ist das, was momentan in Deutschland gerade passiert. Von 2000 bis 2009 sank der Reallohn um 4,5%.Da wer Deutschland weltweit Spitze. Bis heute entwickelte sich das auch weiter. Bundeskanzlerin Merkel verlangt ja diese harte Lohnkürzung, im Neusprech Reform, von den anderen europäischen Ländern. Aber in Frankreich, Italien und hauptsächlich Spanien mit der höchsten weltweiten Streikrate funktioniert das gar nicht, die Arbeiter würden Monti, Rajoy und Co. was Husten.
Dem gegenüber steht eine Profitrate nahe Null unter dem Finanzmarktzinssatz. Wir brauchen die Formel der Zusammensetzung des Kapitals c/v umkehren, dann haben v/c. Der andere Teil der Arbeitskraft, das, was der Kapitalist von der gesamten Wertschöpfung des Arbeiters einbehält, ist der Mehrwert m. Wenn wir v mit m ersetzen und zu dem vorgeschossenen Kapital für die Maschinen etc. noch die paar Prozente für den vorgeschossenen Lohn dazu rechnen, dann haben wir die Formel der Profitrate m/v+c.
Jetzt kommen ganz Schlaue auf abwegige Gedanken und meinen: Siehst du, die Kapitalisten schießen das Kapital vor und deshalb können sie auch den Mehrwert einbehalten. Falsch, vollkommen falsch. Das vorgeschossene Kapital zahlen die Bankkapitalisten und lassen sich die Zinsen von den Arbeitern über den Kaufpreis zahlen. In dem Kaufpreis werden die Zinsen mit einkalkuliert und auch die Abschreibung für die Maschinen, und der Kaufpreis wird von den Arbeitern erwirtschaftet. Der Arbeiter zahlt schon auch die Maschinen und er trägt das Risiko, wenn er entlassen wird. Also es gibt keine Begründung, warum er nicht über die gesamte Wertschöpfung verfügen soll.
Die Profitraten in der Produktion liegen bei Nahe Null. Natürlich sind die Gewinne immens gestiegen. Aber das Anlagekapital ist noch viel mehr gestiegen. Es hat sich über 200 Jahre angehäuft. Und das akkumulierte Kapital will verzinst sein. Und mit 1 oder 2 % Zinsen kann man z.B. die Mercedes-Aktien nicht auf dem internationalen Markt anbieten.
Also haben die großen Konzerne noch große Aktienpakete aus dem Rohstoff- und dem Finanzbereich, große Haziendas und Teakhölzer. 90% ihrer Gewinne erzielen sie dort, nicht in der Produktion. Der Arbeiter ist die Quelle des Mehrwerts und die Quelle des Mehrwerts ist jetzt auf Hartz IV. Robotter kaufen keine Autos.
Es sind die Grenzen des Marktes, der Höhepunkt bei der Zusammensetzung des Kapitals und der Fall der Profitrate auf nahe Null, die ein Neustart des Mr. DAX nach einer Inflationsenteignung im Kapitalismus unmöglich machen werden. Man müsste schon bei Hammer und Amboss wieder anfangen, alle Maschinen zerstören, alle Bücher verbrennen und alle Ingenieure töten. Nur dann ginge noch ein Neuanfang, Herr DAX.
Nun muss Dirk Müller anerkennen, dass er einer von den wenigen Analysten ist, die überhaupt die Endgültigkeit dieser Crashs sehen bis zur totalen Enteignung. Aber über den Neuanfang nach einer Währungsreform macht er sich Illusionen, auch alle aktuellen „Lange Wellen“ Theoretiker, die wieder von einem Neuanfang im Kapitalismus ausgehen.
Ein Neuanfang nach einem Crash ähnelt mehr einer endlosen Katastrophe in Fortsetzung. Nach einer Inflation und dem Schulden- und Immobilencrash aller Staaten wird die Realität aan die Existenz der Menschen gehen.
2008 hatten wir den amerikanischen Immobiliencrash und die Lehman-Pleite. Im Frühjahr 2009 folgte daraufhin ein weltweiter Zusammenbruch der Wirtschaften um 5%. Der “Point of no Return“ der Produktion wurde dabei weltweit überschritten. Das hieß, dass ab da die Investitionen weltweit schneller fielen als die Löhne und dadurch der Produktionsüberschuss im Produktionsmittelsektor auftrat. Dieser Überschuss kann nicht auf den Konsumsektor übertragen werden und nun erleben wir die Wirtschaftskrisen als einen Dauerzustand.
Seit der Immobilienkrise sind schon über 12 Millionen Familien aus ihren Häusern zwangsgeräumt worden. Nach John Williams von http://www. shadowstats.com beträgt die Arbeitslosigkeit in den vereinigten Staaten 22% und die Inflation 10%. Seither hat die USA weiter Hunderte von Milliarden Dollar ungedeckt für Konjunkturprogramme gedruckt, ohne Erfolg, am 20.6.12 wieder 267 Mrd., das wird die Inflation nur antreiben, so das man schon 2013/4 mit der Schallmauer der Hyperinflationsgrenze von 50% rechnen kann.
2012 nun spitzt sich die Eurokrise zu, die Schulden der Euro-Zone betragen auch schon knapp 100%, wie in Amerika mit seinen 103,9%, Deutschland allein hat schon 95,2%. (Die deutsche Statistik ist ohne Bankenbailout Schulden, daher unbrauchbar)
In Südeuropa beträgt die Jugendarbeitslosigkeit über 50%, und das wird nun auch nicht mehr besser, nur schlechter. Ganz Süddeutschland konnte sich nach dem Crash 2009 um 5% nicht mehr erholen, Griechenland crasht seither weiter (9%), der Lebensstandard ist gleich dem wie in Vietnam. Ganz Europa befindet sich schon in der Rezession. Endzeitstimmung auf dem EU-Gipfel. Inzwischen schaukeln sich die Krisen in Amerika, Europa, Japan, Südkorea und die Schwäche in China gegenseitig hoch.
Spätestens 2015 wird dann die chinesische Immobilienkrise dazukommen. Mehrere Krisen überlappen sich dann ohne Ende gegenseitig und die Wirtschaft rauscht dann unbegrenzt nach unten, wie es oben in der Grafik des Forschungsteams der Harvard-Universität im amerikanischen Cambridge gezeigt wird. Die Schulden der Staaten steigen ins Unerdenkliche, die man nur noch mit Turbo Geld drucken bezahlen kann. Die Hyperinflation ist vorprogrammiert. Wir stehen ja heute schon in Amerika bei 10%.
Konkret baut sich der „Neustart“ dann vergeblich auf. Gegen die Inflation wird lokal Notgeld gedruckt, was nur örtlich gilt, wie 1923. Die Städte werden feste Monopolpreise machen müssen, da ja die „freie“ Marktwirtschaft versagt hat. Sobald ein Konkurrent mit einem niedrigeren Preis den Markt erobern will, auch nur den lokalen Markt, indem er Arbeiter „freisetzt“ und c erhöht,  stürzt die Profitrate wieder gegen Null. Der Mehrwert kann  immer nur der lebendigen Arbeit entnommen werden, und die hat er „freigesetzt“. Der Fall der Profitrate auf Null würde nach jedem “Neustart“ sich immer schneller durchsetzen. Damit die Produktion rentabel bleibt, müssen die Städte auf einem Monopolpreis bestehen.
Die Rendite muss natürlich fett sein, da sie das angehäufte Kapital verzinsen muss. Da bleibt nicht mehr viel Lohn für den Arbeiter übrig. Spätestens dann werden die Arbeiter sich sagen, Planwirtschaft, das können wir selber viel besser und dann haben wir alle auch noch die Kontrolle über die ganze Backstub.
Die Konzerne haben mangels Rendite in der Produktion den Finanzmarkt mit ihren Großbanken aufgebläht, um dort noch die Zinsen für ihr riesiges seit mindestens 200 Jahren angehäuftes Anlagekapital zu erwirtschaften. Dafür haben sie mit den neuen Supercomputern den Hochfrequenzhandel geschaffen, den niemand mehr von den Kapitaljüngern kontrollieren kann und will, keiner mehr von ihnen wird den Stecker rausziehen.
Die Supercomputer schaffen heute den Schachweltmeister eines Bobby Fischers, da werden sie doch auch die Merkel schaffen, oder? Die Programme sind so programmiert, dass sie die genialsten Regeln des freien Marktes lernen können. Also, wenn der Computer die Zinsen der Staatsanleihen über Credit Default Swaps (CDS) (Gegenversicherung ohne Versicherung) oder Derivaten hochwetten, dann machen die ganz wichtigen Europäer ein Hilfspaket für die systemrelevanten Banken, wonach der ESM nun selbst Hilfen an die Banken auszahlen kann, ohne jede politische Kontrolle, nur die EZB hat ein Auge drauf, und die wirft das Geld wie in der Vergangenheit den Banken nach, also Auge zu.
(Nach den Beschlüssen des Brüsseler Gipfels vom 27./28.6.12  werden die Hilfen jetzt direkt an die Banken/Versicherung Institute ausgezahlt werden. Das hatte die Bundesregierung bislang strikt abgelehnt. Spanien und Italien haben sich hier durchgesetzt.)
Das war doch, wie in Deutschland 2010, als 500 Mrd. Bankenhilfen aufgelegt wurden, und ssssst war das Geld bei der Hypo Real Estate und West LB da die faule US-Hypothekenpapiere hatten, verkauft von der Deutschen Bank, 4:40 und ssssst, ist das Geld bei unserer Superbank mit dem seriösen Namen. Da haben die gossen Konzerne ihre Fondsanteile und ssssst, war Dein Steuergeld bei Mercedes oder Siemens. 2010 waren das schon sssst 232.200.000 in einer billionstel Sekunde. Der Jahreshaushalt hat gerade mal 300 Mrd. und da wird aber 1 Woche verhandelt wegen einem (1) Euro bei den HartzIV Empfängern, nix sssst.

Fein, fein, lernt jetzt unser Supercomputer, dann kann er noch mehr gegen die Banken wetten, dann gibt es die ganze Kohle vom ESM an sein Herrchen, die Superbank, 700 Mrd., das ist doch was, aber für den Transaktionen an der Frankfurter Börse, die das 60fache des Bruttoinlandproduktes umsetzt, ist das noch zu wenig. Aber egal, in Griechenland leben zwar schon 2/3 unter der Armutsgrenze, aber eben noch nicht in Resteuropa. Da muss noch mehr gespart werden und der ESM muss noch mehr erhalten, also, sssst, wird weiter gewettet und die Zinsen der Staatsanleihen hochgetrieben.
Und niemand will den Stecker ziehen, wirklich niemand?

Gerade an Spanien und Italien getraut die Kommission sich mit Sozialkürzungen nicht ran, weil beide eine hohe Streikrate haben. Wenn dort so gekürzt wird wie in Griechenland und dann noch in Frankreich, oh, oh, dann kommen immer mehr die Arbeiter wie in Griechenland. Überall, in ganz Südeuropa rumort es ja schon und dann ist sssst, der Stecker raus. Dann kommt der Neuanfang mit einem neuen Wirtschaftswsyte, Herr DAX, Nix sssst.

 

Ob Schneeballsystem oder Multi-Level-Marketing, alles Betrug!
Kapitalismus ohne Wachstum, geht das?

13.08.12

In den vereinigten Staaten, Japan und Europa kam das Wachstum zum Stillstand und ging meist schon in eine Rezession über. In vielen Diskussionsrunden und Medien wird diese Tatsache festgestellt und viele fragen sich Wachstum, brauchen wir das überhaupt? Ich brauch das nicht.

Diese Frage  wird in diesem Jahr wieder interessant, da die Wirtschaft wieder wie 2009 in den Keller sausen wird. Im Juni fiel die Industrieproduktion um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und alles deutet daraufhin, dass das so weiter gehen wird. In der Wirtschaftswoche ist am 4.8. zu lesen:
„Angesichts der sich abzeichnenden Eintrübung der Konjunktur erwarten die Unternehmensberatung Roland Berger und die auf Restrukturierungen spezialisierte Beratung AlixPartners eine Zunahme der Unternehmensinsolvenzen. "Fünf bis zehn Prozent der deutschen Unternehmen stehen auf der Kippe", sagte Max Falckenberg, Partner bei Roland Berger in München, der WirtschaftsWoche.“

Das wäre dann der 2. Crash nach der Subprimemarktkrise mit der Lehman-Pleite, der dieses Mal von der Euroschuldenkrise verursacht wurde. Beides Mal haben die Banken diesen Schlamassel veranstaltet, aber sie werden von  der Mehrheit der Berufspolitiker nicht zur Rechenschaft gezogen werden, da das Kapital diese Schlachtprämien zur Verzinsung des seit 200 Jahren angehäuften horrenden Vermögens benötigt, die Gewinne in der Produktion  bleiben angesichts der fast auf Null gefallenden Profitrate aus. 90% der Konzerngewinne werden daher inzwischen mit Aktienpaketen, genannten Portfolios, im Rohstoff- und Finanzmarkt erwirtschaftet. Die Linke ist die einzige Partei, die auf die Bankenzockerei hinweist, aber sie sehen nicht die Zusammenhänge zum gesamten Kapital und dessen Probleme der Marktgrenze, der Profitrate nahe Null und der maximalen Kapitalzusammensetzung, sonst würden sie sehen, dass es eine Lösung gar nicht mehr gibt. Nun kommen wieder die Auftragsjournalisten wie die Sloterdijkes ins Rampenlicht und beruhigen die Bevölkerung, ach, wir brauchen ja gar kein Wachstum und da die Mehrheit keinerlei Erklärung für das Finanz-Drama haben, glauben sie solchen Mist, sie haben ja selber seit 1980 keinen Aufschwung, seit 2001gar einen Abschwung und retten sich über die Runden.

Aber die kapitalistische Marktwirtschaft wird ohne Aufschwung im Chaos enden wie ein Schneeballsystem. Die Marktwirtschaft mit der Konkurrenz ist abhängig von einem Wachstum. Die Konkurrenten versuchen sich ständig gegenseitig abzudrängen, indem sie rationellere und teurere Maschinen anschaffen und damit den Anteil der Arbeiter zurückdrängen. Diese kann das Untenehmen nur behalten, wenn der Umsatz entsprechend wächst.

