Der „Point of no Return“ wird gerade überschritten


Marx hat in dem Kapitel über den tendenziellen Fall (3.Band, 15. Kap. S. 269) nicht auf den  Finanzmarktzins hingewiesen und sein Resümee ist dort nur ein langsames „Einschlummern“.
 „sobald die Kapitalbildung ausschließlich in die Hände einiger wenigen, fertigen Großkapitale fiele, für die die Masse des Profits die Rate aufwiegt, wäre überhaupt das belebende Feuer der Produktion erloschen. Sie würde einschlummern“


Deshalb gehen alle Linke irriger Weise davon aus, dass Marx kein rechnerisches Ende des Kapitalismus aufzeigt. Er tut es an anderen Stellen schon, wenn auch nicht mit Betonung


Rosa Luxemburg dagegen redet schon von einem gegen die Wand fahren des Kapitalismus: „Der Imperialismus ist ebensosehr eine geschichtliche Methode der Existenzverlängerung des Kapitals, wie das sicherste Mittel, dessen Existenz auf kürzestem Wege objektiv ein Ziel zu setzen. Damit ist nicht gesagt, dass dieser Endpunkt pedantisch erreicht werden muss. Schon die Tendenz zu diesem Endziel der kapitalistischen Entwicklung äußert sich in Formen, die die Schlussphase des Kapitalismus zu einer Periode der Katastrophen gestalten.«.
Rosa Luxemburg: „ Antikritik”, S. 361

Diese Periode der Katastrophen erleben wir zur Zeit. Sie spricht auch von Todeszuckungen und begründet das bei der Erweiterung der Reproduktion mi t dem Überschuss im Konsumsektor, wo Marx mit einer total falschen Rechnung den Überschuss im Produktionsmittelsektor verortet.


Ich habe in meinem Buch „Norbert Nelte - Rosa Luxemburg, die Grenzen des Marktes und die Todeszuckungen des Kapitalismus“ bei Amazon http://www.amazon.de/gp/product/3837009793/sr=1-1/qid=1193579237/ref=olp_product_details/302-0677083-6579201?ie=UTF8&me=&qid=1193579237&sr=1-1&seller=

nachgewiesen, dass Marx total falsch rechnete und Luxemburg richtig, Marx kommt sogar bei der Berechnung der Erweiterung der Reproduktion darauf, dass der Profit immer bei 20% liegt. Da hatte er zuviel abstrahiert http://www.mlwerke.de/me/me24/me24_485.htm#Kap_21_III 2. Band, S. 502 EINUNDZWANZIGSTES KAPITEL (57) Akkumulation und erweiterte Reproduktion


Der Überschuss im Konsumsektor wurde in der Vergangenheit immer auf den Produktionsmittelsektor übertragen. Eine kleine Ungenauigkeit schlich sich aber auch bei Luxemburg ein. Dann, wenn weltweit der Produktionsmittelsektor schneller fällt als der Konsumsektor oder die Investitionen als die Löhne, fällt der Überschuss im Produktionsmittelsektor an und der kann nicht mehr in den Konsumsektor übertragen werden.

Das geschieht seit Frühjahr 2009 und seither entwickelt sich eine Katastrophe nach der anderen. Der Kapitalismus wird so ausgebremst, als ob er gegen die Wand fährt. Im April 2013 ist die KFZ Ptoduktion um 13% eingebrochen. Bald kommt sein Ende.


Dieses Jahrzehnt entwickeln sich weltweit Arbeiterräte und errichten eine Doppelherrschaft. In Griechenland gibt es schon das erste Krankenhaus in Selbstverwaltung. http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=12753&Itemid=1 (Bei der Linken Zeitung bin ich auch Redakteur)


Ab 2020 dann werden dann die Arbeiterräte die ganze Macht übernehmen. Die Zeit der  Klassenherrschaften wird dann Geschichte sein. Norbert


Der „Point of no Return“ wird gerade überschritten. 4.3.2009

 

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