Der IWF sieht deshalb ein BIP-Wachstum von 3,3% auch als Stillstand, erst darüber hinaus wird als Aufschwung gesehen und darunter als Niedergang. So gesehen befindet sich Deutschland ab den 70er Jahren schon im Niedergang und in der Tat fing damals schon de Massenarbeitslosigkeit mit über 1 Millionen an. Die Statistik wird heute nur geschönt, indem man die Bedarfsgemeinschaften und die Teilnehmer an Maßnahmen usw. nicht mehr dazu zählt. Nach der alten Zählweise hätten wir heute schon mehr als 6 Millionen Arbeitslose beziehungsweise. 15%.

Über China z.B. sagt der Harvard-Professor Kenneth Rogoff, der Immobilienmark sei mit 60 Millionen leer stehenden Wohnungen vollkommen überhitzt wie ein Ponzi-Schema und vergleicht den ständig weiterbauenden Staat mit dem Film „Speed“ (8:18). Hier muss ein Auto mindestens 50/km fahren, andernfalls geht eine Bombe hoch. Also, in China drohen mit den leer stehenden Wohnungen die Wohnungspreise plötzlich zu fallen und damit sind die Schulden der Käufer nicht mehr gedeckt und es kommt zu einer Zwangsversteigerung. Andererseits muss der Staat immer weiter bauen, damit die Käufer weiter Wohnungen kaufen, um die Deckungssumme zu erhöhen.

Das erinnert uns an den Baulöwen Jürgen Schneider. 1981 „kaufte er einen heruntergekommenen Gründerzeit-Bau in Baden-Baden. Da er nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügte, lieh er sich das Geld von der Bank. Allerdings war ihm schnell bewusst, dass die vorgeschriebene Kredithöhe von 60 Prozent der Kaufsumme und Baukosten nicht für seine Zwecke ausreichen würde. Also versuchte er, durch einfaches Anhebung der angenommenen Miethöhe und der errechneten Mietfläche, mehr Geld von der Bank zu bekommen als das Objekt eigentlich wert war. So errechnete er für die Sanierung und den Kauf der Immobilie zunächst einen Bedarf von 25 Millionen Mark, veränderte die Daten dann so, dass das Projekt auf 42 Millionen Mark geschätzt wurde und bekam anhand seiner korrigierten Planungen schließlich von der Deutschen Bank einen Hypothekenkredit über 28 Millionen ausbezahlt. Zu keiner Zeit war dabei seine Bedarfsrechnung angezweifelt worden. Nachdem der Bau erfolgreich abgeschlossen war, hatte Schneider damit über 2 Millionen Mark übrig und aus den Erfahrungen mit den Finanzinstituten gelernt.“ Und so baute er weiter und schnorrte die Banken an, bis er im Gefängnis landete.

In China nur werden die Wohnungen legal überhöht geschätzt, weil das erst einmal der Wille des Staates und der Banken ist, obwohl sie doch in einer Gegend ohne Arbeitsplätze stehen und auch die Arbeiter sie sich die gar nicht leisten könnten (Geisterstadt). Inzwischen sind in 14 Städten die Wohnungspreise gesunken und damit auch die Deckungssumme.
Egal ob die Immobilien in China oder der Baulöwe Jürgen Schneider, beides spiegelt perfekt ein Schneeballsystem oder Herzkreis wider, und das ist normal  privat verboten.

„Neue Teilnehmer müssen eine Beitrittsgebühr an denjenigen zahlen, der sie für den Herzkreis geworben hat. Diesen Betrag behält der Werber zu einem je nach Modell unterschiedlichen Anteil. Oft erhält auch derjenige, der den Werber geworben hat ("Werber der 2. Stufe") einen zusätzlichen Anteil. Die neuen Teilnehmer beginnen jetzt ihrerseits neue Mitglieder zu werben. Wenn sie eine ausreichende Zahl neuer Teilnehmer geworben haben, amortisiert sich ihr eigener Mitgliedschaftsbeitrag, und sie machen Gewinn. Ein frühes Beispiel in Deutschland war die 1746 gegründete Dukatensozietät.

Der Kollaps erfolgt zwangsläufig, da die Gesamteinlage bzw. die Zahl der Teilnehmer exponentiell wachsen müsste, was in einer Welt begrenzter Ressourcen auf Dauer nicht möglich ist. Muss ein neuer Teilnehmer 2 Mitglieder werben, werden es in der 2. Stufe 4, in der 3. Stufe 8, in der 4. Stufe 16 usw.. In der 10. Stufe sind es bereits über 1000, in der 20. über eine Million.“ (Wikipedia) und weiter

„Schwierigkeiten bereitet oft die Abgrenzung von illegalen Schneeballsystemen zu legalem Strukturvertrieb oder Multi-Level-Marketing. Der Übergang ist fließend und teilweise nicht alleine von der Ausgestaltung der Regeln, sondern auch deren faktischer Umsetzung abhängig. Grundfrage für die Abgrenzung ist: Würde der Kunde das angebotene Produkt erwerben, selbst wenn er keine Provision für die Vermittlung von Neukunden erhielte?“

Der ganze Kapitalismus ist ein Schneeballsystem und abhängig von der ständigen Ausweitung, nur wenn das im Rahmen eines Business bzw. Marketing stattfindet, ist es legal, aber Der Übergang ist fließend. Egal ob windige Derivate an nichts ahnungslose Rentner, Schnaps an Indianer oder Kindern überflüssige Barbie-Puppen aufgeschwätzt werden, handelt es sich vom revolutionären Standpunkt um ein Verbrechen.

Damit auf alle Fälle der Absatz trotz der Rationalisierung ausgeweitet werden kann, wird der Arbeiterklasse alles Mögliche überflüssiges Zeug angedreht. Dazu werden auch in die Waren bewusst zerstörende Elemente eingebaut. Nur damit der Umsatz rollt.

In einer Feuerwache in New York brennt heute noch eine Glühbirne von 1897. Ab 1924 haben die Konzerne im Phoebuskartell http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChbirnenkartell (Generell Electric, Tungsram, Philips, Osram und Elin/AEG)  die Glühbirnen derart produziert, dass sie nach 1.000 Brennstunden kaputt gingen. Das wurde vom Kartell streng kontrolliert. 1942 wurde GE zwar verurteilt, die Verkürzung der Lebenszeit einzustellen, aber bevor das Verbot jetzt endgültig durchgesetzt wurde, haben die Konzerne den Bürokraten in Brüssel den Ersatz der Glühbirne mit der Energiesparlampe ins Gesetzbuch reindiktiert. Jetzt kommt zur Kurzlebigkeit noch das giftige Quecksilber. Was tut man nicht alles für das Bruttoinlandsprodukt. Es muss brummen.

Die Geplante Obsoleszenz gibt es bei allen Waren, bei den Waschmaschinen, Autos, Fernseher, Computer, Elektrosägen, Rasierer usw. Apple hat sogar seine Fans beglückt mit einem Handcomputer, der alle 1-2 Jahre eine Batterie benötigt, die man nicht austauschen kann. Ja Leute, Ex und Hopp ist die Devise der „sozialen Marktwirtschaft“.
Ja Leute kauft, kauft, sonst wirst Du arbeitslos. Den Kapitalismus, dieses vollkommen durchgeknallte System, wird  es nicht mehr lange geben, er liegt in den letzten Zügen.

Die Kollegen in der Griechenland, Spanien, Frankreich, Argentinien, Ägypten, Vietnam, Mexiko, usw. haben mit Betrieben ohne Boss und konsequenter Gewerkschaftsarbeit schon angefangen, sich auf eine neue Welt vorzubereiten mit einer nachhaltigen Produktion. Solidarität mit den Betrieben in Selbstverwaltung. Schließ Dich an. Lies die Linke Zeitung.

Der Neoliberalismus, theoretische Schule und Geschichte, Hörfunkbesprechung

6.10.2012

Der ökonomische Putsch, was hinter den Finanzkrisen steckt - wdr5 –
Das Hörfunk-Feature zeigt sehr gut die Verselbständigung des Finanzmarktes auf. Der wdr schreibt bei seiner Programmankündigung: „Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Wie entstand dieses unumstößlich scheinende System?“

Dabei wird die Geschichte der Theorie und Praxis des Neoliberalismus aufgezeigt, der in Chile mit dem Diktator Pinochet das erste Mal ausprobiert wurde, der mit Hilfe des CIA, dem Rockefeller Konzern ITT und Henry Kissinger 1973 an die Macht geputscht wurde.

Unter Pinochet wurden die Vertreter der „Chicago School“ Wirtschaftsberater, die Schüler des Angebotstheoretikers Milton Friedman in Chicago waren, der sich selbst als klassischen Liberalen betrachtete und besonders die Vorteile eines freien Marktes und die Nachteile staatlicher Eingriffe, also die Minimierung der Rolle des Staates hervorhob. Chile war praktisch ein Versuchslabor für Friedmans neoliberale Politik.
Diese marktliberale Theorie von Friedman hatte ihren Ursprung in Deutschland als Ordoliberalismus. Walter Eucken (1891-1950) hatte den Ordoliberalismus mit der Freiburger Schule mitgegründet. Er war Berater von Ludwig Erhard. Die Umwandlung des Denkens aller Menschen ist bei dem Ordoliberalismus anvisiert. Politik, Gesellschaft und die Individuen sollen marktförmig ausgerichtet werden. Allein Profitgedanken und Konsum sollen das Leben bestimmen. Dabei hatte Ludwig Erhard schon eine ganze Menge geleistet, indem er den Deutschen, die 1948 noch ein Land ohne Krupp und dem Großkapital aufbauen wollten, natürlich mit Hilfe des CIA die Freiheit des Konsums nahe brachte.

Für den Münchner Professor für Wirtschaftsrecht Bernd Schünemann ist das Gebaren der Spekulanten schlichtweg mafiös. Das ganze Bankensystem ist ein organisierte Wirtschaftskriminalität (3. 4:0), wenn jetzt auch Landesbanken ausländische Briefkastengesellschaften gründen.

Der Protest dagegen ist nur bis zur Banktür frei. Der politische Streik dagegen ist nicht frei. Frei ist nur der Konsum, wenn Du das Geld dafür hast.

Interessant ist auch die Erklärung des Wortes sozial in der „Sozialen Marktwirtschaft“, die von Erhard eingeführt wurde. Es meint nicht, wie oft irrtümlich angenommen, eine soziale Wirtschaft im Sinne von altruistisch oder ausgleichend, sondern die Gesellschaft und die Individuen sollen so vom Staat ausgerichtet werden, wie der Markt es im Sinne der Neoliberalen verlangt. (2. 8:26)

Der neoliberale  Versuch ging bei der argentinischen Diktatur 1976 weiter. 1983 wurde nun auch probiert, ob die neoliberale Politik auch in einer Demokratie funktioniert. In der Tat hat das bei drei Präsidenten auch geklappt. 2/3 der Bevölkerung rutschten in die Verarmung. Der Neoliberalismus musste nur als alternativlos dargestellt werden.
Aber beim dritten Präsidenten de la Rua hatten die Arbeitermassen die Schnauze voll gehabt und mit Hunderttausenden sein Präsidentenpalast belagert. 39 Kollegen wurden dabei erschossen, aber all das nutzte den Reichen nichts und de la Rua musste mit einem Hubschrauber fliehen.

In der Folge kamen nach kurzen Intermezzos von einigen Übergangspräsidenten Nestor Kirchner an die Macht, der in der Tat die neoliberale Politik beendete mit der Steigerung der Sozialausgaben zur Bekämpfung der Armut, mit Investition zur Seigerung der Produktivität und mit Wiederverstaatlichung. Nach seinem Tod führte seine Ehefrau Christina Fernandes Kirchner seine soziale Politik als Präsidentin bis heute fort.

Die neoliberale Politik nach dem südamerikanischen Modell wurde aber international weitergeführt in Amerika von Ronald Reagan, in Großbritannien von Maggie Thatcher, 1982 von Helmut Kohl und weiter von ihren sozialdemokratischen Nachfolgern Gerhard Schröder und Tony Blair. Im Laufe der europäischen Bankenkrise wurde das neoliberale Modell dann von allen europäischen Staaten übernommen.

Weiter schreibt der wdr in seiner Ankündigung: „das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch. Juristen sprechen von organisierter Kriminalität und von der Mittäterschaft der Politik.“
Ich denke, das ist ihm auch gut gelungen

Aber nicht einzelne Menschen, sondern das mathematische Ende des Kapitalismus ist der Auslöser des Neoliberalismus.

Die ansonsten sehr gute geschichtliche und theoretische Darstellung des Neoliberalismus bleibt schwach in der Analyse der Ursache. Warum ist der Neoliberalismus 1982 und richtig erst 2001 durchgeführt worden? Edzard Reuter sagt gar, dass der Auslöser „einzelne Menschen“ von Banken oder Hedgefonds wären.

Nein, diese waren auch nur Getriebene und haben letztlich nur den Schwundvorgang des Kapitalismus hier und da beschleunigt, waren dessen Katalysator. Weil die Kapitalanleger durch die Gewinne der Produktion nur noch minimale Renditen einfahren, kompensieren sie diesen Mangel mit den radikalen Lohnkürzungen und den Wettgewinnen der Bankenzocker, letztlich dem Steuerzahler. Nur mit 1% Profit aus der Produktion lassen sich die Mercedes- oder Siemens-Aktien auf dem internationalen Markt nicht verkaufen. Da muss noch kräftig was im Interesse des Finanzadels mit der neoliberalen Politik dazugesteuert werden.

Der Kapitalismus, die Profitproduktion neigt sich mit mathematischer Genauigkeit dem Ende entgegen, was wir an vier Merkmalen festmachen können:

  1. Die Profitrate in der Produktion ist auf 1-2%, auch unter den
    Finanzmarktzinssatz gesunken. Die Entdeckung des tendenziellen Falls der Profitrate’ ist das geniale Werk von Karl Marx.
    ([*Gewinne plus Zinsen] zu vorgeschossenem Kapital für c + v)
    In den Betrieben ist bekannt, dass die Renditen in der Produktion im 19. Jahrhundert wie im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends in China noch 30%  betrugen. Vor dem 2. Weltkrieg fielen sie dann auf um die 18%, wogegen sie heute sich ohne den außerordentlichen Gewinnen des Portfolios um die 1-2% bewegen. Als Siemens 2006 ankündigte, 18% Rendite erwirtschaften zu wollen, hieß in den Fachmedien, dass wäre ja wie vor dem 2. Weltkrieg. Auch  in den Fachmedien ist diese Phänomen bekannt, aber erklären konnte es nur Karl Marx.


Entsprechend ist

  1. die technische und organische Zusammensetzung des Kapitals auf ihren Höhepunkt gestiegen (93% Maschinen, 7% Arbeit). Die Rationalisierung Pro Euro setzt inzwischen soviel Investitionen voraus, dass sich eine Rationalisierung kaum noch lohnt. Die Arbeit ist bis auf ein Minimum vom konstanten Kapital verdrängt. Da die Arbeit aber die Quelle des Mehrwertes ist, ist die Profitrate  wie in Punkt 3 dargestellt, auf 1-2% gefallen.

  1. Das Wachstum des BIP wird nach dem Statistischen Bundesamt auf 0% im Zehnjahresdurchschnitt der 2010 Jahre fallen. So gegen Null verlief die Wachstumsrate in allen Industrieländern, nur in Japan erst seit den 60ern und in China seit 2000 und da der Import der anderen Länder immer schwächer wird, wird diese Kurve dort schneller gegen Null tendieren.


Es wird kaum mehr in Rationalisierungsinvestitionen investiert, da dieses ja durch den bereits hohen Anteil des konstanten Kapitals in den Waren immer aufwendiger wird. Nur im Wesentlichen werden die Ersatzinvestitionen getätigt, und die auch nicht mehr bei schlechter Konjunkturlage wie jetzt beispielsweise. Das Kapital selber trägt zur Steigerung des Bruttoinlandproduktes in diesen Zeiten wenig bei und das BIP wird daher weiter nach unten weisen.

  1. Der internationale Markt ist nach der Kapitalisierung von China verengt. China exportiert heute schon 5mal soviel in die USA und Europa als umgekehrt.


Die mangelnde Profitproduktion in der Produktion wird mit einer extrem hohen Ausbeutungsrate und mit Fondpapieren aus dem Finanzmarkt kompensiert, die mit Hilfe des Neoliberalismus der Regierenden von den Steuerzahlern der Welt profitabel gestaltet werden. Die Fondpapiere machen mit den Aktienpaketen schon 90% des Gewinnes bei den großen Aktiengesellschaften aus.

2012 gerät die Vorzeigeproduktion von Deutschland, Mercedes, durch den zuletzt kapitalisierten Markt China unter Konkurrenzdruck. Es wird nur noch wenige Jahre geben, bis zum endgültigen, totalen Zusammenbruch. Nach der Subprime- bzw. der Lehmankrise in den USA 2008/9 und der europäischen Bankenkrise 2012/13 wird spätestens 2015 die Immobilenkrise in China kommen, was die verbleibende Prosperität des Kapitalismus endgültig beenden wird.

Ab 2015 werden die Bruttosozialprodukte der Welt nur noch massiv nach unten weisen, worauf die Arbeiterklassen der Welt die Tribüne der Weltgeschichte erobern und eine internationale wirkliche marxistische Plangesellschaft von unten aufbauen. (Vorgeschmack: Spanien - Griechenland)

 

Wer ist pervers, die Deutsche Bank, Goldman Sachs oder das ganze System?

9.11.2012

Diese zwei Banken haben sich offene Verbrechen gegen die Bevölkerung geleistet, wofür alle Vorstände, würde der einfache Mensch Recht sprechen, jahrelang in den Knast wandern dürften. Doch er spricht kein Recht, sondern die elitäre Bourgeoisie, in deren Auftrag die Gangster von den Banken die verbrecherischen Diebstähle begehen. Die zwei Banken sind nur die Spitzen eines Eisberges und ihre Diebstähle im Auge der Arbeiter sei hier nur als Exempel dargestellt.

Goldman Sachs

Goldman Sachs, die größte Bank der Welt, arbeitet nur für die Großkonzerne wie Ford oder BP. Sie arbeiten praktisch in dem Auftrag des Großkapitals, wobei für sie selber ein großes Schnäppchen in Form der Mangerausschüttungen (Boni), Zinsen, Fonds- und Bankgewinne überbleiben.

(Goldman Sachs, eine Bank lenkt die Welt – Trailer)
Natürlich wurden ständig die einfachen Leute von Goldman Sachs abgezockt und ihrer Ersparnisse beraubt. Herausgestellt soll nur der Abacus Skandal sein.

Die Banken mit einfachen Kunden haben denen Hypothekenkredite für ihre Häuser verkauft, auch wenn sie wussten, dass die meisten von ihrem zu niedrigen Lohn das gar nicht zurückzahlen konnten. Damit das nicht gleich auffällt, haben sie den Kunden gleich 2 Rückzahlungsbeträge zu dem Hauskaufkredit mit dazu gegeben.

Wenn der Kunde aber nicht mehr zahlen konnte, gingen die bereits bezahlten Raten, die Forderungen für die Restschulden und das Häuschen an die Bank. Clever, gell? Dafür müsste es schon für alle Bankvorstände und Kreditverkäufer einmal lebenslänglich geben. Es leben jetzt 12 Millionen Familien in den Zeltstädten, unter Brücken, auf der Straße oder, wenn sie Glück haben im Auto. Übrigens war bei dieser Gaunerei die Deutsche Bank an führender Stelle mit dabei.

Aber Frau oder Herr Clever waren noch lange nicht zu Ende. Sie verkauften die Forderungen an Goldman Sachs für ein Schnäppchen, da die Forderungen kaum einzutreiben waren. Goldman Sachs packte die ganzen Forderungen mit einem netten Schleifchen in ein Bündel und verkaufte sie als Super Produkt als Derivat an gutgläubige Rentner in den USA, die damit ihre Rente ansparten. Heute haben dort über eine Millionen Rentner ihr Rente verloren, da sie in Amerika Kapital finanziert ist und müssen sich ihr Altersruhegeld mit Zeitungen austragen verdienen. Dafür müsste es für die es für die Goldman Manager auch lebenslänglich geben. Statt dessen gibt es fette Bonis.

Und dafür haben sich die Manager noch eine Abzocke ausgedacht. Weil sie selber zu keiner Zeit nicht an die Auszahlung der Forderungen glaubten, haben sie gegen ihre eigenen Kunden mit Credit Default Swaps gewettet, das heißt, sie haben sich den Abacus-Deal für einen Ausfall gegenversichern lassen, und dieser Ausfall trat natürlich ein und die Goldmänner kassierten wieder fett ab,, die Rentner verloren alles.

3mal lebenslänglich.

Aber nein, für die Witwen und Waisen wird kein bürgerliches Recht gesprochen. Die dürfen vom Geldadel beklaut werden. Wehe aber, es wird ein  anderer Geldadliger beklaut. Dann kann das bürgerliche Gesetz plötzlich zugreifen. So geschehen jetzt bei Goldman Sachs. Rajat Gupta (Link 2) geht wegen Insiderhandels für 2 Jahre in den Knast, wegen des Abacus Skandals musste keiner in den Knast.

Goldman Sachs wurde zwar angeklagt, aber das Verfahren wurde eingestellt für eine Bezahlung von 400 Millionen Dollar der Form halber bei 13 Milliarden Gewinn, das sind 3%, Peanuts. Ein Bonbon für die Wohlfahrt, der Batzen bleibt beim Geldadel. Lediglich Fabrice Tourre wurde als Bauernopfer angeboten und muss sich 2010 einer Anhörung des US-Senats stellen. Der fabelhafte Fab, wie er sich selber nennt, war den Politikern gegenüber total überheblich als wollt er sagen: „Ihr habt keine Ahnung von nichts, lasst mich das machen“ Schließlich akzeptiert der Neoliberalismus von seiner ordoliberalistischen Theorie her neben der Freiheit des Marktes auch keine andere Freiheit.

Also  es gibt nur die Freiheit für Goldman, die einfachen Leute zu überlisten, aber nicht die Freiheit der kleinen Rentner für die Sicherheit ihres mühsam angesparten Geldes. Dass die unteren Politiker keine Ahnung, haben, mag der fabelhafte Fabschon Recht haben, denn sie glauben, dass die Politik entscheidet und sie für die Wähler da sind. Nur die TOP-Politiker wissen, dass die Wirtschaft, also der Markt letztlich im Kapitalismus entscheidet und der Wähler vom Geldadel nur abgezockt wird und die Politik ihm aber eine Scheindemokratie vorgaukeln muss.

Obwohl die Politiker die ganzen Sauereien mitbekommen haben, sitzt doch von den Bankstern keiner im Knast, da ist doch die Politik pervers, die das zulässt, ja sogar mitmacht.

Henry Paulson, der Vorgänger von Lloyd Blankfein, war Direktor bei Goldman Sachs, bevor er bei Präsident Bush  jr. Finanzminister wurde. Nun gehört zum Geschäftsprinzip von Goldman Sachs, dass sie nicht nur die Märkte der Konkurrenten  erobern wollen, sondern die anderen müssen auch verlieren.

Getreu dieser Devise ließ Henry Henry Paulson als Finanzminister den ehemaligen Konkurrenten des Investment Banking Lehman Brothers pleite gehen und rettete diese Bank seltsamerweise nicht, obwohl doch alle davon ausgingen, dass das einen globalen Crash nach sich ziehen wird.

Nicht nur Paulson kam von den Goldmännern, auch z.B. Mario Monti oder Mario Draghi. Die Goldman Conection deckt sich oft mit der Bilderberg Conection

„Wer eine echte Verschwörung kennen lernen will, sollte sich Goldman-Sachs ansehen.“ lautet das Urteil im US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. (Capital print-Ausgabe, 15/2006, „Bye, bye, Amerika“)

Allein in wie viel Vorständen oder Aufsichträten Goldman seine Vertreter in allen wichtigen Industrieländern hat, zeigt dieses Beispiel aus Deutschland.
(Auch aus Capital print-Ausgabe, 15/2006)



z.B Banken

Deutsche Bank, Thyssen von Heydebreck, Vorstand
Commerzbank, Martin Blessing, Vorstand
Hypo Real Estate und Deutsche Börse, Kurt Viermetz, Aufsichtsratchef
Dresdner Bank, Stefan Jentzsch, Vorstand
DePfa Bank, Matthias Mosler, Vorstand

Autoindustrie

BMW, Helmut Panke, Vorstandsvorsitzender
VW,     Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender,
            Wolfgang Bernhard, Vorstand
Audi    Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender,

und so geht es weiter mit RWE, Allianz, Deutsche Post, Henkel, Bayer, Hannover Rück, KarstadtQuelle, Rheinmetall, Heraeus Holding, Bertelsmann, T-Online usw.

Wir sehen, Goldman Sachs, die Politik und die Wirtschaft sind gehörig miteinander verknüpft, die Gaunereien der Banken werden im Sinne aller getätigt und am Ende teilen sie die vom einfachen Mensch der Arbeiterklasse geraubte Beute unter sich auf, wobei die Politik nur den Anteil des Eckenstehers bekommt.
Die Produktion kann mit ihren niedrigen Renditen kaum mehr seit Mitte 90 zur Beute beitragen. Daher hält sie seither auch immer mehr Finanzmarktpapiere und schöpft daraus zu 90% ihre Gewinne. Mercedes wird auch z.B. deshalb Bank mit angeschlossener Autowerkstatt genannt. Und in ihrem Potfolio haben die großen Konzerne auch Fondspapiere von Goldman Sachs. Je mehr also Goldman und Co. die Oma abzockt, umso höher fallen bei Mercedes oder Siemens die Gewinne aus und die Börsenkurse steigen.

2. Deutsche Bank

Die Deutsche Bank wird von Finanzexperten eine der gefährlichsten Banken weltweit genannt (Link 4). Sie gehört also zu den obersten Banksterorganisationen. Sie spielte in der amerikanischen Subprimemarktkrise die Hauptrolle, allein 10% aller Zwangsräumungen führte sie durch. Man muss wissen, sie ist eine amerikanische Bank, sie ist dort gelistet und wird nur an der New Yorker Börse gehandelt, nicht an der Frankfurter Börse. 

(Deutsche Bank 1/3 Die krummen Investmentgeschäfte Link 5)

Das Video ist sehr zu empfehlen, da dort auch mehrere Gangstereien gezeigt werden.
Der Deutsch Bank National Trust arbeitete sogar mit direktem Betrug bei Zwangsvollstreckungen. Sie fälschte die Dokumente, bzw. die Personen, die bei einer Zwangsvollstreckung gegenzeichnen müssen. Einfache Angestellte hat sie als Vize-Präsidenten von Baken ausgegeben lassen, die sie als Eigentümer der Hypothek auswiesen und mit diesen betrügerischren Dokumenten Zwangsvollstreckungen bei Hausbesitzern durchgeführt, die ihr Haus schon fast oder ganz bezahlt hatten. Die Schutzgemeinschaft der Hausbesitzer nennt die Deutsche Bank auch „König der Zwangsvollstreckungen“.

Die größte Betrug waren aber die Zinswetten, die die Deutsche Bank mit 200 deutschen Städten wie Hagen, Pforzheim oder Wuppertal abgeschlossen hatte und diese zu 75% verlieren mussten. Zugegen, da haben Gangster andere Gangsteer  beschissen, aber zahlen muss das letztlich der Steuerzahler. Die Deutsche Bank hat die Zinswetten mathematisch so angelegt, dass die Kommunen nur zu einer Wahrscheinlichkeit von ca. 1 zu 99 gewinnen konnte und die Bank eben umgekehrt 99 zu 1. Diese Wettformel konnten Stadtkämmerer nicht durchschauen und deshalb war das nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch und dem HGB nicht strafbar.

Es gab wieder nur einen Vergleich und die Städte bzw. der Steuerzahler zahlen dafür noch jahrzehntelang. Erst hat die Deutsche Bank die Kommunen abgezockt und dann gibt sie Ihnen keine Kredite mehr. Link 6

Das Verhalten der Stadtkämmerer war auch zu verurteilen. Wie kann man nur mit Steuergeldern eine Wette eingehen, auch wenn sie Fünfzig zu Fünfzig steht, geht das nicht. Früher durfte das Geld nur „mündelsicher“ angelegt werden und nicht so windig.

Hier nur ein Beispiel, wo sie nur eine halbe Million Strafe zahlen soll und sie hatte Tausende reingerissen, auch unbedarfte Rentner, die für ihr Alter sparen wollten. Warum entzieht man diesen Betrügern nicht die Banklizenz?
(Deutsche Bank muss Schadensersatz wegen Zinswetten zahlen Link 7)

Die Beispiele zeigen auch, dass die Politiker mit dringehangen haben in den Gaunergeschäften, dass sie voll bescheid wussten und an den Hütchenspielchen noch mitverdienen wollten.
So, wie Goldman Sachs oder die Deutsche Bank agieren heute alle Großbanken im Auftrag der Großkonzerne. Wir kleinen Leute werden also noch unseres Lohnes beraubt. Der Mehrwert, den wir in der Arbeit für die Bosse erwirtschaften, langt den Herrschenden alleine nicht mehr. Insofern hat sich der klassische Kapitalismus, wie wir ihn von Marx kennen, schon seit 2000 erledigt.

Wir leben in einem System voller Schulden und Betrug, was nur noch auf Märchen aufbaut. Als in der DDR es sich 2008 herum gesprochen hatte, dass das Politbüro kein Geld mehr hatte, langte ein gemeinsamer Spaziergang der Arbeiterklasse in Leipzig, und eine übermächtige Diktatur wurde hinweggefegt. Gut, die Revolution ist auf der Hälfte des Weges stecken geblieben, da in der kurzen Zeit sich noch keine Partei entwickeln konnte, die für die demokratischen Arbeiterräte wären.
Genauso wird es in allen Ländern sein. In dem Moment, wo die Herrschenden zugeben werden, dass ihre Kasse leer ist, werden die Arbeitermassen sie beiseite fegen. Deshalb täuschen alle Staaten mitsamt ihrer Konzerne und Großbanken jetzt vor, dass sie noch liquide sind. Aber Pustekuchen.

Deutschland alleine, welches ja immer noch als das stabilste Land der Euro-Zone gilt, hat schon mit Bankenbailouts 98,6% (Link 8) Schulden ohne Refinanzierungen Link 9, also schon weit 100%. Die Inflation steht schon bei 8-10% Link 10. Die Arbeitslosen betragen schon mit 1,5 Mio. Bedarfsgemeinschaften, 1 Mio. 1Euro-Jobbern und 1,5 Mio. Maßnahmenteilnehmer 7 Millionen. Das Wachstum des Bruttoinlandproduktes dürfte hochgerechnet im Zehnjahresdurchschnitt bei 0% liegen und die  durchschnittliche Profitrate in der Produktion bei 0%.

Die Kasse wird nur noch mit der Eurodruckmaschine und mit den Rettungsschirmen der Steuerzahler gefüllt, aber damit alleine wird schon eine prosperierende virtuelle Welt mit nur gefälschten Zahlen inszeniert. „Gelegentlich bescheißen auch wir“, gab Schäuble einer österreichischen Zeitung gegenüber zu. (Link 11)

Die Großbanken sind bei dem ganzen Spiel nur ein Teil und kriegen die Haue stellvertretend für die Großkonzerne und deren Politiker. Die Kollegen aber in Südeuropa und zunehmend auch in Frankreich, Belgien, (Link 12) Irland und England lassen sich die Bevormundung und diesen Diebstahl dieser elitären, mafiösen Gang nicht mehr protestlos gefallen.
Lernt auch Südeuropäisch.

Goldman Sachs und die Bilderberger

27.11.2012

„Wer eine echte Verschwörung kennen lernen will, sollte sich Goldman-Sachs ansehen.“ lautet das Urteil im US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. (Capital print-Ausgabe, 15/2006, „Bye, bye, Amerika“)

Goldman Sachs ist eine Bank nur für die Großkonzerne, die weltweit Partner in den meisten großen Konzernen im Aufsichtsrat oder im Vorstand sitzen hat.

Auch weltweit so übergreifend spinnen die geheimen Bilderberger Konferenzen ihre Kontakte von Politikern, superreichen Kapitalisten, Generälen, Professoren und Journaille. Beide stehen für den elitären Geldadel, die 99% der Menschheit in Knechtschaft halten wollen. Zu dem Bilderberger Treffen werden informell in jedem Jahr etwa 100 Leute aus Politik und Kapital eingeladen. Die Teilnehmerliste und die behandelnden Themen sind öffentlich, nicht aber die besprochenen Inhalte. Die sind geheim.
Wir wissen aber, dass die Teilnehmer nach der Konferenz einen Karrieresprung gemacht haben. Einige Beispiele

  1. Helmut Schmidt wurde nach seiner Teilnahme 1973 Bundeskanzler von 1974 bis 1982
  2. Helmut Kohl nach seiner Teilnahme 1980 und 1982 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1982 bis 1998
  3. Joschka Fischer nach seiner Teilnahme 2008 Unternehmensberater und Lobbyist für die Energieversorger RWE und OMV (Nabucco-Pipeline).
  4. Angela Merkel wurde nach ihrer Teilnahme 2005 am 22. November 2005 Bundeskanzlerin

2011 nahm Peer Steinbrück und 2012 Jürgen Trittin teil. Die Springer-Presse wirbt für die Agenda 2020 mit massivem Abbau von Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechten. Arbeitgeberpräsident Hundt attackiert Schwarz-Gelb und lobt Steinbrück, weil er meint, dass nur er die Agenda 2020 realisieren wird, wie sein Freund Schröder mit Fischer 2003 die Agenda 2010 durchsetzten. Nun darf jeder 3 Mal raten, wer 2013 die Wahlen gewinnen wird.

Von Goldman Sachs gibt es viele Verbindungen wie Mario Monti, Lukas Papademos, Peter Sutherland oder Robert Zoellick zu der ebenfalls geheimen Organisation „Trilaterale Kommission“ von Politikberatern.

Die Trilaterale Kommission wurde 1973 gegründet von David Rockefeller. Ihr 1. Direktor war Zbigniew Brezinski, der auch Berater von Jimmy Carter war und jetzt von Barack Obama ist. Dieser ist auch mit Henry Kissinger zusammen Cheftheoretiker bei den Bilderberger Konferenzen, die ebenfalls von David Rockefeller zusammen mit Prinz Bernhard 1954 gegründet wurde.
Kissinger und Brezinski haben sich Mitte November 2009 in einem Chateau außerhalb von Brüssel mit Baronin Catherine Ashton und Herman Van Rompuy getroffen und ihr OK gegeben. Seitdem ist sie Außenministerin und er EU-Präsident, da war Deine Wahl überhaupt nicht notwendig, praktisch, ne.

Ursprünglich hatte man sich getroffen, um die Entwicklung in Europa und der USA zusammen zu bringen.
Die Bilderberg Treffen sollen aber auch die Potsdamer Verträge, die EWG und die EU, die Ölkrise 1973, die deutsche Wiedervereinigung, den Euro und den Irak-Krieg angeregt haben.

Henry Kissinger sagt 1993 bei einem Treffen im Haus der Weltkulturen in Berlin, wie viel Einfluss die Bilderberger Geheimniskrämer letztlich haben: "Die vier Botschafter (der Siegermächte des zweiten Weltkrieges) brauchten über das Berlin-Abkommen nicht viel zu verhandeln. Sie brauchten nur den Text zu unterzeichnen, den die Bilderberger ausgearbeitet hatten." Und Deutschlandradio Berlin kommt zu dem Schluss „Eine der exklusivsten Runden, die großen Einfluss auf die Strategien der westlichen Allianz hatte, ist die Bilderberger Konferenz mit prominenten Diplomaten, Ökonomen und Politikern“.

2010 übernahm Henri de Castries[6], Vorstandsvorsitzender (CEO) des französischen Versicherungskonzerns AXA und persönlicher Freund von Nicolas Sarkozy[7], den Vorsitz der Bilderberg-Konferenzen.[8] Über die AXA konzerneigene AllianceBernstein LP Vermögensverwaltung unter anderem besteht darüber hinaus ein enger Kontakt von den Bilderbergern zu Goldman Sachs.[9] Die Verbindungen von der von der Teilnahme an der Bilderberg Konferenz zu Goldman Sachs gibt es noch zuhauf, z.B. Robert Zoellick USA, 2008, 09, 10, 12, Präsident der Weltbank seit 2007 - Jean-Claude Trichet, Frankreich, 2009, Finanzexperte und Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) seit 2003. Angela Merkel, die 2005 an dem Bilderberg-Treffen teilnahm, wird direkt von dem Goldman-Chef Deutschland Alexander Dibelius beraten bzw. empfängt dort die Order, welche nächsten Schritte für das Kapital für sie wichtig sind. Die Politik geht, Goldman Sachs bleibt.
David Rockefeller sagte vor der UN am 14., Sept. 1994.: „Wir stehen kurz vor einer weltweiten Umformung. Alles, was wir benötigen, ist die richtige bedeutsame Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung bejahen."  Die Krise haben wir schon und sie ist auch in wenigen Jahren in der „freien“ Marktwirtschaft unlösbar. Dann wird es die Neue Weltordnung brauchen.

Die Kapitalelite will an der Macht bleiben und benötigt daher ein Weltmonopol von oben mit weltweit gleichen niedrigen Löhnen, um die globalen Ungleichgewichte auszumerzen. Schäuble spricht da z.B. etwas verschlüsselt von einem globalen Governence (16:30), aber was letztlich auf das gleiche hinausläuft.

Nur, wer ist der Chef von dem Ganzen? Das könnte nur über einen Weltkrieg entschieden werden. Nein, weltweit rebelliert die Arbeiterklasse schon und hat langsam genug von den dauernden Kürzungen, die erst bei den chinesischen Löhnen enden würden.

Ein weltweites Monopol wird Stück für Stück gehen. Zuerst haben wir die ungewählten Oberpolitiker wie Mario Monti, Mario Draghi, Baronin Catherine Ashton und Herman Van Rompuy. Dann kommt der Vorschlag von Angela Merkel, dass die EU-Kommission Regierung Europas werden soll. Alles schon passiert. Dann wird keiner mehr  gewählt, die Mittelmeerländer werden auch in die EU aufgenommen, dann Afrika und dann die ganze NATO. Der schon jetzt passive Mensch wird die Veränderung Stück für Stück gar nicht bemerken und zum Schluss kommt der Zusammenschluss von oben mit Asien, oder doch Krieg?

Noch tut das Kapital so, als ob sie genug Geld hätten. Noch macht die Bundesbank scheinbar einen Weckruf, dass dem Finanzsystem der Kollaps droht. Dabei würde der globale Kollaps bei nüchterner Betrachtung noch in diesem Jahrzehnt eintreten.

Weltweit gibt es 170 Billionen Dollar Vermögen. Diese 170 Billionen wollen vernünftig verzinst werden, sagen wir mit 6% oder 10 Billionen. 85 Billionen davon sind Produktionsanlagen. Die Profitrate dort beträgt nur noch gut 1%, sagen wir eine Billion. 9 Billionen muss also der Steuerzahler noch über die „Bankenrettungen“ beitragen. Das deckt sich etwa mit den wirklichen Banken“bailots“.

Aber 2013 geht die gleiche Rechnung doch auf erweiterter Stufenleier weiter. Das weltweite Vermögen von 170 Billionen wird dank Deiner Steuergelder und wenigen betrieblichen Gewinnen um 10 Billionen auf 180 Billionen erhöht und die gleiche Rechnung beginnt von neuem.

So herrscht die Vergangenheit über die Gegenwart, wie Marx sich ausdrückt. Auch. Wenn der eine oder andere Leser über leicht abweichende Basisdaten verfügt und am Ende statt 9 Billionen 8 oder 10 Billionen rauskommen, ändert das nichts an der Logik, dass die Bundesbank falsch liegt mit ihrem Weckruf, dass die Banken auf den richtigen Weg kommen würden, sondern im Gegenteil, sie werden in jedem Jahr mehr und mehr brauchen.

Wenn der Geldmangel der Staaten weltweit von den Arbeitermassen auffällt, und bald, in wenigen Jahren, wird die Sonne die Staatspleiten an den Tag bringen, werden die Arbeitermassen die kapitalistischen Staaten und die Profitlogik hinwegfegen.
Dann wird Goldman Sachs und die Bilderberger nur noch Geschichte sein an die man nur noch mit Entsetzen denken wird. Wir sind Millionen und sie haben nur Millionen, aber nur wir können kämpfen.

Also bis zum nächsten Euro-Streik.

The Masters of Europe (Auch die Bank of  England hat jetzt einen Goldman Chef - Mark Carney)

'

Kapitalismus geht, Betriebe ohne Boss kommen.

15.6.2013

Die Widersprüche des Kapitals haben sich schon weltweit dermaßen gleichzeitig zugespitzt, dass in mindestens 6 Staaten von  den Beschäftigten die Betriebe in Selbstverwaltung übernommen wurden, in Argentinien, Griechenland, Spanien und Mexiko sowie ein Einzelbeispiel in den USA. Marx sah in der selbständigen Organisation der Produktion durch die Arbeiter in Genossenschaften einen ersten Schritt zum Kommunismus. Diese Erscheinungsform, dass gleichzeitig in mehreren Ländern von den Arbeitern Betriebe in Selbstverwaltung erkämpft wurden, gab es auch schon nach 1917.

Als 1917 in Russland die Betriebe von den Arbeiten erobert wurden, inspirierte das auch die Kollegen in anderen Ländern, 1918 in Finnland, 1918/19 in Deutschland, 1919 in Ungarn und 1919/20 Italien. Also, denkt mancher: „Das gab es schon einmal, ging aber ganz schnell wieder vorbei“.

Bei genauerer Untersuchung dieser Bewegung stellen wir aber fest, dass diese am Anfang des Kapitalismus standen und gegen ihren Willen die Aufgaben der Bourgeoisie übernehmen mussten, die diese versäumt hatten, damit der Kapitalismus auch funktionierte.

2013 aber ist der Kapitalismus schon lange überreif und schon lange auf seine objektive Schranke gestoßen. Er hat seine von Marx beschriebene klassische Phase der Produktion von Mehrwert im produktiven Gewerbe bereits seit Mitte der 1990er hinter sich und befindet sich mit seinen Staatsschulden, Rezessionen, der Verengung der Märkte und dem Raub der Lohnanteile über den Finanzsektor, bereits in der Phase der Todeszuckungen des Kapitalismus.

Es bedarf nur noch der revolutionären Faust, die den ersten Dominostein  zum Umfallen bringt und in den Ländern der erwachenden Zivilisation rund ums Mittelmeer warten viele Fäuste, die die letzte Herrschaftsgesellschaft auf den Müllhaufen der Geschichte werfen wollen.

I. Die Frage der Ausreifung des Systems

Es gab innerhalb der revolutionären Arbeiterbewegung zwei Grundcharaktere - oft in der gleichen Partei - um die Frage des Zeitpunktes der Revolution. Die einen wollten am liebsten bei jeder Gelegenheit zuschlagen, die anderen sahen, dass erst nach Vollendung der Reife des Kapitalismus dieser zum Sturz gebracht werden könne.
Die beiden herausragenden Vertreter der letzten Strömung sind Friedrich Engels und Rosa Luxemburg.

1. Friedrich Engels:

»Es ist das Schlimmste, was dem Führer einer extremen Partei widerfahren kann, wenn er gezwungen wird, in einer Epoche die Regierung zu übernehmen, wo die Bewegung noch nicht reif ist für die Herrschaft dieser Klasse, die er vertritt, und für die Durchführung der Maßregeln, die die Herrschaft dieser Klasse erfordert ... Er findet sich notwendigerweise in einem unlösbaren Dilemma: was er tun kann, widerspricht seinem ganzen bisherigen Auftreten, seinen Prinzipien und den unmittelbaren Interessen seiner Partei, und was er tun soll, ist nicht durchzuführen. Er ist, mit einem Wort, gezwungen, nicht seine Partei, seine Klasse, sondern die Klasse zu vertreten, für deren Herrschaft die Bewegung gerade reif ist. Er muss im Interesse der Bewegung selbst die Interessen einer ihm fremden Klasse durchführen und seine eigene Klasse mit Phrasen und Versprechungen, mit der Beteuerung abfertigen, dass die Interessen jener fremden Klasse ihre eigenen sind. Wer in diese schiefe Stellung gerät, ist unrettbar verloren.«

2. Rosa Luxemburg wird noch klarer:

In ihrer Schrift „Sozialreform oder Revolution?“ äußert sie sich ganz unmissverständlich:
„Ohne Zusammenbruch des Kapitalismus ist die Expropriation der Kapitalistenklasse unmöglich“

Rosa Luxemburg, Sozialreform oder Revolution, S. 42

Sie zeigt aber auch in der Antikritik, dass dieser Reifungsgrad schon in der  Schlussphase  des  Kapitalismus, dem Imperialismus, nach der Verengung der Märkte ganz schnell kommen werde:

„Schon die Tendenz zu diesem Endziel  der  kapitalistischen  Entwicklung  äußert  sich  in  Formen,  die  die Schlussphase  des  Kapitalismus  zu  einer  Periode  der  Katastrophen  gestalten.“ Sie sagt also, dass dieser Zusammenbuch schon vor dem rechnerischen Ende als mit Katastrophen kommt. Und dieses rechnerische Ende ist jetzt, wo nach Adam Riese die durchschnittliche Profitrate in der Produktion schon weit unter dem Finanzmarktzins gefallen ist.
Ihr Biograph Paul Fröhlich zitiert aus dem Gedächtnis ihre immer „wiederholte Betonung der Schlussphase“.

»Verschiedene der Kritiker, und besonders Bucharin, glaubten, einen wirksamen Trumpf gegen Rosa Luxemburg auszuspielen, indem sie auf die gewaltigen Möglichkeiten der kapitalistischen Ausbreitung in den nichtkapitalistischen Raum hinwies. Die Schöpferin der Akkumulationstheorie hat diesem Argument bereits die Spitze abgebrochen durch die wiederholte Betonung, der Kapitalismus müsse in Todeszuckungen geraten, längst bevor die ihm immanente Tendenz auf Erweiterung des Marktes auf die objektive Schranke gestoßen sei,«

Marx dagegen spricht bei dem tendenziellen Fall der Profitrate im 3. Band des Kapitals von einem langsamen Einschlummern.
Die Erfahrungen heute am Beginn 3. Jahrtausends und die vergeblichen Bemühungen aller revolutionären Sozialisten in der Vergangenheit zeigen, dass die Einschätzung von Luxemburg richtig war und jetzt nach dem Ende des klassischen Kapitalismus mit der Profitproduktion im Produktionsbereich der Schritt in die Arbeiterstaat und dann, wenn die wesentlichen Länder alle Arbeiterstaaten sind, in die herrschaftslose Zeit gemacht werden kann.

Sicher wird noch der Zwischenschritt über den Übergang mit  der Arbeitergesellschaft notwendig sein, aber auf Grund des weltweiten Gleichklangs der Finanzkrise werden wir diesen Übergang der basisdemokratischen Arbeiterherrschaft zu einem Land ohne Staat, Geld, und Parteien in ein, zwei Generationen überwinden, das, was Marx Kommunismus nennt.
Sind da nicht zu viele Überzeugungen notwendig, mögen die meisten Menschen denken, ist der Mensch mit seinem Geiz und Egoismen nicht ganz anders gestrickt.

II. die Betriebe ohne Boss

Nein, nein, nein. Wir sind bereits in der glücklichen Lage, auf Hunderten von praktischen Beispielen zurückgreifen zu können. Der Marxismus denkt schon historisch materialistisch. Die Widersprüche des Kapitals zwingen die Arbeiter, die Betriebe ohne Boss zu besetzen. Wenn der alle entlassen will und mit dem Geld durchbrennt, dann geben sie acht, dass der Boss nicht die Maschinen abholt und werden dann den Betrieb ohne Boss und basisdemokratisch weiter führen.
Sie müssen also von Anfang an automatisch die 3 Grundprinzipien der Basisdemokratie durchführen:

  1. Der Sprecherräte sind an die Basisbeschlüsse gebunden.
  2. Sie sind jederzeit wieder abwählbar.
  3. Sie bekommen den gleichen Lohn wie ihre Kollegen.

Und genau diese Prinzipien haben die Kollegen schon in hunderten Betrieben ohne Boss (hier im Internet belegt) Also dass ist schon automatisch passiert, die Betriebe sind schon längst über die Anfänge hinaus und sind schon oft legalisiert. Da ist zuerst Argentinien zu nennen.
Argentinien
In Chile unter dem Diktator Pinochet wurde schon 1974 der erste neoliberale Test von den Chicago Boys, den Schülern von Milton Friedman, gestartet. Dies hat dann der Diktator Jorge Rafael Videla ab 1976 in Argentinien fortgeführt. Nachdem der Test für das Kapital unter den Diktaturen erfolgreich verlief, haben sie das dann ab 1983 mit bürgerlichen Demokratien unter Raúl Alfonsín und ab 1989 mit Carlos Menem weitergeführt. Unter den Demokraten verarmte 2/3 der Bevölkerung erst richtig, zogen vom Eigenheim in die Mietwohnung und von der Mietwohnung in die Slums.

Fernando de la Rua war der letzte Präsident ab 1999 der langen Reihe von neoliberalen Diktatoren und Präsidenten. 2001 wollte er alle Bankkonten einfrieren lassen. Die Arbeiter hatten nun genug und protestierten aufgebracht vor dem  Präsidentenpalast, so dass er mit dem Helikopter floh. 27 Demonstranten  wurden dabei brutal von der Polizei umgebracht. Danach folgten einige peronistische Interimspräsidenten. In dieser Zeit flohen viele Kapitalisten aus dem Land und die Arbeiter erkämpften sich 200 selbstverwaltete Betriebe, schon bevor 2003 Néstor Kirchner von der sozialdemokratischen Fraktion der peronistischen Partei Staatspräsident wurde.

Als 2008 die Weltwirtschaftskrise ausbrach, wuchs der Umfang der Betriebe auf 300 an. Sie stellen inzwischen schon ein umfangreiches Wählerpotenzial dar – 2003 schon 15.000 Kollegen -, so dass die bürgerliche Politik gezwungenermaßen auf die Arbeiter der selbstverwalteten Betriebe Rücksicht nehmen muss, das sind inzwischen mit Familien  hunderttausend Wählerstimmen. Diesen frühen  neoliberalen Tests des Kapitals haben wir Arbeiter auch frühe Erfahrungen mit der Selbstverwaltung zu verdanken.

Die selbstverwalteten Betriebe schlossen sich zu dem Bündnis „Betriebe ohne Boss“ zusammen (Der Bericht der Lateinamerikanachrichten ist von August 2008) und die Koordination wurde inzwischen von der Kachelfabrik Zanon mit 470 Kollegen übernommen, heute „Fabrik ohne Boss/ohne Patron“, Fasinpat.

Bei der Besetzung 2001 waren es nur 270  Kollegen. Dass sie selber dann 200 Kollegen eingestellt haben, zeigt, dass sie bereits besser und nachhaltiger produzieren können, als der alte Kapitalist. Die Betriebe ohne Boss produzieren neben Kacheln auch Hundfutter, Schuhe, Kupferrohre, Stahlketten oder betreiben eine Werft, Druckerein oder ein Hotel. „Das Hotel B.A.U.E.N ragt mit seinen 20 Etagen und 140 Zimmern mitten im Zentrum von Buenos Aires an der stark befahrenen Kreuzung Avenida Corrientes/Avenida Callao in den diesigen Himmel“ . Sie halten regelmäßig Betriebsversammlungen ab mit basisdemokratischen Abstimmungen. Die Kollegen hätten das bestimmt nicht gemacht aufgrund, dass sie jemand überredet hätte, aber ihr Betrieb wurde dicht gemacht, da mussten sie ihn praktisch besetzen. „Wir waren eine Vaterfigur gewöhnt, und auf einmal bist du Waise“ '

2012 führten die selbtverwalteten Betriebe schon eine Messe für Produkte genossenschaftlicher Betriebe in Argentinien durch. Die Betriebe müssen sich im Kapitalismus noch gegen die Kapitalisten beweisen und sich selber ausbeuten, wobei sie aber schon geringere Verwaltungskosten und Werbung haben. Ende der 70er Jahre sind  aber dennoch alle Versuche um die Uhrenfabrik LIP in Besancon gescheitert, aber doch nur deshalb, weil allgemein die Wirtschaft noch aufwärts ging. Jetzt dagegen geht alles rückwärts, deshalb sind die Kollegen aus den selbstverwalteten Betrieben besser auf die künftige akute Krise vorbereitet, als die mit einem Kapitalisten, sagen die Kollegen und ihr Anwalt in dem Video. Die Kapitalisten entlassen zuerst die Kollegen, während die Kollegen ohne Boss die Mindereinnahmen auf alle verteilen und die Produktpatte ausweiten bzw. den Export erhöhen können, eine Maßnahme, die z.B. die Baustofffirma VioMe aus Griechenland im Balkan-Raum vorhat.
Der Kampf der Kollegen schaltet den Schalter um und schon merkt man, dass die Arbeiter selber das Fachwissen haben und nicht der Boss. Letztlich merken sie, dass die Selbstverwaltung das Normale ist, mit Boss, das ist nur pervers.

Sie müssen sich „in einer Welt zurechtfinden, wo alle eine Stimme haben und jeder das Gleiche verdient.“ Bis hierher lief alles spontan, auch wenn bei dem einen oder anderen Betrieb eine trotzkistische, internationalistische oder anarchistische Gruppe beratend den Kollegen beiseite standen, im Wesentlichen aber liefen die Kämpfe spontan ab. Auch der  nächste Schritt lief schon wie selbstverständlich automatisch ab, nämlich die nationale und internationale Vernetzung. Wir sind schon mit einem Schritt in der Zukunft, ohne dass es die meisten gemerkt haben. Die internationale Verflechtung zeigt die Ausweitung. Nach der akuten Finanzkrise 2008/9 wuchsen nicht nur die „Betriebe ohne Boss“ in Argentinien von 2 auf 300, sondern sie weiteten sich auch international aus.

Brasilien

In dem  Viome Artikel vom Viome Kollektiv wird darauf hingewiesen, dass “das Beispiel Argentinien sich in Südamerika ausbreitet“. Leider hatten sie kein Link dazugesetzt und ich hatte im Internet nur das Heft vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefunden, es ist eine dankbare Aufgabe für portugiesisch oder spanisch Sprechende. Die Meldungen müssen also mit Vorsicht gelesen werden, auch deshalb, weil der Sprecherrat der Jesus Gonçalves, 44, Chef der Kooperative Unipol, einer Kühlerfabrik im südbrasilianischen Joinville genannt wird.

Chef und gleichberechtigt, das geht doch gar nicht. Entweder das mit dem Chef hat der „Kooperative“ wirklich die „Berater“ aufgeschwatzt, oder, was eher anzunehmen ist, das Ministerium setzt „Sprecher“ mit „Chef“ gleich.

In Brasilien gibt es danach landesweit rund 130 selbstverwaltete Fabriken. Unisol wurde 2000 im Umfeld der Metallarbeitergewerkschaften im Großraum São Paulo gegründet, da sie vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit stammt. Das gleiche gilt für Uruguay und Bolivien??

Mexiko

Von dem Hannoveraner Reifenkonzern Continental in Mexiko aber wissen wir mehr. Im Dezember 2002 verlangt Continental: zur Erhöhung der Produktivität:

  • 12 Stunden pro Tag ohne Überstundenbezahlung arbeiten,
  • keinen freien Tag in der Woche, also keinen Sonntag haben,
  • an der Maschine warten, bis der nächste Kollege kommt. Wenn er nicht kommt, dann müssen wir einfach bleiben und eine doppelte Schicht, ohne Sonderbezahlung machen.
  • als Arbeiter und Gewerkschafter bereit sind, diese Änderungen zu akzeptieren. Wir wollen aber nicht zurück in die den Frühkapitalismus.
  • Löhne wie in der tschechischen Republik und Portugal akzeptieren, da die Firma behaupten kann, wir hätten schon europäische Löhne. Bald werden wir auch hören, dass unsere chinesischen Kollegen, die gleiche Arbeit, die wir machen, nur für 3 Dollar pro Tag verrichten.

Am 10. September schließt dann die Firma, weil die Kollegen natürlich nicht zu diesen Bedingungen bereit waren, zu arbeiten. Erst kämpften sie für den Erhalt der Firma und nahmen sie am 18.1.2005 in Besitz und 600 Kollegen produzierten ab Juli selber. Conti musste 2 1/2 Jahre Löhne nachzahlen und mit diesem Geld konnten sie die halbe Firma als Kooperative TRADOC kaufen und zur anderen Hälfte gehört Conti nun der mexikanischen Firma Llanti Systems, die für die Kunden sorgt.
Seitdem wird jeder, der die „Corporación de Occidente S.A. de C.V.“ betritt freudig mit den folgenden Worten begrüßt: „Fühl dich hier wie zu hause, jetzt können wir das ja sagen, jetzt ist das nämlich unsere Fabrik“.
Was darüber hinaus noch für Mexiko erwähnenswert ist, sind die Aktivitäten der Lehrer in Oaxaca, Michoacán und Guerrero. In diesen drei Staaten hat Mexiko nicht mehr die Polizeigewalt, sondern die Bürgermiliz „Policia Comunitaria“ die die Lehrer bei ihrem Streik unterstützt und gegen die Paramilitärs des Staates kämpft. In Oaxaca hatten de Lehrer schon 2006 einen Aufstand unter der Führung des Arbeiterrates APPO angeleitet. Diese Erfahrungen sind noch zu jung, um bei der neuerlichen akuten Krise vergessen zu sein. Hier gilt es auch, dass man die genauen Gründe kontrolli eren muss.
Griechenland
In Griechenland fing die Bewegung zaghaft nach der Überschuldung des Staates 2012 an. Da im Gesundheitsbereich die Krise sich am schärfsten zeigte, ist es auch kein Zufall, dass in Kikles in der Nähe von Thessaloniki im Februar 2012 erst ein Krankenhaus besetzt wurde „Alles wird durch eine Arbeiterinnen Generalversammlung entschieden. (workers general assembly)“. Die Kollegen erhielten zum Schluss kaum mehr Lohn und die Patienten müssen ihr Medizin und Bettwäsche mitbringen. Die Kollegen dort haben aber das Krankenhaus hauptsächlich deshalb besetzt, weil die Bedrohung durch die Krise „gegen die Unter- und Mittelschichten Europas, Asiens, Amerikas, Afrikas, der ganzen Welt“ gerichtet ist.
Damit wissen die Kollegen aber auch, dass es sich um das letzte Szenarium des Kapitalismus handelt und auch, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, dass die selbstverwalteten Betriebe sich gegenseitig helfen.
Im November folgte dann eine Zeitung als Genossenschaft und am 12. Februar der Baustoffbetrieb VioMe auch nicht zufällig in Saloniki. Die Kollegen haben schon ab Mai 2011 keinen  Lohn mehr bekommen.
Wie selbstverständlich wird  auch wie überall „Gleicher Lohn“ vorausgesetzt und natürlich kollektive Entscheidungen. Also wir sehen, dass die 3 Bedingungen für die Arbeiterräte bereits in der frühen Form der Streik- und Sprecherräte sich automatisch ergeben, wie wir das in unseren Schriften dargelegt haben.
Der VioMe-Sprecherrat hält auch den Kontakt zu Zanon in Argentinien und sie wollen  auch dafür sorgen, dass in ganz Griechenland die Selbstverwaltung sich etabliert. Die Vollversammlung fordert:
„Wir fordern alle ArbeiterInnen, alle Arbeitslosen und all diejenigen, die am eigenen Leib die Krise erfahren haben, dazu auf, die Arbeiter von Vio.Me zu unterstützen. Jetzt, da sie daran gehen, in der Praxis zu beweisen, dass wir, die ArbeiterInnen, es auch ohne Bosse schaffen! Wir fordern sie auf, am Kampf teilzunehmen und den Kampf zu organisieren, wo immer sie arbeiten, mit Versammlungen, direkter Demokratie – ohne Bürokraten!“ (www.biom-metal.blogspot.gr)
Dabei ist klar, dass sich auch für andere einsetzen, also auch die Lizenzen und Patente für alle Arbeiterländer freigeben werden.
Am 5.2013 wurde der staatliche Fernsehsender ERT geschlossen und 2.730 Journalisten abrupt gekündigt, wahrscheinlich, weil im staatlichen Fernsehen zu viel Gewicht auf die Sichtweise der linken Oppositionsgruppe Syriza gelegt wurde. 1.300 sollen später wieder eingestellt werden und der Rest will im Internet weiter machen. Hier kann sich auch etwas Interessantes entwickeln.
Spanien
Am 4. März 2012 besetzten 500 Landarbeiter einen Großgrundbesitz in Spanien, wie es zuhauf in der portugiesischen Nelkenrevolution 1974 durchgeführt wurde. Leider hat Labournet diese Meldung unkommentiert wieder gelöscht, weshalb es sich unserer Kenntnis entzieht, was daraus geworden ist. Aber immerhin gab es schon einen Versuch.
Spektakulär sind in Spanien die Mieterkomitees PAH in allen Städten. Sie kämpfen gegen die Zwangsräumungen vor Ort, aber haben auch öfters Bankfilialen oder einen leerstehenden Wohnblock besetzt. Unter dem Druck dieser Mieterkomitees haben auch 2 linke Landesregierungen die Banken verstaatlicht, die zwangsräumen wollte.
Dir Arbeiterrat in der portugiesischen Nelkenrevolution 1974 hatte auch die Preise und Mieten kontrolliert. Dieses war Ausdruck seiner beginnenden Doppelherrschaft. Aber, wie wir in unserer Schrift über die Arbeiterräte im 5. Kapitel über Portugal betonen, mussten hier alle Aufgaben der Bourgeoisie von den Anfängen des Kapitalismus erst nachgeholt werden“, da hier ab 1920 Faschismus herrschte. Deshalb konnte das revolutionäre Portugal erst einmal vom CIA und Willy Brandt leicht in das Fahrwasser der EU noch geputscht werden.
Heute aber am Ende des Kapitalismus ziehen die Mieterkomitees PAH  die Arbeit der künftigen Sprecherräte der Betriebe ohne Boss vor und zwingen die linken bürgerlichen Richter auch schon mal für die Mieter zu urteilen.
Eine Korporative ist noch bekannt von einer Zeitung. Eine Zeitung setzt aber auch nicht so viele Kämpfe voraus wie ein Stahlbetrieb, da her mit einer Handvoll Redakteure und etwas Organisationstalent eine Zeitungsredaktion gegründet werden kann.
USA
Am 9.5.2013 kauften 17 Arbeiter die „New Word Windows“ Cooperative. Jeder Arbeiter, der dort arbeiten will, muss aber erst einmal 1.000 Dollar bezahlen. Das artet so aus, wie in einem Dorf in China, wo das ganze Dorf Fabrikbesitzer und Millionär ist und die aus dem Nachbardorf für einen Euro arbeiten dürfen, also nur Privilegierte. Da ist doch der Vergleich mit Argentinien von Naomi Klein etwas unpassend.
Italien
Von ursprünglich 330 Arbeitern einer Recycling Fabrik, die gefeuert wurden, hat eine Gruppe den Betrieb besetz und sie fangen mit dem Namen RI-Maflow wieder an und planen, diese auf 2-300 innerhalb von 2 Jahren wieder auszubauen.
Der Grundstock für die nächste akute Krise ist auch in Europa gelegt. Dann kann neben Lateinamerika auch hier eine starke Union der Arbeiterrätestaaten entstehen. Brauchen wir untereinander dann noch Grenzen? Brauchst Du Grenzen? Arbeiterräte heißt auf persisch übrigens „Schoras“ und auf russisch „Sowjets“, nur dass Stalin 1928 die Sowjets in der Sowjetunion verboten hatte, um seinen reaktionären, arbeiterfeindlichen 5-Jahresplan mit Gefängnisarbeit und Umzugsverbot durchzusetzen, zeigen, dass es damals mit 4,5% Anteil der Arbeiterklassre an der Gesamtbevölkerung noch zu wenig Arbeiter gab. Das kann uns heute mit 85% Arbeiterklasse in Europa nicht mehr passieren.
Das objektive Interesse des Arbeiters ist international. Was hätte der Wolfsburger VW Kollege mit 20,- Euro Std.-Lohn davon, wenn sein südafrikanischer Kollege nur 5 Euro die Stunde verdient? Nichts, nur ein Dumping-Auto das ihm den Arbeitsplatz wegnimmt. Also ist sein objektives Interesse, dass weltweit alle für gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen. Dieses objektive Interesse hat sich jetzt bei den Arbeitern nach dem Kampf für die Betriebe ohne Boss durchgesetzt. Und  damit gibt es dann keine globalen Ungleichgewichte mehr. Und ohne Profit wird auch alles in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen. Mit der Überproduktion sind auch für immer die Wirtschaftskrisen gebannt.

Die meisten Kooperativen sagen zwar jetzt, gleicher Lohn für alle, das macht sie bei uns revolutionäre Linke auch sympathisch, aber wenn das mehr und mehr die Massen ergreift, werden besonders die Großbetriebe eher „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ postulieren, wobei beispielsweise bei den Räten 1917 – 1924 in Russland Lenin empfahl, nur Lohnunterschiede von 80% für die Putzleute, 100% für die Facharbeiterinnen und 120% für die Leitungsfunktionen einzuführen, mehr nicht. In der freien Gesellschaft gibt es sowieso kein Geld mehr und damit auch keine Lohnunterschiede. Damit ist jetzt der Anfang gesetzt. Lernt argentinisch.

 

Das gleichgewichtige Wirtschaftssystem der Arbeiterräte

12.7.13

Wir haben am 15.6.13 in dem Artikel „Kapitalismus geht, Betriebe ohne Boss kommen“ über die 450 selbstverwalteten Betriebe in 9 Ländern berichtet. Heute wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, werden die Betriebe ohne Boss auch unabhängig von de Frage der Gerechtigkeit auch eine wirtschaftliche Alternative zu der maroden Weltwirtschaft aufzeigen

Das objektive Interesse des Arbeiters ist international. Was hätte der Wolfsburger VW Kollege mit 20 Euro Std.-Lohn davon, wenn sein südafrikanischer Kollege nur 5 Euro die Stunde verdient? Nichts, nur ein Dumping-Auto, das ihm den Arbeitsplatz wegnimmt. Also ist sein objektives Interesse, dass weltweit alle für gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen. Dieses objektive Interesse hat sich jetzt bei den Arbeitern nach dem Kampf für die Betriebe ohne Boss durchgesetzt.

Bei seiner Europareise in Griechenland bei dem selbstverwalteten Baustoffbetrieb Vio.Me hat das Mitglied vom Sprecherrat von dem selbstverwalteten Keramikbetrieb aus Argentinien Fasinpat/ex Zanon Raul Godoy gesagt: „Wir sagen es immer, schrieben es sogar in die Statuten unserer Keramikgewerkschaft, dass die ArbeiterInnenklasse keine Grenzen kennt. Dies jedoch am eigenen Fleisch mitzubekommen, mit ArbeiterInnen in politischer Aufruhr, ist eine enorme Erfahrung.“

Mit einem Lohtarifgebiet in der Welt gäbe es dann keine globalen Ungleichgewichte mehr. Und ohne Profit wird auch alles wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen. Keine Kapitalisten mehr, die wie jetzt in deren eigene Krise auf ihrem Raubprofit sitzen und ihn nicht wegen mangelnder Raubprofitaussichten wieder reinvestieren.

Mit der unterlassenen Überproduktion sind auch für immer die Wirtschaftskrisen gebannt. Die selbstverwalteten Betriebe werden nicht versuchen, mit einer Marktausweitung den Kollegen den Arbeitsplatz wegnehmen. Warum auch, sie machen ja kein Profit und lassen sich auch nicht von einem Wettrüsten treiben. Sie produzieren einfach planvoll
Mit dem Arbeiterräteparlament allein schon wird die richtige Wirtschaft ohne Profit und Ungleichgewichte in der Welt geschaffen, konservative Parteien hätten dann ausgespielt, endlich wirkliche Gleichheit für alle Menschen, alle.
Die meisten Kooperativen sagen zwar jetzt, gleicher Lohn für alle, das macht sie bei uns revolutionäre Linke auch sympathisch, aber wenn das mehr und mehr die Massen ergreifen wird, werden besonders die Großbetriebe eher noch erst „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ postulieren, wobei beispielsweise bei den Räten 1917 – 1924 in Russland Lenin empfahl, nur Lohnunterschiede von 80% für die Hilfsarbeiter, 100% für die Facharbeiterinnen und 120% für die Leitungsfunktionen einzuführen, mehr nicht. In der freien Gesellschaft gibt es sowieso kein Geld mehr und damit auch keine Lohnunterschiede.

Wir müssen die Aussagen der Kollegen von der Werft ohne Boss in Argentinien zu Ende denken: „Wenn wir weniger haben, teilen wir auch das“. Die Kapitalisten rationalisieren jedes Jahr um durchschnittlich 3,3%, um die Konkurrenz abzuhängen. Entsprechend werden Arbeiter entlassen oder der Markt wird um 3,3% ausgeweitet. Deshalb sagt der IWF, wenn weniger als ein Wirtschaftswachstum von 3,3% erreicht ist, dann ist das praktisch eine Wirtschaftsschrumpfung.
Nun rationalisieren die selbstverwalteten Betriebe selbstverständlich auch, da, wo sie konstantes Kapital oder Kosten einsparen, z.B. mit modernern  Maschinen Strom sparen. Nur sie arbeiten dann jeder entsprechend weniger. Hä, ist das jetzt hier Hütchenspieler-zauberei? Wo bleibt das ganze Geld beim Kapital, wir haben doch gelernt, wenn man rationalisiert, dann wird man billiger und erobert die Märkte der Konkurrenz, das ist doch logisch.
Falsch gelernt, denn der Konkurrent rationalisiert auch und vor diesem Schritt schalten die Professoren einfach das Denken aus. Erst macht unser Kapitalist Zusatzgewinne, richtig (A Alt 2). Doch wenn die Konkurrenz auch rationalisiert, setzt sich der geringere alte Wert nach der Rationalisierung als neuer Durchschnittswert durch (Ende 7) und der neue geringere Wert bringt weniger Gewinne, die Profitrate sinkt von der erhofften 53,8% dann auf 23,1%

Der Arbeiter ist in der Tat die einzige Quelle des Mehrwerts, und der sitzt jetzt auf der Straße. Er kostet dem Kapitalist weniger Lohn als er Werte schaffen kann. Das kann keine Maschine, denn wenn sie es könnte, kann ja der Konkurrent auch die Maschine kaufen, auf z.B. 1 Euro Gewinn verzichten und den Vorkapitalisten unterbieten. Nein, die Maschinen kosten für allen Kapitalisten das gleiche, bleiben also konstant.

Aber die Kollegen ohne Boss entlassen sich ja nicht, zahlen sich das gleiche Geld wie vorher. Sie sparen von vornherein den parasitären Wasserkopf ein, die Verwaltungsmanager, die nur dafür da sind, um die Arbeiter anzutreiben oder einzusparen. Sie nutzen den Solidaritätskreis wie auch die anderen Betriebe ohne Boss für den Verkauf, da brauchen sie keine Public Relation oder teure Werbung oder einen großen Vertreterstamm, nur Informationen wie Kataloge. Denkbar wäre auch ein gemeinsamer Katalog und gemeinsame Vertreter aller Betriebe ohne Boss.

Mit ihren gleichen Löhnen für gleiche Arbeit und dem Austausch der Betriebspatente installieren die Kollegen ohne Boss schon zumindest innerhalb der selbstverwalteten Betriebe das künftige Monopol einer wirklich sozialistischen planvollen Gesellschaft, die ja auch gleiche Löhnen für gleiche Arbeit durchsetz und das gemeinsame Wissen für alle verwaltet.
Hier regt sich bei vielen im Kapitalismus erzogenen Menschen ein weiterer starker Protest, niemand würde ja dann noch etwas erfinden. Nun fragen wir, wofür ist es lohnender, zu erfinden? Für das schnöde Geld oder für die Anerkennung der Kollegen, wenn einem der sonstige Lebensunterhalt gesichert ist? Der Mensch erfand am Anfang seiner Entwicklung in der Stammesgesellschaft ohne Geld die größten Erfindungen der Menschheit überhaupt: das Feuer, die Speerspitze und die Metallurgie.

Die Wirtschaftspolitik im sozialistischen Weltstaat ist, wo notwendig, von den Arbeiterräten basisdemokratisch zentralisiert, damit die Betriebe sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen und ein gemeinsamer Lohn festgelegt werden kann. Ganz wichtig ist die Zentralisierung auch, um festzustellen, in welchen Gebieten aus einem gemeinsamen Topf  noch Industrieentwicklung betrieben werden muss, um die Disparitäten (Verschiedenheiten) auszugleichen, z.B. eine Traktorfabriken, Stahlwerke, Eisenbahnfabriken usw. in Afrika, Anatolien, Afghanistan usw. Aber was man dezentral lösen kann, wie die Kulturpolitik, sollte man auch dezentral lassen. Aber wenn Angola z.B. ein Theater in Luanda haben will, dann geht das aus dem gemeinsamen Topf.

Die zusätzliche Zeit, die die Kollegen weniger arbeiten, werden sie sinnvoll einsetzen, da sie jetzt auch über die Zeit bei der Arbeit verfügen, wo sie sich als Mensch eigentlich vom Tier unterscheiden. Sie werden kreativ, wie das der Sprecher von Fasinpat, Raul Godoy (Link 44) in dem Video sagt und können sich als Mensch schon etwas mehr entfalten. Im Kapitalismus aber muss der Kollege sich noch gegen die Kapitalisten behaupten, die seine noch abhängigen Kollegen bis zum Ausbrennen hetzen. Außerhalb des Betriebes stößt der Kollege außerdem noch auf weitere Widersprüche, die ihn auch noch von seinem endgültigen Menschsein entfremden. Aber wenn seine Räte auch die politische  Macht erobern, wird er jegliche Entfremdung abwerfen und ganz zu sich als Mensch finden.

In der eingesparten Zeit wird er das machen können, was er schon immer auch wollte, beispielsweise Archäologie studieren oder Geschichte. Die eine wird eine Operngesangsausbildung absolvieren oder Buchhaltung studieren. Es wird keine Unterscheidung mehr in Kopf- und Handarbeitern geben. Die Menschen werden mehrere Berufe haben und ihre Superhirne werden endlich auch voll in Anspruch genommen. Im Kapitalismus wird das Hirn von vornherein auf den kurzfristigen Profit getrimmt und dabei einseitig verbildet. Ohne Profit kann er frei, praktisch ziellos brainstorming betreiben und kommt somit auf geniale Ideen, Letztlich in der freien Welt ohne Geld, im wirklichen Kommunismus werden alle Menschen Genies sein wie Einstein. Dann werden das Wissen und die Produktivkräfte geradezu explodieren, Arbeit und Hobby sind nicht mehr zu unterscheiden.

Die vernetzten Betriebe ohne Boss in Argentinien haben sich einen Sprecherrat gewählt. Dieser Sprecherrat  wird, wie die die Mieterkomitees PAH in Spanien auch die Mieten und Preise kontrollieren und, je mehr Kämpfe um den Erhalt der Arbeitsplätze dazukommen, zu der bürgerlichen Regierung eine „Doppelherrschaft“ ausüben, wahrscheinlich noch in diesem Jahrzehnt. An dem Tag, wo die Bürgerlichen angesichts der unlösbaren Krise resigniert aufgeben, langt wie in Leipzig ein gemeinsamer Spaziergang aller Kollegen und der Kapitalismus liegt auf dem Müllhaufen der Geschichte.

 

Die Inflation treibt schon über die Ufer.

19.7.2013

Obwohl die offizielle Preissteigerung im Juni 2013 nur bei schöngerechneten 1,8% liegt, muss einem als Verbraucher angst und bange werden angesichts der enormen Preissteigerungen im Supermarkt. Wenn man für 100 DM vor 20 Jahren noch gut einen ganzen Einkaufswagen voll packen konnte, kriegt man heute für 50 Euro kaum ein Warenkörbchen gefüllt.

Angesichts dieser Explosion der Preise ist der offiziellen Inflationsrate von 1,8% nicht über den Weg zu trauen und in der Tat hat Schröder seit Juli 2002 mit dem Euro die hedonische Preisberechnung eingeführt. 30% niedriger wird dadurch die Inflation und ein entsprechend ergibt sich eine 30% höhere BIP-Wachstumsrate. Aber dazu mehr im nächsten Artikel.

"Das Volk hat nicht geirrt" schrieb schon 2008 Prof. Prachinger im Stern und errechnete eine Verbraucherinflation von 8,6% nach dem wirklichen Verbrauchverhalten aus.'

Die Verbraucherzentrale Hamburg stelte eine Liste von Preisvergleiche für 2011 zusammen:
Katzenstreu +124,5%, Odol Mundwasser + 59,6% Vitamintablette +51,6%, Spülmittel +79,2%, Knorr Buchstabensuppe +33,3%, Heinz Barbecue Sauce 59,6%.

In den angelsächsischen Staaten kommt noch die Substitution hinzu und in den USA noch ein  neuer Trick  von jedem Präsidenten.

Auf der Seite des Krisentickers über die Inflation sieht man, wie viel Zeitungen und Blogger die offizielle Zahl infrage stellen und sie eher bei 7 oder 8% vermuten.

„Die Kartoffeln sind im Juni 2013 gegenüber Vorjahr um 60% gestiegen, die gesamten Gemüsepreise um 10,4%, alle Lebensmitel um 8,9% und Obst um 9,2%. Die Energie lag um 12% höher und die Mieten in Berlin steigen um bis zu 40 Prozent. Hä, wie kommt da eine offizielle Inflationsrate von 1,8% raus?“

Ganz einfach, lieber Leser, Du musst nur die Abgebrühtheit eines Politikers besitzen. Die haben beschlossen: Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind“ (nach Wikipedia). Schlau, gell? Die rechnen einfach nur die am meisten gestiegenen Waren raus. Der Warenkorb wird willkürlich zusammengesetzt, damit die Lohnabhängigen nicht so viel Lohn fordern. Das ist schon kriminell.

Jetzt brauchen die Bonzen nur noch sagen, dass wir uns die Inflation sowieso alle nur einbilden, deshalb nennen die schlauen Politiker das ja auch „Gefühlte Inflation“. Ich habe noch 1967 im Betriebswirtschaftsstudium gelernt, dass es drei Arten der Inflation gibt, nämlich die allgemeine, die Verbraucherinflation und die der Zulieferer.

Die Verbraucherinflation ist jetzt nur noch gefühlt, reine Einbildung, denn wir haben ja die besonders hohen Preissteigerungen der Verbraucher extra rausgerechnet. Das bildest Du Dir nur ein, das ist halt Dein Bauchgefühl und damit kann man keine Lohnforderung begründen.

Angesichts der Preissteigerung über 60% bei Kartoffeln hier noch der Tipp zum selber anbauen denn denk immer dran, der revolutionäre Kampf geht nur mit gefüllten Magen.

Kartoffeln im Kübel auf dem Balkon anpflanzen



(Das Bild ist für die Anpflanzung im Müllsack. Entsprechend müssen wir uns das für denn Kübel oder für den Waschzuber umdenken.)

  1. Die gute Erde ist das wichtigste. Mutterboden oder Einheitspflanzerde ED 73 (von der Großgärtnereien. Kompost (Lehm oder Pferdemist dazu).
  2. Im Kübel 20 cm anhäufen
  3. Im März aus einer Biokartoffel (Wichtig) Stückchen mit den Keimknollen abschneiden.

und 10 cm Erde darüber füllen. Alle Woche ein Mal gut gießen (Abflussloch nicht vergessen). Wenn die Pflanze 30 cm groß ist, dann 10 cm Erde dazutun bis der Kübel voll ist.
August bis September ernten. Reifezeit der mittelfrühreifen Kartoffelsorten 120-140 Tage. Aus einer Kartoffel können 15 Kartoffeln werden. Gut Pflanz.

 

 

Statistiklügen: Eine schöne Illusion  wird zur„Realität“

13.8.13

Wir haben gesehen, dass bei der Berechnung der Inflation schon verzerrende Berechnungen angewendet werden, um das Wählervolk im Unklaren zu lassen über die erschreckend hohe Verbraucherinflation.

Erstens wurde seit Juli 2002 mit dem Euro die hedonische Preisberechnung eingeführt. Nach Wikipedia kann alleine dadurch schon die Inflationsrate um 30% niedriger werden und entsprechend ergibt sich eine 30% höhere BIP-Wachstumsrate.

Zum Zweiten, und da ist das Wesntliche, „schließt die Die Kernrate der Inflationdie Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind“ (Nach Wikipedia unter Kerninflation). Also gerade die am stärksten steigenden Waren werden aus dem Warenkorb entfernt.
Dann müssen wir ja auch die immer kleineren Verpackungen bei gleichem Preis zur Inflation dazu rechnen.
Es ist richtig, dass die Lebensmittel oft durch Spekulationen teurer werden, aber das erhöht eben auch die Preise, müssen wir Verbraucher ja auch bezahlen und müssten in der gesamten Preissteigerung eben auch dargestellt werden.
Prof. Brachinger errechnete schon im Stern nach dem wirklichen Verbraucherverhalten für 2008 eine Verbraucherinflation von 8,6% und die Geldmenge M3 stieg mit Ausnahme von 2010 fröhlich weiter.

BIP Wirtschaftswachstum

Nach dem Absturz von 2009

Die BIP-Wachstumsraten wurden für 2012 mit tollen +0,7% angegeben. Das galt aber nur für die vorläufigen Zahlen. Das endgültige nominale BIP zu aktuellen Preisen BIP betrug 2.644,20 Euro und wenn ich davon die wirkliche Inflation errechnet aus der Geldmenge M3 von 6,25% abziehe, dann erhalte ich nur real ein BIP von 2.488,66 Euro, 4.01% weniger als das BIP von 2011 über 2.592,60 Euro.

Erläuterungen zu der Tabelle. Es ist klar, dass durch Entfernung der Lebensmittel und der Energie aus dem Warenkorb für die Die Kernrate der Inflation die offiziellen Statistik mit den 1 bis 2% nur eine Fiktion sind. Die wirkliche Inflation bewegt sich stattdessen zwischen 6 bis 8 Prozent.

Das hat auch eine Änderung bei der BIP Steigerung durch die Nominal-Real Rechnung zur Folge.  Der Warenumsatz ist zum Beispiel in 2012 um 2% gestiegen, aber die Preise der Waren auch um durchschnittlich 6,25%, so dass die Waremenge um 4% gefallen ist. Nun kann man normal nicht von der Gelddruckmenge M3 direkt auf die Inflation schließen, da in M3 auch Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren enthalten sind und außerdem manches Geld noch lange im Finanzmarktsektor für die CDS Wetten bis zum nächsten Platzen der Blase gebunden ist. Aber aufgrund der offensichtlichen  Statistikverfälschung bietet die M3 Rechnung  zumindest eine gute Annäherungsrechnung. Man sieht ja, dass die M3 Rechnung bei „Wissen Abstrakt“ für 2008 eine Verbraucherinflation von 10,9% errechnet, nur 2,3% höher als die Warenkorbrechnung von Prof. Brachinger, was den obigen Abgrenzungsmerkmalen entspricht. Ich habe deshalb die Inflation von „Wissen Abstrakt“ um die 2,3 jedes Jahr gekürzt, da die Warenkorbrechnung von Prof. Brachinger doch genauer ist ohne den obigen Abgrenzungsmerkmalen, aber es gibt leider nur die Zahl der Verbraucherinflation von 2008 von Brachinger, deshalb sind das nur Annäherungswerte, aber immer noch besser als die offiziellen total verfälschten ohne Lebensmittel und Energie.

Jahr

 

BIP nominal zu jeweiligen Preisen
In Mrd. €

Wirkliche Inflation
M3-BIP  -2,3

BIP real
In Mrd. €

 

BIP real /BIP nominal Vorjahr

BIP-Steigerung

2007

2.428,50

 

 

 

 

2008

2.473,80

5,90%

2.335.98

0,9619

-3,81%

2009

2.374,50

5,60%

2.227,49

0,9004

-9,96%

2010

2.496,20

-5,27%

2.635,07

1,1097

10,97%

2011

2.592,60

-0,46%

2.604,58

1,0434

4,34%

2012

2.644,20

3,95%

2.543,72

0,9811

-1,89%

2008/9 gab es einen starken Wirtschaftseinbruch, der aber mit -9,64% wegen der hohen Inflation von 5,6% höher als die des offiziellen BIP Einbruchs von -4,9% lag. Wir müssen sehen, dass trotz des Wirtschaftseinbruchs noch 3% Geld generiert wird. Im Frühjahr 2009 stellte das Kapital weltweit ihre Investitionen ein. Die Produktionsgüter sanken schneller als die Löhne. Es entstand jetzt im Produktionsmittelsektor der Warenüberschuss, der nicht mehr auf den Konsumsektor übertragen werden konnte, wie vorher der gängige Warenüberschuss des Konsumsektors in den Produktionsmittelsektor immer übertragen wurde. Das weltweite Wirtschaftssystem fuhr praktisch gegen die Wand.

In den beiden Folgejahren kam es dann zu einer Deflation, die immer am Anfang einer massiven Inflation hervorgebracht wird. Sie war in der Regel den hohen Rabatten in der KFZ-Branche bis um die 30% und im Einzelhandel besonders bei den Elektrogeräten geschuldet. Nur so glaubten die Konzernführer, sich noch retten zu können. Die Preise sanken um 5,27%, was in der Tat zu dem BIP-Wachstum von 10,97% führte. Aber ein Gewinn ist jetzt in der Folge mit der Produktion von kleinen Autos kaum noch zu erwarten.

Ab 2012 kam dann die Inflation von 3,95% und die Wirtschaft schrumpfte um 1,89%. Und das alles konnte die Regierung nur mit dem einen Satz schön färben: „Die Kerninflationsrate schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus“

In China spricht man schon vom bevorstehenden Untergang, die Schwellenländer stehen plötzlich am Abgrund, in Japan kriselt es schon seit den 90er Jahren, in den USA gibt es schon seit Nixon Statistiklügen und bei Obama kommt noch einmal eine Lüge für 3% mehr BIP hinzu; damit ergibt sich auch eine niedrigere Schuldenquote, und Europa ist seinem Zusammenbruch näher als der Lösung. Wohin soll Deutschland dann noch hinexportieren?

Spätestens nach den Bundestagswahlen kommen die Schwierigkeiten zutage und es wird kein Halten mehr geben auf dem Weg nach unten. Für 2015 hat das renommierte „Massachusetts Institute of Technology (MIT, Institut für Technologie Massachusetts) eine (private) Technische Hochschule und Universität in Cambridge, Massachusetts“ den weltweiten Rückgang des industriellen Outputs errechnet. Der Weg dorthin fängt, wenn Merkel Glück hat, nach der Wahl an. Wenn sie Pech hat, schon vorher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spaß beiseite. Die Menschen verlassen sich natürlich auf die offizielle Statistik und daher klappt auch das Spiel mit den Statistiklügen, da alle es mitspielen. Also, wieder zurück auf Start und so tun, als ob gar nix wär. Is’ was. Früher hätten sie in der Stagflation Faschismus gemacht. Heute machen sie Statistiklügen. Das ist doch besser, oder?

Aber wenn wahrscheinlich in den nächsten zwei Jahren die Finanzblase platzten wird, werden die ganzen Euronen, die im Finanzmark gebunden waren, auf den realen Markt geworfen und dann steigen die Preise auf einen Schlag pro Monat wie jetzt in einem Jahr. Und gleichzeitig läuft noch die Rezession. Wir befinden uns praktisch schon in einer Stagflation.

 
Staatsschulden

Die offiziellen Staatsschulden Ende 2012 bei 2.544 BIP betrugen 2.075 Mrd. Euro, das sind 81,9% vom BIP. Für Deutschland muss man mindestens aber noch 600 Mrd. Euro für die Schulden für die Bad Banks dazurechnen, 2010 waren die in den öffentlichen Schulden noch enthalten, das wären dann 2.675 Mrd. Euro Schulden = 105,15%. Dabei fehlen aber immer noch die bisher angefallenen Refinanzierungskosten.

Der Professor an der Osnabrücker Hochschule Christian Kröger geht von 300 Prozent aus. Kröger merkt in seinem Artikel auch an, dass 2010 die Staatsschulden um 13% stiegen, nicht nur um 4,5%, wie die Regierung das angab, wie wir es von der Linken Zeitung auch errechneten.

Arbeitslose

Die Arbeitslosen der Bedarfsgemeinschaft (ca. 1,5 Millionen), die Teilnehmer an einer Maßnahme (ca. 1 Millionen) und die 1-Euro-Jobber und Praktikanten (ca. 1 Millionen) sind aus der Arbeitslosenstatistik unter Merkel entfernt worden.

Statt 3 Millionen hätten wir nach alter Statistik also 6,5 Millionen Arbeitslose, 4,9 Millionen Minijobber, ab 2006 rund 2,25 Millionen geringfügig Beschäftigte im Nebenjob und im Nov. 2012 4,334 Millionen Aufstocker. Es ist also immer eine Lüge, wenn die Regierung sagt, „Wir hätten heute 1 Millionen weniger Arbeitslose als unter Rot-Grün“. Statt dessen müsste es heißen, „Wir haben zwar 2 Millionen mehr Arbeitslose aber 3,5 Millionen as der Statistik entfernt, extra nur für Sie, unsre Wähler, haben wir das gemacht, damit Sie nicht so ein Schreck kriegen und unsere brumm, brumm, brummende Wirtschaft mit 1929 vergleichen.

Mio. statt 2,9 Mio. Arbeitslose!? - Jobcenter-Mitarbeiterin packt aus


M3 (1998: 2239,8 Mrd. DM): M2 plus Anteile an Geldmarktfonds, Repoverbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren. Dieses Aggregat steht bei der Geldpolitik des Eurosystems im Vordergrund.

 

Statistik Lügen II, Die Illusionsmaschine macht uns glauben, dass alles besser sei als 1929

24.08.2013

Es ist wirklich erstaunlich, wie toll die Illusionsmaschine in der ausgehenden kapitalistischen Profitproduktionsgesellschaft funktioniert, und das ganz ohne Cannabiskekse.
Goldig. Schäuble nimmt 1,9% mehr Steuereinnahen ein bei einer offiziellen Inflationsrate von 1,9% und einer tatsächlichen von vielleicht 4% und die gleichgestellte Presse jubelt im Gleichklang, als ob es Kant nicht mehr gäbe und die Sonnenkönigin das Denken im Gleichklang vorgibt. 1,9% minus 1,9% bedeutet höchstens Nullwachstum und mitnichten geht ein “Aufwärtstrend bei Steuereinnahmen weiter“. Pustekuchen. Bei einer tatsächlichen Inflation von vielleicht 4% wäre das sogar eine Mindereinnahme von 2%.

Was Schäuble mehr eingenommen hat, ist in der Tat Papier, dass aber bald in der Altpapiersammlung landen wird, nachdem ein Stempel auf dem 100 Euroschein aufgestempelt wurde: 1 Millionen Euro!

Die Medien jubeln auf allen Kanälen, und haben dafür extra das Denken ausgeschaltet. Die Wahrheit würde nur zeigen, dass alle Daten und Raten aller Kontinente in den Keller weisen und damit aufzeigen, dass das kapitalistische Wirtschaftssystem der Marktwirtschaft nun in dieser seiner letzten Dekade auslaufen würde und den Medien würden die Anzeigenkunden mit ihren Geldsäcken davonlaufen.

Aber gut, erst mal läuft die Inflation deshalb im Geheimen und Du denkst nur, Deine Frau kann nicht mehr so gut wirtschaften, dabei hat Sie Dir doch gerade lang und breit erklärt, dass Du immer mehr Geld in die Wirtschaft trägst. Auch wenn Du hundert Mal erklärt hast, dass Du gar nicht mehr so viel verträgst, das Geld ist weg.

Die „Deutsche Wirtschafs Nachrichten“ titeln „Trotz Schuldenlast: Schäuble plant keine Spar-Maßnahmen“. Muss er auch nicht, der „arme“ Mann, keineswegs. Ganz im Gegenteil. Er braucht nur die Hände in den Schoß zu legen, weiter Schulden machen und nimmt einfach immer mehr Papier ein, wo immer größere Zahlen draufstehen, schon sind die Schulden mit der Portokasse bezahlt und Deine Staatsanleihe kannst Du in der Pfeife rauchen.

Also wir sehen, dieser eine Satz vom Herrn Schröder 2002, dass  „Die Kernrate der Inflation die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung ausschließt" und die hedonische Preisberechnung auch seit 2002 haben für das Kapital und den Staat gleich mehrere Vorteile:

  1. Die Inflationsrate kann um ein Vielfaches niedriger angegeben werden.
  2. Die Löhne können viel niedriger gehalten werden als die Preissteigerung und erhöhen somit weniger die a. Kosten bei der Gewinn- und Verlustrechnung und b. der Inflationsrate.
  3. Mit einer viel niedriger angegebenen Inflation kann mit dem BIP-Deflator =  „BIP Nominal/BIPReal“  ein viel höheres BIP Wirtschaftswachstum angeben  werden.
  4. Es können viel mehr Steuereinnahmen generiert werden.
  5. Deutschland kann sich somit gegenüber allen anderen EU-Ländern als vorbildlicher Haushälter präsentieren und Merkel kann dies nach ihrer Pfeife tanzen lassen und somit dem deutschen Kapital Vorteile verschaffen.
  6. Die Schulden zahlen sich durch die Gelddruckerei von alleine ohne, dass es jemand merkt.
  7. Durch die Turbogelddruckerei wird der Sparer kalt enteignet und das Geld landet bei dem Staat, und keiner bekommt es mit.

Wirklich keiner? Es wird ja jetzt schon massenhaft bezweifelt, dass die Inflationsrate von 1,9% stimmt, darunter eine ausländische italieniche Großbank: “Gefühlte 2,9 Prozent” (Verbraucherinflation): Erstmals zweifelt eine Großbank an offiziellen Inflations-Zahlen“ und Focus-Online am 20.8.13, „So tricksen sich Politiker die Wahrheit zurecht“ die ebenfalls nicht in dem Staats-Netzwerk sind. Sie schreiben: „Die gefühlte Inflation liegt weit über der offiziell ausgewiesenen. Kein Wunder. Denn Schönrechnerei und Manipulation von Statistiken ist tägliche Praxis – nicht nur in der Politik.“

Aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten „Studie: Deutsche Top-Journalisten sind in US- und Nato-Strukturen eingebunden“ 16.13

Wenn wir Statistik Lügen bei Google eingeben, gibt es dort 475.000 Einträge, knapp eine halbe Millionen, eine ganze Büchersammlung. Also kaum jemand von den Informierten glaubt noch die Lügenmärchen, die die Politiker und deren Medien uns täglich auftischen.
Wenn man die offiziellen Zahlen mit den angenäherten realen vergleicht, sieht man die bedrohliche Lage, in der sich auch Deutschlands Wirtschaft befindet.

Zurück zur Realität der Wirtschaftsdaten

 

Offiziell schöngefärbt

Vorsichtig real gerechnet

Maximal real gerechnet

Inflation 2012

2,0%

3,95%

6,25%

Inflationsberechnung

 

M3 Geldmenge-BIP -2,3% Bankwetten

M3 Geldmenge-BIP

Verbraucherinflation

keine Angaben

5,95%

8,25%

Bruttoinlandsprodukt 2012 Real
Nominal 2.644,20
2011 = 2.592,60

2.610,54

2.534,42

2.488,60

Wirtschaftswachstum           

0,7%

-1,89%

-4,01%

Schulden kumuliert

2.075 Mrd.

2.675 Mrd.

3.143 Mrd.

 

 

Mit 600 Mrd. für die Banken

mit 468 Mrd. Refinanzierungen
(siehe Spiegel Grafik)

% vom BIP 2.544 Mrd.

81,9%

105,15%

123,5%

Steuereinnahmenplus

1,9%

-2,1%

-4,5%

Arbeitslose Juli 2013

2.94 Mill.

6,5 Mill.

10 Mill.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 468 Mrd. Refinanzierungen wurden ursprünglich vom Spiegel online angegeben (siehe Grafik), wurden jetzt aber gehorsam gelöscht, nicht so aber die italienisschen Refinanzierungen, die sind noch online. Warum nur? Wollen die das verbergen? Refinanzierungen sind, wenn die Staatsanleihen nach 1, 2, 3, 5 oder meistens 10 Jahren auslaufen, muss der Staat das Geld zurück bezahlen und dann sich wieder neues Geld leihen. Das wären die 276 + 192 = 468 Mrd. Euro, die aber nirgendwo in der Schuldenstatistik als Altschulden auftauchen. Die Altschulden in einem geheimen Fonds, der aber auch nicht wie der geheime „Bad Bank Fond“ mit seinen 600 Milliarden Euro bei den öffentlichen Schulden geführt werden, die aber beide ebenso vom Steuerzahler zurückgezahlt werden müssen.

Insgesamt mussten 2012 alle Staaten 7,6 Billionen Dollar Schulden refinanzieren. Das wird die ganze Welt nie zurückzahlen können, nie.

Die 123,5% deutschen Schulden können die Herrschaften auch nur mit einer galoppierenden Inflation zurückzahlen. Die kommt so langsam in die Gänge und um das zu vertuschen hat sich Schröder den prächtigen Satz mit der Kerninflation einfallen lassen. Dafür bekommt er auch unter dem Beifall aller braven Bürger noch den Friedensnobelpreis. Von uns aber gibt es die goldene Zitrone und einen Tritt in den Hintern

Die Zahlen der maximalen Rechnung erinnern doch stark an 1929, nur mit dem Unterschied, dass es damals noch keine Sozialhilfe gab und sie diese heute geben mit der Turbogelddruckmaschine finanzieren, also leicht de Gefahr einer Hyperinflation in Kauf nehmen. Sie wollen eben noch eine normale Welt vorgaukeln, was sind schon die 44 Mrd. Euro Hartz IV gegen die 300 Mrd. Euro für die Banken, Peanuts.

Dadurch, dass von dem gedruckten Geld noch wahrscheinlich um die 2,3% in dem Finanzsektor bei den Banken gebunden sind, äußert sich die Wirtschaftskrise noch nicht in der totalen Schärfe wie 1929.

Spätestens aber wenn in naher Zeit die nächste Spekulations- und Wettblase wie mit Lehman 2008 platzt, wird das ganze Geld auf den Markt geworfen. Es kann dann nicht wieder eingesammelt werden, wie das heute die Politiker unisono versichern. Die Banken schauen dann höchstens, das sie sich selber retten können.

Dann werden sich viele wünschen, das es besser gewesen wäre, wenn heute schon die wirklichen Zahlen veröffentlicht worden wären. Denn dann hätte man sich auf di kommende Katastrophe schon besser vorbereiten können wie Vorräte anlegen und Gemüse anbauen wie heute schon in Detroit, wo sie zwischen den Fabrikruinen Ackerbau in der Pleitestadt betreiben
Das und der Klassekampf von unten sind unsere Zukunft

 

 

 

 

 

 

 

  1. Friedrich Engels: "Der deutsche Bauernkrieg", MEW 7, Berlin 1960, S.400+401.

Rosa Luxemburg, Sozialreform oder Revolution, S. 42  Zweiter Teil 4. Der Zusammenbruch

Rosa Luxemburg: „Antikritik”, S. 361

  1. Paul Frölich: "Rosa Luxemburg, Gedanke und Tat", Frankfurt 1967, S. 198

Lateinamerikanachrichten

ebda.

Ebda.

 


1 Matthias Engel & Karsten Schmitz: Marx' historischer Materialismus: Materialismus und Idealismus, S. 6

ebda., S. 5

  •   Karl Marx: Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Vorwort, MEW, Bd. 13, S..9
  •   F. Engels: Das Begräbnis von Karl Marx, MEW, Bd. 19, S. 335, 336

Tony Cliff „Portugal vor der Entscheidung“, S. 25

  • F. Engels: "Der deutsche Bauernkrieg", MEW 7, Berlin 1960, S.400+401.

Rosa Luxemburg: „Sozialreform oder Revolution“, 2. Teil, 4. Der Zusammenbruch

  •   "Einführung in den dialektischen und historischen Materialismus",, Seite 437